Kleinanzeigen.de – Betrug reduzieren beim Gebrauchtkauf per Post

Ich bin bei Privat-Käufen per Post via Kleinanzeigen.de mehrfach betrogen worden: Ich bezahlte vorab ohne Käuferschutz, und mir wurde kaputte, unvollständige oder gar keine Ware geschickt. Wenn ich höflich protestierte, hieß es schnippisch: „Gekauft wie gesehen, das Problem entstand gewiss beim Transport oder bei Ihnen, und Tschüss.“ Nun hoffe ich, diese Regeln reduzieren den Betrug…

Kleinanzeigen.de – Betrug reduzieren beim Gebrauchtkauf per Post Weiterlesen »

Freizeit-Navi-Apps: OSMand, Mapy, Komoot, Bikerouter, Google Maps Eigene Karten – meine Erfahrung

[Stand Juli 2026, Fehler möglich.] Es geht hier vor allem um Fahrradtagestouren mit Schotterpiste und unkartierten Abschnitten („off-grid“) und um Tageswanderungen in den Alpen. Dies ist kein Vergleichstest. Satelliten-Karten und unkartierte Routen In meinen Rad-Regionen gibt es zahllose gute Feldwege, die nicht in Open Street Maps verzeichnet sind und deshalb von den Freizeit-Navi-Apps auf OSM-Basis…

Freizeit-Navi-Apps: OSMand, Mapy, Komoot, Bikerouter, Google Maps Eigene Karten – meine Erfahrung Weiterlesen »

Romankritik: Im Krieg und in der Liebe (engl. The Amateur Marriage), von Anne Tyler (2004) – 7/10

Anne Tyler schreibt hochatmosphärisch, mit packenden Details und kleinen, intimen Konflikten. Sie schildert kleine Leute aus den Vororten. Sie schreibt meist hochgradig realistisch und nüchtern, ohne bizarre Zufälle, nur bei der Suche nach dem verschwundenen Kind wunderte mich zeitweise etwas. Sie verzichtet auf dräuende Andeutungen oder Symbole und vorahnungsvolle Träume. Sie verallgemeinert nicht und fasst…

Romankritik: Im Krieg und in der Liebe (engl. The Amateur Marriage), von Anne Tyler (2004) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Redhead by the Side of the Road, von Anne Tyler (2020) – 7/10

Das ist schön menschlich und alltäglich, ohne haarsträubende Zufälle oder Ausgeflipptheiten. Doch die Dialoge klingen teils zu filmreif oder bedeutungsvoll, ebenso wie einige Details – angefangen bei der Souterrainwohnung mit den Fensterschlitzen. Ein Beispiel: Kurz bevor der vermeintliche Sohn auftaucht, träumt die einsame Hauptfigur von einem Baby. Später wird uns explizit erklärt, dass aus diesem…

Romankritik: Redhead by the Side of the Road, von Anne Tyler (2020) – 7/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck: Scoop, von Evelyn Waugh (1938) – 6/10

Flott formuliert, bizarr karikiert, und manchmal schlicht zu routiniert: Evelyn Waugh schreibt elegant, lustig und mit pfiffigen Details und Dialogen. Er versteht es, Spannung aufzubauen. Doch die Handlung ist komplett unrealistisch, die Hauptfiguren sind grenzdebil und maßlos übertrieben – man denkt an Dick und Doof. Der  Erzähler sagt selbst, dass eine Nebenfigur im Ministeramt sich…

Lese-Eindruck: Scoop, von Evelyn Waugh (1938) – 6/10 Weiterlesen »

Kritik Biografie: Rudolf Augstein, von Peter Merseburger (2007) – 6/10

Dies ist keine Biografie. Dies ist eine episodische bundesdeutsche Zeitgeschichte mit gelegentlichen Schwenks auf Rudolf Augsteins einschlägige Leitartikel, Briefe und Vorträge. Tiefschürfend am Thema vorbei recherchiert. Über Augstein sagt Peter Merseburger, er habe sich zeitlebens mehr für Männer, die Geschichte machen, interessiert als für die strukturelle Seite der Historie Über Merseburgers Augstein-Buch sagt Hans D….

