Buch

Romankritik: Rose Royal, von Nicolas Mathieu (2019) – 3 Sterne

Das ist gutteils eine unrealistische Räuberpistole: Französische Angestellte ordert Feuerwaffe aus USA, spaziert damit wochenlang durch Paris, dann wird die Waffe zweimal geplant ausgerechnet in Kneipe und Luxushotel abgefeuert. Sonst noch? Auch im übrigen Romänlein bleiben Mathieus wenige Figuren unplausibel, außerdem wenig konturiert (abgesehen von Lucs vielgelobtem kantigem Gesicht). Dazu kommen Altklugscheißereien: Aus Isolation und…

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Kritik Arzt-Geschichten: Jetzt tut es gleich ein bisschen weh, von Adam Kay (2017, engl. This Is Going to Hurt) – 7 Sterne

Ex-Arzt Adam Kay (*1980) schreibt bitter, zynisch, trocken, derb, selbstironisch – so Fulminantes liest man selten. Humor, Tragik und Blutgefäße explodieren in diesem UK-Bestseller zugleich. Kay karikiert hart die Idiotie vieler Krankenhausbediensteter die Idiotie vieler Krankenhausbesucher die idiotischen Arbeitsbedingungen im NHS, dem englischen Gesundheitssystem und betont im Gegenzug immer wieder die eigene Empathie und Aufopferungsbereitschaft,…

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Kritik Roman und 2 Verfilmungen: Überredung, von Jane Austen (1817, engl. Persuasion) – 7 Sterne – mit Videos

Der Roman: Jane Austen plaudert elegant, markant und flüssig (im englischen Original; nicht in meiner mittelprächtigen Eindeutschung; s.u.). Sie schafft spannende soziale Situationen, lebhafte Dialoge und plastische Kulissen, ohne unrealistisch, melodramatisch oder aufdringlich symbolisch zu werden – es klingt fast wie genau beobachtete Gesellschaftsreportage oder nüchternes Tagebuch. Die Geschichte ist „erwachsener“ und weniger satirisch als…

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Lese-Eindruck: Jane Austen, A Reader, Ein Lesebuch, Hg. Eva Leipprand (2001, dtv 2012)

Herausgeberin und Übersetzerin Eva Leipprand bringt zweisprachige Auszüge aus Janes Austens bekannten Romanen wie Emma, Überredung, Verstand und Gefühl, Stolz und Vorurteil. Weitere Auszüge stammen aus Jane Austens weniger bekannten Werken und aus Austens Briefen, u.a. an ihre Schwester Cassandra. Leipprand bringt rund 25 bis 35 Seiten pro Roman. Die aus dem Zusammenhang gerissenen Passagen…

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Lese-Eindruck: Das Reich der Deutschen (2016, Spiegel-Buch, hgg. von Nils Klawitter, Dietmar Pieper)

Zu magazinig: Laut Inhalt stammen die 33 Beiträge von „Vorwort“ bis ‚“Preußen muss untergehen’“ von 20 Autoren (ich gendere nicht) (deshalb bin ich auch arbeitslos). Die Artikelsammlung erschien zuerst im Heft Spiegel Geschichte 3-2016 – und das ist gebraucht deutlich teurer als die Hardcover-Buchfassung. Ich hatte das Hardcover, und es wirkt zu magazinig: Die Aufsätze…

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Lese-Eindruck: Kulturgeschichte der Neuzeit, von Egon Friedell (1927-1931)

Insidergespräche: Die Kapitel in meinen Stichproben richten sich an Insider. Friedell liefert Kommentar und kein Lehrwerk, keine Grundlagen. Ein Beispiel: Über Martin Luther sagt Egon Friedell auf Seite 282: Luthers Jugendgeschichte hat einen wahrhaft dramatischen Charakter; sein Mönchsgelübde unter Blitz und Donner, sein Thesenanschlag, die Disputation zu Leipzig… große Szenen von welthistorischem Wurf und Gepräge…

