Buch

Romankritik: Drei Tage im Juni, von Anne Tyler (2025, engl. Three Days in June) – 5/10

Das ist im ersten Drittel warmherzig, witzig, mit pfiffigen Dialogen, schrulligen Durchschnittsfiguren von nebenan und ohne konstruierte Zufälle oder Katastrophen – Anne Tyler eben. Es geht um ein geschiedenes Ü60-Paar und im zweiten Buchteil um die Hochzeit der Tochter mit ermüüüdend vielen Kleinigkeiten rund um Kleidergeschäfte, Kosmetikerinnen, Sitzordnung, Hochzeitstorte, etc. etc. etc. Im letzten Drittel…

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Kritik Erzählungen aus: We Don’t Live Here Anymore, von Andre Dubus (1975, 1980) – 5/10

Meine Ausgabe enthält drei Novellen, die zusammenhängen; es gibt dieselben Hauptfiguren, insonderheit Hank und Edith. Man könnte fast von einem Roman sprechen. We Don’t Live Here Anymore (1975) – 7,5/10: Jack ist verheiratet mit Terry und hat eine Affäre mit Edith. Die ist verheiratet mit Hank und immer noch sauer, weil Hank was mit Jeanne…

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Biografie-Kritik: Fawn McKay Brodie. A Biographer’s Life, von Newell G. Bringhurst (1999) – 7/10

Newell G. Bringhurst schreibt flüssig, leicht lesbar und streng chronologisch; die Zwischenüberschriften geben Verschnaufpausen. Der Autor hatte erkennbar viel Zugang zu persönlichen Notizen und Wegbegleitern Brodies; doch er will offenkundig nicht zu tief wühlen und Brodies Familie nicht unnötig verstören. Bringhurst versucht sich also dezidiert nicht an Brodies Fach, der Psychobiografie. Newell G. Bringhurst –…

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Rezension Expeditionsbericht: This Vast Enterprise, von Craig Fehrman (2026) – 7/10

Craig Fehrman stellt in jedem Expeditionsabschnitt einen anderen Teilnehmer ins Zentrum – er fokussiert einerseits auf die Figur und andererseits auf die neue Umgebung, und im nächsten Kapitel auf eine neue Hauptfigur und eine neue Umgebung.  Das wirkt umständlich, es generiert wegen der unvermeidlichen Rückblenden auch Zeitsprünge, Überschneidungen sowie Erwähnungen der aktuellen Hauptfigur auch dann,…

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Rezension Sachbuch: Undaunted Courage: Meriwether Lewis, Thomas Jefferson, and the Opening of the American West, von Stephen Ambrose (1996) – 8/10

Autor Stephen Ambrose textet sehr flüssig. Er flicht auf angenehme Weise  die Originalzitate der Expeditionsleiter ein, vor allem Meriwether Lewis mit stillem Charme, uneitler Selbstbeobachtung und skurrilen Schreibweisen. Wiederholt bringt Ambrose auch Urteile anderer Historiker, auch widersprüchliche Meinungen. Ambrose schreibt chronologisch von Anfang bis Ende und verzichtet auf Zeitsprünge und dräuende  Vorahnungen; weniger am Leserwohl…

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Kritik Biografie: Thomas Jefferson. The Art of Power, von Jon Meacham (2012)– 7/10

Der Autor schreibt flüssig und mitvollziehbar, das Lesen fällt jederzeit leicht und prickelt nie richtig. Jon Meacham konzentriert sich weitgehend auf Thomas Jefferson als Politiker und Staatsdenker und schreibt über das Privatleben nur wenig – auch wenn er Jeffersons Beziehung zu seiner Sklavin und sein  Nachstellen verheirateter Frauen durchaus schildert, ebenso wie die Sorge für…

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Leseeindruck Biografie: Thomas Jefferson, An Intimate History, von Fawn M. Brodie (1974) – 7/10

Fawn M. Brodie interessiert sich in dieser “intimate history” stark für Thomas Jeffersons Persönlichkeit. Sie spekuliert erklärtermaßen immer wieder heftig über Motivation, Gefühle und über die als Tatsache unterstellte Beziehung zur Sklavin Sally Hemings – lange bevor eine DNA-Analyse die   Annahme untermauerte. Sie meint, Jefferson verkörperte the psychosexual dilemma of the whole nation Sie…

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Romankritik: Die unbekannte Sally Hemings, von Barbara Chase-Riboud(1997) – 7/10

