Lese-Eindruck Ana Iris Simón: Mitten im Sommer (2022)
Schwatzhaft. Sprunghaft. Selbstgefällig. Oberflächlich. Vulgär. Amazon-Werbelinks: Spanien, Ana Iris Simón
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Schwatzhaft. Sprunghaft. Selbstgefällig. Oberflächlich. Vulgär. Amazon-Werbelinks: Spanien, Ana Iris Simón
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Die unfassbare Machtfülle und die absurde, fast kritiklose Anbetung des äthiopischen Königs Haile Selassie faszinieren und interessieren vorübergehend. Dann jedoch wird die Bizarrerie repetitiv und sinnlos. Ryszard
Lese-Eindruck König der Könige, von Ryszard Kapuściński Weiterlesen »
Die Autoren berichten von einem zutiefst undemokratischen, korrupten und brutalen Land – eine Bananenrepublik. Sie schreiben dicht und Blabla-frei, zugleich noch gut lesbar, jedoch ohne packende Narrative
Fazit: Carl Bock (1849 – 1932) bringt interessante Begegnungen und Erlebnisse vor allem in Bangkok, Nordthailand, Laos. Die völkerkundlichen Passagen sind jedoch weitaus zu ausführlich; Holzschnitte in
Fazit: Orhan Pamuk liefert eher allgemeine Istanbul-Kunde, erzählt weniger aus seinem Leben, und selten richtig konkret story-artig, sondern eher zusammenfassend. Er reiht überwiegend Istanbul-Assoziationen ohne direkten Bezug
Fazit: Das Beste an dieser Biografie ist der Protagonist, dessen Leben und Kunst gleichermaßen faszinieren. Biograf Tobias Rüther erzählt leicht lesbar, mild feuilletonistisch, mit ein paar sprachlichen
Biografie-Kritik: Herrndorf, von Tobias Rüther (2023) – 7 Sterne Weiterlesen »
Richardson schreibt salopp und entschlackt, ohne ein überflüssiges Wort. Wie in den Vorgängerbänden positioniert sich John Richardson dezidiert meinungsfreudig, speziell bei sexuellen Konnotationen in Picasso-Werken: irresistibly phallic…
Fazit: W.S. Bristowe schreibt sehr lesbar, fast jovial ironisch, und er berichtet teils von Louis Leonowens, teils von anderem Bemerkenswerten, das ihm bei der Recherche unterkam –
Fazit: Fritz Bauer ist eine hochinteressante Figur der Zeitgeschichte und Ronen Steinke ein interessanter Journalist und Jurist mit ungewöhnlichem Profil. Doch dies ist keine große Biografie. Sie
Kritik Sachbuch: Fritz Bauer, von Ronen Steinke (2014) – 6/10 Weiterlesen »
Psychologin Lori Gottlieb mixt eigenes Liebesunglück und den resultierenden Psychologenbesuch mit den Psychologiepatienten, die zu ihr kommen – zur Psychologin, die selber zum Psychologen geht. Dazu erzählt
Fazit: Christian Graf von Krockow schreibt durchgehend flüssig und lesbar, fast charmant. Die vielen oft ganzseitigen, gut reproduzierten SW-Abbildungen  – Fotos, Gemälde, Karikaturen, Handschriften – samt extra-langen,
O-Töne: Das Besondere: Jonathan Steinberg bringt erklärtermaßen (S. 20) sehr lange Zitate von Bismarck und Weggefährten, um so die Figuren und ihre Zeit lebendiger zu machen –
Kritik Biografie: Bismarck, Magier der Macht, von Jonathan Steinberg (2011) – 7/10 Weiterlesen »
Wer sich für Dorf und Landwirtschaft in Deutschland interessiert, bekommt hier Fakten plus Geschichte noch und nöcher. Warum ich das Buch trotzdem nicht ganz las: Werner Bätzing
Der Dreiviertelkilo-961-Seiten-Ziegel fesselte mich nicht. Judith Thurman berichtet viel Klein-klein, das höchstens klatschsüchtige Colette-Kusinen interessiert, mit einem schwindelmachenden Figurenkarussell. Dazu kommen wunderliche Statements der Biografin (also kein
Lese-Eindruck: Colette. Roman ihres Lebens, von Judith Thurman (2001) Weiterlesen »
Wie monetarisiert man die 2012er Teilnahme an einer ornithologischen Gruppenreise nach Papua-Neuguinea? Man erfindet ein paar Kapitel über die historische Tropenreise eines berühmten Malers und verschneidet diese
