Annehmbar

Romankritik: Drei Tage im Juni, von Anne Tyler (2025, engl. Three Days in June) – 5/10

Das ist im ersten Drittel warmherzig, witzig, mit pfiffigen Dialogen, schrulligen Durchschnittsfiguren von nebenan und ohne konstruierte Zufälle oder Katastrophen – Anne Tyler eben. Es geht um ein geschiedenes Ü60-Paar und im zweiten Buchteil um die Hochzeit der Tochter mit ermüüüdend vielen Kleinigkeiten rund um Kleidergeschäfte, Kosmetikerinnen, Sitzordnung, Hochzeitstorte, etc. etc. etc. Im letzten Drittel…

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Kritik Erzählungen aus: We Don’t Live Here Anymore, von Andre Dubus (1975, 1980) – 5/10

Meine Ausgabe enthält drei Novellen, die zusammenhängen; es gibt dieselben Hauptfiguren, insonderheit Hank und Edith. Man könnte fast von einem Roman sprechen. We Don’t Live Here Anymore (1975) – 7,5/10: Jack ist verheiratet mit Terry und hat eine Affäre mit Edith. Die ist verheiratet mit Hank und immer noch sauer, weil Hank was mit Jeanne…

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Romankritik: The Rom-Commers, von Katherine Center (2024) – 4/10

Ja, ich habe ein paar Mal gelacht, und ich habe das Buch zügig zu Ende gelesen (das geht ganz schnell). Aber es ist eine hysterische RomKom mit unrealistischen Annahmen und absurden Pannen, mit forciertem Slapstick, forciertem Schmalz, regelmäßigen Katastrophen und aufdringlichen Trauer- und Verzögerungsmomenten. Zeitweise schwafelt die Ich-Erzählerin selbstgefällig zu viel Banales, statt zur Sache…

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Romankritik: Big Swiss, von Jen Beagin (2023) – 5/10

Der Roman ist voll Selbstmord, Sex, Vergewaltigung, Haustierfixiertheit, Drogen, Bienen, Analem, Mini-Eseln, Muttertochterproblemen und Freaks. Die Autorin studierte Creative Writing in Kalifornien – so liest sich das auch, kreativ und kalifornien. Manche halten das für einen Qualitätsbeweis. Das Buch braucht Triggerwarnungen für Hunde- und Menschenfreunde (ich gendere nicht), obwohl und weil eine Figur beruhigend zu…

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Romankritik: Early Morning Riser (2021), von Katherine Heiny – 6/10

Unterbrochen von zwei Tragödien, die schnell vorbeigehen, schildert Katherine Heiny eine allzu fluffige Kleinstadtidylle: jede kennt jeden, jede schlief mit jedem, versteht sich immer noch bestens. Man ist endlos verständnisvoll, hilfsbereit, aufopfernd. Welch quälende Idylle. Zudem will Heiny offenbar fünf witzige Sätze pro Seite bringen: das gelingt halbwegs, auch wenn sie deshalb fürs Großeganze unwichtige…

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Romankritik: Die Reisen des Mister Leary, von Anne Tyler (1985, engl. the Accidental Tourist) – 5/10

Ja, ich habe gelacht. Es gibt Slapstick, Situationskomik und Dialogkomik. Anne Tyler karikiert den Eigenbrötler, der gern Abstand wahrt, zunächst sehr gut. Sie liefert reizvolle Details, macht meist nicht zu viel Worte, treibt die Handlung, die Dialoge sitzen. Das gilt aber nur für das erste Drittel. Danach wird es zu plaudertaschig und zu gefühlig, samt…

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Romankritik: Die Hochstapler, von Tom Rachman (2023, engl. The Imposters)– 6/10

Tom Rachman formuliert 1A. Er erfindet 1A Dialoge. Kleine Szenen und originelle, charakterstarke Persönlichkeiten. Doch am übergeordneten Plot scheitert Tom Rachman – ein unübersichtliches Figurenkabinett sucht vergeblich den Handlungsbogen, selbst wenn Figuren über mehrere Geschichten hinweg wiederkehren. In der Rahmenhandlung bringt eine alternde Schriftstellerin ein paar letzte Texte zu Papier; die werden wie Kurzgeschichten in…

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Romankritik: The Grammarians, von Cathleen Schine (2019) – 6/10

Daphne gilt als die Klügere. Doch Laurel kam 17 Minuten früher zur Welt und ist auch sonst überall als erste zur Stelle. Daphne mault: ”I’ll never catch up… you were alive for seventeen minutes without me. I was never alive without you.” Solch ein Dialog klingt nicht realistisch, aber unterhaltsam. Das Buch ist voll von…

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Kritik Erzählung: Lady Barbarina, von Henry James (1884, 1908) – 6/10

