Tag Archive for Deutschland

Romankritik: Daheim, von Judith Hermann (2021) – 7 Sterne

Judith Hermann schreibt betont achtsam, zart, feminin, spröd, mild wunderlich. Teils pseudo-literarisch-lyrisch wie Seit fast einem Jahr lebe ich auf dem Land, an der östlichen Küste ((…)) an dieser Küste Warum schreibt sie nicht „Ostsee“? Warum nicht einen Ortsnamen? Oder heißt die Gegend Daheim? Für echten, kernigen Dialog ist Judith Hermann zu deutsch, aber ganz…

Lese-Eindruck Sachbuch: Der Elefant im Zimmer (2020), von Petra Morsbach

Petra Morsbach bespricht drei eklatante Fälle von Machtmissbrauch: Oberkatholische Kinderschänder, Vertuschung privater Geschäfte einer Regierungsangehörigen, Machtwillkür in einer Künstlerorganisation. Zweimal Bayern, einmal Österreich. Jeder Fall bekommt grob 100 Seiten, dazu noch Vorwort, Nachwort, Endnoten etc. Morsbach schreibt gründlich mit Spiegelstrich-Listen, 442 Endnoten, ein paar Fußnoten und allerlei Unterkapiteln. Ständig reißt sie Dinge an, die erhofft…

Kritik Sachbuch: Die Schlange im Wolfspelz, von Michael Maar (2020) – 8 Sterne

Kulinarische Feinschmecker gehen auf die Fressmeile oder auf den Naschmarkt, Literar-Gourmets verkosten die Proben in diesem Buch: Es liefert Hunderte oder Tausende interessanter Zitate aus der deutschen Literatur, viel Gelungenes und ein paar köstliche Flops. Dazu die knackigen Kommentare des Michael Maar im Sound del Maar: Brillant eingängig, fluffig intellektuell, mal frech, endlos belesen, aber…

Lese-Eindruck: Das Reich der Deutschen (2016, Spiegel-Buch, hgg. von Nils Klawitter, Dietmar Pieper)

Zu magazinig: Laut Inhalt stammen die 33 Beiträge von „Vorwort“ bis ‚“Preußen muss untergehen’“ von 20 Autoren (ich gendere nicht) (deshalb bin ich auch arbeitslos). Die Artikelsammlung erschien zuerst im Heft Spiegel Geschichte 3-2016 – und das ist gebraucht deutlich teurer als die Hardcover-Buchfassung. Ich hatte das Hardcover, und es wirkt zu magazinig: Die Aufsätze…

Lese-Eindruck: Kulturgeschichte der Neuzeit, von Egon Friedell (1927-1931)

Insidergespräche: Die Kapitel in meinen Stichproben richten sich an Insider. Friedell liefert Kommentar und kein Lehrwerk, keine Grundlagen. Ein Beispiel: Über Martin Luther sagt Egon Friedell auf Seite 282: Luthers Jugendgeschichte hat einen wahrhaft dramatischen Charakter; sein Mönchsgelübde unter Blitz und Donner, sein Thesenanschlag, die Disputation zu Leipzig… große Szenen von welthistorischem Wurf und Gepräge…

Kritik Dating-Memoir: Zum Glück gibt’s Anzeigen, von Christian Nürnberger (1993, 2002) – 3 Sterne

Top-Journalist Christian Nürnberger findet und heiratet die Studentin und spätere Top-Journalistin Petra Gerster per Print-Kontaktanzeige 1982 in der „Zeit“. Nürnbergers textet sein Buch über diese Eroberung flott, der Inhalt ödet aber an: Nürnberger verallgemeinert, er spekuliert, er zitiert länglich Filmszenen statt wahres Leben. Als wolle er das Manuskript angestrengt längen. Nürnbergers eigene Kontaktanzeige und die…

Lese-Eindruck Biografie: Der Mensch Martin Luther, von Lyndal Roper (2016)

