Juli 2014

Reisebuch Persien, Afghanistan: Der Weg nach Oxiana, von Robert Byron (1937) – 4 Sterne

Das beste Reisebuch der Dreißiger? Bruce Chatwin huldigt ihm und seinem Autor in einem wenig informativen, aber hymnischen Vorwort meiner englischen Picador-Taschenbuchausgabe. Der große Dalrymple scheint zuzustimmen. Ein Erfolg war das Buch jedoch offenbar nicht. Byron interessiert sich kaum für die Menschen unterwegs. Das sind alles Eseltreiber, Fahrer, bestenfalls Botschaftsangehörige. Die Bewohner eines Landstrichs nennt […]

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Indien-Spielfilm: Liebe lieber indisch (2004, mit Aishwarya Rai, O-Titel Bride & Prejudice) – mit Trailer – 4 Sterne

Manche Sätze sind flach und klischiert, manche Figuren steif und hohl, andere quälend aufdringlich grenzdebil. Selbst ein öder durchschnittlicher echter Bollywood-Film wirkt dagegen wie ein Psychogramm von Ingmar Bergmann (Originaltitel Bride & Prejudice). . Auch bei der Musik hapert’s: Die Musik bringt die für Bollywood fast obligaten Punjabi-Rhythmen, doch überwiegend klingt sie eher westlich und

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Spielfilm: Matador (1986, Regie Pedro Almodóvar) – mit Trailer) – 5 Sterne

Starke Bilder, markante Gesichter, Spanien, beflissener Tabubruch: Pedro Almodóvar. Nebenbei ein mittelspannender Krimi. Sekundenweise immer wieder blutrünstige Gewalt. Einige Figuren wirken leicht schräg, die anderen völlig neben der Spur; alle spielen aber mit, wortwörtlich, tödlichem Ernst. Letzlich ein Film aus einer Parallelwelt (mit Assumpta Serna, Antonio Banderas, Nacho Martínez).

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Deutscher Spielfilm: Das allerbeste Stück (2004) – 5 Sterne

Doreen Jacobi hat ein paar zauberhafte Momente, ansonsten sind’s Klischees satt und ein völlig unambitioniert zusammengeschustertes Drehbuch, das selbst unter niedrigen Privatsenderschwellen mühelos aufrecht hindurchspaziert (Regie Matthias Kopp, mit Jan Sosniok, Doreen Jacobi, Rita Lengyel). Keine Ahnung, warum mich die Komödie nun doch halbwegs unterhalten hat. Vielleicht, weil es mit Kincades Super-Oldie Dreams Are Ten

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Italien-Bericht: Laura, Leo, Luca und ich: Wie man in einer italienischen Familie überlebt, von Stefan Maiwald – 1 Stern

Was ist dieser Maiwald nur für eine Quasselstrippe. Unbedarft hatte ich angenommen, es gehe um Italien. Stattdessen malträtiert Maiwald den Leser mit seiner Vergangenheit als Kampftrinker und Frauenverbraucher in so mediterranen Gefilden wie Braunschweig und Hamburg. Na danke. Dann listet Maiwald stolz die Zeitungen und Magazine auf, die eingingen oder verkauft wurden, nachdem er dort

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Roman: Der irdische Amor, von Hans-Ulrich Treichel (2002) – 3 Sterne

Lange habe ich keinen Roman in deutscher Sprache, von einem deutschen Autor gelesen. Denn mein Klischee war immer: Die Deutschen schreiben nur über Schreibblockaden in Berlin, über Selbstbefriedigung und pubertäre Erektion, zwingen verkrampft ihre eigene ephemere Biographie ins Buch – ohne den Willen zu unterhalten und eine stringente Geschichte zu erzählen, ohne mal jenseits des

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Bollywood-Film: Mein Herz schlägt indisch (Phir Bhi Dil Hai Hindustani, 2000, mit Shah Rukh Khan) – 4 Sterne

Beginnt als bonbonbunter Kindergartennonsens mit ein paar semi-frivol vergnüglichen Tänzen samt lüsterner Fleischbeschau. Wird dann zur Terror-Polit-Medien-Vergewaltigungssaga und brutalstmöglich plumper Tränendrüsenattacke. Jegliche mögliche Botschaft ersäuft in der Oberflächlichkeit des Ganzen, das insgesamt 2:40 Stunden die Leinwand blockiert. Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Auf Fluff folgt Fieses: Der Spaßanfang im TV-Sender-Milieu ist

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Rezension Spanisch-Buch: Spanisch Wort für Wort (Kauderwelsch-Reihe, 2012) – 8 Sterne

Ich habe bestimmt acht verschiedene Spanisch-Sprachführer (mit Schwerpunkt Spanien, nicht Südamerika) verglichen. Dieser hier gehört zu den ganz wenigen, die einen spanischen Satz nicht nur sinngemäß übersetzen, sondern auch Wort für Wort. Also zum Beispiel: Spanisch: Estoy de acuerdo. Wörtlich: (Ich-) bin von Einigung. Sinngemäß: Ich stimme dem zu. Nur so verstehe ich schnell, wie

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In Andalusien war ich auch mal.

