Februar 2017

Rezension: Wie die García Girls ihren Akzent verloren, von Julia Alvarez (Roman 1991, engl. How the García Girls Lost Their Accents) – 6 Sterne – mit Kritiken

    Die Familie García mit ihren vier Töchtern flieht in den 1960er Jahren aus der Dominikanischen Republik in die USA. Autorin Julia Alvarez erzählt vom Einleben in den Vereinigten Staaten, von jungen Erwachsenenjahren und von den letzten Jahren auf der Karibikinsel unter dem Diktator Trujillo. Im US-Teil hören wir typische Geschichten: Konflikte mit den…

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Rezension: Yolanda, von Julia Alvarez (Roman 1997, engl. Yo!) – 7 Sterne – mit Video

Die Handlung: Lehrerin Yolanda hat einen Roman geschrieben, in dem sie unverblümt das wirkliche Leben in ihrer Familie schildert. Mutter, Vater und ihre drei Schwestern sind empört, brechen teils den Kontakt ab. Der Roman erzählt zunächst aus verschiedenen Perspektiven davon, wie die über die USA verstreuten Familienmitglieder sich einerseits entrüsten, andererseits um Familienzusammenhalt ringen. Dann…

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Romankritik: Anita and Me, von Meera Syal (Einwanderer-Roman, 1996) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Einfühlsam, informativ und oft lustig, aber nie schrill beschreibt Meera Syal in ihrem Romanerstling gleich drei verschiedene Welten in einer: das Innenleben einer Neun- oder Zehnjährigen, ziemlich frühreif indische Einwanderer im England der 1960er ein englisches Bergbaudorf Das liest sich grundsätzlich interessant, leicht und unterhaltsam; aber Schwächen gibt es auch: So wird Syal mitunter zu…

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Rezension: Das Testament des Herrn Napumoceno, von Germano Almeida (Roman 1991) – 7 Sterne – mit Film

Die Titelfigur war angesehener, alleinstehender Großhändler auf einer Kapverden-Insel. Nun wird Napumocenos Testament verlesen, und da erzählt er sein ganzes Leben – mit überraschend deftigen Details, die man dem drögen Kaufmann gar nicht zugetraut hätte. Die Hauptfiguren sind milde Käuze mit ein paar Eigenwilligkeiten, hier und da wird es humorig. Das Fremdartige, Multikulturelle, Tropische der…

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Rezension: Die Stimmen von Marrakesch, von Elias Canetti (Reisebericht 1967) – 7 Sterne

Canetti war 1954 in Marokko; er beginnt mit der Niederschrift jedoch erst in England, nach Rückkehr aus Nordafrika; das Buch erscheint erst 1967. So kann Canetti die Dinge einordnen und zusammenfassen – zum Beispiel schildert er in einem Kapitel drei verschiedene Begegnungen mit Kamelen. Dieses Prinzip vermeidet atemlose Unmittelbarkeit und produziert reflektiertere Texte. Sie wirkt…

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Kritik: Der Fotograf von San Marco, von Mario Adorf (Erzählungen 2003) – 5 Sterne

      Mario Adorf fasst hier seine italienischen Geschichten zusammen, die zuvor in verschiedenen Büchern erschienen. Zwei Erzählungen aus Rom und Sizilien kennt man zum Beispiel schon aus Der römische Schneeball. Fazit: Adorf plaudert leicht und locker, wie ein billiges Brioche; öfter wird es anheimelnd mediterran. Dennoch sind manche Sätze zu lang, zumal Adorf kein…

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Kritik: Der römische Schneeball, von Mario Adorf (Erzählungen 1999) – 5 Sterne

       Mario Adorf ist sicher ein Netter, und man sieht sein Lächeln oft zwischen den Zeilen, wenn er seine Schnurren und Räuberpistolen vorträgt. Das gilt vor allem für die römische Titelgeschichte. Gerne mischt Adorf Epochen via Rückblende und per Geschichte in der Geschichte. Schwächen fallen gleichwohl ins Auge: Einzelne Sätze und ganze Handlungsabläufe…