Intention der Autorin: Laut Vorwort plant die Oxfordprofessorin Lyndal Roper  „eine psychoanalytisch beeinflusste Biographie“, sie möchte „Luther selbst verstehen“, „seine Seelenlandschaft“, und nicht nur seine theologische Entwicklung nachzeichnen. Ropers Vater war „einige Jahre lang Pastor einer presbyterianischen Gemeinde“ in Australien. Roper über sich: Ich bin kein Kirchenhistoriker, sondern eine Religionshistorikerin, die von der Sozial- und…

Buchkritik: Das ganze schrecklich schöne Leben, von Konstantin Wecker, Günter Bauch, Roland Rottenfußer (2017) – 5 Sterne

Die Beiträge von Konstantin Wecker konnte ich nicht ganz lesen, sie klangen mir oft zu wolkig, zu schwülstig, zu pastörlich. Zum Beispiel: Kein Wassertropfen gleicht dem anderen, keine Schneeflocke ist identisch mit einer anderen – und kein menschliches Leben, und sei es noch so angepasst, gleicht einem anderen. Ich danke ihnen für mein Aufgehobensein in…

Romankritik: Mittagsstunde, von Dörte Hansen (2018) – 7 Sterne

Dörte Hansen hat tolles Material an der Hand: Echte Dörfler vom   Alten   platten Land, die prächtig Dialekt reden; interessante Details aus Landwirtschaft und Land-Wirtschaft; drei Generationen. Terroir ohne Ende. Sie verwebt ihre Motive vielfach, alles hängt mit allem zusammen. Was die Autorin nicht hat: Eine knackige Handlung. Und vorhandene Plotspuren versteckt Dörte Hansen noch aufwändig.…

Kritik Justiz-Kurzgeschichten: Die Sau, von Ludwig Thoma (2015) – 7 Sterne

In Ludwig Thomas Justiz-Kurzgeschichten hauen sich Bayernmänner im Bierhaus Bierkrüge und mehr auf den Kopf: Mit diesen eichenen, buchenen und eisernen Wehren haben die grimmigen Huglfinger Helden gestritten gegen die Mannen von Kraglfing und Hiebe ausgeteilt, daß der weite Saal des Unterbräu erdröhnte… Bayernfrauen eskalieren verbal, keifen an Wäscheleine und Fensterbank. Solche Konflikte und ihr…

Kritik Biografie: Ludwig Thoma und die Frauen, von Martha Schad (1995) – 5 Sterne

Meine Meinung: Martha Schad schreibt unübersichtlich, mit irritierenden Zeitsprüngen, eingeschränktem Fokus, sprachlich altbacken. Doch sie hat viele spannende Quellen, aus denen sie manchmal zu ausführlich zitiert, interessante Abbildungen, und sie hat vor allem eine spannende Geschichte an der Hand – gleich zweimal flext Ludwig Thoma die vermeintliche Frau seines Lebens aus einer bestehenden Ehe heraus,…

Buchkritik: Stimmen, von Wolfgang Herrndorf (2018) – 7 Sterne

Bei Wolfgang Herrndorf stimmt jeder Ton, er hat viel Sinn für Sprache, und zwar nüchterne, unprätenziöse Sprache, entschlackt, provozierend lakonisch. Kein Wort klingt falsch, nicht mal langweilig. Das Bändchen Stimmen enthält kurze Texte, die Wolfgang Herrndorf (1965 – 2013) vor seinem Tod nicht mit „unbesehen löschen“ stempelte oder selbst vernichtete. Die Herausgeber bringen laut Nachwort…

Buchkritik: Eine Kindheit in Niederbayern, von Wolfgang Schmidbauer (1987) – 8 Sterne

In der ersten Hälfte beschreibt Wolfgang Schmidbauer frühe Kindheitsjahre gleich nach dem 2. Weltkrieg im niederbayerischen Weiler Deindorf, dann die weitere Kindheit in Passau mit ähnlicher Atmosphäre. Wolfgang Schmidbauer bei Amazon (Werbe-Link) Schmidbauer liefert sehr genaue Eindrücke: die Rivalität unter Brüdern und unter den Dorfjungs, das Wirtschaften auf dem Hof, das schlichte Leben der bäuerlichen…

