Mai 2024

Romankritik: Das glückliche Paar, von Naoise Dolan (2023, engl. The Happy Couple) – 5/10

Fazit: Die Erzählerin und ihre Figuren klopfen zunächst supercoole Sprüche mit scharfen Beobachtungen. Sie schlafen mit Männern und Frauen durcheinander und diskutieren Sex wie einen komplizierteren Zündkerzenwechsel. Dazu bringt Naoise Dolan interessante Details aus dem Leben von klassischen Musikern. Die zweite Buchhälfte entgleist als abgeschmackte, verunglückte RomKom und zieht den Gesamteindruck in die Tiefe. Amazon-Werbelinks: […]

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Handyfotos: Verwandeln Sie GPS-Geodaten in IPTC-Ortsangaben und IPTC-Stichwörter mit GeoSetter und mit AnyTag in Lightroom Classic

Aus den GPS-Geodaten in Fotodateien (z.B. in Handyfotos) kann man je nach Software Text-Angaben ableiten, die nach der weit verbreiteten IPTC-Norm in den Bilddateien gespeichert werden: die korrekten Einträge für die IPTC-Felder „Ortsdetail“ (falls vorhanden), „Stadt“, „Bundesland“, „Land“, „ISO-Ländercode“, also zum Beispiel Centro District – Córdoba – Provincia de Córdoba – Spanien – ES außerdem

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Buchkritik: Die Tante Jolesch (1975), von Friedrich Torberg -7/10

Dies ist eine lose Anekdotensammlung aus einem internationalen, gleichwohl einheitlich “altösterreichischen“ (Torberg) und sentimental verklärten Milieu. Sie wird zusammengehalten von Friedrich Torbergs vollmundigem wie übersichtlichem, altmodisch ziseliertem Deutsch, das hervorragend zum plüschigen Ambiente passt. Amazon-Werbelinks: Tante Jolesch | Friedrich Torberg | Witzig Eigenwilligkeiten und Käuze: Friedrich Torberg kapriziert sich v.a. auf witzige, mitunter leicht derbe

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Buchkritik: Die Erben der Tante Jolesch (1978), von Friedrich Torberg -7/10

Im Vorwort erklärt Friedrich Torberg ausführlich, dass dieser Band dem ersten Jolesch-Erfolgsband inhaltlich und stilistisch sehr ähnelt. Dazu gehören auch Nachträge und Korrekturen zum Vorgänger, samt seitengenauen Querverweisen. Torberg liefert sogar gleich die Verrisse mit, mit denen die Zeitungsschreiber sein Konzept verdammen könnten. Amazon-Werbelinks: Tante Jolesch | Friedrich Torberg | Witzig Vom Hundertsten ins Tausendste:

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Romankritik: Eine Handvoll Staub, von Evelyn Waugh (1934, engl. A Handful of Dust) – 6/10

In dieser erlesenen Satire begegnen sich die Akteure vordergründig höflich, doch zugleich etwas überdeutlich rücksichtslos und eigensüchtig, in vielen amüsanten Dialogen. Fast alle Figuren sind unsympathisch, bestenfalls bedauernswert, vielleicht mit Ausnahme der patenten Amerikanerin, die mit dem eigenen Flugzeug zu Verabredungen kommt und spontan bei Renovierungsarbeiten hilft. Amazon-Werbelinks: Eine Handvoll Staub | Evelyn Waugh allgemein

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Kritik Kurzgeschichten: Die Jupitermonde, von Alice Munro (1982, engl. The Moons of Jupiter) – 7/10

Viele der 11 Geschichten erschienen zuerst in Zeitschriften wie dem New Yorker und wurden für die Buchausgabe bearbeitet – so hat beispielsweise die Zeitschriftenversion von Dulse eine Ich-Erzählerin, die dann zwischen Buchdeckeln in die dritte Person mutiert. Ich kenne nur die Buchfassungen und habe die Geschichten „Jupitermonde“, “Bardon Bus” sowie “Mrs Cross and Mrs Kidd”

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Kritik Robert Sedlaczek: Sprachwitze (2020) – 6/10

Immer wieder rekurriert der Autor auf Sigmund Freud, aber auch auf Schopenhauer und allerlei Linguisten, Historiker und Psychologen sowie Humoristen verflossener Jahrzehnte. Fett gedruckt nennt Autor Robert Sedlaczek zu fast jedem der über 500 zitierten Witze (Verlagswerbung) ein anderes Witzsubgenre, wie etwa Mutter-Kind-Witz, Lehrer-Kind-Witz, Dreizahlwitz, Unbildungswitz, Situationswitz, Dialogwitz, Metawitz, Zerlegungswitz, Essex-Girl-Witz, Antimännerwitz, Ethnowitz, Polenwitz, Türkenwitz,

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Romankritik: Die Witwe Couderc (1942), von Georges Simenon – 7/10

Wie immer beschreibt Georges Simenon Details so plastisch, als ob er selbst dort aufgewachsen sei. Hier aus Jeans Perspektive,  überraschend allein auf dem Hof: Was gab es an diesem Tag zu tun? Er drehte das Rad des Ziehbrunnens und fing an, die Salatpflanzen zu gießen. Auch Brutapparate und Schwefelspritzen, die rote Augen machen, lernen wir

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Romankritik: The Grammarians, von Cathleen Schine (2019) – 6/10

Daphne gilt als die Klügere. Doch Laurel kam 17 Minuten früher zur Welt und ist auch sonst überall als erste zur Stelle. Daphne mault: ”I’ll never catch up… you were alive for seventeen minutes without me. I was never alive without you.” Solch ein Dialog klingt nicht realistisch, aber unterhaltsam. Das Buch ist voll von