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Rezension: Glaubst du, daß es Liebe war, von Alex Capus (Roman 2003) – 4 Sterne – mit Presse-Links

Capus erzählt flott und kurzweilig, mit hübschen Pointen und gelegentlichen Cliffhängern am Kapitelende – ein wenig kaltschnäuzig, wie die Hauptfigur. Capus‘ Geschichte schnurrt jedoch ohne jede Tiefenschärfe und Plausibilität durch. Gefühle und Persönlichkeit werden kaum erkennbar, die „Liebe“ aus dem Titel schon gar nicht. Capus zeigt Comicfiguren, die hierhin und dorthin übers Plotparkett rattern. Die…

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Thailand

Rezension Biografie: Jim Thompson, The Unsolved Mystery, von William Warren (1998) – 5 Sterne

Warren beschreibt das Leben des Thai Silk-Unternehmers Jim Thompson (*1906) in drei großen Teilen unchronologisch in dieser Reihenfolge: zuerst das Osterwochendende 1967, an dem Thompson in den malaysischen Cameron Highlands verschwand, dann sehr kursorisch Thompsons frühen Jahre als Architekt und Militär, danach ausführlicher über Thompsons Ankunft in Bangkok 1945, Thai-Innenpolitik, Thompsons Engagement für das Oriental-Hotel…

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Thailand

Rezension: Thailand, The Last Domino, von Richard West (Sachbuch 1991) – 7 Sterne

Journalist Richard West (1930 –2015) reist das Königreich in alle Richtungen ab. Doch abgesehen von ein paar Bierpreisen, Taxifahrern und räudigen Kötern liefert er kaum aktuelle Impressionen. West produziert vielmehr ein Feuerwerk aus historischen und soziologischen Notizen, das auch heute noch interessant klingt. So beginnt der Bangkok-Teil mit einer langen Geschichte der Königsdynastie, und dabei…

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Thailand

Rezension: Thailand Confidential, von Jerry Hopkins (Sachbuch 2005) – 5 Sterne

Ex-Rollings-Stone-Journalist, Elvis- und Jim-Morrison-Biograf Jerry Hopkins liefert viele kurze Beiträge, die sich nicht zu einem Ganzen fügen – Slumkinder, die Chirurgie einer Geschlechtsumwandlung, thailändische Höflichkeit, Fischsauce, gegrillte Insekten, Elefanten, Raubkopien, Kautschuk, Backpacker, ein Aufenthalt im teuersten Krankenhaus des Landes, alles bekommt drei oder fünf Seiten. Im Abschnitt über Polizeimorde an mutmaßlichen Drogenhändlern verschweigt Hopkins die…

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Bollywood-Kritik: Don – The King Is Back (2011, mit Shah Rukh Khan, Priyanka Chopra) – 6 Sterne – mit Video & Presse-Links

Der Bollywood-Actionklopper spielt gutteils in Berlin in einem Drama rund um die deutsche Zentralbank. Die Filmer lassen die Muskeln spielen: Alle Einstellungen blau oder rot gegradet, Jumpcuts, Zeitlupen, Drohnenflüge, Feuersbrünste; Bollywood-Diva Shah Rukh Khan agiert mit drei verschiedenen Frisuren, wird von der Kamera unentwegt heroisiert und vermöbelt jederzeit auch zehn Bösewichte am Stück, immer verbissen…

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Kritik Filmkomödie: Die Ferien des Monsieur Hulot (1953, von und mit Jacques Tati) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswert, wie an einem gutbürgerlichen bretonischen Ferienstrand immer wieder kleine, skurrile Missgeschicke passieren, oft ausgelöst vom ungelenken Herrn Hulot/Tati, ausgedacht mit viel Fantasie, aber nie schrill. Eine Geschichte spielt sich hier zwar nicht ab, aber viele kleine, drollige Szenen zum Thema Sommerfrische am Meer. Es gibt kaum Dialoge, fast nur Geräusche – und zuviel immergleiche…