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Romankritik, Filmkritik: Der Liebesbrief, von Cathleen Schine (1995, 1999, engl. The Love Letter) – 6 Sterne – mit Video

Der Roman (1995, 6 Sterne): Fazit: Cathleen Schine schreibt eine gedruckte romantische Komödie, fluffig, lustig, unrealistisch, etwas belanglos. Die Hauptfigur, Buchhändlerin Helen, ist Ü40, lässig, attraktiv, unliiert und produziert ebenso wie das andere Buchpersonal unentwegt coole Einzeiler – unplausibel, aber vergnüglich. Ein Beispiel (ich kenne nur das engl. Original): You read my mind even when…

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Kritik Dating-Memoir: Zum Glück gibt’s Anzeigen, von Christian Nürnberger (1993, 2002) – 3 Sterne

Top-Journalist Christian Nürnberger findet und heiratet die Studentin und spätere Top-Journalistin Petra Gerster per Print-Kontaktanzeige 1982 in der „Zeit“. Nürnbergers textet sein Buch über diese Eroberung flott, der Inhalt ödet aber an: Nürnberger verallgemeinert, er spekuliert, er zitiert länglich Filmszenen statt wahres Leben. Als wolle er das Manuskript angestrengt längen. Nürnbergers eigene Kontaktanzeige und die…

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Kritik Kurzgeschichten: Und so verlierst du sie, von Junot Díaz (2012, engl. This Is How You Lose Her) – 7 Sterne

Die meisten der neun Kurzgeschichten zeigen Ich-Erzähler Yunior als jungen Mann, der aus der Dominikanischen Republik in die USA einwanderte. Yunior erzählt zunächst in maulfaul-saucoolem Slang von heißen Weibern, aber richtig rund läuft nichts – selbst dann nicht, wenn er sich mal als Frauenversteher geriert. Der aufgesetzt kaugummimalmend gleichgültige Ton der ersten Geschichten wirkt repetitiv…

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Kritik Kurzgeschichten: Abtauchen, von Junot Díaz (1996, engl. Drown) – 7 Sterne

Themen sind das ärmliche Leben in der Dominikanischen Republik, Statuskämpfe, der Traum von Amerika, dann Unterschichtleben, Kleinkriminalität und immigrantisches Hocharbeiten in der US-Vorstadt, Familientristesse, Untreue. Creative-Writing-Professor Junot Díaz (*1968) entwirft keine runden Handlungsbögen: Er reiht kleine Vignetten auf, die Geschichten enden unspektakulär. Das Ambiente stößt oft ab, doch haben die Geschichten bei aller Episodenhaftigkeit etwas…

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Lese-Eindruck Biografie: Martin Luther und Katharina von Bora, von Petra Gerster, Christian Nürnberger (2016)

Das Autorenpaar schreibt herzhaft populär/-istisch (S. 83): Und so war nun erst einmal Wahlkampf im Heiligen Römischen Reich, und dabei ging es zu wie in der FIFA und dem IOC. Es flossen reichlich Bestechungsgelder Oft sind das knappe, knackige „Sätze“ (S. 14): Wir brauchen diesen Kampf nicht zu gewinnen, denn er ist schon gewonnen. Von…

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Lese-Eindruck Biografie: Der Mensch Martin Luther, von Lyndal Roper (2016)

Intention der Autorin: Laut Vorwort plant die Oxfordprofessorin Lyndal Roper  „eine psychoanalytisch beeinflusste Biographie“, sie möchte „Luther selbst verstehen“, „seine Seelenlandschaft“, und nicht nur seine theologische Entwicklung nachzeichnen. Ropers Vater war „einige Jahre lang Pastor einer presbyterianischen Gemeinde“ in Australien. Roper über sich: Ich bin kein Kirchenhistoriker, sondern eine Religionshistorikerin, die von der Sozial- und…

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Kritik Kurzgeschichten: The Stories of John Cheever (1946-1978) – 6 Sterne