Buchkritik: Mit dem Moped nach Ravenna, von Wolfgang Schmidbauer (1994) – 7 Sterne

Dieses Pubertier dampft, tropft, mieft. Schonungslos psychoanalysiert Wolfgang Schmidbauer sein Jungmann-Ich, mit viel Bipfi, Onanie, fernem Schmachten, Frauenfantasien, Verwirrung, Straßendirne, Führerscheinprüfung, katholischen Konflikten, Jungsrivalität, Fiesheit und Geltungssucht sowie stürmischem Drang zu „Kunst…, zu der ich unverfroren meine Gedichte rechnete“. Ergüsse triefen saft- und versförmig. Schmidbauer beschreibt sich äußerst unschmeichelhaft, ist aber womöglich realistisch. „Sehnsucht, Weltschmerz“…

Buchkritik: Die Seele des Psychologen, von Wolfgang Schmidbauer (1994) – 7 Sterne

Wolfgang Schmidbauer (*1944) schreibt unaffektiert bildhaft. Etwa: Mir fehlte die Begabung meines Bruders. Er konnte aus einem Gewimmel von Widerständen, Kondensatoren und Röhren ein funktionierendes Radio bauen. „Autobiografisch“ oder „autofiktional“ dürfen m.E. nur Wolfgang Schmidbauer und John Updike schreiben, bei anderen wird’s Geseiche. Auch Dativ-e ist kein Thema („im Land“). Affektiert klingt Schmidbauer jedoch eventuell…

Besprechung: Schadenfreude, A Love Story, von Rebecca Schuman (2017) – 4 Sterne

Dies ist der Lebensweg einer US-Germanistin, kein Buch über Amis und Deutsche in Deutschland. Die US-Amerikanerin Rebecca Schuman hat eine (S. 212*) all-consuming love for the German canon… A reverence that hovered somewhere between religious and sexual ecstasy Zuerst verfällt sie Kafka („the German language’s most famous writer“), später auch Thomas Mann, Wittgenstein und anderen…

Buchbesprechung: Aus dem Leben eines Lohnschreibers, von Joseph von Westphalen (2008) – 6 Sterne

„Lohnschreiber“ sind manchmal auch „Zeilenschinder“: Joseph von Westphalen (*1945) quasselt und quasselt hier, von Hölzchen auf Stöckchen, schmückt aus, schiebt ein, imaginiert, reminisziert, selbstgefällig, geschwätzig, ja logorrhoisch kommt und kommt er nicht zum Ende. Hat man eine Geschichte endlich durch, stehen ganz am Buchende noch mal  separate Anmerkungen dazu – mehrfach mit dem Hinweis, dass…

Kritik Sachbuch: Der fremde Deutsche, von Umeswaran Arunagirinathan (2017) – 5 Sterne

Der Autor, mit 12 aus Sri Lanka geflüchtet, heute dunkelhäutiger Herzchirurg in Deutschland, hat mit ausländerfeindlichen Patienten zu tun, die er darum besonders aufmerksam betreut, und scheitert an vielen Disko-Türen. Tolle Unterstützung bekommt er andererseits auch. Dieses Buch über einen südasiatischen Flüchtling in Deutschland beginnt in…  London, und dort lernen wir schlagartig zu viele Familienmitglieder…

Lese-Eindruck: Die Titanic und Herr Berg, von Kirsten Fuchs (2005)

Kirsten Fuchs auf Amazon (Werbe-Link) Kirsten Fuchs textet aufdringlich prollig und wortgewaltig: Ich schreibe „Die Welt ist scheiße und kacke“ auf Rosenblätter. Sags durch die Blume. Kirsten Fuchs ist so verliebt in ihre Sprachkreationen und kalkulierten Tabubrüche (Selbstbefriedigung mit brennender Kerze, Selbstbefriedigung mit Tempotuch), dass ihre zwei Ich-Erzähler von Hölzchen auf Stöckchen kommen, die Handlung…

