Sachbuch

Biografie-Kritik: Fawn McKay Brodie. A Biographer’s Life, von Newell G. Bringhurst (1999) – 7/10

Newell G. Bringhurst schreibt flüssig, leicht lesbar und streng chronologisch; die Zwischenüberschriften geben Verschnaufpausen. Der Autor hatte erkennbar viel Zugang zu persönlichen Notizen und Wegbegleitern Brodies; doch er will offenkundig nicht zu tief wühlen und Brodies Familie nicht unnötig verstören. Bringhurst versucht sich also dezidiert nicht an Brodies Fach, der Psychobiografie. Newell G. Bringhurst –…

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Rezension Expeditionsbericht: This Vast Enterprise, von Craig Fehrman (2026) – 7/10

Craig Fehrman stellt in jedem Expeditionsabschnitt einen anderen Teilnehmer ins Zentrum – er fokussiert einerseits auf die Figur und andererseits auf die neue Umgebung, und im nächsten Kapitel auf eine neue Hauptfigur und eine neue Umgebung.  Das wirkt umständlich, es generiert wegen der unvermeidlichen Rückblenden auch Zeitsprünge, Überschneidungen sowie Erwähnungen der aktuellen Hauptfigur auch dann,…

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Rezension Sachbuch: Undaunted Courage: Meriwether Lewis, Thomas Jefferson, and the Opening of the American West, von Stephen Ambrose (1996) – 8/10

Autor Stephen Ambrose textet sehr flüssig. Er flicht auf angenehme Weise  die Originalzitate der Expeditionsleiter ein, vor allem Meriwether Lewis mit stillem Charme, uneitler Selbstbeobachtung und skurrilen Schreibweisen. Wiederholt bringt Ambrose auch Urteile anderer Historiker, auch widersprüchliche Meinungen. Ambrose schreibt chronologisch von Anfang bis Ende und verzichtet auf Zeitsprünge und dräuende  Vorahnungen; weniger am Leserwohl…

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Kritik Biografie: Thomas Jefferson. The Art of Power, von Jon Meacham (2012)– 7/10

Der Autor schreibt flüssig und mitvollziehbar, das Lesen fällt jederzeit leicht und prickelt nie richtig. Jon Meacham konzentriert sich weitgehend auf Thomas Jefferson als Politiker und Staatsdenker und schreibt über das Privatleben nur wenig – auch wenn er Jeffersons Beziehung zu seiner Sklavin und sein  Nachstellen verheirateter Frauen durchaus schildert, ebenso wie die Sorge für…

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Leseeindruck Biografie: Thomas Jefferson, An Intimate History, von Fawn M. Brodie (1974) – 7/10

Fawn M. Brodie interessiert sich in dieser “intimate history” stark für Thomas Jeffersons Persönlichkeit. Sie spekuliert erklärtermaßen immer wieder heftig über Motivation, Gefühle und über die als Tatsache unterstellte Beziehung zur Sklavin Sally Hemings – lange bevor eine DNA-Analyse die   Annahme untermauerte. Sie meint, Jefferson verkörperte the psychosexual dilemma of the whole nation Sie…

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Buchkritik: Ein Afrikaner in Grönland, von Tété-Michel Kpomassie (1977) – 7/10

Interessante interkulturelle Begegnungen liefert Tété-Michel Kpomassie nicht. Er wird meist freundlich bis überschwänglich aufgenommen – das ist alles. Der Autor beobachtet den grönländischen Alltag indes genau, schildert präzis und ohne Wertung oder Interpretation Fischfang, Robbenjagd, Hund-/Seehundfiletierung, Hundeschlittenfahrt und Dorfleben. Besonders faszinieren Kpomassie offenbar Alkoholkosum, Körperhygiene, Sex- und Toilettensitten. Die Portraits sind sehr oberflächlich, Menschen lernt…