Fazit: Der kurze Text liefert lange, teils witzige, hintersinnige Dialoge. Er reitet auch ermüdend herum auf Unterschieden zwischen Amerikanern und Engländern, geldigen Tatmenschen und standesbewusst ungeldigen Blaublütigen; er beginnt mit einem verwirrenden Personenreigen und lebt von einer kaum nachvollziehbaren Entscheidung der Protagonistin – Henry James schiebt seine Akteure umher wie transatlantische Schachfiguren, die seine Ideen…

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Kritik Roman: Dolores Claiborne, von Stephen King (1992) – 6/10 – mit Video

Der buchlange Verhör-Monolog der 66jährigen Dolores Claiborne klingt gleichzeitig zu vulgär und zu geschriftstellert. Zu geschriftstellert aus zwei Gründen: Hauptfigur Claiborne erzählt zu ordentlich gegliedert und mit zu cleveren Sprüchen. Übersichtlich: Im buchlangen Verhör/Monolog mit den Inselpolizisten führt Dolores Claiborne allzu aufdringlich unauffällig in Konstellationen und Tatvorwürfe ein, moderiert sogar ihre Gliederung an: Instead of…

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Romankritik: Schmidt, von Louis Begley (1996, engl. About Schmidt, Teil 1 von 3 der Reihe) – 6 Sterne – mit Video

Im ersten Teil passiert wenig: Hauptfigur Schmidt grübelt langwierig über Kindheit und Ehe-Vergangenheit und über eine juristisch-fiskalisch komplizierte Erbregelung. Es zieht sich. Gelegentlich gibt’s affektierte Fremdwörter, dazu Italienisch und Französisch unübersetzt („tiers incommode“). Und was der zähe Gedankenstrom längst nahelegte, äußert diese Figur dann explizit und bezeichnet sich als „single sixty-year-old codger with no dependents“*….

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Romankritik: Selig & Boggs, von Christine Wunnicke (2013) – 5/10 Sterne

Christine Wunnicke erzählt mit verwirrenden Zeit- und Kulissenwechseln. Hubert Winkels in der SZ lobte, dass Wunnicke von Nahaufnahme zu Nahaufnahm springt, mit aberwitzig frechen Schnitten ((zitiert aus Buecher.de, kein Werbelink)). Ich fand Wunnickes Szenen-Hopping nur unübersichtlich. Gelegentlich springt sie über zwei Generationen hinweg zwischen Hauptfigur Boggs und dessen Großvater. Nachdem ich hörte, dass Wunnicke ihre…

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Romankritik, Filmkritik: Der Liebesbrief, von Cathleen Schine (1995, 1999, engl. The Love Letter) – 6 Sterne – mit Video

Der Roman (1995, 6 Sterne): Fazit: Cathleen Schine schreibt eine gedruckte romantische Komödie, fluffig, lustig, unrealistisch, etwas belanglos. Die Hauptfigur, Buchhändlerin Helen, ist Ü40, lässig, attraktiv, unliiert und produziert ebenso wie das andere Buchpersonal unentwegt coole Einzeiler – unplausibel, aber vergnüglich. Ein Beispiel (ich kenne nur das engl. Original): You read my mind even when…

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Romankritik: Der Postbote klingelt immer zweimal, von James M. Cain (1934, engl. The Post Man Always Rings Twice) – 5 Sterne – mit Video

Die Dialoge sind kalt, knapp und cool. Die Sätze kurz. Die Kulisse wirkt staubig und reell, eine einsame Tankstelle in kalifornischer Pampa in den 1930ern. Doch dann kommen die Schwächen. Der Krimi protzt mit Stil, nicht mit Substanz, er ist unrealistisch und wirr. Erst türmt Autor James M. Cain Zufall auf Zufall: Beim Mordversuch fährt…

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Romankritik. Rabbit, eine Rückkehr, von John Updike (2000, engl. Rabbit Remembered, Rabbit Teil 5) – 6 Sterne

Wer die ersten vier Bände der Rabbit-Reihe kennt, muss nicht lang warten: Gleich auf den ersten Seiten von Rabbit, eine Rückkehr präsentiert John Updike alle überlebenden Akteure – und handfeste Überraschungen dazu. Rabbit Teil 5 spielt 1999. Autor John Updike (1932 – 2009) liefert solides Storytelling-Handwerk, doch ganz ohne das Funkeln der früheren Bände: die…

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Romankritik. Rabbit in Ruhe, von John Updike (1990, engl. Rabbit at Rest, Rabbit Teil 4) – 5 Sterne

