Buchkritik: Ein Afrikaner in Grönland, von Tété-Michel Kpomassie (1977) – 7/10

Interessante interkulturelle Begegnungen liefert Tété-Michel Kpomassie nicht. Er wird meist freundlich bis überschwänglich aufgenommen – das ist alles. Der Autor beobachtet den grönländischen Alltag indes genau, schildert präzis und ohne Wertung oder Interpretation Fischfang, Robbenjagd, Hund-/Seehundfiletierung, Hundeschlittenfahrt und Dorfleben. Besonders faszinieren Kpomassie offenbar Alkoholkosum, Körperhygiene, Sex- und Toilettensitten. Die Portraits sind sehr oberflächlich, Menschen lernt…

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Romankritik: Abschied, von Sebastian Haffner (1932)– 7/10

Einzelne Sätze verstand ich nicht, zum Beispiel Französisches wie Il faut la secouer parfois ((…)) comme sa maîtresse.    (Ich-Erzähler Raimund sagt, er verstehe selber nicht viel Französisch.) Auch Deutsches kapierte ich nicht immer: ((Fräulein Gault gehörte)) zu dem Typ, der, wenn er älter wird, die Marianne‑Karikaturen abgibt.“ Das Wort “abgeben” ist hier mehrdeutig, und die…

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Romankritik: The Rom-Commers, von Katherine Center (2024) – 4/10

Ja, ich habe ein paar Mal gelacht, und ich habe das Buch zügig zu Ende gelesen (das geht ganz schnell). Aber es ist eine hysterische RomKom mit unrealistischen Annahmen und absurden Pannen, mit forciertem Slapstick, forciertem Schmalz, regelmäßigen Katastrophen und aufdringlichen Trauer- und Verzögerungsmomenten. Zeitweise schwafelt die Ich-Erzählerin selbstgefällig zu viel Banales, statt zur Sache…

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Romankritik: Die Midaq-Gasse, von Nagib Machfus (1947) – 7/10

In vielen kurzen Kapiteln schwenkt Nagib Machfus zwischen den etwa vier Hauptpersonen hin und her; zunächst brauchte ich ein Personenregister. Die Geschichte spielt zu großen Teilen tatsächlich in der Midaq-Gasse, doch die besonders unmoralischen und teils ungesetzlichen Handlungen geschehen außerhalb, auf dem Friedhof und in einer Hochhauswohnung. Die Übersetzung von Doris Kilias befremdete mich mitunter:…

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Rezension Biografie: Richard Avedon, What Becomes a Legend Most, von Philip Gefter (2020) – 7/10

Den Menschen Richard Avedon lernt man nur teils kennen, dachte ich in der ersten Buchhälfte: Dort beschreibt Gefter einen endlosen Promi-Reigen – Fotomodelle, Filmstars, Politiker (noch keine Supermodels) – und wie Avedon sie im Studio und on location handhabte, wie man dinierte und zelebrierte. Zu den bekanntesten Künstlern, mit denen Avedon auch arbeitete, zählen Diane…

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Besprechung: Richard Avedon, Evidence 1944 – 1994 (dt. Ausgabe)

Der großformatige Band hat drei Teile: Zunächst liefert Jane Livingston einen biografischen Abriss Richard Avedons mit vielen großformatigen Schwarz-Weiß-Bildern. Der zweite Abschnitt fast ohne Bilder bringt einen Text von Adam Gopnik. Teil 3 zeigt zur Hälfte eine Zeitleiste mit klein reproduzierten Avedons und andererseits Titelbilder, Arbeits- und Familienszenen – insgesamt vielleicht der umfassendste, wenn auch…

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Lese-Eindruck: Die kleine Schwester, von Raymond Chandler (1949, engl. The Little Sister)

Gleich auf den ersten Seiten gibt es ultracoole Dialoge und Spannung. Dann fertigt der aufdringlich lässige Ich-Erzähler Philip Marlowe 2 verschiedene Pistoleros ab, verlässt das gefährliche Anwesen unangekratzt und knutscht praktisch ohne Widerstand die zuvor kratzbürstige Klientin und alsbald weitere Frauen, die zuvor aggressiv oder ängstlich und dann plötzlich lüstern waren. Wohl deshalb sekretiert Marlowe…

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Biografie-Kritik: Harry Rowohlt, von Alexander Solloch (2024) – 7/10