Cheever schreibt flüssig, gefällig und sehr griffig. Viele Geschichten (Gesamtliste ganz unten) überziehen jedoch deutlich: Autofahrer blickt geliebte Frau an und tötet sie durch Fahrfehler, Familienmitglied redet aus heiterem Himmel viel zu grob, man erschlägt sich hinterrücks, Mann in Geldnot bricht mehrfach bei schlafenden Nachbarn ein, völlig überraschender Tod im vorletzten Absatz, Hauptfigur überlebt Notlandung…

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Kritik Psychologie-Liebe-Geschichten: Die Liebe und ihr Henker, von Irvin D. Yalom (1989, engl. Love’s Executioner) – 8 Sterne

Die fiktionalisierten Fallgeschichten sind mal 15, mal 50 Seiten lang (ich kenne nur das engl. Original, nicht die Eindeutschung von Hans J. Heckler). Ein Highlight ist wohl die Geschichte der „Fat Lady“ Betty: Yalom beschreibt ihre Diäterfolge mitreißend wie einen Sportwettkampf und zieht Parallelen zu ihrer Jugend, als sie zuletzt ähnlich wenig wog, und er…

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Lese-Eindruck: Glückliches Ende, Roman von Isaac Rosa (2018, sp. Feliz final)

Das Buch beginnt mit einer nicht enden wollenden, wehleidigen Wohnungsräumung Mehrseitige Passagen erscheinen durchgehend kursiv, nicht lesefreundlich* Mehrseitige Passagen erscheinen ohne Absatz, nicht lesefreundlich; z.B. S. 58 – 61 und S. 73 – 114 durchgehend ohne Absatz, dito S. 224 – 226 Tippfehler „norjdeuropäischem“, sic, schon S. 15 Die Übersetzung überzeugt mich nicht, einerseits soll…

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Buchkritik: Das ganze schrecklich schöne Leben, von Konstantin Wecker, Günter Bauch, Roland Rottenfußer (2017) – 5 Sterne

Die Beiträge von Konstantin Wecker konnte ich nicht ganz lesen, sie klangen mir oft zu wolkig, zu schwülstig, zu pastörlich. Zum Beispiel: Kein Wassertropfen gleicht dem anderen, keine Schneeflocke ist identisch mit einer anderen – und kein menschliches Leben, und sei es noch so angepasst, gleicht einem anderen. Ich danke ihnen für mein Aufgehobensein in…

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Romankritik: Mittagsstunde, von Dörte Hansen (2018) – 7 Sterne – mit Video

Dörte Hansen hat tolles Material an der Hand: Echte Dörfler vom   Alten   platten Land, die prächtig Dialekt reden; interessante Details aus Landwirtschaft und Land-Wirtschaft; drei Generationen. Terroir ohne Ende. Sie verwebt ihre Motive vielfach, alles hängt mit allem zusammen. Was die Autorin nicht hat: Eine knackige Handlung. Und vorhandene Plotspuren versteckt Dörte Hansen noch aufwändig….

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Romankritik. Nur die Tiere, von Colin Niel (2017, frz. Seules les bêtes) – 5 Sterne – mit Video

Die Geschichte ist gutteils grotesk unglaubwürdig. Doch Colin Niel begint mit einer zunächst ansprechenden, realistischen Handlung aus dem ländlichen, rauen Frankreich. Der Ex-Agrarwissenschaftler liefert stimmige Details aus der Landwirtschaft (es könnte jedoch noch plastischer sein) und produziert interessante Analogien, so über einen Menschen: zaudernd wie ein Tier, das nach einem langen Sommer den Stall betritt…

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Romankritik: Der Postbote klingelt immer zweimal, von James M. Cain (1934, engl. The Post Man Always Rings Twice) – 5 Sterne – mit Video