Kritik Biografie: Rudolf Augstein, von Peter Merseburger (2007) – 6/10 Weiterlesen »

Memoirenkritik: Der Herausgeber (2016), von Irma Nelles – 5/10

Geschickt vermischt Irma Nelles  Privates, Spiegel-Interna und bundesdeutsche Zeitgeschichte. Schon als Kind hörte sie Vater und Lehrerin ehrfürchtig von Rudolf Augstein reden. Sie beginnt mit dem Tod Rudolf Augsteins und springt dann in ihre Kindheit; so macht man das in modernen Büchern. Sie schreibt gefühlvoll und sehr menschlich, wahrt Takt, ohne Schwieriges komplett auszusparen. Fast…

Memoirenkritik: Der Herausgeber (2016), von Irma Nelles – 5/10 Weiterlesen »

Romankritik: Yellowface, von Rebecca F. Kuang (2023) – 7/10

Kuang schreibt sehr leicht lesbar und liefert genüsslichen Klatsch aus der Verlags-, Wokeness- und Twitter-Welt. Teils fühlt man sich in einem Krimi. Nur Liebe spielt keine große Rolle. Kuang übertreibt die Satire etwas. Ein weißer Mann, eine weiße Frau dürften so etwas nie schreiben. (Ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung von…

Romankritik: Yellowface, von Rebecca F. Kuang (2023) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: The Tortoise and the Hare, von Elizabeth Jenkins (1954) – 7/10

Elizabeth Jenkins textet im ersten Buchdrittel zu blümerant, verwendet gern überflüssig doppelte Negierungen. Sie schildert im ersten Drittel, um alles zu erklären, ausgiebig Vergangenes, Gedanken und Bezüge, schreibt zu wenig direkte Handlung und Dialog in der erzählten Jetzt-Zeit. Berichtet sie eine Interaktion direkt, klingt das  psychologisch genau und mit stimmigem Dialog – aber dann kommen…

Romankritik: The Tortoise and the Hare, von Elizabeth Jenkins (1954) – 7/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck: Einfach losfahren, von Fabio Volo (2006)

Das Buch liest sich leicht und seicht. Die Hauptfiguren sind Hallodris, die auch so reden und erzählen. Klogewohnheiten: Der Ich-Erzähler beschreibt unangenehm detailliert sein Prozedere auf dem Klo, separat für kleines und großes Geschäft. Auch Wichsen ins Handtuch und Dickdarmspülung mit Wasser diskutiert er mit Lesern oder Kumpel – und “in dem Moment kam unser…

Lese-Eindruck: Einfach losfahren, von Fabio Volo (2006) Weiterlesen »

Biografie-Kritik: Henri Nannen, Der Herr vom Stern, von Hermann Schreiber (1999) – 7/10

Hermann Schreiber übertreibt es: er beginnt nicht nur mit gleich 2 Vorwörtern (Idealwert: 0), sondern rekurriert sofort auf die „Hafenstadt Emden… zu Zeiten ihrer Hochblüte im 16. Jahrhundert“. Wo ist der stern-Chef? Keine Quellenangaben: Hermann Schreiber (1929 – 2020) recherchierte erkennbar tief, redet im Vorwort von “zwei Jahren intensiver Nachforschung”, wühlte in Drucksachen seit den…

Biografie-Kritik: Henri Nannen, Der Herr vom Stern, von Hermann Schreiber (1999) – 7/10 Weiterlesen »

Biografie-Kritik: Nobody’s Perfect: Billy Wilder – A Personal Biography, von Charlotte Chandler (2002) – 7/10

Die Autorin verbrachte viel Zeit mit Billy Wilder und protzt gern damit: Billy Wilder and I frequently ate breakfast at the Beverly Hills Hotel Sie stalkte auch andere A-Promis und erzählt gleich auf der ersten Seite, wie sie mit Groucho Marx um die Häuser zieht, rein zufällig Billy Wilder trifft und ein Interview klarmacht. Bei…

Biografie-Kritik: Nobody’s Perfect: Billy Wilder – A Personal Biography, von Charlotte Chandler (2002) – 7/10 Weiterlesen »

Biografie-Kritik: Billy Wilder, Eine Nahaufnahme, von Hellmuth Karasek (1992) – 6/10

