Autorenname: Hans

Ulrike Siegel Bauernhof Dorf

Sachbuchkritik: Ein Hof und elf Geschwister, von Ewald Frie (2023) – 7/10

Ewald Frie schreibt eher allgemein über Veränderungen in der münsterländischen Landwirtschaft seit 1945 (in der Buchmitte mit einer ermüdenden Rückblende bis ca. 1817), gestützt auf ausführliches Quellenstudium. Seine sozialhistorischen Erkenntnisse garniert Frie mit Erfahrungen der eigenen Familie samt Zitaten seiner zehn Geschwister, die aus unterschiedlichen Jahrzehnten berichten. Aber die Frie-Geschwister treten kaum als Individuen hervor,…

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Buchkritik: Michel aus Lönneberga – Michel in der Suppenschüssel (1963, 1 von 3) + Michel muss mehr Männchen machen (1966, 2 von 3) + Michel bringt die Welt in Ordnung (1970, 3 von 3) – 7/10

Es sind nicht nur platte Schwänke. Die Kurzgeschichten bieten eine gewisse Substanz und Erdung, ich habe öfter gelacht und geschmunzelt. Astrid Lindgren kredenzt auch interessante Missverständnisse und Ambiguitäten. Gelegentlich liefert Astrid Lindgren Querbeziehungen und Fortsetzungen einzelner Episoden zwischen verschiedenen Geschichten, vor allem im dritten Band. Amazon-Werbelinks: Michel aus Lönneberga | Astrid Lindgren  | Erich Kästner…

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Romankritik: Freedom, von Jonathan Frantzen (2010) – 7/10

Fazit: Das ist kein großes Buch: Die quälend belehrenden Seiten über Umwelt, Vogelwelt, Bevölkerungswachstum und Irakkrieggeschäfte irritieren ebenso wie die verkrampften Rückblenden viele Jahrzehnte zurück gegen Buchende, als ob der Autor schnell noch was nachtragen müsste (auf das niemand wartete). Gleichwohl unterhält der Roman prima: Ich schätze psychologische Genauigkeit, zwischentonreiche Dialoge, den Verzicht (meist) auf…

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Romankritik: Hotel du Lac (1984), von Anita Brookner – 6/10

Beim Einstieg übertreibt Anita Brookner die Heimlichtuerei: unentwegt vermisst die alleinreisende Hauptfigur Edith Hope einen gewissen David; und die Autorin deutet eine Missetat der Hauptfigur an (“that other business”), die ihre Flucht von England ins Genfer Hotel du Lac auslöst – Näheres erfährt der Leser erst ab Seite 118 von 184 in einer harten, überraschenden…

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Leseeindruck Matthias Politycki: Alles wird gut (Roman 2023)

Die ersten 50 Seiten lesen sich, als ob Matthias Politycki ganz viel äthiopische Landeskunde und Reiseerlebnisse ins Buch packen wollte, sehr zu Lasten der Handlung. Man hört von allerlei Regionen, Volksstämmen, Pflanzen, Tieren, Tigray und Felsenkirchen, in verwirrend geschachtelten Rückblenden; zwei Landkarten gibt es auch. Zwischendurch wird eine Frau geschlagen, sympathisch ist keine Figur, das…

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Thailand

Rezension historische Biografie: Siamese White, von Maurice Collis (1936) – 6/10

Das ist, wortwörtlich, eine Räuberpistole: wir lernen viel über Samuel White, königlich bestellter Hafenvorsteher im damals siamesischen Mergui und zugleich Großpirat auf eigene Rechnung. Wir erfahren ein bisschen von der East India Company in Madras, vom siamesischen König Narai und seiner Verwaltung in Ayutthaya und vom englisch-französischen Ringen um Macht in Süd- und Südostasien. Doch…

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Vergleich Taschen für Fahrradflaschenhalter: Rockbros, Bluechain, Epessa