Fazit: Der Roman liefert spannungsreiche Dialoge und zeigt US-Mittelschichtrealität tiefenscharf in oft edler Prosa. Doch er ist überfrachtet mit Erinnerungen an alte Tragödien, mit Floridatourismus, Krankenhaussaga, Golfkleinklein, Geschichtsbuch-Nacherzählung, mit Todesahnungen und aufdringlichen Hinweisen auf Junkfood, Junkfernsehen, Junkwerbung, Junkradio, Junkamis, mit kleinsten körperlichen Details. Männer aus drei Generationen sind selbstsüchtig, dumm und böse, Frauen vernünftiger und…

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Romankritik: Zeit des Zorns, von Don Winslow (2010, engl. Savages, Teil 2 der Reihe) – 5 Sterne – mit Video

Don Winslow erzählt ein dünnes Geschichtchen, mächtig aufgeblasen, kraftmeiernd krass. Der Stil ist betont ultracool, mit krass kurzen Kapiteln und Sätzen und krassen Sätzen über Drogen, Morde und Pornografie, die wir logo krass trocken wegstecken. Und auf den ersten 100 von 300 Seiten kommt kaum etwas in Gang: es gibt lauter Rückblenden auf die Vorgeschichte…

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Romankritik: Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt, von Zora del Buono (2016) – 4 Sterne – mit Video

Deutsche Dozentin gibt Sommerkurs an US-Uni. Dabei hat sie gegen die Regeln und zur eigenen Überraschung eine Affäre mit einem 30 Jahre jüngeren Studenten. Aber das Techtelmechtel spielt im Buch kaum eine Rolle: vor allem geht es um NSA-Überwachung vor Ort, CIA-Überwachung vor Ort, Verschwörungstheorien, Edward Snowdons Tat and politisch korrektes Verhalten am Campus. Auch…

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Romankritik: Was aus uns wird, von David Gilbert (2013, engl. & Sons) – 5 Sterne – mit int. Presse-Links

Der einstige Creative-Writing-Student David Gilbert schreibt ein gelungenes Englisch mit starken Dialogen. Wie andere Creative-Writing-Absolventen (T.C. Boyle, John Irving, Jess Walter etc.) klingt er bisweilen zu cool und kalkuliert, manchmal auch schlicht belehrend altklug verallgemeinernd (Irving und Walter lobten den Roman; ich kenne nur das englische Original als Random-House-TB und kann die Eindeutschung nicht beurteilen)….

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Rezension: Drei Zimmer in Manhattan, von Georges Simenon (1946) – 6 Sterne – mit Video

Dieser Roman von Georges Simenon (1903 – 1989) hat keinen Maigret, keine Leiche, gar kein Verbrechen. Es geht um zwei gestrandete Europäer in New York. Die Einsamkeit, die Entwurzelung, die nächtlichen Gänge durch die Metropole trägt Simenon fingerdick auf (O-Titel Trois chambres à Manhattan). Bis zur 80. Seite erhalten wir keinen Hintergrund über den Mann…

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Rezension: Peach Tree Road, von Anne Rivers Siddons (1989) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit am Roman-Ende nach 817 Seiten: Rivers Siddons spannt einen schönen, runden Bogen über 50 Jahre Atlanta seit den späten 1930ern. Die Stadt wird dem Leser fast zur Heimat, die Hauptfiguren gehören zur Familie. Die Sprache ist leicht und mit unspektakulären Dialogen, die Handlung überwiegend gelungen konstruiert; Siddons verbindet die Hauptcharaktere schön mit Zeitströmungen und…

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Rezension Erzählungen: Der Frauenheld, Eifersüchtig & Abendländer, von Richard Ford (1996, engl. Women with Men) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Richard Ford bringt im englischen Band Women with Men drei längere, nicht miteinander verbundene Erzählungen oder Novellen. Auf Deutsch erschienen die Stücke als separate Büchlein: Der Frauenheld bzw. Der Womanizer, Eifersüchtig und Abendländer. Ich kenne nur den englischen Dreierpack und kann die deutschen Übersetzungen nicht beurteilen; die drei Geschichten zusammen belegen in meiner englischen Ausgabe…

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Rezension: The Golden Gate, von Vikram Seth (Versroman 1986) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Vikram Seth erzählt den Versroman in 590 Strophen à 14 Zeilen nach dem strengen Onegin-Schema (Wikipedia; eine versgetreue englische Onegin-Übersetzung inspirierte Seth auch zu The Golden Gate). Seth reimt phantasievoll, unbekümmert und manchmal gegen gängige Ausspracheregeln – so etwa „love“ oder „above“ auf „move“, „blood“ auf „food“ oder „Keynes“ auf „brains“. Einige Reime funktionieren nur…

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Rezension: Hotel Honolulu, von Paul Theroux (Roman 2001) – 6 Sterne – Presse-Links