Fazit: Leicht lesbare, anekdotensatte und unkritische „Biografie” eines Menschen, der unterhalten will und auf Qualität achtet. Nebenbei ein bisschen Hollywoodgeschichte. Es gibt kaum Stimmen von Kritikern oder Mitarbeitern sowie kaum private Einblicke. Anekdotenreigen: Hellmuth Karasek (1934 – 2015) gibt dem Affen Zucker: er feuert eine Wilder-Anekdote nach der anderen ab, nicht etwa nur Filmzitate, sondern Aussprüche…

Biografie-Kritik: Billy Wilder, Eine Nahaufnahme, von Hellmuth Karasek (1992) – 6/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck Kurzgeschichten: Die Saujagd und andere Vorstadtgeschichten von Max von der Grün (1995)

Die vielen kurzen Episoden beginnen meist mit typischen Nachbarschaftsszenen, die dann in unrealistische Streiche und platte Gags ausarten. Andere Szenen spielen auf der Autobahn oder in der Fußgängerzone. Gleich zweimal werden Kirchen unbefugt aufgesperrt, zweimal anonym Fahnen an schwer erreichbaren Orten gehisst. Max von der Grün schreibt gewandt und leicht lesbar. Über die Konflikte allein…

Lese-Eindruck Kurzgeschichten: Die Saujagd und andere Vorstadtgeschichten von Max von der Grün (1995) Weiterlesen »

Lese-Eindruck Kurzgeschichten: No Comebacks, von Frederick Forsyth (1972)

Gemeinsamkeiten: Ich habe nur zwei Geschichten gelesen, doch es gibt klare Gemeinsamkeiten: etwas Dialog, teils angestrengt cool, teils ansprechend, nie hinreißend zu genaue technische Beschreibungen: Zerlegen einer Waffe und Verstecken in einer Buchsendung (inklusive Schalldämpferdiskussion); kaputtes Getriebe an einem LKW; Ganovenpläne etwas platte Plots: genau die Falsche wird erschossen; genau der falsche Brummi wird entführt;…

Lese-Eindruck Kurzgeschichten: No Comebacks, von Frederick Forsyth (1972) Weiterlesen »

Romankritik: Der Chor, von Anna Katharina Hahn (2024) – 4/10

Ich fühlte mich bocklhart zugelabert – vor allem im letzten Drittel mit schwer nachvollziehbaren Verwicklungen, Entscheidungen, Figuren, einer völlig unrealistischen Paarung und Begegnung (sofern ich das richtig verstand). Ich kämpfte verbissen bis zur letzten Seite. Amazon-Werbelinks: Anna Katharina Hahn | Daniela Krien | Julia Schoch | Patricia Highsmith Alle Hauptfiguren sind Frauen, die meisten Nebenfiguren…

Romankritik: Der Chor, von Anna Katharina Hahn (2024) – 4/10 Weiterlesen »

Romankritik: Wie ich lernte, die Frauen zu lieben (1965, engl. In Praise of Older Women), von István Vizinczey – 7/10

Der Roman klingt verblüffend nach echten Memoiren. Ich-Erzähler András Vajda ist ein Liebhaber der Frauen, dem Qualität über Quantität geht. Autor István Vizinczey (1933 – 2021) erzählt flüssig, die Affären überschneiden sich teils, es ist erotisch, charmant, auch mal rollig, nie vulgär oder auch nur angeberisch, sonden literarisch ansprechend und nebenbei historisch erhellend. Die Dialoge…

Romankritik: Wie ich lernte, die Frauen zu lieben (1965, engl. In Praise of Older Women), von István Vizinczey – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Das Jagdgewehr, von Yasushi Inoue (1949) – 4/10

Die Geschichte ist pathetisch bis schwülstig – kann man es auch „camp“ nennen? – und sehr konstruiert, wenn auch mit Finesse. Vermutlich steckt allerlei Symbolik darin, die mir entging. Eine Kostprobe aus dem Brief der Tochter Schoko: … kam mir der Garten im Licht des unheimlich weißen Mondes wild wie der Strand irgendeines sehr nördlichen…

Romankritik: Das Jagdgewehr, von Yasushi Inoue (1949) – 4/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck Ganovenkrimi: Get Shorty, von Elmore Leonard (1990)

Der Autor erzählt aus der Perspektive wechselnder Hauptfiguren, in aufdringlich coolem Ton: If he was putting it on he had it down cold… flying down to Rio by the se-o ((Musical-Zitat))… Find some broad to have dinner with him, nice bottle of wine… Weil dieser Ton gleichbleibend den Gedankenstrom unterschiedlicher Akteure wiedergibt, überzeugt er nicht….