Buchkritik: Nolde und ich. Ein Südseetraum, von Hans Christoph Buch (2013) – 3/10 Weiterlesen »
Geert Mak schreibt ein fast ideales Sachbuch: Faktensatt, ohne Blabla, sehr flüssig. Er mischt allgemeine Schilderungen gut mit Einzelschicksalen und flicht gelegentlich Landschaftsimpressionen ein. Maks Bericht entwickelt
Kritik Sachbuch: Wie Gott verschwand aus Jorwerd, von Geert Mak (1996) – 8/10 Sterne Weiterlesen »
Ein hochinteressanter Charakter hat ein hochinteressantes Leben in einer hochinteressanten Zeit. Er und seine langjährige Bühnen- und Lebenspartnerin reden darüber ausführlich und „auf das Freundlichste“ (Nachwort) mit
Alanna Nash arbeitet gut heraus, wie Elvis-Manager „Colonel Tom Parker“ schon als Kind fürs Showgeschäft schwärmte: Er präsentierte verbotswidrig Kunststückchen im Pferdestall des Vaters, jobbte bei Zirkus
Schneider schreibt kraftvolles, knackiges Deutsch. Er schreibt sehr kompakt und verdichtet; man kann nichts streichen, ohne gleichzeitig Information zu verlieren. Sein Buch ist voller Fakten und interessanter
Sachbuch-Kritik: Wolf Schneider, Speak German (2008) – 7 Sterne Weiterlesen »
Dies ist die 1. Auflage von Oktober 2022, und eine erste Auflage ist nie ideal (ich war vor Ort Dez-Januar 2022-23). Auf jeden Fall liefert das MM-Buch
Peter Dausend und Horand Knaup liefern interessante Einblicke in die deutsche Politik – auch in wenig bekannte Gefilde wie die Beziehungen Abgeordneter-Mitarbeiter oder Abgeordneter-Partner (ich gendere nicht).
Fazit: Malte Herwig schreibt keine Biografie, sondern eine lange Reportage, eine unkritische Anhimmelung, in der fast nur Françoise Gilot und der Reporter zu Wort kommen. Gilot redet
84, Charing Cross Road ist ein kauziger, zunehmend persönlicher Briefwechsel zwischen der exzentrischen, buchversessenen Helene Hanff in New York und einem Londoner Antiquariat zwischen 1949 und 1969.
Regina Dieterle berichtet zu ausführlich von Theodor Fontanes Eltern und Großeltern, auch von Napoleon, Preußen und Sachsen. Immerhin schreibt sie meist lebendig und wissenswert für Geschichtsinteressierte. Sie
Kritik Biografie: Theodor Fontane, von Regina Dieterle (2018) – 7 Sterne Weiterlesen »
Dies ist teils Autofiktion, teils Huertofiktion. Beides nervt. Denn sonst ist es nichts. Irgendetwas über Landflucht, Klimawandel, persönliche Abenteuer, demografischen Wandel, Bürgerkrieg, Tourismus, spanische oder EU-Politik, Dorfsoziologie
Bill Buford praktiziert zunächst kurz bei französischen Starköchen an der US-Ostküste und verbringt dann den größten Teil seines Buchs in Frankreich – samt Frau und dreijährigen Zwillingen.
Bill Buford schreibt bestens lesbar, reportageartig, und vor allem zu Beginn mit Selbstironie, die mich oft kichern ließ*. Er gibt sich als naiver Koch-Sklave und schildert nicht
Carol Sklenicka schreibt einfühlsam, fast literarisch, gelegentlich mild psychologisierend und in melodischem, gut lesbarem Englisch. Sie bringt die Essenz Carverscher Kurzgeschichten in fast schlichten Worten stimmig auf
Fazit: Tom Buk-Swienty liefert weit mehr Fakten und Bilder als andere Biografen, und er nutzt neu erschlossene Quellen, vor allem zu Blixens Financier und Onkel Aage Westenholz.
Trotz aller Schwächen kann diese Walter-Spies-Biografie kaum ganz missglücken, denn Autor Michael Schindhelm hat fantastisches Ausgangsmaterial: Walter Spies‘ abenteuerliches Leben in Russland, Deutschland, auf Java und Bali
Fazit: Philip Siegel schreibt eingängig, leicht lesbar, meist reportage-artig im Präsens mit viel Dialog und ein paar überraschenden Details. Aber seine Akteure und ihr Hobby sind öde,
Kritik Sachbuch: Drei Zimmer Küche Porno, von Philip Siegel (2017) – 6 Sterne Weiterlesen »