Harry Rowohlt war penibel mit Sprache, und das zeichnet Biograf Solloch schön nach. Mehrfach gibt er Sprachbetrachtungen Rowohlts wieder und vergleicht Rowohltsche Übersetzungen mit anderen Eindeutschungen, dazu das englische Original – sehr gut; freilich finde ich Rowohlts Versionen weniger herausragend als der penetrant enthusiastische Biograf. Stil: Tatsächlich rühmt Solloch Harry Rowohlts Schreib-und Lebensstil wie auch…

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Rezension: Die Neue Frankfurter Schule. Die schärfsten Kritiker der Elche in Wort und Strich und Bild, von Oliver Maria Schmitt (2001) – 5/10

Oliver Maria Schmitt liefert einen passablen Ein- und Überblick mit vielen Fotos, Zeichnungen und Texten der Künstler von Pardon und Titanic, durchgehend in Schwarz-Weiß. Das Buch hat jedoch gravierende Schwächen: Es ist komplett unkritisch, ja verherrlichend, wie Autor Oliver Maria Schmitt im Vorwort selbst wortreich zugesteht; er preist Eckhard Henscheids ”stupende Virtuosität” etc. etc. etc….

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Kritik Motown-Sachbuch: Where Did Our Love Go, von Nelson George (1985, 2003) – 8/10

Nelson George erzählt nüchtern, vereinzelt sarkastisch bis flapsig, gut lesbar und ohne Blabla, mit immer überraschenden Themen- und Personalsprüngen ohne jedes Unterkapitel oder doppelte Zeilenschaltung. In stetem Wechsel folgen fast übergangslos Portraits, Aufnahmetechnik, Organisation, Tourneen, Motowns Marketing. Der Haupttext hat nur rund 230 Seiten, gefühlt liest man aber Inhalt von 350 oder 400 Seiten, ohne…

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Kritik Stax-Sachbuch: Respect Yourself, Stax Records and the Soul Explosion, von Robert Gordon (2015) – 6/10

Autor Robert Gordon ist ein Fanboy – ein Stax-Fanboy und ein Memphis-Fanboy; er wuchs dort auf, produzierte Bücher und Dokus auch zu lokalen Themen, nennt Memphis im Nachwort ”us” und “our“ und kritisiert Örtliches aufdringlich wie ein beleidigter Liebhaber. Er schreibt zu unkritisch begeistert über Stax. Er nennt Akteure wie Label-Chef Jim Stewart und viele…

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Romankritik: Was man von hier aus sehen kann, von Mariana Leky (2017) – 6/10

Der Roman hat eine Schlagseite Richtung Dorfidylle und  Friede-Freude-Mehrgenerationenhauseierkuchen. Die wichtigsten Geschäfte sind Buchladen, Kramer, Eiscafé, Geschenkideengeschäft und Blumenladen; diesen Wohlfühl-Kitsch konterkarieren ein paar absurde Dorf-Kratzbürsten; selbst ihnen begegnen die Hauptfiguren zugewandt, so werden auch die Dorf-Kratzbürsten zutraulich handzahm. Ein  Kuschel–Buch. Fazit: Mariana Leky bezirzt den Leser mit drolligen Vergleichen, Begriffskombinationen, Dialogen und Situationen. Die…

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Kritik 3 Kurzgeschichten aus: Too Much Happiness (2009), von Alice Munro

Diese Sammlung hat, warnt der Guardian, several stories featuring violent death Darum habe ich nach Vorrecherchen nur drei Geschichten gelesen. Doch schon dafür lohnt sich das Buch, dessen englische Ausgabe man wie üblich gebraucht günstig bekommt. Fiction (2009) – 7,5/10 Joyce und Jon leben auf einem einsamen Gehöft. Nach der Trennung heiratet Joyce Matt, doch…

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Rezension 5 Kurzgeschichten aus: Runaway, von Alice Monroe (2004) – 7/10

Gemeinsamkeiten: Mehrere Geschichten liefern Frauen, die sich weit mehr für Bildung und Künste interessieren als ihre provinzielle Umgebung: Juliet aus der Juliet-Reihe ist hochgebildet, vor allem in klassischen Sprachen, so wie auch die Hauptfigur Grace in der Geschichte “Passion” Robin in der Geschichte „Tricks“ interessiert sich mehr für Shakespeare als ihre kleinstädtische Umwelt Die Frauen…

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Lese-Eindruck Erzählungen Bernd Cailloux: german writing (2006)

Die kleine Satiren amüsieren teils mild. Bernd Cailloux berichtet vermeintlich aus dem Schriftstellerleben, erzählt aber auch alles andere – angehende Schauspieler, nächtliche Berlinstreifzüge, Rozanne aus Kalifornien in Oklahoma und ihre fünf Mal verheiratete Mutter. Die Texte klingen matt und selbstgefällig, dafür steht z.B. dieser Ausschnitt: Auf den letzten Metern zum Zeitungscafé konnte ich mich gerade…