Die kleinen Taschen für den Fahrradflaschenhalter beurteile ich nach ihrem Eindruck beim Auspacken, nicht nach dem Ausprobieren unterwegs. Amazon-Werbelinks: Rockbros | Bluechain | Epessa | Tasche für Flaschenhalter allg. Rock Bros: Innen etwas aufwändiger und vielseitiger unterteilt als die beiden Konkurrenten. Außen aufwändig zerklüftet gestaltet und glatteres Material, dass sich vermutlich leichter entstauben lässt. Reißverschluss-Abdeckung…

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Napoleon

Rezension historisches Sachbuch: 1813, von Günter Müchler (2012) – 5/10

Günter Müchler beschreibt nicht nur das titelgebende Dresdner Treffen Napoleon-Metternich 1813. Er liefert ausführlicher noch Biografien der antagonistischen Staatslenker. Müchler erzählt dies jedoch nicht systematisch und für Neulinge, sondern setzt immenses Vorwissen heraus; es klingt wie gerafft Bekanntes, das ein Geschichtsnerd seinen gelehrten Zuhörern kurz ins Gedächtnis rufen möchte – wer Amiens, Preßburg, Tilsit, Austerlitz,…

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Kritik Kurzgeschichten aus: Wozu wollen Sie das wissen?, von Alice Munro (2006, engl. The View from Castle Rock) – 7/10

Die Geschichten sind wohl weniger fiktional als üblich – aber auch nicht pur faktisch, keine eidesstattlichen Versicherungen. Alice Munro schreibt im Vorwort:  I was doing something closer to what a memoir does – exploring a life, my own life, but not in an austere or rigorously factual way. I put myself in the center and…

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Kritik Kurzgeschichten aus: Glaubst du, es war Liebe?, von Alice Munro (1990, engl. Friend of My Youth) – 7/10

Wiederkehrende Themen: Todkranke Mütter und ihre erwachsenen Töchter; die Sexualität erwachsener Frauen, speziell der alleinstehenden oder mit einem kranken Mann; Untreue in Beziehungen; relativ schwache Männer (ausnahmsweise besonders starke); hartes Landleben in Kanada; religiöse Gruppierungen und ihr Lebensstil Bei vielen Büchern denke ich, man hätte kompakter formulieren können – Adjektive weglassen, umständliche Nebensätze als Substantivierung…

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Romankritik: Brooklyn, von Colm Tóibín (2009, Eilis Lacey 1) – 8/10

Jeder einzelne Satz hat Bedeutung – ist voll Zeitkolorit, Psychologie, Zwischentönen, jedoch ohne aufdringliche Symbolik. Dabei schreibt Colm Tóibín unaufdringlich leicht lesbar. Tóibín schildert nur Alltagsdinge, verzichtet weitgehend auf unglaubliche Zufälle und implausibles Verhalten (eine etwas romanhafte transatlantische Plotsymmetrie und überraschende Verwandtschaft gegen Ende sind noch nicht zu weit hergeholt). Selten fühlte ich mich so…

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Romankritik: Long Island, von Colm Tóibín (2024, Eilis Lacey 2) – 7/10

Colm Tóibín zieht den Leser tief hinein in zwei Biotope: Eine Großfamilie auf Long Island mit italienisch-irischem Migrationshintergrund eine konservative irische Kleinstadt, in der jeder alles über jeden weiß / wissen möchte / zu wissen glaubt Etwas aufdringlich erzeugt der Autor Spannung: Gleich zu Beginn platzt in das vermeintliche Großfamilienidyll in Long Island eine Ehebruchiade…

