Kritik Robert Sedlaczek: Sprachwitze (2020) – 6/10

Immer wieder rekurriert der Autor auf Sigmund Freud, aber auch auf Schopenhauer und allerlei Linguisten, Historiker und Psychologen sowie Humoristen verflossener Jahrzehnte. Fett gedruckt nennt Autor Robert Sedlaczek zu fast jedem der über 500 zitierten Witze (Verlagswerbung) ein anderes Witzsubgenre, wie etwa Mutter-Kind-Witz, Lehrer-Kind-Witz, Dreizahlwitz, Unbildungswitz, Situationswitz, Dialogwitz, Metawitz, Zerlegungswitz, Essex-Girl-Witz, Antimännerwitz, Ethnowitz, Polenwitz, Türkenwitz,…

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Romankritik: Die Witwe Couderc (1942), von Georges Simenon – 7/10

Wie immer beschreibt Georges Simenon Details so plastisch, als ob er selbst dort aufgewachsen sei. Hier aus Jeans Perspektive,  überraschend allein auf dem Hof: Was gab es an diesem Tag zu tun? Er drehte das Rad des Ziehbrunnens und fing an, die Salatpflanzen zu gießen. Auch Brutapparate und Schwefelspritzen, die rote Augen machen, lernen wir…

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Romankritik: The Grammarians, von Cathleen Schine (2019) – 6/10

Daphne gilt als die Klügere. Doch Laurel kam 17 Minuten früher zur Welt und ist auch sonst überall als erste zur Stelle. Daphne mault: ”I’ll never catch up… you were alive for seventeen minutes without me. I was never alive without you.” Solch ein Dialog klingt nicht realistisch, aber unterhaltsam. Das Buch ist voll von…

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Lese-Eindruck Henry James: The Pension Beaurepas (1879), Point of View (1879), A Bundle of Letters (1882)

The Pension Beaurepas (1879): Henry James behandelt wieder das wichtigste Thema der Welt – Amis in Europa. Die Erzählung hat ein wenig Handlung und mild amüsante, satirisch gespreizte Dialoge, teils lustig. Henry James schreibt elegant elaboriert, aber hier nicht zu verschraubt. Alle wichtigeren Figuren in dieser Genfer Geschichte sind Amerikaner. Die Franko-Schweizer erscheinen untergeordnet und…

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Kritik Roman: Nationaldenkmal, von Julia Deck – 3/10

Fazit: Julia Deck zimmert eine sehr grobe, willkürliche Satire, jedoch nie lustig. Krasse Übertreibungen, wilde Schwenks in der Handlung nach Bedarf nehmen der Story jede Relevanz. Die Übersetzung unterwältigt. Das gesamte deutschsprachige Feuilleton applaudiert. Modern und altmodisch: Die Autorin springt in der ersten Buchhälfte alle paar Seiten zwischen völlig unterschiedlichen Milieus und Personen hin und…

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Romankritik: Der Aufbruch des Erik Jansen, von Sylvie Schenk (2012) – 7/10

Fazit: Sylvie Schenk, Männerversteherin! Sie schreibt einfühlsam über einen verschwurbelten Akademiker, der einer Versuchung nicht professionell widerstand. Die reizvollen Konflikte sind nachvollziehbar, wenn auch unfeministisch, und die Frauen im Leben der Hauptfigur Erik Jansen wirken unrealistisch. Trotzdem hat die Schülerin Johanna etwas Verführerisches. Sylvie Schenk presst dabei zu viel Reisebericht, Kafka, Latein und klassische Geschichte…

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Kritik Reiseführer: DuMont Reise-Taschenbuch Extremadura, von Jürgen Strohmeier (Dumont-Verlag) – 7/10

Trotz aller Kritik ein sehr gründlicher, offenkundig enorm kenntnisreicher, etwas hochkultureller und geldiger und weniger auf Natur und Sparfüchse bedachter Reiseführer für eine weniger bekannte Region, dem ich viele gute Tipps entnahm. Amazon-Werbelinks: Sierras of Extremadura (dieses Buch), Extremadura, Andalusien Zu hip: Die Macher verschwenden wertvolle Seiten mit Sprechblasen und Riesengroßdruck-Sätzen wie Schwebt da wirklich…

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Kritik engl. Wanderbuch: The Sierras of Extremadura, von Gisela Radant Wood (Cicerone-Verlag) – 8/10