Die Dialoge sind kalt, knapp und cool. Die Sätze kurz. Die Kulisse wirkt staubig und reell, eine einsame Tankstelle in kalifornischer Pampa in den 1930ern. Doch dann kommen die Schwächen. Der Krimi protzt mit Stil, nicht mit Substanz, er ist unrealistisch und wirr. Erst türmt Autor James M. Cain Zufall auf Zufall: Beim Mordversuch fährt…

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Buchkritik. Goethe und Friederike, Wahrheit und Dichtung, von Theo Stemmler (2019) – 5 Sterne

Dies ist eine Plauderei unter Gelehrten, eine Materialsammlung, aber keine Teil-Biografie für Laien. Ein Narrativ, ein Gefühl für den Lauf der Zeit entsteht nicht: Bei der Gliederung orientiert sich Autor Theo Stemmler nicht an der Chronologie, sondern an unterschiedlichen Quellen, die mehrfach neu ansetzen, oder an undefinierten Kriterien. Goethes frühe Herzensdame Friederike Brion interessiert den…

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Lese-Eindruck Updike-Buch: U & I. Wie groß sind die Gedanken, von Nicholson Baker (1991, engl. U & I)

Dieses Buch musste ich abbrechen und habe es dann nurmehr durchblättert. Nicholson Baker beschreibt zunächst umständlich und selbstgefällig seine eigene häusliche Situation und fährt dann mit John Updikes Essays fort, nicht mit dessen Romanen oder Kurzgeschichten. Mitunter schreibt Baker mehrere Seiten lang ohne einen Absatz (u.a. 4,7 Seiten ab S. 87 des englischen Granta-Taschenbuchs*). Das…

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Romankritik. Rabbit, eine Rückkehr, von John Updike (2000, engl. Rabbit Remembered, Rabbit Teil 5) – 6 Sterne

Wer die ersten vier Bände der Rabbit-Reihe kennt, muss nicht lang warten: Gleich auf den ersten Seiten von Rabbit, eine Rückkehr präsentiert John Updike alle überlebenden Akteure – und handfeste Überraschungen dazu. Rabbit Teil 5 spielt 1999. Autor John Updike (1932 – 2009) liefert solides Storytelling-Handwerk, doch ganz ohne das Funkeln der früheren Bände: die…

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Romankritik. Rabbit in Ruhe, von John Updike (1990, engl. Rabbit at Rest, Rabbit Teil 4) – 5 Sterne

Fazit: Der Roman liefert spannungsreiche Dialoge und zeigt US-Mittelschichtrealität tiefenscharf in oft edler Prosa. Doch er ist überfrachtet mit Erinnerungen an alte Tragödien, mit Floridatourismus, Krankenhaussaga, Golfkleinklein, Geschichtsbuch-Nacherzählung, mit Todesahnungen und aufdringlichen Hinweisen auf Junkfood, Junkfernsehen, Junkwerbung, Junkradio, Junkamis, mit kleinsten körperlichen Details. Männer aus drei Generationen sind selbstsüchtig, dumm und böse, Frauen vernünftiger und…

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Romankritik. Bessere Verhältnisse, von John Updike (1981, engl. Rabbit Is Rich, Rabbit Teil 3) – 8/10

John Updike (1932 – 2009) schreibt realistisch, klar und detailreich, mit fließenden, spannungsreichen Dialogen, meist aus der Perspektive des Toyota-Händlers Harry „Rabbit“ Angstrom. Werbung und Tagespolitik kommen unentwegt zur Sprache, ohne dass es in zeitgeistige Markenhuberei ausartet. Die Geschichte spielt vom 23. Juni 1979 bis zum 20. Januar 1980 in der pennsylvanischen Mittelstadt Brewer, Hauptfigur…

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Romankritik. Hasenherz, von John Updike (1960, engl. Rabbit, Run, Rabbit Teil 1) – 7 Sterne

Harry „Rabbit“ Angstrom, 26, und Küchengerät-Vorführer, ist ein Unsympath: die schwangere Frau mit Kleinkind lässt er sitzen und zieht zu einer Gelegenheitsdirne. Wer liebenswerte Hauptfiguren braucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich. Autor John Updike (1932 – 2009) liefert präzise Dialoge, tiefenscharfen Realismus und ein raues Milieu, das sich mit Händen greifen lässt. Updike schreibt…