Lese-Eindruck Ganovenkrimi: Get Shorty, von Elmore Leonard (1990) Weiterlesen »

Biografie-Kritik: Margaret Mead, von Jane Howard (1984) – 8/10

Die erfolgreiche Journalistin Jane Howard schreibt flüssig und leicht lesbar, nur ganz gelegentlich mit unpassenden Details irritierend. Natürlich hat Howard eine ergiebige Hauptfigur mit ergiebigem Umfeld: schon die Kindheit ist originell und nicht ohne witzige Momente, welche die Autorin gern wiedergibt. Die brillante, stets aktive, ambitioniert denkende, viel und gewitzt schreibende Margaret Mead (1901 –…

Biografie-Kritik: Margaret Mead, von Jane Howard (1984) – 8/10 Weiterlesen »

Romankritik: Euphoria, von Lily King (2014) – 8/10

Lily King studierte literarisches Schreiben und wendet das Erlernte souverän an: die Autorin steigt unmittelbar in die Handlung ein, erzeugt sofort Spannung und Unbehagen – nicht nur wegen der schwülen tropischen Bedingungen, sondern auch wegen der  Spannungen zwischen den Akteuren sie produziert kurze Kapitel mit vielen Atempausen, knackigen Dialogen und dramatischem Finale sie wechselt zwischen…

Romankritik: Euphoria, von Lily King (2014) – 8/10 Weiterlesen »

Romankritik: Early Morning Riser (2021), von Katherine Heiny – 6/10

Unterbrochen von zwei Tragödien, die schnell vorbeigehen, schildert Katherine Heiny eine allzu fluffige Kleinstadtidylle: jede kennt jeden, jede schlief mit jedem, versteht sich immer noch bestens. Man ist endlos verständnisvoll, hilfsbereit, aufopfernd. Welch quälende Idylle. Zudem will Heiny offenbar fünf witzige Sätze pro Seite bringen: das gelingt halbwegs, auch wenn sie deshalb fürs Großeganze unwichtige…

Romankritik: Early Morning Riser (2021), von Katherine Heiny – 6/10 Weiterlesen »

App-Kritik: ARD Mediathek – 3/10

Merkliste: Die Merkliste lässt sich nicht sortieren, weder nach Länge oder Genre noch manuell, sie bietet auch keine individuellen Ordner. Gesehene Sendungen verschwinden nicht optional automatisch aus der Merkliste. Ich kann nicht mehrere Sendungen hintereinander weg abspielen, ich muss nach jeder Sendung neu herumdrücken. Wenn ich in der Merkliste unten etwas lösche, springt sie danach…

App-Kritik: ARD Mediathek – 3/10 Weiterlesen »

Thailand

Kritik Thailand-Buch: Bridging the Gap. Managing the Cross-Cultural Workplace in Thailand, von Kriengsak Niratpattanasai (2004) – 7/10

Der Autor bringt kurze, leicht lesbare und sehr eingängige Kapitel in großen Buchstaben – sie erschienen zuvor wöchentlich in der Bangkok Post. Alles ist sofort nachvollziehbar, geht aber nicht tief. Manchmal hören wir direkt den verallgemeinernden Lehrsatz, manchmal gibt es ein kleines Beispiel aus dem Alltag, bis hin zu „Nantavisal, the cow“. Jedes Beispiel aus…

Kritik Thailand-Buch: Bridging the Gap. Managing the Cross-Cultural Workplace in Thailand, von Kriengsak Niratpattanasai (2004) – 7/10 Weiterlesen »

Kritik Japan-Roman: Der Schlüssel, von Junichirō Tanizaki (1956) – 7/10

Ikuko, 45, ist unzufrieden mit ihrem Schlappmann, 56. Mitleidlos ätzt sie in ihrem Tagebuch: Ach, wenn er doch nur ein wenig männlicher wäre, etwas stärker, etwas ausdauernder, wie einst in seinen jungen Jahren ((…)) Und wenn er mich wirklich liebt, dann muss er mich auch glücklich machen können. Von der tragischen erektilen Indisponiertheit des Mannes…

Kritik Japan-Roman: Der Schlüssel, von Junichirō Tanizaki (1956) – 7/10 Weiterlesen »