Vergleichstest: 4 Andalusien-Reiseführer (Stand 2013)

Ich habe diese Reiseführer geprüft: Lonely Planet, Andalucia, 7th edition Jan 2013 (englisch) Rough Guide, Andalucia, 7th edition May 2012 (englisch) Michael Müller Verlag, Costa de la Luz, 4. Auflage 2011 Reise-Know-How, Costa de la Luz Letztlich haben mich nur die Costa de la Luz samt Cadiz-Provinz sowie Sevilla, Ronda und die weißen Dörfer nördlich

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US-Italien-Spielfilm: Unter der Sonne der Toskana (2003) – mit Trailer – 3 Sterne

Grob zusammengeschusterte Komödie, die Logiklöcher mit fetten Klischees gestopft; ungeniert garniert mit Musiksülze, Dialogschmalz und platt ausgewalzten Weisheiten. Ich mag auch gern Fluff und Italien, aber das ist hier schlimmer als Puppenstube, Ken und Barbie in Siena. Ein paar halbflotte Sprüche v.a. im USA-Teil und eine ganz nette Diane Lane in der Hauptrolle.

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Vergleichstest: 5 Landkarten für die Philippinen (Stand 2013)

Vor der Reise, also nicht vor Ort, habe ich diese Philippinen-Karten verglichen: Freitag Berndt, 1:900.000 Philippines Adventure Travel Map (National Geographic), ersch. 2007 Reise Know-How 1:1,200.000 Marco Polo 1:2 Mio, ersch. 2007 Philippines 1:1,500.000 Special Map („Manila“) Keine hat überzeugt. Je nach geprüfter Region hat mal die eine, dann die andere Karte mehr Straßen gezeigt,

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Deutscher Spielfilm: Schlussmacher (2013, mit Matthias Schweighöfer) – mit Trailer – 3 Sterne

Sehr pubertäre, sehr peinliche Komödie, massiv klischiert, Witze auf Kosten von Minderheiten und Dicken. Die Handlung aus mehreren Strängen angestrengt zusammengezwirbelt, viele Figuren viel zu übertrieben dargestellt, einzig Schweighöfer selbst hat mir gefallen.

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Bollywood-Film: Bluffmaster (2005, mit Priyanka Chopra, Abhishek Bachchan) – mit Trailer – 4 Sterne

Mit diesem Film wollte ich den Jetlag nach einem langen Ost-West-Flug überwinden; stattdessen habe ich nur noch mehr gegähnt. Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Ein paar gute Aspekte hat Bluffmaster aber immerhin: Priyanka Chopra ist in den ersten 20 Minuten uneingeschränkt wundervoll (das sage ich ganz objektiv) vereinzelt attraktiver Dialog, unterhaltsame

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Rezension Bollywood-Film: Socha Na Tha – Geliebter Freund (2005, mit Abhay Deol; mit Trailer) – 7 Sterne

Ein dramatisches Liebes-Dreieck in höchsten Kreisen, das für Bollywood-Verhältnisse relativ nüchtern, menschlich und nachvollziehbar erzählt wird. Speziell die Annäherung zwischen dem (eigentlich schon verbandelten) Viren (Abhay Deol) und Aditi (Ayesha Takia) wirkt plausibel und rund. Die sensibel, unglamourös und doch selbstbewusst spielende Takia ist auch der Star in diesem Film, und Autor-Regisseur Imtiaz Ali schrieb

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Spielfilm: Crocodile Dundee (1986) – mit Trailer – 4 Sterne

Forciert unrealistisch, konstruiert und plump klischiert: Stadtmensch im Busch; dann Buschmensch in der Stadt. In Australien gibt es Känguruhs, Schlangen, bemalte Ureinwohner und dumpfe Bierdimpfl; in New York dicke Limousinen, große Häuser, viele und schrille Menschen. Der Streifen ist komplett ohne Drama, denn die Attacken von Krokodilen oder Bösewichten beeindrucken null, und zwischen Linda Kozlowski

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Spielfilm: Fasten auf Italienisch (2010; mit Trailer) – 5 Sterne