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Kritik Kurzgeschichten. Der weite Weg zu zweit, von John Updike (engl. The Maples Stories bzw. Too Far to Go) – 8 Sterne

Diese Wirklichkurzgeschichten entstanden über Jahrzehnte hin und sind sehr heterogen, auch wenn immer dasselbe Ehepaar Maple im Mittelpunkt steht. Tonfall und Erzählperspektive schwanken, es gibt wenig Verbindungen oder Querbezüge, Übergänge fehlen. In zwei Geschichten (Wife-Wooing, Plumbing) tauchen die Namen der Hauptakteure gar nicht auf, sie wurden dem Storyreigen wohl erst nachträglich zugeordnet. Besonders unzusammenhängend wirken…

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Kritik Kurzgeschichten. The Early Stories 1953 – 1975, von John Updike – 7 Sterne

John Updike schreibt teils atemraubende Dialoge und Konstellationen aus dem Eheleben. Auch ein paar hübsche Teenager-Geschichten. Und das mit teils hervorragender Erzählstimme, nur momentweise zu auftrumpfend bildungsbürgerlich. Fast immer legt John Updike erkennbar sein eigenes Jugend-, Familien- und Sozialleben zugrunde (Einzelbesprechungen weiter unten). Dann wieder liefert John Updike (1932 – 2009) elegische Betrachtungen zu Laub,…

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Kritik Kurzgeschichten. Collected Later Stories, von John Updike (1976 – 2008) – 7 Sterne

David Lodge lobte Updikes ability to make slight episodes from ordinary life glow with significance through the fidelity and freshness with which he described them… Updike was the most extravagantly gifted prose stylist of his generation of American writers. Die Kurzgeschichten aus Collected Later Stories belegen Lodges Urteil – längst nicht alle, aber genug. Amazon-Werbelinks:…

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Kritik Kurzgeschichten. The Complete Henry Bech, von John Updike (2001) – 5 Sterne

John Updikes 20 Kurzgeschichten über den jüdischen, meist ledigen, aber selten unliierten Großdichter Henry Bech erschienen zuerst im Magazin New Yorker, dann in den drei Bänden Bech: A Book (1970) Bech is Back (1982, dt. Henry Bech, bei Rowohlt) und Bech at Bay (1998, dt. Bech in Bedrängnis) und zuletzt gemeinsam hier im Sammelband The…

Kritik Kurzgeschichten. The Complete Henry Bech, von John Updike (2001) – 5 Sterne Weiterlesen »

Romankritik. Ehepaare, von John Updike (1968, engl. Couples) – 7 Sterne

Der Leser ist mittendrin statt nur dabei: im Bett bei (außer-/)ehelichem Rumpelsex, bei Abendessen in großer Runde, bei Kirchgang und religiösen Grübeleien. John Updike (1932 – 2009) schildert Dialoge und Reaktionen der Ostküsten-Mittelschicht in den frühen 1960ern intelligent, feinsinnig und unterhaltsam. Weniger Fun jedoch: Updike beschreibt auch Wohnungen, Sakralbauten, Baustellen, Vegetationszyklen und Lebensläufe sehr detailliert…

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Romankritik. Heirate mich, von John Updike (1976, engl. Marry Me) – 7 Sterne

Jerry und Sally lieben sich, doch beide sind anderweitig verheiratet, jeweils mit Kindern, und planen ihre Schäferstündchen mit viel Heimlichtuerei. John Updike (1932 – 2009) beschreibt Gefühle und Upläufe teils atemberaubend nah und nachvollziehbar. Die betrogenen Ehepartner sind ihrerseits keine Kinder von Traurigkeit. John Updike bringt sehr genaue Beobachtungen aus der US-Mittelschicht Anfang der 1960er…

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