Kritik Sachbuch: Wann sind wir wirklich zufrieden, von Martin Schröder (2020) – 7 Sterne

Nur Statistik, Empirie, Zahlen und Fakten, Fakten, Fakten – statt Esoterik, Pycho- und Philosophiegedöhns, und das in einfacher Sprache: dies Sachbuch ist nach meinem Geschmack. Mit dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) hat Soziologieprofessor Martin Schröder fantastische Daten von 1984 bis 2017, die er nach vielen Kriterien auswertet: Wie bestimmen die großen Lebenskalamitäten – Familie, Arbeit, Wohnen…

Buchkritik: Ein Mann der Kunst, von Kristof Magnusson (2020) – 4 Sterne

Kristof Magnusson liefert hier wieder reizvolle Einblicke in selten literarisierte Bereiche – nicht nur in den Kunstbetrieb, sondern auch in öffentliche Gremien und in Baustellen aus Architektensicht. Der Autor spießt deutsche Sprachmoden hübsch auf: ein E-Zigaretten-Start-up heißt Dampferando, ein Kunstmagazin Visualitäten, die Jungwinzer sind die Weinpiraten. Kristof Magnusson bei Amazon (Werbe-Link) Magnusson liest sich federleicht,…

Kritik Biografie. Heinrich Heine, von Jan-Christoph Hausschild u. Michael Werner (1997) – 6 Sterne

Die Sprache ist nicht direkt professoral oder zu verschachtelt, aber doch im ersten Teil glanzlos und nicht achtsam leserfreundlich. Immerhin gibt es Sätze mit über 60 Wörtern (z.B. S. 59*, „Das hinderte ihn aber nicht…“). Der zweite Teil (Paris) ist keine Chronologie, sondern eher eine Aufsatzsammlung. Auf Amazon: Heinrich Heine | Heinrich Heine Biografie |…

Kritik Biografie. Heinrich Heine, von Christian Liedtke (1997, 2006, rororo Monografie) – 7 Sterne

Christian Liedtke (*1964) schreibt ruhig und flüssig, unprofessoral und uneitel. Er baut viele kursivierte Heine-Zitate ein, die generell pfiffig, frech und liebenswert klingen –  Heinrich Heine (1797 – 1854) hatte hörbar Herz, Hirn und Hormone am rechten (linken) Fleck. Liedtke zitiert vor allem die Briefe Heines und seiner Zeitgenossen (es gibt 862 Endnoten mit Quellenangaben),…

Leseeindrücke: Heine für Boshafte (insel-Verlag 2008) – Heinrich Heine Mit scharfer Zunge (dtv 1997)

Heinrich Heine Mit scharfer Zunge (dtv) Die „999 Aperçus und Bonmots“ sind teils nur ein bis drei Zeilen – im Schnitt deutlich kürzer als bei Heine für Boshafte und damit für mich noch weniger gut verdaulich. Heine-Biograf Jan Christoph Hauschild (in meiner 1997er-Ausgabe innen „Hausschild“) kuratierte und benachwortete das Zitat-Stakkato. Quellen und Zusammenhänge nennt er…

Kritik Roman, Essay: Hintergrund für Liebe, von Helen Wolff, Marion Detjen (2020) – 8 Sterne

Ich mag pathosfreie Romane über Liebe, ich mag Mediterranien; und ich mag Schriftstellerbiografien, sofern die Protagonisten auch außerhalb der Schreibstube was erlebten. All das bekomme ich hier luftig leicht, frisch und lebendig. Fein. Dichtung Im Roman Hintergrund für Liebe schildert Helen Wolff ihr südfranzösisches Liebes- und Landleben schmalzfrei mit Herz, feinsinnig, mild selbstironisch, unaufdringlich originell…