32 sehr nützliche Tourenvorschläge bis ca 15 km Länge, pro Tour gibt’s eine Einstufung des Charakters, informative Farbfotos, eine farbige Karte und nützliche Parkplatztipps für enge Dörfer. Die Autorin scheint sich auf einige Gebiete der Extremadura zu konzentrieren, liefert dort mehrere kombinierbare Touren und lässt  andere Gebiete ganz aus (Inhaltsangabe und Leseprobe beim Verlag). Teils…

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Fahrradtransporttasche Evoc Bike Bag Pro – meine Erfahrung – 4/10

Fazit: Erstaufbau extrem umständlich und unübersichtlich, nur mit großer Mühe bewältigt, sehr unschön 29”/47er Reifen passen kaum in die Reifentaschen Reifen nicht gut geschützt: Bremsscheiben waren nach beiden Flugtransporten verbogen (aber nicht nach Autokofferraumtransporten ohne Evoctasche); außenliegende Reifenfächer nicht vertrauenerweckend, trotz gepanzertem Bremsscheibenschutz – ein Konstruktionsfehler? abnehmbares Vorderrad der Evoc-Tasche geht verloren,  wenn man es…

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In Andalusien war ich auch mal.

Kritik Roman: Eine Liebe, von Sara Mesa (2020) – 7,5/10

Sara Mesa schildert die Isoliertheit der Frau in ihrem neu angemieteten, vergammelten Landhaus einfühlsam und nachvollziehbar. Der Leser wohnt bald selbst dort, wundert oder ärgert sich über die seltsamen Kontakte wie den grobschlächtigen Vermieter oder den undurchsichtigen Píter – was will der wirklich, außer sie mit Ratschlägen überhäufen? Und was will sie selbst – das…

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In Andalusien war ich auch mal.

Kritik Sachbuch: Leeres Spanien, von Sergio del Molino (2016) – 3/10

Nach dem Vorwort für die deutschen Leser sind dies die ersten zwei Motive von La España vacia: Urlaubsfahrt durch das ländliche Wales (sic) das Wort “Gabel” in europäischen Sprachen (sic) Interessant. Etwas später geht es um die Aufteilung Frankreichs in Departements – all das vor dem ersten Wort über Spanien heute. Amazon-Werbelinks: Spanien, Sergio del Molino…

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Südspanien: Fotos faule Fahrrad-Tagestouren April 2024 (+ bisschen Text)

Faule unsportliche Tagestouren April 2024 mit Reise-MTB o. Motor ab Hervás, Plasencia, Caceres, Fregenal (jeweils Extremadura), Aracena, Córdoba (jeweils Andalusien). Kurze Anmerkungen ganz unten. Amazon-Werbelinks: Spanien, Andalusien, Extremadura Anmerkungen:  Google Maps hat wie immer viele  falsche positive Treffer für Kneipen etc, einmal folgte ich einem “Supermarkt”-Hinweis und landete vor einer Schinkenfabrik; trotzdem für Innenstädte und…

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Lese-Eindruck König der Könige, von Ryszard Kapuściński

Die unfassbare Machtfülle und die absurde, fast kritiklose Anbetung des äthiopischen Königs Haile Selassie faszinieren und interessieren vorübergehend. Dann jedoch wird die Bizarrerie repetitiv und sinnlos. Ryszard Kapuściński liefert keine Handlung, keine Entwicklung, nur Verallgemeinerung und mehr vom Bekannten, jedenfalls bis Seite 54, als ich aufgab. Die Übersetzung unterwältigt: immer wieder klingen Sätze nicht nach…

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Kritik Geschichtensammlung: Heute schon was vor? Geschichten über die Liebe, u.a. von Vanderbeke, Simmel, von Westfalen, Murakami – 4,5/10

Die Mehrzahl der Geschichten wurde auf Deutsch geschrieben, dazwischen sind auch Übersetzungen aus dem amerikanischen Englisch und aus dem Japanischen. Das wirkt heterogen, und die Qualität schwankt enorm; speziell die letzten beiden Geschichten – von berühmten Autoren – wirken wie Ausschuss. Im Durchschnitt erhalten die sieben Texte 4,57 von zehn Sternlein. Amazon-Werbe-Links: Kurzgeschichten, Liebe, Deutschland…

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Kritik Kurzgeschichten aus: Was ich dir schon immer sagen wollte, von Alice Munro (1974, engl. Something I’ve Been Meaning to Tell You1974) – 7/10