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Thailand

Kritik Memoir: No Babylon, A Hongkong Scrapbook, von Peter Moss (2006) – 6/10

Schreiben kann Peter Moss, Anekdoten, wenn sie denn kommen, sitzen punktgenau, ich habe auf den ersten Seiten mehrfach laut gelacht. ”Naturellement,” i cautiously replied. Peter Moss liefert einige köstliche Anekdoten aus dem Filmgeschäft, er beschreibt außerdem: US-Soldaten, Antiquitätenhändler, Stadtplanung, Hongkong auf zwei Expos, Naturkatastrophen, seine  Wochenenddimizile auf dem Inselchen Ma Wan, unbotmäßige Hongkong-Regenten verflossener Jahrhunderte,…

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Romankritik: Rheinblick, von Brigitte Glaser (2019) – 5/10

Die Dialoge klingen hölzern, die Verwicklungen schwer nachvollziehbar, ebenso die Zufälle. Und sprachlich ist das schlechter als eine buchmarktüblich lieblose Übersetzung. Dabei hat Brigitte Glaser reizvolles Personal: eine Kneipenwirtin, einen Taxifahrer-Studenten, Willy Brandt im Krankenzimmer mit Logopädin und Horst Ehmke, in Nebenrollen Helmut Schmidt und Schäuble. Auf den letzten Seiten listet Brigitte Glaser ihre historischen…

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Ulrike Siegel Bauernhof Dorf

Buchkritik: Was die Dörfer einst zusammenhielt, von Ulrike Siegel (2022) – 7/10

18 Dorfbewohner aus Deutschland, geboren etwa zwischen 1951 und 1964, erzählen in 19 Geschichten von ihren frühen Kindheitsjahren auf dem Dorf – oder von ihren Großeltern, dann geht es bis in die 1930er Jahre zurück. Oft geht es um Bauern, aber auch um die arme Schneiderin Omi Anni, den fahrenden Höker Alwiss und die bescheidene…

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Leseeindruck Roman: Nagasaki, ca. 1642, von Christine Wunnicke (2010)

Die Figuren verhalten sich so bizarr, und es gibt so exotische Ausdrücke, dass ich gerne wüsste, ob das erfunden oder historisch belegt ist. Man erfährt es nicht. Amazon-Werbelinks: Christine Wunnicke | Japan | Tokio Christine Wunnickes Protagonisten agieren willkürlich und nicht nachvollziehbar; die Versuche in Richtung lustig scheitern auch. Das deutsche Feuilleton ist natürlich hingerissen…

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Kritik Sachbuch: Polarliebe. Leidenschaftliche Briefe und Geschichten aus dem ewigen Eis, von Sigri Sandberg und Anders Bache – 4/10

Und wirst du nicht kommen, so werden wir uns doch wiedersehen. Eva Nansen an Fridtjof (Seite 52) Fazit: Sprachlich schwach, viele Kapitel ohne direkten Bezug zu einem der Pole, sondern nur irgendwie weit nördlich angesiedelt, und ohne Drama, entgegen dem Untertitel teilweise fast ohne Briefzitate. Viele Geschichten erfüllen nicht die Erwartungen, die Buchtitel und Untertitel…

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Romankritik: Die Reisen des Mister Leary, von Anne Tyler (1985, engl. the Accidental Tourist) – 5/10

Ja, ich habe gelacht. Es gibt Slapstick, Situationskomik und Dialogkomik. Anne Tyler karikiert den Eigenbrötler, der gern Abstand wahrt, zunächst sehr gut. Sie liefert reizvolle Details, macht meist nicht zu viel Worte, treibt die Handlung, die Dialoge sitzen. Das gilt aber nur für das erste Drittel. Danach wird es zu plaudertaschig und zu gefühlig, samt…

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Romankritik: Die Hochstapler, von Tom Rachman (2023, engl. The Imposters)– 6/10

Tom Rachman formuliert 1A. Er erfindet 1A Dialoge. Kleine Szenen und originelle, charakterstarke Persönlichkeiten. Doch am übergeordneten Plot scheitert Tom Rachman – ein unübersichtliches Figurenkabinett sucht vergeblich den Handlungsbogen, selbst wenn Figuren über mehrere Geschichten hinweg wiederkehren. In der Rahmenhandlung bringt eine alternde Schriftstellerin ein paar letzte Texte zu Papier; die werden wie Kurzgeschichten in…