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Sachbuchkritik: Der Tag danach, von Michael Jürgs (2005) – 6/10

Natürlich redet Michael Jürgs nicht nur über den Tag danach, sondern er rafft ganze Biografien auf meist zehn Seiten zusammen, teils mehrere einschneidende Erlebnisse knapp beisammen (z.B. Entlassung und Schlaganfall bei Manfred Bissinger, ebenso zwei getrennte Ereignisse für den Studenten und später für den Journalisten Ulrich Wickert) und teils gleich mehrere Tage danach (wie bei…

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Thailand

Romankritik: Burma Sahib, von Paul Theroux (2024) – 7/10

Fazit: Paul Theroux gelingt ein stimmungsvoller, atmosphärischer Roman (reine Fiktion) mit spannenden Dialogen, Details, Konflikten, Querbezügen und lebendigen Protagonisten – teils meisterlich, teils geborener Erzähler. Der Autor bringt jedoch zu viel Belehrung, Kolonialsprech und Altherrenerotik. Filmi filmi: Der Mann kann erzählen, einerseits; man fühlt sich sofort in einem Historienfilm von Merchant-Ivory: She remained in the…

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Romankritik: Nobody’s Fool, von Richard Russo (1993, Sully bzw. North Bath 1 von 3) – 8/10

Richard Russo liefert einen Szenenreigen in Kneipen, Wohnungen, Autos und auf Baustellen. Er verknüpft verschiedene Akteure exzellent. Der sonst sehr plausible, nüchterne Roman wirkt zweieinhalb mal absurd: Gewalt gegen einen Polizisten, Polizistengewalt gegen einen Kaffeeautomaten und eine kabarettartige Gerichtsverhandlung, ein Justizstadl. Der Roman spielt 1984 und ist ein Plädoyer für die Zeit ohne Handys und…

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Thailand

Heftkritik: The Passenger: Thailand (2025) – 7/10

Dieses englische Buch/Heft “for explorers of the world” ist denkbar untouristisch: die Wörter “Phuket” oder “Ko Samui“ kommen vermutlich nicht vor, vielleicht auch nicht das Wort ”Strand”. Das Wort „tourist“ steht in ein paar Bildunterschriften und in den Artikeln über Instagram-kompatible Bergvölker sowie in dem über Geisterglaube: Farang have no soul, so when they die…

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Lese-Eindruck: Arrivals, Departures and the Adventures In-Between, von Christopher O’Shaughnessy (2014)

Der Autor schreibt munter schon ab dem Vorwort: Most audiences, out of politeness , applaud at the beginning of a presentation… please applaud now for the pages you’re about to read Der joviale Ton ist oft gut lesbar sowie zu wortreich. Peinlich wird es bei den Bildchen, die man QR-Code abrufen kann: allzu persönliche Privataufnahmen,…

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Romankritik: Big Swiss, von Jen Beagin (2023) – 5/10

Der Roman ist voll Selbstmord, Sex, Vergewaltigung, Haustierfixiertheit, Drogen, Bienen, Analem, Mini-Eseln, Muttertochterproblemen und Freaks. Die Autorin studierte Creative Writing in Kalifornien – so liest sich das auch, kreativ und kalifornien. Manche halten das für einen Qualitätsbeweis. Das Buch braucht Triggerwarnungen für Hunde- und Menschenfreunde (ich gendere nicht), obwohl und weil eine Figur beruhigend zu…

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Sachbuchkritik: The Newlyweds. Fighting for Love in the New India, von Mansi Choksi (2022) – 8/10

Dieses Reportagebuch ist intensiv wie ein Filmskript. Die Autorin lernte das Journalistenhandwerk an der Columbia-Universität; sie ist aufdringlich nah an ihren Figuren, verrät intime Gefühle, Wortwechsel und Tagebuchnotizen, nennt Klarnamen. Mansi Choksi berichtet auch grausame körperliche und seelische Übergriffe, und selbst darüber hinaus fiel mir die Lektüre nicht leicht – das Pausieren aber auch nicht….