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Filmkritik: Wie angelt man sich einen Millionär (1953, Komödie, mit Marilyn Monroe, Lauren Bacall) – 6 Sterne – mit Video

Ein netter, harmloser Spaß, ein Manhattanstadl. Das Skript stellt auf müde Scherze ab, ohne Realismusbezug wie etwa bei Billy Wilder, der Marilyn Monroe später viel besser zur Geltung brachte. Hier spielt sie ein blondes, kurzsichtiges Dummchen. Lauren Bacall wirkt reichlich matt, die ältere Betty Grable weit frischer. Studiokulissen und das erstmals überhaupt genutzte Cinemascope lassen…

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Rezension: Alle sagen: I Love You (Musical von Woody Allen, 1996) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Die meisten Hauptfiguren sind angeblich linksliberal, doch sie leben begütert in einer plüschigen, hochkonservativ ausgestatteten New Yorker Welt, in der man partout nur helle, gedeckte Farben sieht. Die Szenen in Paris und Venedig wirken wie touristische Kulissen (Buch, Regie, Darsteller Woody Allen, weitere Darsteller Julia Roberts, Goldie Hawn, Drew Barrymore, Natalie Portman, Edward Norton, Tim…

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Filmkritik: Chloe (Drama, Kanada, 2009) – 3 Sterne – mit Video

Kluge, schöne Ehefrau (Ärztin, Benzfahrerin) verdächtigt ihren klugen, schönen Mann (Musikprofessor) der Untreue. Junge, schöne Prostituierte soll den Mann testweise in Versuchung führen. Die Handlung  läuft nach Schema F.  Dialoge und Bilder lassen kein Klischee aus, verzichten konsequent auf Feinheit, Humor oder Glaubwürdigkeit. Aufdringlich schön und/oder aufdringlich bedeutungsvoll gefilmt in Torontos aufdringlich schicksten Häusern und…

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Filmkritik: Der Callgirl-Club (1986, mit Faye Dunaway) – 3 Sterne – mit Video

Hochgradig klischiertes, verlogenes und über-ausstaffiertes Schmachtstück über Edel-Callgirls und ihre Ringleaderin (die immerhin beeindruckende Faye Dunaway ist die Beverly Hills Madam, so der englische Titel des US-TV-Spielfilms). Die Chefin und ihre Mitarbeiterinnen bekommen allesamt plötzlich Gefühle und teils Kinder. Stretchlimousinen, Privatflugzeuge und rollige Senatoren. Nicht eine Sekunde wirkt realistisch, allerdings kann ich es nicht aus…

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Rezension: Verwandte Stimmen von Vikram Seth (Musiker-Roman 1999, engl. An Equal Music) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Seth erzählt von einem englischen Kammermusiker in London, der zufällig nach zehn Jahren ohne Kontakt seine einstige Liebe wiedertrifft, die er nie vergessen konnte. Dann spielen sie auch noch zusammen – doch es gibt ein trauriges Geheimnis. Fazit: Vikram Seth schreibt durchgehend spannend, dazu sehr sensibel, hochatmosphärisch, im letzten Viertel jedoch zu melodramatisch und weinerlich….