Fazit: Theroux liefert Witz und starke Dialoge, er füttert die Geschichten mit Bildung, Ketten verblüffender Details, ausdrucksvollen Namen und überraschenden Begriffen, erzählt leicht lesbar. Doch eine übergreifende Handlung fehlt, einige Episoden fügen sich kaum ins Ganze; und aufdringliche viele, oft ranzige Bett- und Rotlichtgeschichten und ein paar Morde begrenzen das Vergnügen. Episoden-Reigen: Der Ich-Erzähler ist…

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Rezension: Agnes, von Peter Stamm (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Video & Links

Melancholischer, einsamer Sachbuchautor trifft in Chicago einsame Physikdoktorandin. Sie verbringen ein paar Nächte zusammen und sie fordert ihn narzisstisch auf, eine Geschichte über sie zu schreiben. Abitur-Pflichtlektüre in Baden-Württemberg, dramatisiert 2012, verfilmt 2016. Wenn deutschsprachige Autoren über Schriftsteller schreiben, mehr noch über Schriftsteller in der Krise, bin ich sehr vorsichtig. Auch Peter Stamms erfolgreicher Romanerstling…

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Rezension Satire-Roman USA: Danke, dass Sie hier rauchen, von Christopher Buckly (1994, engl. Thank You For Smoking) – 6 Sterne – mit Video u. Presse-Links

Satire-Profi Buckly erzählt routiniert, süffig überzogen und stets unterhaltsam von der Arbeit eines fiktiven Zigaretten-Lobbyisten in der US-Medien- und Politszene. Am Rand agieren auch PR-Akteure für Feuerwaffen und Alkohol. Die vielen Dialoge sind voller Gags und geschmeidiger Sophistereien. Dennoch entsteht ein etwas fader Beigeschmack: Manche Dialoge und Szenarien wirken weit hergeholt, überflüssig oder unrealistisch, bieten…

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Romankritik: Zärtlich ist die Nacht, von F. Scott Fitzgerald (1934, engl. Tender is the Night) – 5 Sterne – mit Hintergründen, Video & Presse-Links

Das US-amerikanische Ehepaar Dick und Nicole Diver lebt in den 1920ern ohne Geldsorgen in Südfrankreich und Zürich. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier wie fast immer sein eigenes Leben und das seiner Frau, also geht es auch um Nervenkrankheit, scheiternde Träume und Alkoholismus – Fitzgeralds entsprechender Lebensabschnitt heißt in der Bruccoli-Biografie „A Drunkard’s Holiday, 1925 –…

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Nigeria-Roman: A Squatter’s Tale, von Ike Oguine (2000) – 6 Sterne

Squatter’s Tale wirkt nicht so sehr wie ein bündiger Roman: Es zerfällt in mehrere längere Episoden: das schnelle protzige Bankerleben in Nigeria, der ärmliche Einstieg in USA, die Romanze. Vor allem wirkt Squatter’s Tale wie eine Ansammlung von Begegnungen, teilweise in Rückblenden erzählt. Anekdoten in der Rahmenhandlung: In eine Rahmenhandlung packt der Autor zahlreiche kleinere…

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Rezension lustiger Roman: Heartburn, von Norah Ephron (dt. Sodbrennen oder Quetschkartoffeln gegen Trübsinn, 1983) – 6 Sterne – mit Video & Presse-Links

Ich-Erzählerin Rachel hat einen Mann, ein Kleinkind und ein Kind im Bauch. Da wird ihr Mann untreu. Rachel findet ihn doof und will ihn behalten. Den untreuen Mann im Roman formt Nora Ephron (1941 – 2012) nach ihrem Ex-Gatten, Star-Journalist und Watergate-Enthüller Carl Bernstein; dessen neue Partnerin im Buch war 1982 im richtigen Leben, unschwer…

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US-Roman: Die Witwen von Eastwick, von John Updike (2008) – 4 Sterne

Auf den ersten 120 Seiten unternehmen die Hauptakteure Gruppenreisen nach Kanada, Ägypten und China (dt. Die Witwen von Eastwick, engl. The Widows of Eastwick). John Updike (1932 – 2009) liefert seitenlange banaltouristische Beschreibungen und regionale Hintergründe. Dazu Popmatters: The first 100 pages are what I call “tour guide fiction”, Updike polishing up the notes he’s…

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New-York-Roman: Ballettratten in der Vandam Street, von Kinky Friedman (1999) – 5 Sterne

…, sagte ich zur Katze. Die Katze sagte natürlich nichts und rollte sich zusammen. Sie wusste, dass… Diese oder sehr ähnliche Zeilen gibt es gefühlt 165 mal auf netto 165 Romanseiten (das englische Original heißt „Spanking Watson“). Schließlich spielt der Roman ja auch zum größten Teil in der Wohnung des selbstzufriedenen Ich-Erzählers. Friedman hat noch…

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