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Kritik: Ohne Liebe, von Marie von Ebner-Eschenbach (1888 ) – 6/10

Das ist eine flapsige Salonkomödie, schnelle Gags und Ideenvermittlung gehen vor psychologischen Tiefgang. Der Witz resultiert aus dem spöttischen Selbstbewusstsein, mit dem Gräfin Emma (24) ihre Verehrer und den Ehestand auf Distanz hält; und wie trübtassig die Galane sich von Emma abservieren lassen; und warum Emma schließlich doch – Marie von Ebner-Eschenbach  (1830 – 1916)…

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Romankritik: Božena, von Marie von Ebner-Eschenbach (1876) – 7/10

Marie von Ebner-Eschenbach schreibt kraftvolles, einfühlsames Deutsch, gelegentlich mit triefendem Spott, etwa bei speichelleckerischen Briefen und enttäuschten Liebesgockeln, mal auch schwülstig pathetisch. Ihre Dialoge und Begegnungen haben Spannung und Zwischentöne, auch wenn die Autorin gelegentlich zu deutlich erklärt. Etwa bei einer unliebsamen Besucherin, die man gleichwohl freudig anheucheln muss: Sie bezeigte eine überschwengliche, mit einem…

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Kritik Sachbuch: Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien, von James Muldoon, Mark Graham, Callum Cant (2025) – 6/10

Die Autoren schreiben sehr lesbar, in jedem Kapitel zunächst orientiert an einzelnen, eventuell anonymisierten Personen – Annotatoren, Investoren, Techniker, Ingenieure. Sie schreiben nie detailliert über private KI-Endanwender – jedoch über KI-Einsatz in Amazon-Lagerhäusern und Personalabteilungen. Urheberrechtsverletzungen werden nur bei einer kopierten Sprecherstimme ausführlich diskutiert, nicht bei Text; möglicher politischer Missbrauch durch Demagogen kommt gar nicht…

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Thailand

Romankritik: Seebarsch und Süßkartoffeln, von Pensri Kiengsiri (2006, engl. Love in the Fish Market) – 6/10

Drama auf dem Thonglor-Markt an der Sukhumvit-Straße in diesem Roman, der ab 12 oder 13 Jahren Alter empfohlen wird: Kim-lang, die schöne Tochter der Fischhändlerin Kim-huai, soll Chaturong heiraten, Sohn des Fleischhändlers Tek-hai. Sie interessiert sich aber mehr für den Gemüsehändler Paramet vom Marktstand schräg gegenüber ihrer Mutter. Der macht ihr quer über den Gang…

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David Nicholls

Romankritik: Zwei in einem Leben, von David Nicholls (2024, engl. You Are Here) – 8/10

Fazit: David Nicholls schreibt wie immer reizvolle Dialoge mit Zwischentönen und feinem, verblüffendem Humor. Gelegentlich liefert er zu viele geografische und andere Details. Die Handlung ist lange unspektakulär, doch voll amüsant heikler Momente und relativ realistisch. Drama gibt es in den ersten drei Vierteln nur per Rückblende auf Konflikte in der Vergangenheit; umso mehr Spannung…

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Buchkritik: Iowa, von Stefanie Sargnagel (2023) – 4/10

Das Machwerk (Buch) braucht eine Triggerwarnung. Diese Rezi (Machwerk) auch. Die Triggerwarnung für das Buch lautet: Vorsicht bitte, hier sargnagelt die Steffi über random Zeugs, gelegentlich lustig, gelegentlich “mit Iowabezug”. Ich Unschuldslamm dachte, hier kommen selbsterlebtes US-College-Treiben und Iowa. Stattdessen beginnt Stefanie Sargnagel mit versifften Berlinhipstern (ich gendere nicht, ätsch), die sich per Schrebergartenfaselei eine…

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Kritik Reisebericht: Kingdom of the Filmstars, Journey into Jordan, von Annie Caulfield (1997) – 7/10

Fazit: Annie Caulfield schreibt witzig, gelegentlich gezwungen witzig, aber meist humorvoll, warmherzig und scharf beobachtend. Ihre interkulturellen Erlebnisse in der Beduinenfamilie ihres Partners mit traditionellen und westlichen Elementen klingen wundervoll; ein Pistolenheld und eine Beziehungskrise peppen die Story auf. Man erfährt viel Persönliches über den Alltag in Hauptstadt und Wüste – und über interkulturelle Liebe….

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Kritik Kurzgeschichten aus: Seitensprung, von William Trevor (2004, engl. A Bit on the Side) – 6,44/10

Gemeinsame Eigenschaften der Geschichten: graue, traurige, ältere Gestalten (“his wasted features and old man’s bloodshot eyes“); Rückblicke voll resignierter Melancholie; ödes irisches Landleben, in dem Konventionen streng befolgt werden; schlechte Zähne; relativ kurz, so dass die Geschichte in den New Yorker passt; makellos elegant fließender, oft wehmütiger Ton In einem Totenhaus – 7,5/10 (engl. Sitting…

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