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Rezension: Beastly Tales from Here and There, von Vikram Seth (Tierfabel-Gedichte, 1991) – 7 Sterne

Fazit: Mild vergnügliche Fabeln in Versform um Tiere mit vielen menschlichen Eigenschaften, manchmal frech, immer flott und pfiffig gereimt, aber nicht mit allerletztem Pep. Erfreut wohl eher Erwachsene, denn Kinder dürften einige Wörter nicht kennen, einige Anspielungen nicht verstehen und weniger Spaß an den überraschenden Wortkombinationen haben. Vikram Seth setzt zehn Tierfabeln in Reime um,…

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Rezension: Tianchi: Unterwegs in China und Tibet, von Vikram Seth (Tibet-Reisebericht, 1983, engl. From Heaven Lake) – 7 Sterne

1981 reist der indische Doktorand Vikram Seth zwei Monate lang vom nördlichen China über Land nach Süden, durch Tibet bis nach Nepal – zunächst per Eisenbahn, später vor allem in LKWs. Er kämpft mit Visumproblemen, zerstörten Brücken und quicklebendigen Flöhen. Seth spricht Chinesisch, aber nicht Tibetanisch. Er schildert vor allem Reiseschwierigkeiten und Reisebekanntschaften mit wenigen…

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Rezension: Zwei Leben, von Vikram Seth (Doppelbiografie, 2005, engl. Two Lives) – 7 Sterne

Fazit: Seth erzählt teilweise spannend, teilweise zu ausführlich von zwei noblen, gebildeten Menschen mit sehr ungewöhnlichen Biografien zwischen Nordindien, Berlin, London und exotischen Kriegsschauplätzen. Viele Briefauszüge, Fotos und Reproduktionen machen die Geschichte lebendig. Mehrfach lässt sich Vikram Seth jedoch von seinem Material mitreißen – so zitiert er die Briefe und Schicksale von Hennys Freunden zu…

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Rezension: Eine gute Partie, von Vikram Seth (Roman 1993, engl. A Suitable Boy) – 7/10

Fazit: Epische Saga, die vier große Familien und kaum mehr als ein Jahr beschreibt. Viele starke, gebildete, clevere Dialoge. Häufig mild spannend, jedoch dramatisch nur auf den letzten 200 Seiten. Souverän und rund geschrieben, aber  gelegentlich irritieren überhastete Perspektivwechsel, und manche Themen bettet der Autor nicht richtig in die Handlung ein. Gekürzt um ein Drittel…

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Rezension: The Golden Gate, von Vikram Seth (Versroman 1986) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Vikram Seth erzählt den Versroman in 590 Strophen à 14 Zeilen nach dem strengen Onegin-Schema (Wikipedia; eine versgetreue englische Onegin-Übersetzung inspirierte Seth auch zu The Golden Gate). Seth reimt phantasievoll, unbekümmert und manchmal gegen gängige Ausspracheregeln – so etwa „love“ oder „above“ auf „move“, „blood“ auf „food“ oder „Keynes“ auf „brains“. Einige Reime funktionieren nur…

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Produktkritik: Chili-Olivenöl von ppura im Vergleich mit Bio Planete

Ppura: Das Chili-Olivenöl von Ppura schmeckt fein, die Schärfe baut sich erst allmählich auf, sanft, fast eher nur im Abgang, und wirkt nie aufdringlich. Manche Esser könnten es für zu wenig scharf halten. Das Öl kommt tröpfchenweise aus der Flasche, wie Medizin. Insgesamt deutlich besser als Bio Planete. Bio Planete: Die Schärfe ist sofort aggressiv…

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Filmkritik: The Aviator (Hughes Biopic 2004 mit DiCaprio, Blanchett, R Scorsese) – 7 Sterne – mit Links & Video

Das Leben des exzentrischen Flugunternehmers und Filmproduzenten Howard Hughes (gespielt von Leonardo DiCaprio); eine seiner Frauen ist Oscar-Gewinnerin Katharine Hepburn, hinreißend gespielt von Cate Blanchett, die dafür ebenfalls einen Oscar erhielt (weitere Oscars gab es für Kamera, Schnitt, Ausstattung und Kostüme, dazu Nominierungen u.a. für besten Film, besten männlichen Hauptdarsteller, beste Regie (Martin Scorsese) und…