Die Geschichte ist viel zu konstruiert: Weil er seine Herkunft und seine Religion gegenüber Kollegen und Freundin und mit einer anderen Geschichte gegenüber der Familie verleugnet, heimlich den Ramadan befolgt und dann noch im harten Konkurrenzkampf mit einem fiesen Kollegen steht, gerät Mourad immer tiefer in die Bredouille – die Autoren wringen die Situation angestrengt

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James-Bond-Film: Lizenz zum Töten (1989, mit Timothy Dalton) – mit Trailer – 5 Sterne

Insgesamt wirkt dieser Bond etwas spießig, nicht zuletzt wegen des hölzern oberschülerhaften, humorlosen Timothy Dalton in der Hauptrolle und weil dieser zusammen mit Q und Pam Bouvier so eine traute Kleinfamilie abgibt; Carey Lowell spielt die Bouvier zudem zeitweise zu naiv-trotzig. Sadistische Morde, die ich nur mit geschlossenen Augen überlebte. Schön choreographierte Abläufe und Kamerafahrten

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Roman: Was zusammengehört, von Markus Feldenkirchen (2010) – 4 Sterne

Was mir gefiel: ab der zweiten Hälfte zunehmend spannend (auch wenn die bloßliegende Geheinmnisenthüllungsverschleppungstaktik des Autors enorm ermüdet) nettes Ablästern über Ryanair der kurze Schülerbesuch beim irischen Bürgermeister brachte mich ein paarmal zum Lachen (anders als der Rest des Buchs) Was mir weniger gefiel: Dialoge selten und peparm völlig unpsychologische Darstellung vor allem der Frauen:

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Marokko-Spielfilm: WWW What a Wonderful World (2006; mit Trailer) – 3 Sterne

Spröde, unsympathische Außenseiter und Einzelgänger in einer spröden, verkommenen Vorortwüste zu lässiger Musik. Ein paar eigenwillige, aber auch gedehnt manirierte Kameraeinstellungen. Dreckige Farben aus der Postproduction. Eine bizarr fantasierte Liebesgeschichte und eine widerlich blutrünstige Szene. Absurdes Theater.

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In Andalusien war ich auch mal.

Andalusien-Auswanderer-Buch: Chickens, Mules and Two Old Fools, von Victoria Twead (2009) – 5 Sterne

Twead schreibt wohlgemerkt lustig und kurzweilig, aber sie verwendet auch viele abgedroschene, erwartbare Phrasen und wiederholt bestimmte Stilmittel ad nauseam: So enden Kapitel oft im spannendsten Moment, um den Leser ins nächste Kapitel zu ziehen; ihr Mann kratzt sich immer gern zwischen den Beinen; und Nachbar Sancho hat eine schwarze Katze und Flatulenz – und

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Schrille Bollywood-Komödie: Atithi Tum Kab Jaoge (2010) – mit Trailer – 5 Sterne

Krass überzogen, mit aufdringlichen Soundeffekten und ausgedehnten Liedern, in denen der Regisseur scheint’s ganz die Handlung vergisst und einfach nur selbstverliebt einen Gag und einen Effekt nach dem anderen vom Stapel lässt. Die religiösen und moralischen Anspielungen könnte man auch deutlich kürzen. Ich habe trotzdem öfter gelacht, und gegen Ende der Warner Brothers-Produktion kommen tatsächlich

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Kurzgeschichten: Mehr Liebe: Heikle Geschichten, von Frank Schulz (2010) – 5 Sterne

Das ist nichts Großes; man kann es lesen, aber Schulz‘ Hagener Trilogie habe ich als deutlich besser in Erinnerung. Die Geschichten wirken etwas einförmig: Generell spielen sie in Hamburg oder drumrum, zum Beispiel im anzüglich klingenden Poppenbüttel, in Neu Hörnbach oder sonst in: Alt Hörnbach. Geurlaubt wird auf dem griechischen Festland oder sonst auf Kreta.

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US-Musikfilm: Laurel Canyon (2002; mit Trailer) – 5 Sterne

Einige schön gefilmte Szenen aus dem Musikerleben im berühmten Laurel Canyon nahe Hollywood. Einige gute Schauspieler, andere wirken blass und mechanisch. Aber der Musikfilm hat wenig Handlung und viel Psychogerede, die atmosphärischen Abschnitte wirken wie Alkoholwerbung, die mehrfache Wandlung der Hauptfigur Alex kommt abrupt und unglaubwürdig. Die exzellente Frances McDormand erscheint zu jung als Film-Mutter

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US-Komödie: Dinner für Spinner (2010, mit Trailer) – 5 Sterne