Die Autorin schreibt intensiv und einfühlsam. Trotz einiger Konstruktionsschwächen und auffälliger didaktischer Einschübe ist es ein Vollblutroman mit guten Erfindungen. Barbara Chase-Riboud formuliert sinnlich und detailfreudig über Menschen und Dinge, vielleicht schon zu intensiv: …her eyes assumed their true color, fringed with thick black lashes and by heavy eyebrows. The nose was slightly flared, the…

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Romankritik: The Rom-Commers, von Katherine Center (2024) – 4/10

Ja, ich habe ein paar Mal gelacht, und ich habe das Buch zügig zu Ende gelesen (das geht ganz schnell). Aber es ist eine hysterische RomKom mit unrealistischen Annahmen und absurden Pannen, mit forciertem Slapstick, forciertem Schmalz, regelmäßigen Katastrophen und aufdringlichen Trauer- und Verzögerungsmomenten. Zeitweise schwafelt die Ich-Erzählerin selbstgefällig zu viel Banales, statt zur Sache…

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Rezension Biografie: Richard Avedon, What Becomes a Legend Most, von Philip Gefter (2020) – 7/10

Den Menschen Richard Avedon lernt man nur teils kennen, dachte ich in der ersten Buchhälfte: Dort beschreibt Gefter einen endlosen Promi-Reigen – Fotomodelle, Filmstars, Politiker (noch keine Supermodels) – und wie Avedon sie im Studio und on location handhabte, wie man dinierte und zelebrierte. Zu den bekanntesten Künstlern, mit denen Avedon auch arbeitete, zählen Diane…

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Kritik Motown-Sachbuch: Where Did Our Love Go, von Nelson George (1985, 2003) – 8/10

Nelson George erzählt nüchtern, vereinzelt sarkastisch bis flapsig, gut lesbar und ohne Blabla, mit immer überraschenden Themen- und Personalsprüngen ohne jedes Unterkapitel oder doppelte Zeilenschaltung. In stetem Wechsel folgen fast übergangslos Portraits, Aufnahmetechnik, Organisation, Tourneen, Motowns Marketing. Der Haupttext hat nur rund 230 Seiten, gefühlt liest man aber Inhalt von 350 oder 400 Seiten, ohne…

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Kritik Stax-Sachbuch: Respect Yourself, Stax Records and the Soul Explosion, von Robert Gordon (2015) – 6/10

Autor Robert Gordon ist ein Fanboy – ein Stax-Fanboy und ein Memphis-Fanboy; er wuchs dort auf, produzierte Bücher und Dokus auch zu lokalen Themen, nennt Memphis im Nachwort ”us” und “our“ und kritisiert Örtliches aufdringlich wie ein beleidigter Liebhaber. Er schreibt zu unkritisch begeistert über Stax. Er nennt Akteure wie Label-Chef Jim Stewart und viele…

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Lese-Eindruck: Arrivals, Departures and the Adventures In-Between, von Christopher O’Shaughnessy (2014)

Der Autor schreibt munter schon ab dem Vorwort: Most audiences, out of politeness , applaud at the beginning of a presentation… please applaud now for the pages you’re about to read Der joviale Ton ist oft gut lesbar sowie zu wortreich. Peinlich wird es bei den Bildchen, die man QR-Code abrufen kann: allzu persönliche Privataufnahmen,…

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Romankritik: Big Swiss, von Jen Beagin (2023) – 5/10

Der Roman ist voll Selbstmord, Sex, Vergewaltigung, Haustierfixiertheit, Drogen, Bienen, Analem, Mini-Eseln, Muttertochterproblemen und Freaks. Die Autorin studierte Creative Writing in Kalifornien – so liest sich das auch, kreativ und kalifornien. Manche halten das für einen Qualitätsbeweis. Das Buch braucht Triggerwarnungen für Hunde- und Menschenfreunde (ich gendere nicht), obwohl und weil eine Figur beruhigend zu…

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Kritik Sachbuch: Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien, von James Muldoon, Mark Graham, Callum Cant (2025) – 6/10

Die Autoren schreiben sehr lesbar, in jedem Kapitel zunächst orientiert an einzelnen, eventuell anonymisierten Personen – Annotatoren, Investoren, Techniker, Ingenieure. Sie schreiben nie detailliert über private KI-Endanwender – jedoch über KI-Einsatz in Amazon-Lagerhäusern und Personalabteilungen. Urheberrechtsverletzungen werden nur bei einer kopierten Sprecherstimme ausführlich diskutiert, nicht bei Text; möglicher politischer Missbrauch durch Demagogen kommt gar nicht…

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Buchkritik: Iowa, von Stefanie Sargnagel (2023) – 4/10