Kritik Sachbuch: Die Schönheitsgalerie König Ludwigs I., von Gerhard Hojer (1979) – 7 Sterne

Die sehr faktenreiche, dichte Einführung erklärt die ursprüngliche Hängung der Bilder im Festsaalbau der Münchner Residenz, zeigt ein Foto von 1937 und zum Vergleich eine Schönheitengalerie aus Versailles. Der Autor nennt andere Portraitsammlungen Ludwigs (Künstler, Wissenschaftler, teutsche Helden) und andere Schönheiten- und „Mätressengalerien“ seit der Antike, zum Teil vielleicht Inspiration für Ludwig I. Auf Amazon:…

Kritik Roman. Daniela Krien: Irgendwann werden wir uns alles erzählen (2011) – 7 Sterne

Daniela Krien erzählt eine runde, klare Geschichte – Ort, Zeit und (ab dem dritten Kapitel) das Personal sind in sich geschlossen überschaubar. Das Buch endet, wiederum stimmig, mit einer abrundenden Vollbremsung. \᛫/\o/ Auf diesem Bauernhof in der thüringischen Provinz leben drei Generationen unter einem Dach, leicht gepatchworkt. Die Atmosphäre mit harter körperlicher Arbeit, großen Tischrunden…

Kritik Roman. Daniela Krien: Die Liebe im Ernstfall (2019) – 7 Sterne

  Daniela Krien schreibt flüssig in betont einfachem, klarem Deutsch, das nie schwach klingt – stark. Sie verbindet die Leben und Buchabschnitte der fünf Protagonistinnen geschickt und reizvoll. Allerdings kommt die erste Protagonistin, Paula, gegen Ende abhanden, ein Mangel. Die Autorin liefert kaum Verallgemeinerungen, Reminiszenzen und Blabla, sondern jederzeit konkrete Handlung und Dialog. Dabei nicht…

Kritik Sachbuch. Dagmar von Gersdorff: Marianne von Willemer und Goethe, Geschichte einer Liebe (2003) – 3 Sterne

Dagmar von Gersdorff scheint die Goethe-Marianne-Geschichte als bekannt vorauszusetzen: Sie erzählt mit vielen kleinen, irritierenden chronologischen Sprüngen. Fragen bleiben immer wieder offen, und der Leser kann nur hoffen, dass die Autorin verblüffend gekappte Erzählstränge später wieder aufgreift. Ich kenne einige Biografien und weiß, dass deutsche B-Promis oft schlecht biografiert werden (meist schlechter als angelsächsische B-…

Lese-Eindruck Sachbuch. Elisabeth Binder: Im Prinzip Liebe. Goethe, Marianne von Willemer und der West-östliche Divan (2019)

Die Journalistin und Belletristin Elisabeth Binder schreibt sehr eigenwillig. Kenntnisreich zitiert sie andere Künstler, Werke und Zeiten. So referenziert sie Johann Sebastian Bach, Heinrich Heine, Napoleon, Hamlet, Thomas Manns Lotte in Weimar, Goethes Urpflanze/Römische Elegien/Sizilien-Erlebnisse/Farblehre/Wahlverwandtschaften/Liebesgedichte des 22jährigen – Nichtprofessoren schwirrt der Kopf. Etwas spöttisch tönt Binder auf Seite 102: Dass ohne die Erläuterungen eines Kommentars…

Kritik Doppelbiografie. Hazel Rosenstrauch: Wahlverwandt und ebenbürtig, Caroline und Wilhelm von Humboldt (2009) – 5 Sterne

Rosenstrauch erzählt teils sehr subjektiv, sie springt v.a. in den ersten Kapiteln zwischen Zeiten und Personen, es wirkt vielleicht „persönlich“, aber gewiss unübersichtlich: So bringt sie auf S. 26* einen 70-Wörter-Satz mit rund zwölf gutteils nicht eingeführten und auf unterschiedliche Art verflochtenen Personen („Karoline von Wolzogen, die Schwester von Charlotte Schiller, die zur Ehe des…