Kritik Hongkong-Memoir: Myself a Mandarin, von Austin Coates (1968) – 7/10

Fazit: Austin Codes präsentiert interessante Konflikte aus dem ländlicheren Hongkong kurz nach 1949 – interessante juristische oder moralische Konflikte und Einblicke in ungewöhnliche Denkweisen. Er schreibt leicht lesbar, sogar gut und elegant, ist jedoch zeitweise selbstgefällig und paternalistisch, auch seine häufige Selbstironie klingt selbstgefällig. Amazon-Werbelinks: Austin Coates | Hongkong | China | Kolonialismus Bezirksbürgermeister: Autor…

Kritik Hongkong-Memoir: Myself a Mandarin, von Austin Coates (1968) – 7/10 Weiterlesen »

Buch unter Baum

Meisterklasse Sedatives Schreiben: In einem Zug, von Daniel Glattauer, 1. Kapitel

Kreatives Schreiben oder sedatives Schreiben? Mensch, Glattauer-Brünhofer: Geht so  Bestseller? 1. Kapitel. Drei Sätze Einstieg mit Handlung: Schräg gegenüber sitzt eine Frau… Und dann anderthalb geschlagene Seiten abgeschmackte Verallgemeinerung? Nee, oder? So Zeug wie: Ich bin keiner, der… Kinder ja, die kann man stundenlang… Oder sie sind von der anderen Sorte, zählen… Jedenfalls schauen Erwachsene,…

Meisterklasse Sedatives Schreiben: In einem Zug, von Daniel Glattauer, 1. Kapitel Weiterlesen »

Romankritik: Vladimir, von Julia Jonas May (2022) – 7/10

Der Buchtitel “Vladimir” führt in die Irre: Der Roman handelt überwiegend nicht von den Gelüsten einer verheirateten 58-Jährigen Professorin nach dem gut gebauten, verheirateten 40-jährigen Kollegen russischer Abstammung – und auf den letzten 18 Seiten erscheint Vladimir nicht mehr. Es geht mehr um Wokeness und political correctness an einem kleinen US-College, um die Statthaftigkeit erotischer…

Romankritik: Vladimir, von Julia Jonas May (2022) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Am Ende ist es ein Anfang, von Dolly Alderton (2023, engl. Good Material) – 5/10

Der Roman zerfällt in eine Kette von Episoden, mit teils aufdringlich bedeutungsvollen Dialogen und Situationen, gelegentlich gerettet durch etwas Humor, öfter beschädigt durch Vulgarität, dumpfes Kumpeltum und Banalität. Man könnte einzelne Episoden löschen, ohne eine Lücke zu reißen. Dazu kommen schlichte Beziehungsweisheiten; Popreferenzen triggern Pawlowsche Reflexe. Dolly Alderton schreibt offen männerfeindlich. Ihr dämlich sich im…

Romankritik: Am Ende ist es ein Anfang, von Dolly Alderton (2023, engl. Good Material) – 5/10 Weiterlesen »

Romankritik: Späte Liebe, von Max von der Grün (1977) – 7/10

Die zwei 70-Jährigen kommen schon sehr früh im Roman zusammen, und dann folgen überwiegend heitere Episoden, die Rentnerliebe ist nie gefährdet – keine dramatische RomKom, Happy ever after nach ein paar Seiten. Max von der Grün schreibt betulich, aber nicht muffig; doch er beschreibt eine abschreckend muffige Welt: Häkeldeckchen, röhrender Hirsch, Herzleiden, Rentnerbustour, Minieiffelturm, Skatkumpel…

Romankritik: Späte Liebe, von Max von der Grün (1977) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Die Stimmen des Abends, von Natalia Ginzburg (1961) – 5/10

Natalia Ginzburg (1916 – 1991) erzählt unverklärte Geschichten aus einem italienischen Kaff kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Sie wechselt unübersichtlich zwischen mehreren Familien hin und her. Die Leute wirken gedrückt und verhuscht, selbst wenn Ginzburg Fröhlichkeit und Reichtum erwähnt. In diesem Dorf wurde “alle vorrätige Lebensenergie schon aufgebraucht“, sagt Hauptfigur Tommasino, das passt. Zudem schreibt…

Romankritik: Die Stimmen des Abends, von Natalia Ginzburg (1961) – 5/10 Weiterlesen »

Nach oben scrollen