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Rezension Biografie: Richard Avedon, What Becomes a Legend Most, von Philip Gefter (2020) – 7/10

Den Menschen Richard Avedon lernt man nur teils kennen, dachte ich in der ersten Buchhälfte: Dort beschreibt Gefter einen endlosen Promi-Reigen – Fotomodelle, Filmstars, Politiker (noch keine Supermodels) – und wie Avedon sie im Studio und on location handhabte, wie man dinierte und zelebrierte. Zu den bekanntesten Künstlern, mit denen Avedon auch arbeitete, zählen Diane…

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Biografie-Kritik: Harry Rowohlt, von Alexander Solloch (2024) – 7/10

Harry Rowohlt war penibel mit Sprache, und das zeichnet Biograf Solloch schön nach. Mehrfach gibt er Sprachbetrachtungen Rowohlts wieder und vergleicht Rowohltsche Übersetzungen mit anderen Eindeutschungen, dazu das englische Original – sehr gut; freilich finde ich Rowohlts Versionen weniger herausragend als der penetrant enthusiastische Biograf. Stil: Tatsächlich rühmt Solloch Harry Rowohlts Schreib-und Lebensstil wie auch…

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Kritik Motown-Sachbuch: Where Did Our Love Go, von Nelson George (1985, 2003) – 8/10

Nelson George erzählt nüchtern, vereinzelt sarkastisch bis flapsig, gut lesbar und ohne Blabla, mit immer überraschenden Themen- und Personalsprüngen ohne jedes Unterkapitel oder doppelte Zeilenschaltung. In stetem Wechsel folgen fast übergangslos Portraits, Aufnahmetechnik, Organisation, Tourneen, Motowns Marketing. Der Haupttext hat nur rund 230 Seiten, gefühlt liest man aber Inhalt von 350 oder 400 Seiten, ohne…

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Thailand

Heftkritik: The Passenger: Thailand (2025) – 7/10

Dieses englische Buch/Heft “for explorers of the world” ist denkbar untouristisch: die Wörter “Phuket” oder “Ko Samui“ kommen vermutlich nicht vor, vielleicht auch nicht das Wort ”Strand”. Das Wort „tourist“ steht in ein paar Bildunterschriften und in den Artikeln über Instagram-kompatible Bergvölker sowie in dem über Geisterglaube: Farang have no soul, so when they die…

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Sachbuchkritik: The Newlyweds. Fighting for Love in the New India, von Mansi Choksi (2022) – 8/10

Dieses Reportagebuch ist intensiv wie ein Filmskript. Die Autorin lernte das Journalistenhandwerk an der Columbia-Universität; sie ist aufdringlich nah an ihren Figuren, verrät intime Gefühle, Wortwechsel und Tagebuchnotizen, nennt Klarnamen. Mansi Choksi berichtet auch grausame körperliche und seelische Übergriffe, und selbst darüber hinaus fiel mir die Lektüre nicht leicht – das Pausieren aber auch nicht….

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Kritik Reisebericht: Kingdom of the Filmstars, Journey into Jordan, von Annie Caulfield (1997) – 7/10

Fazit: Annie Caulfield schreibt witzig, gelegentlich gezwungen witzig, aber meist humorvoll, warmherzig und scharf beobachtend. Ihre interkulturellen Erlebnisse in der Beduinenfamilie ihres Partners mit traditionellen und westlichen Elementen klingen wundervoll; ein Pistolenheld und eine Beziehungskrise peppen die Story auf. Man erfährt viel Persönliches über den Alltag in Hauptstadt und Wüste – und über interkulturelle Liebe….