Das Machwerk (Buch) braucht eine Triggerwarnung. Diese Rezi (Machwerk) auch. Die Triggerwarnung für das Buch lautet: Vorsicht bitte, hier sargnagelt die Steffi über random Zeugs, gelegentlich lustig, gelegentlich “mit Iowabezug”. Ich Unschuldslamm dachte, hier kommen selbsterlebtes US-College-Treiben und Iowa. Stattdessen beginnt Stefanie Sargnagel mit versifften Berlinhipstern (ich gendere nicht, ätsch), die sich per Schrebergartenfaselei eine…

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Romankritik: Writers & Lovers, von Lily King (2020) – 7/10

Fazit: Witzige, scharfe Dialoge und schöne Beobachtungen aus dem Familien-, Beziehungs-, Literatur-, Arbeitsleben. Doch die Autorin überfrachtet den Roman mit Problemen, vor allem mit Trauer: Die Ich-Erzählerin trauert ausführlich um ihre verstorbene Mutter und ist zeitweise mit einem Witwer und Vater zusammen, auch dort wird getrauert; außerdem Trauer in der Literaturwelt; nicht zu vergessen Mini-Psychosen,…

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Romankritik: Atemübungen, von Anne Tyler (engl. Breathing Lessons, 1988) – 7/10

Der Roman beginnt genüsslich mit einem gereizten, dutzende Seiten langen Dialog zwischen den Eheleuten Maggie und Ira, unterwegs im Auto zu einer Trauerfeier. Die Rückfahrt am selben Tag glänzt mit weiteren ausgedehnten, mild absurden Dialogen, auch mit Zufallsbekanntschaften, die teils wie eingeschobene Kabarettstücke klingen, die nicht unbedingt zur Hauptgeschichte gehören. Die Autorin macht uns zunächst…

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Romankritik: Im Krieg und in der Liebe (engl. The Amateur Marriage), von Anne Tyler (2004) – 7/10

Anne Tyler schreibt hochatmosphärisch, mit packenden Details und kleinen, intimen Konflikten. Sie schildert kleine Leute aus den Vororten. Sie schreibt meist hochgradig realistisch und nüchtern, ohne bizarre Zufälle, nur bei der Suche nach dem verschwundenen Kind wunderte mich zeitweise etwas. Sie verzichtet auf dräuende Andeutungen oder Symbole und vorahnungsvolle Träume. Sie verallgemeinert nicht und fasst…

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Romankritik: Redhead by the Side of the Road, von Anne Tyler (2020) – 7/10

Das ist schön menschlich und alltäglich, ohne haarsträubende Zufälle oder Ausgeflipptheiten. Doch die Dialoge klingen teils zu filmreif oder bedeutungsvoll, ebenso wie einige Details – angefangen bei der Souterrainwohnung mit den Fensterschlitzen. Ein Beispiel: Kurz bevor der vermeintliche Sohn auftaucht, träumt die einsame Hauptfigur von einem Baby. Später wird uns explizit erklärt, dass aus diesem…

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Romankritik: Yellowface, von Rebecca F. Kuang (2023) – 7/10

Kuang schreibt sehr leicht lesbar und liefert genüsslichen Klatsch aus der Verlags-, Wokeness- und Twitter-Welt. Teils fühlt man sich in einem Krimi. Nur Liebe spielt keine große Rolle. Kuang übertreibt die Satire etwas. Ein weißer Mann, eine weiße Frau dürften so etwas nie schreiben. (Ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung von…

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Biografie-Kritik: Nobody’s Perfect: Billy Wilder – A Personal Biography, von Charlotte Chandler (2002) – 7/10

Die Autorin verbrachte viel Zeit mit Billy Wilder und protzt gern damit: Billy Wilder and I frequently ate breakfast at the Beverly Hills Hotel Sie stalkte auch andere A-Promis und erzählt gleich auf der ersten Seite, wie sie mit Groucho Marx um die Häuser zieht, rein zufällig Billy Wilder trifft und ein Interview klarmacht. Bei…

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Biografie-Kritik: Billy Wilder, Eine Nahaufnahme, von Hellmuth Karasek (1992) – 6/10

Fazit: Leicht lesbare, anekdotensatte und unkritische „Biografie” eines Menschen, der unterhalten will und auf Qualität achtet. Nebenbei ein bisschen Hollywoodgeschichte. Es gibt kaum Stimmen von Kritikern oder Mitarbeitern sowie kaum private Einblicke. Anekdotenreigen: Hellmuth Karasek (1934 – 2015) gibt dem Affen Zucker: er feuert eine Wilder-Anekdote nach der anderen ab, nicht etwa nur Filmzitate, sondern Aussprüche…

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Lese-Eindruck Ganovenkrimi: Get Shorty, von Elmore Leonard (1990)

Der Autor erzählt aus der Perspektive wechselnder Hauptfiguren, in aufdringlich coolem Ton: If he was putting it on he had it down cold… flying down to Rio by the se-o ((Musical-Zitat))… Find some broad to have dinner with him, nice bottle of wine… Weil dieser Ton gleichbleibend den Gedankenstrom unterschiedlicher Akteure wiedergibt, überzeugt er nicht….