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Romankritik: Maigret amüsiert sich, von George Simenon (1956, frz. Maigret s’amuse) – 7/10

Das ist unterhaltsam komponiert: Erschöpfung zwingt Kommissar Maigret zum Urlaub in der eigenen Stadt; und so verfolgt er nur aus der Zeitung einen Mordfall in Paris, einmal bringt eine Infotafel im Kinovorprogramm die Handlung voran. Erst gegen Ende ermittelt Maigret durch ein Telefonat mit verstellter Stimme kurzzeitig selbst. Maigrets Überlegungen werden durch Unterhaltungen mit Madame…

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Romankritik: Die Katze, von Colette (1933, frz. La Chatte) – 7/10

Der blonde Jüngling Alain, wen liebt er mehr? Seine junge, schöne Frau Camille? Oder seine schnurrige, schöne Kartäuserkatze Saha? Camille unterdrückt ihre Eifersucht kaum; Saha auch nicht. Es kommt zum Zickenkrieg. Auf Dreivierteln des Buchs passiert nicht viel, außer dampfig-schwüler Atmosphäre und Alains verliebtem Sinnen über Katze und Frau. Handlung und Spannung kommen erst im…

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Buchkritik: Unheile Heimat, von Annemieke Hendriks (2009) – 7/10

Fazit: Die Autorin liefert interessante Einblicke in entlegene Winkel Europas, in denen Kulturen und Sprachen aufeinandertreffen – in Dörfern und Regionen sowie in einzelnen Familien. Ihr Stil ist zu wohlmeinend didaktisch, zudem schreibt sie zeitweise zu Banales, produziert Stilblüten und Tippfehler. Die komplexen Familienverhältnisse und die verschlungenen Wege der Akteure zwischen Ländern, Regionen und Tätigkeiten…

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Buchkritik: Tomaten, von Annemieke Hendriks (2017) – 7/10

Annemieke Hendriks liefert viele interessante Einblicke in die industrielle Tomatenzucht Europas und räumt mit Nachhaltigkeitsmythen auf. Sie schreibt leicht lesbaren Reportagestil: unentwegt erzählen Forscher, Züchter und Glashaukonstrukteure Lehrreiches in direkter Rede. Viele Schwarz-Weiß-Bilder kommen hinzu, allerdings keine Statistiken und Infografiken – entsprechende Zahlenkolonnen fasst Hendriks in Worte. Amazon-Werbelinks: Tomaten-Buch | Annemieke Hendriks | Landwirtschaft Europa Annemieke Hendriks (*1956)…

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Kritik Geschichtsbuch: Rebels against the Raj, von Ramachandra Guha – 7/10 (2022, über Weiße im indischen Unabhängigkeitskampf)

Der bekannte indische Historiker und Gandhi-Biograf Ramachandra Guha porträtiert sieben Amerikaner, Engländer und Iren, die in Indien gegen die englische Kolonialherrschaft arbeiteten und deswegen Zeit im indischen Gefängnis verbrachten; nur wer einsaß, gelangte ins Buch. (Auf den Seiten 330 und 413ff listet Guha allerlei weitere Engländer, die für die indische Sache kämpften.) Einige dieser vier…

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Romankritik: Rosina, von Walter Kappacher (1978, 2010) – 7/10

Walter Kappacher beschreibt eindrucksvoll die freudlose, kleinbürgerliche und neiderfüllte Atmosphäre in Kleinstadtbüros – im Reisebüro und in der Etage über einem Autohaus –, bis hin zum strapaziösen Rumpeln der Olivetti. Hauptfigur Rosina lässt sich herumschicken, ausnutzen und wagt kaum Widerspruch. Dieses muffige Milieu kann den Leser herunterziehen. Auch dass  Protagonistin Rosina sich dumpf ergeben vom…