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Biografie-Kritik: Henri Nannen, Der Herr vom Stern, von Hermann Schreiber (1999) – 7/10

Hermann Schreiber übertreibt es: er beginnt nicht nur mit gleich 2 Vorwörtern (Idealwert: 0), sondern rekurriert sofort auf die „Hafenstadt Emden… zu Zeiten ihrer Hochblüte im 16. Jahrhundert“. Wo ist der stern-Chef? Keine Quellenangaben: Hermann Schreiber (1929 – 2020) recherchierte erkennbar tief, redet im Vorwort von “zwei Jahren intensiver Nachforschung”, wühlte in Drucksachen seit den…

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Biografie-Kritik: Nobody’s Perfect: Billy Wilder – A Personal Biography, von Charlotte Chandler (2002) – 7/10

Die Autorin verbrachte viel Zeit mit Billy Wilder und protzt gern damit: Billy Wilder and I frequently ate breakfast at the Beverly Hills Hotel Sie stalkte auch andere A-Promis und erzählt gleich auf der ersten Seite, wie sie mit Groucho Marx um die Häuser zieht, rein zufällig Billy Wilder trifft und ein Interview klarmacht. Bei…

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Biografie-Kritik: Margaret Mead, von Jane Howard (1984) – 8/10

Die erfolgreiche Journalistin Jane Howard schreibt flüssig und leicht lesbar, nur ganz gelegentlich mit unpassenden Details irritierend. Natürlich hat Howard eine ergiebige Hauptfigur mit ergiebigem Umfeld: schon die Kindheit ist originell und nicht ohne witzige Momente, welche die Autorin gern wiedergibt. Die brillante, stets aktive, ambitioniert denkende, viel und gewitzt schreibende Margaret Mead (1901 –…

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Thailand

Kritik Thailand-Buch: Bridging the Gap. Managing the Cross-Cultural Workplace in Thailand, von Kriengsak Niratpattanasai (2004) – 7/10

Der Autor bringt kurze, leicht lesbare und sehr eingängige Kapitel in großen Buchstaben – sie erschienen zuvor wöchentlich in der Bangkok Post. Alles ist sofort nachvollziehbar, geht aber nicht tief. Manchmal hören wir direkt den verallgemeinernden Lehrsatz, manchmal gibt es ein kleines Beispiel aus dem Alltag, bis hin zu „Nantavisal, the cow“. Jedes Beispiel aus…

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Kritik Hongkong-Memoir: Myself a Mandarin, von Austin Coates (1968) – 7/10

Fazit: Austin Codes präsentiert interessante Konflikte aus dem ländlicheren Hongkong kurz nach 1949 – interessante juristische oder moralische Konflikte und Einblicke in ungewöhnliche Denkweisen. Er schreibt leicht lesbar, sogar gut und elegant, ist jedoch zeitweise selbstgefällig und paternalistisch, auch seine häufige Selbstironie klingt selbstgefällig. Amazon-Werbelinks: Austin Coates | Hongkong | China | Kolonialismus Bezirksbürgermeister: Autor…

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Buchkritik: Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur, von Andrea Wulf (2015) – 7/10

Fazit: Andrea Wulf bemüht sich intensiv, Alexander von Humboldt als Klimaschützer zu zeigen – der erste ökologische Wissenschaftler, der den Raubbau an der Natur anprangerte statt pries und die Vernetzung allen Lebens betonte. Zudem war von Humboldt pro-divers, antirassistisch, antikolonialistisch und schätzte sogar die Amazonas-Indios, oder zumindest ihre Naturkenntnisse. Die Autorin vertieft sich zudem sehr/zu…

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Biografie-Kritik: Die Wahrheit über Trump, von Marcus Kranish, Marc Fisher (2016, engl. Trump Revealed) – 8/10

38 Reporter und 2 Faktenprüfer der Washington Post trieben Anfang 2016 diesen Aufwand, um die Trump-Biografie zu recherchieren: We sent reporters to his ancestral homes in Germany and Scotland, to his childhood neighborhood in Queens and his boarding school in upstate New York, to his college campuses in the Bronx and Philadelphia and to his…

