Lese-Eindruck Updike-Buch: U & I. Wie groß sind die Gedanken, von Nicholson Baker (1991, engl. U & I)

Dieses Buch musste ich abbrechen und habe es dann nurmehr durchblättert. Nicholson Baker beschreibt zunächst umständlich und selbstgefällig seine eigene häusliche Situation und fährt dann mit John Updikes Essays fort, nicht mit dessen Romanen oder Kurzgeschichten. Mitunter schreibt Baker mehrere Seiten lang ohne einen Absatz (u.a. 4,7 Seiten ab S. 87 des englischen Granta-Taschenbuchs*). Das Beste ist der englische Titel.

Außerdem bekennt Baker unbekümmert, er habe viele Updike-Bücher nur halb bis gar nicht gelesen (S. 30). Was für eine Leser-Verarschung. So listet Nicholson Baker kalt lächelnd 16 Updikes, von denen er weniger als die Hälfte kenne, teils weniger als fünf Seiten, darunter Gelungenes und Markantes wie Bessere Verhältnisse/Rabbit is Rich, Couples/Ehepaare und Die Hexen von Eastwick. Nur acht Updikes habe er ganz oder fast ganz gelesen, lässt Baker wissen.

Ich habe diesen Baker auch weniger als halb gelesen. Die Kritik lobte.

*ich kenne nur das engl. Original und kann die Eindeutschung nicht beurteilen; die deutsche Ausgabe enthält offenbar weitere Aufsätze Bakers

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