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Kritik Kurzgeschichten: Der Zitronentisch, von Julian Barnes (2004, engl. The Lemon Table) – 7/10

Gesamteindruck: Die Kurzgeschichten handeln vom Älterwerden, bis zur Demenz, an ganz unterschiedlichen Orten in unterschiedlichen Jahrhunderten und Gesellschaftsschichten. Julian Barnes beobachtet sehr genau und schreibt oft kunstvoll sparsam – so wie eine seiner Figuren „simple, hard, true” sprechen möchte. Andererseits textet Julian Barnes je nach Kontext gern extravagant: cartilaginous… waxy grottoes ((das Ohr-Innere)) Außerdem Wiederkehrendes:…

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Kritik: Pygmalion, Theaterstück von George Bernhard Shaw (1913) – 7/10

Das Theaterstück hat witzige Dialoge, markante Charaktere und eine pfiffige Grundidee. Bernard Shaws Ideen von Klassismus und Antimaskulinismus klingen aber zu belehrend durch. Unrealistisch ist die Geschichte zudem – “exceedingly improbable” laut Shaws eigenem “Sequel”. Dieses Drama wirkt überdies mehr wie ein Roman in Dramenform, es scheint in der Originalfassung schwer aufführbar mit Straßenszenen im…

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Kritik Theaterstück: Frau Warrens Beruf, von Bernard Shaw (1894, engl. Mrs Warren’s Profession) – 6/10

Das Stück hat amüsante Dialoge, einige Wendungen und regt zum Nachdenken an. Im letzten Akt verblüfft der Wechsel von komfortablen Landgütern in ein schlichtes Stadtbüro. Bernard Shaws Drama klingt jedoch auch künstlich und konstruiert. So sagt  Herbert Geisen im Nachwort der reclam-Ausgabe: Immer wieder durchbricht er die realistische Darstellungsweise, um den Parabelcharakter des Stücks herauszustellen…

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Romankritik: Das Liebespaar des Jahrhunderts, von Julia Schoch (2023) – 7/10

Wenn Frauen zu sehr lieben, dann nennen sie ihre Selbstanamnese: Das Liebespaar des Jahrhunderts; heißen müsste die erste Buchhälfte: Die Liebesglucke des Jahrhunderts. Den späteren Zerfall der Beziehung beschreibt Julia Schoch dagegen stimmig. Und gegen Ende beleuchtet sie Ereignisse der ersten Buchhälfte in anderem Licht. Amazon-Werbelinks: Julia Schoch | Daniela Krien | Svende Merian Julia…

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Romankritik: Das glückliche Paar, von Naoise Dolan (2023, engl. The Happy Couple) – 5/10

Fazit: Die Erzählerin und ihre Figuren klopfen zunächst supercoole Sprüche mit scharfen Beobachtungen. Sie schlafen mit Männern und Frauen durcheinander und diskutieren Sex wie einen komplizierteren Zündkerzenwechsel. Dazu bringt Naoise Dolan interessante Details aus dem Leben von klassischen Musikern. Die zweite Buchhälfte entgleist als abgeschmackte, verunglückte RomKom und zieht den Gesamteindruck in die Tiefe. Amazon-Werbelinks:…

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Handyfotos: Verwandeln Sie GPS-Geodaten in IPTC-Ortsangaben und IPTC-Stichwörter mit GeoSetter und mit AnyTag in Lightroom Classic

Aus den GPS-Geodaten in Fotodateien (z.B. in Handyfotos) kann man je nach Software Text-Angaben ableiten, die nach der weit verbreiteten IPTC-Norm in den Bilddateien gespeichert werden: die korrekten Einträge für die IPTC-Felder „Ortsdetail“ (falls vorhanden), „Stadt“, „Bundesland“, „Land“, „ISO-Ländercode“, also zum Beispiel Centro District – Córdoba – Provincia de Córdoba – Spanien – ES außerdem…

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