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Biografie-Kritik: Margaret Mead, von Jane Howard (1984) – 8/10

Die erfolgreiche Journalistin Jane Howard schreibt flüssig und leicht lesbar, nur ganz gelegentlich mit unpassenden Details irritierend. Natürlich hat Howard eine ergiebige Hauptfigur mit ergiebigem Umfeld: schon die Kindheit ist originell und nicht ohne witzige Momente, welche die Autorin gern wiedergibt. Die brillante, stets aktive, ambitioniert denkende, viel und gewitzt schreibende Margaret Mead (1901 –…

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Romankritik: Early Morning Riser (2021), von Katherine Heiny – 6/10

Unterbrochen von zwei Tragödien, die schnell vorbeigehen, schildert Katherine Heiny eine allzu fluffige Kleinstadtidylle: jede kennt jeden, jede schlief mit jedem, versteht sich immer noch bestens. Man ist endlos verständnisvoll, hilfsbereit, aufopfernd. Welch quälende Idylle. Zudem will Heiny offenbar fünf witzige Sätze pro Seite bringen: das gelingt halbwegs, auch wenn sie deshalb fürs Großeganze unwichtige…

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Romankritik: Vladimir, von Julia Jonas May (2022) – 7/10

Der Buchtitel “Vladimir” führt in die Irre: Der Roman handelt überwiegend nicht von den Gelüsten einer verheirateten 58-Jährigen Professorin nach dem gut gebauten, verheirateten 40-jährigen Kollegen russischer Abstammung – und auf den letzten 18 Seiten erscheint Vladimir nicht mehr. Es geht mehr um Wokeness und political correctness an einem kleinen US-College, um die Statthaftigkeit erotischer…

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Romankritik: Auf allen Vieren, von Miranda July (2024, engl. All Fours) – 7/10

Miranda July sagt viele coole Sätze, die runtergehen wie Sahne auf Mandelmilch-Basis, selbst wenn man sie nicht versteht. Deswegen wurde sie ja auch schon 2012 vom US-Kongress vorgeladen, “to explain exactly what her whole thing is” (Quelle). In einer schäbigen Stadt lässt die Ich-Erzählerin ein schäbiges Motelzimmer, in dem sie vielleicht ein paar Tage bleibt,…

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Biografie-Kritik: Die Wahrheit über Trump, von Marcus Kranish, Marc Fisher (2016, engl. Trump Revealed) – 8/10

38 Reporter und 2 Faktenprüfer der Washington Post trieben Anfang 2016 diesen Aufwand, um die Trump-Biografie zu recherchieren: We sent reporters to his ancestral homes in Germany and Scotland, to his childhood neighborhood in Queens and his boarding school in upstate New York, to his college campuses in the Bronx and Philadelphia and to his…

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Biografie-Kritik: Die Wahrheit über Donald Trump, von Michael d’Antonio (2015, 2016, engl. Never Enough bzw. The Truth About Trump) – 7/10

Michael d’Antonio (*1955) verachtet Donald Trump ganz und gar: he prowled the precincts of greed, deception, and depravity… a walking caricature of greedy self-interest… hormonally blessed So direkt spricht er indes nur selten, meist berichtet D’Antonio scheinbar nüchtern, wenn auch mit sozialdemokratischen Einschlag etwa bei der Betonung der Einkommensverteilung über die Jahrzehnte. Dass Trump gefährliche…

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Romankritik: Die Einladung, von Emma Cline (2023, engl. The Guest) – 7/10

Der Roman ist spannend und stilvoll geschrieben, aber mit Mängeln in der Konstruktion. Die perfekte Netflix-Serie: schöne reiche Leute und Häuser; stets ein Hauch von Bedrohung, Verbrechen, Sex und Fremdschämen; alles käuflich, fake, cool; ein Cliffhänger jagt den nächsten. Billig nur, dass Emma Cline das ganze Buch hindurch die Bedrohung durch Dom erwähnt, ohne Näheres…

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