Das rumpelt so vor sich hin. Alle Figuren sind durchgeknallt und agieren beliebig und schrill – auch diejenigen, die laut Drehbuch nicht zur durchgeknallten Fraktion gehören. Die Dialoge haben wenig Witz, die Ausstattung ist Komödienstandard: Großzügige Suiten, schicke Büros, elegante Dinnertafeln, Porsche. Ohnehin hatte ich eigentlich das französische Original von 1998 sehen wollen und diese

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Spielfilm: Die Liebe der Kinder (2009; mit Trailer) – 5 Sterne

Eigentlich schön gespielt, vor allem von Hauptdarstellerin Marie-Lou Sellem. Schön langsam und ruhig, unaufdringlich bundesdeutsch atmosphärisch, ohne Zeitgeist-Schickimicki und latte to go. Nur: Im Film kommen mehrere Paare zusammen, und man spürt nicht die geringste Anziehungskraft. Die danach entstehenden Konflikte lassen sich leicht nachvollziehen – aber warum die Figuren überhaupt zueinanderfanden, das bleibt unklar.

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Hollywood-Roman: Und was wird aus mir, von Doris Dörrie (2007) – 1 Stern

Die ersten 120 Seiten schmerzten besonders: Da gibt es in der Jetztzeit des Romans zwei parallele Handlungen, und jeder Erzählstrang liefert auch noch eine Rückblende nach der anderen. Nach 30 oder 40 Seiten konnte ich mich auf keine Situation mehr einlassen, denn der nächste drastische Szenenwechsel war ja spätestens nach dem Umblättern zu erwarten. Zudem

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Spielfilm: Der letzte Tango in Paris (1972, mit Marlon Brando; mit Trailer) – 4 Sterne

Dies bitte nicht lesen, ich bin Kunstbanause. Aber sagen kann ich doch, dass Brando exzellent spielt: So einen greinend selbstsüchtigen, arroganten, verächtlichen, widerwärtigen Drecksack habe ich im Film noch nicht gesehen; und dann auch noch mit Kaugummi. Maria Schneider ist zwischendurch menschlich und hübsch, gleicht die bohrende Pein durch die Brando-Figur aber nicht aus. Auch

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In Andalusien war ich auch mal.

Andalusien-Auswanderer: Bottle-brush Tree, von Hugh Seymour Davies – 5 Sterne

Er ist weit gereist und hoch gebildet. Darum findet Hugh Seymour-Davies oft verblüffende Parallelen, interessante Vergleiche und Formulierungen. Er portraitiert seine andalusischen Nachbarn und Handwerker mit nachsichtiger Überlegenheit. Allerdings liefert Seymour-Davies auch sehr langatmige Beschreibungen von Landschaften, Festen, Ernteabläufen und Gebäuden: er will es ganz genau für die Nachwelt festhalten, doch es ermüdet. Einmal schildert

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Roman: Ich sehe was, was du nicht siehst, von Birgit Vanderbeke (1999) – 5 Sterne

Vanderbeke beobachtet fein und schildert Menschentypen mit wenigen Dialogsätzen sehr markant. Scheinbar Nebensächliches taucht Seiten später wieder auf und gewinnt so an Bedeutung. Das französische Ambiente ist angenehm, wenn auch teils ungenau und verklärend dargestellt. Vanderbekes Schreibstil: Aber Birgit Vanderbeke schreibt seitenlange gleichförmige Absätze. Die Dialoge gehen wie Brei in den Absätzen auf, jeder Absatz

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Roman: Das war ich nicht, von Kristof Magnusson – 4 Sterne

Das lässt sich flott runterlesen, der Roman hat Zug und zeitweise Spannung. Allerdings agieren die eigentlich gebildeten und vernunftbegabten Hauptfiguren an entscheidenden Stellen sehr unrealistisch, eine Hauptfigur erklärt sich sogar zwischenzeitlich selbst für verrückt. Zu Recht. Kristof Magnusson bei Amazon (Affiliate Link) Wie realistisch ist das? Kristof Magnusson schiebt seine Figuren wie auf dem Schachbrett

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Rezension Jazz-Biografie: Nica’s Dream, von David Kastin – 7 Sterne

Aufgewachsen als superreiche Rothschild-Tochter in England, dann Pilotin, verheiratet in Frankreich, Kriegsheldin in Afrika, Diplomatengattin in Mexiko, Mutter von fünf Kindern, Eheflüchtling und schließlich jahrzehntelang Gönnerin der New Yorker Jazzszene, eine begüterte weiße Edelfrau unter schwarzen, oft armen und drogensüchtigen Jazzentrikern – Pannonica „Nica“ de Koenigswarter, née Rothschild, hatte ein spannendes, ungewöhnliches Leben. David Kastin

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