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Biografie-Kritik: Die Wahrheit über Donald Trump, von Michael d’Antonio (2015, 2016, engl. Never Enough bzw. The Truth About Trump) – 7/10

Michael d’Antonio (*1955) verachtet Donald Trump ganz und gar: he prowled the precincts of greed, deception, and depravity… a walking caricature of greedy self-interest… hormonally blessed So direkt spricht er indes nur selten, meist berichtet D’Antonio scheinbar nüchtern, wenn auch mit sozialdemokratischen Einschlag etwa bei der Betonung der Einkommensverteilung über die Jahrzehnte. Dass Trump gefährliche…

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Buchkritik: Ströbele. Die Biografie, von Stefan Reinecke (2016) – 7/10

Ex-taz-Journalist und Schily-Biograf Stefan Reinecke schreibt flüssig und nicht als Ströbele-Fanboy, auch wenn er Ströbeles Anliegen wohl überwiegend teilt. Um Seite 157 weist er ihm aufwändig mangelnde Distanzierung vom Antisemitismus seines Mandanten Dieter Kunzelmann nach; ab etwa 1989 folgt mehrfach heftige Kritik. Amazon-Werbelinks: Die Grünen | Christian Ströbele | Deutsche Politik | Nichts Privates: Reinecke…

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Ulrike Siegel Bauernhof Dorf

Sachbuchkritik: Ein Hof und elf Geschwister, von Ewald Frie (2023) – 7/10

Ewald Frie schreibt eher allgemein über Veränderungen in der münsterländischen Landwirtschaft seit 1945 (in der Buchmitte mit einer ermüdenden Rückblende bis ca. 1817), gestützt auf ausführliches Quellenstudium. Seine sozialhistorischen Erkenntnisse garniert Frie mit Erfahrungen der eigenen Familie samt Zitaten seiner zehn Geschwister, die aus unterschiedlichen Jahrzehnten berichten. Aber die Frie-Geschwister treten kaum als Individuen hervor,…

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Ulrike Siegel Bauernhof Dorf

Buchkritik: Was die Dörfer einst zusammenhielt, von Ulrike Siegel (2022) – 7/10

18 Dorfbewohner aus Deutschland, geboren etwa zwischen 1951 und 1964, erzählen in 19 Geschichten von ihren frühen Kindheitsjahren auf dem Dorf – oder von ihren Großeltern, dann geht es bis in die 1930er Jahre zurück. Oft geht es um Bauern, aber auch um die arme Schneiderin Omi Anni, den fahrenden Höker Alwiss und die bescheidene…

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Buchkritik: Unheile Heimat, von Annemieke Hendriks (2009) – 7/10

Fazit: Die Autorin liefert interessante Einblicke in entlegene Winkel Europas, in denen Kulturen und Sprachen aufeinandertreffen – in Dörfern und Regionen sowie in einzelnen Familien. Ihr Stil ist zu wohlmeinend didaktisch, zudem schreibt sie zeitweise zu Banales, produziert Stilblüten und Tippfehler. Die komplexen Familienverhältnisse und die verschlungenen Wege der Akteure zwischen Ländern, Regionen und Tätigkeiten…

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Buchkritik: Tomaten, von Annemieke Hendriks (2017) – 7/10

Annemieke Hendriks liefert viele interessante Einblicke in die industrielle Tomatenzucht Europas und räumt mit Nachhaltigkeitsmythen auf. Sie schreibt leicht lesbaren Reportagestil: unentwegt erzählen Forscher, Züchter und Glashaukonstrukteure Lehrreiches in direkter Rede. Viele Schwarz-Weiß-Bilder kommen hinzu, allerdings keine Statistiken und Infografiken – entsprechende Zahlenkolonnen fasst Hendriks in Worte. Amazon-Werbelinks: Tomaten-Buch | Annemieke Hendriks | Landwirtschaft Europa Annemieke Hendriks (*1956)…