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Lese-Eindruck Henry James: The Pension Beaurepas (1879), Point of View (1879), A Bundle of Letters (1882)

The Pension Beaurepas (1879): Henry James behandelt wieder das wichtigste Thema der Welt – Amis in Europa. Die Erzählung hat ein wenig Handlung und mild amüsante, satirisch gespreizte Dialoge, teils lustig. Henry James schreibt elegant elaboriert, aber hier nicht zu verschraubt. Alle wichtigeren Figuren in dieser Genfer Geschichte sind Amerikaner. Die Franko-Schweizer erscheinen untergeordnet und

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Kritik Roman: Nationaldenkmal, von Julia Deck – 3/10

Fazit: Julia Deck zimmert eine sehr grobe, willkürliche Satire, jedoch nie lustig. Krasse Übertreibungen, wilde Schwenks in der Handlung nach Bedarf nehmen der Story jede Relevanz. Die Übersetzung unterwältigt. Das gesamte deutschsprachige Feuilleton applaudiert. Modern und altmodisch: Die Autorin springt in der ersten Buchhälfte alle paar Seiten zwischen völlig unterschiedlichen Milieus und Personen hin und

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Romankritik: Der Aufbruch des Erik Jansen, von Sylvie Schenk (2012) – 7/10

Fazit: Sylvie Schenk, Männerversteherin! Sie schreibt einfühlsam über einen verschwurbelten Akademiker, der einer Versuchung nicht professionell widerstand. Die reizvollen Konflikte sind nachvollziehbar, wenn auch unfeministisch, und die Frauen im Leben der Hauptfigur Erik Jansen wirken unrealistisch. Trotzdem hat die Schülerin Johanna etwas Verführerisches. Sylvie Schenk presst dabei zu viel Reisebericht, Kafka, Latein und klassische Geschichte

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Kritik Reiseführer: DuMont Reise-Taschenbuch Extremadura, von Jürgen Strohmeier (Dumont-Verlag) – 7/10

Trotz aller Kritik ein sehr gründlicher, offenkundig enorm kenntnisreicher, etwas hochkultureller und geldiger und weniger auf Natur und Sparfüchse bedachter Reiseführer für eine weniger bekannte Region, dem ich viele gute Tipps entnahm. Amazon-Werbelinks: Sierras of Extremadura (dieses Buch), Extremadura, Andalusien Zu hip: Die Macher verschwenden wertvolle Seiten mit Sprechblasen und Riesengroßdruck-Sätzen wie Schwebt da wirklich

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Kritik engl. Wanderbuch: The Sierras of Extremadura, von Gisela Radant Wood (Cicerone-Verlag) – 8/10

32 sehr nützliche Tourenvorschläge bis ca 15 km Länge, pro Tour gibt’s eine Einstufung des Charakters, informative Farbfotos, eine farbige Karte und nützliche Parkplatztipps für enge Dörfer. Die Autorin scheint sich auf einige Gebiete der Extremadura zu konzentrieren, liefert dort mehrere kombinierbare Touren und lässt  andere Gebiete ganz aus (Inhaltsangabe und Leseprobe beim Verlag). Teils

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Fahrradtransporttasche Evoc Bike Bag Pro – meine Erfahrung – 4/10

Fazit: Erstaufbau extrem umständlich und unübersichtlich, nur mit großer Mühe bewältigt, sehr unschön 29”/47er Reifen passen kaum in die Reifentaschen Reifen nicht gut geschützt: Bremsscheiben waren nach beiden Flugtransporten verbogen (aber nicht nach Autokofferraumtransporten ohne Evoctasche); außenliegende Reifenfächer nicht vertrauenerweckend, trotz gepanzertem Bremsscheibenschutz – ein Konstruktionsfehler? abnehmbares Vorderrad der Evoc-Tasche geht verloren,  wenn man es

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In Andalusien war ich auch mal.

Kritik Roman: Eine Liebe, von Sara Mesa (2020) – 7,5/10

Sara Mesa schildert die Isoliertheit der Frau in ihrem neu angemieteten, vergammelten Landhaus einfühlsam und nachvollziehbar. Der Leser wohnt bald selbst dort, wundert oder ärgert sich über die seltsamen Kontakte wie den grobschlächtigen Vermieter oder den undurchsichtigen Píter – was will der wirklich, außer sie mit Ratschlägen überhäufen? Und was will sie selbst – das

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In Andalusien war ich auch mal.

Kritik Sachbuch: Leeres Spanien, von Sergio del Molino (2016) – 3/10

Nach dem Vorwort für die deutschen Leser sind dies die ersten zwei Motive von La España vacia: Urlaubsfahrt durch das ländliche Wales (sic) das Wort “Gabel” in europäischen Sprachen (sic) Interessant. Etwas später geht es um die Aufteilung Frankreichs in Departements – all das vor dem ersten Wort über Spanien heute. Amazon-Werbelinks: Spanien, Sergio del Molino

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Südspanien: Fotos faule Fahrrad-Tagestouren April 2024 (+ bisschen Text)

Faule unsportliche Tagestouren April 2024 mit Reise-MTB o. Motor ab Hervás, Plasencia, Caceres, Fregenal (jeweils Extremadura), Aracena, Córdoba (jeweils Andalusien). Kurze Anmerkungen ganz unten. Amazon-Werbelinks: Spanien, Andalusien, Extremadura Anmerkungen:  Google Maps hat wie immer viele  falsche positive Treffer für Kneipen etc, einmal folgte ich einem “Supermarkt”-Hinweis und landete vor einer Schinkenfabrik; trotzdem für Innenstädte und

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