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Doku-Kritik: Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall (2010) – 4 Sterne – mit Video

Die beeindruckende Jane Goodall (*1934) bekommt hier eine anhimmelnde Hagiographie. Überwiegend sieht man die Affenforscherin und Aktivistin bei weltweiten Missionen, Interviews und Auftritten 2009, teilweise schön gefilmt. Angelina Jolie, Pierce Brosnan und andere überschütten Goodall mit Bewunderung. Dazu kommen kurze, weit interessantere Bilder von ihren Anfängen bei den Schimpansen von Gombe in Tansania. Kein kritisches…

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Filmkritiken zu: Hanna Arendt (2012, R von Trotta, D Sukowa) – 7 Sterne

Spiegel: … eine atemberaubende Barbara Sukowa… „Hannah Arendt“ ist auch ein sehr schöner Film über das Verfertigen der Gedanken beim Rauchen geworden. Die Denkerin auf dem Diwan ausgestreckt zu sehen, wie sie Rauchwolken produziert, ist nicht nur ein visueller, sondern auch ein intellektueller Genuss… Axel Milberg agiert sehr sympathisch als der offenbar sehr sympathische Ehemann…

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Rezension: Hotel Honolulu, von Paul Theroux (Roman 2001) – 6 Sterne – Presse-Links

Fazit: Theroux liefert Witz und starke Dialoge, er füttert die Geschichten mit Bildung, Ketten verblüffender Details, ausdrucksvollen Namen und überraschenden Begriffen, erzählt leicht lesbar. Doch eine übergreifende Handlung fehlt, einige Episoden fügen sich kaum ins Ganze; und aufdringliche viele, oft ranzige Bett- und Rotlichtgeschichten und ein paar Morde begrenzen das Vergnügen. Episoden-Reigen: Der Ich-Erzähler ist…

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Kritik: Meistererzählungen, von Anton Tschechow (Eine langweilige Geschichte, u.a.) – 6 Sterne

Anton Tschechow (Anton Čechov, 1860 – 1904) erzählt mit feinem psychologischem Gespür, zeichnet Charaktere zurückhaltend und wertfrei. Auch Verwirrte schilderte er nachvollziehbar. Seine Herren der russischen Mittelschicht sind oft weich, selbstmitleidig und schlaflos. Die Damen wirken etwas flatterhaft, nah am Wasser gebaut und wahren Respektabilität wenn überhaupt nur unter Mühe. Der gelernte Arzt und Erfolgsautor…

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Rezension Komödie: Bridget Jones’s Baby, mit Renée Zellweger, Colin Firth, Patrick Dempsey (2016) – 6 Sterne – mit Trailer

Etwas schrille, etwas flache, aber liebe und launige romantische Komödie um eine Jungvierzigerin, die schwanger wird – aber nicht genau weiß, von wem. Nun ringen zwei attraktive Männer um eine Schwangere, doch nur einer kann der Vater sein. Dieses heikle Szenario kostet das Drehbuch lustvoll aus – dabei wirkt der Verzicht auf den schon angesprochenen…

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Rezension: Für eine Nacht… und immer? TV-Spielfilm mit Juliane Köhler, 2015 – 6 Sterne – mit Presse-Links & Trailer

24jähriger cooler Macker verbringt die Nacht mit einer 45jährigen Managerin auf Dienstreise. Später zieht er bei ihr ein, sie reden von Heirat. Die unaufdringliche, auf Dauer zu gleichförmige Musik liefert Jazzklavierpoet Martin Tingvall. Das Ganze ist ungemein schön gefilmt und, Degeto sei Dank, mit ungemein schönen Wohnungen, BMWs und Porsches. Die Schauspieler sind beim Dreh…

Rezension: Für eine Nacht… und immer? TV-Spielfilm mit Juliane Köhler, 2015 – 6 Sterne – mit Presse-Links & Trailer Weiterlesen »

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