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Kritik Geschichtsbuch: Rebels against the Raj, von Ramachandra Guha – 7/10 (2022, über Weiße im indischen Unabhängigkeitskampf)

Der bekannte indische Historiker und Gandhi-Biograf Ramachandra Guha porträtiert sieben Amerikaner, Engländer und Iren, die in Indien gegen die englische Kolonialherrschaft arbeiteten und deswegen Zeit im indischen Gefängnis verbrachten; nur wer einsaß, gelangte ins Buch. (Auf den Seiten 330 und 413ff listet Guha allerlei weitere Engländer, die für die indische Sache kämpften.) Einige dieser vier…

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Kritik engl. Wanderbuch: The Sierras of Extremadura, von Gisela Radant Wood (Cicerone-Verlag) – 8/10

32 sehr nützliche Tourenvorschläge bis ca 15 km Länge, pro Tour gibt’s eine Einstufung des Charakters, informative Farbfotos, eine farbige Karte und nützliche Parkplatztipps für enge Dörfer. Die Autorin scheint sich auf einige Gebiete der Extremadura zu konzentrieren, liefert dort mehrere kombinierbare Touren und lässt  andere Gebiete ganz aus (Inhaltsangabe und Leseprobe beim Verlag). Teils…

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Thailand

Kritik Geschichtsbuch: Chris Baker, Pasuk Phongpaichit: A History of Thailand (4. Aufl 2022)

Die Autoren berichten von einem zutiefst undemokratischen, korrupten und brutalen Land – eine Bananenrepublik. Sie schreiben dicht und Blabla-frei, zugleich noch gut lesbar, jedoch ohne packende Narrative oder human interest. Chris Baker und seine Frau Pasuk Phongpaichit texten nicht streng chronologisch, sondern liefern thematische Kapitel innerhalb begrenzter Zeiträume etwa über Ideologien, Wirtschaft oder ethnische Fragen….

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Biografie-Kritik: Herrndorf, von Tobias Rüther (2023) – 7 Sterne

Fazit: Das Beste an dieser Biografie ist der Protagonist, dessen Leben und Kunst gleichermaßen faszinieren. Biograf Tobias Rüther erzählt leicht lesbar, mild feuilletonistisch, mit ein paar sprachlichen Tics. Er interessiert sich vor allem für Wolfgang Herrndorfs Bild- und Textschaffen und für sein Sozial-Digitalleben mit Höflichen Paparazzi und Zentraler Intelligenz Agentur in Berlin; weit weniger für…

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Biografie-Kritik: Pablo Picasso, The Minotaur Years 1933 – 1944, von John Richardson (2021) – 7/10

Richardson schreibt salopp und entschlackt, ohne ein überflüssiges Wort. Wie in den Vorgängerbänden positioniert sich John Richardson dezidiert meinungsfreudig, speziell bei sexuellen Konnotationen in Picasso-Werken: irresistibly phallic… a kinky cluster of boxed vaginas, beehive breasts, and turdlike fingers… unquestionably his most celebrated engraving… bloodied glove suggesting genitalia… her phallic nose of a face… scrotum-like heads…

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Thailand

Biografie-Kritik: Masked, The Life of Anna Leonowens, Schoolmistress at the Court of Siam, von Alfred Habegger (2014) – 8/10

Das Buch liest sich sehr leicht; aber es liest sich nicht wie ein Roman, denn Habegger bemüht sich nicht um Dramatisierung, dräuende Ankündigung oder verheißungsvolle Kapitelübergänge. Trotzdem erzählt Habegger entspannt, unprofessoral – wie unter Freunden bei einem Cognac am Kamin. Die Gliederung ist gut, viele kurze Unterkapitel erleichtern die Lektüre. Gleichzeitig wirkt alles seriös und…

Biografie-Kritik: Masked, The Life of Anna Leonowens, Schoolmistress at the Court of Siam, von Alfred Habegger (2014) – 8/10 Weiterlesen »

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