Material – 7/10 Exfrau eines Schriftstellers denkt an gemeinsame Jahre und an einen Wasserschaden, an dem sie nicht unbeteiligt waren. Munro mischt unaufdringlich mehrere Zeitebenen, Geschichten und Themen. Einzelne Szenen klingen wie immer sehr lebendig,  die Ich-Erzählerin säuselt nonchalant und unselbsteingenommen. Hätte Munro die Aspekte “Wie Schriftsteller Material findet” und “Mann unterdrückt Frau (die das…

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Kritik Kurzgeschichten: Ulla Meinecke, Ungerecht wie die Liebe (2010) – 5,5/10

Wiederkehrendes: Scheinbar moderne und zumindest semi-achtsame Menschen verhalten sich hier teils härter als gedacht – vor allem hintergehen sie ihre Partner, teils auch noch reuelos, mehrfach in Fernbeziehungen, wenn die Frau die vom Mann herbeigesehnte Wiederbegegnung kühl platzen lässt. Doch Männer stehen nicht besser da. Ulla Meinecke berichtet lakonisch bis lässig amüsiert, gefällig lesbar, aber…

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Thailand

Kritik Geschichtsbuch: Chris Baker, Pasuk Phongpaichit: A History of Thailand (4. Aufl 2022)

Die Autoren berichten von einem zutiefst undemokratischen, korrupten und brutalen Land – eine Bananenrepublik. Sie schreiben dicht und Blabla-frei, zugleich noch gut lesbar, jedoch ohne packende Narrative oder human interest. Chris Baker und seine Frau Pasuk Phongpaichit texten nicht streng chronologisch, sondern liefern thematische Kapitel innerhalb begrenzter Zeiträume etwa über Ideologien, Wirtschaft oder ethnische Fragen….

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Thailand

Kritik historisches Reisebuch: Temples and Elephants. Travels in Siam 1881 – 1882, von Carl Bock – 6/10

Fazit: Carl Bock (1849 – 1932) bringt interessante Begegnungen und Erlebnisse vor allem in Bangkok, Nordthailand, Laos. Die völkerkundlichen Passagen sind jedoch weitaus zu ausführlich;  Holzschnitte in SW erleichtern vereinzelt das Verständnis. Immerhin, Carl Bock textet jederzeit leicht lesbar und verständlich, er klingt auch nie muffig. Beschreibend: Der Naturwissenschaftler und spätere Diplomat Carl Bock beobachtet…

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Romankritik: Diese Fremdheit in mir, von Orhan Pamuk (2014) – 8/10

Fazit: Ein vielschichtiger, vielstimmiger Roman, der das Leben der kleinen Leute in Istanbul und die Stadtentwicklung selbst unterhaltsam erzählt. Überraschende Einblicke in Alltag, Mentalität und Denkweisen. Konstruktionsschwächen trüben das Vergnügen ein wenig. Wenn auch etwas konstruiert, rundet sich der Roman gefällig nach netto 561 Seiten Haupttext. 461 Seiten hätten auch gereicht. Amazon-Werbelinks: Diese Fremdheit in mir…

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Kritik Memoiren: Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt, von Orhan Pamuk 2003) – 5/10

Fazit: Orhan Pamuk liefert eher allgemeine Istanbul-Kunde, erzählt weniger aus seinem Leben, und selten richtig konkret story-artig, sondern eher zusammenfassend. Er reiht überwiegend Istanbul-Assoziationen ohne direkten Bezug zu seiner Biografie aneinander, etwas romantisch, aber oft ermüdend kleinteilig, detailliert und irrelevant, so etwa zu viel Reaktion längst vergessener Schriftsteller auf Istanbul. Die interessante Familie Pamuk erscheint…

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Kritik Erzählung: The Siege of London, von Henry James (1883) – 5/10

Eine vulgäre Amitussi – mehrfach geschieden, schlampiges Englisch („it ain’t“), und sträflich nicht aus New York, sondern aus dem wilden US-Westen – möchte Teil der feinen englischen Gesellschaft werden. Und das, obwohl die Dame primitiv Nancy Beck heißt – oder hieß, je nach unübersichtlichem Beziehungsstatus. Die Aufstrebende wird von mehreren distinguierten Herren beobachtet, Engländern und…

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Kritik Erzählung: Lady Barbarina, von Henry James (1884, 1908) – 6/10

Fazit: Der kurze Text liefert lange, teils witzige, hintersinnige Dialoge. Er reitet auch ermüdend herum auf Unterschieden zwischen Amerikanern und Engländern, geldigen Tatmenschen und standesbewusst ungeldigen Blaublütigen; er beginnt mit einem verwirrenden Personenreigen und lebt von einer kaum nachvollziehbaren Entscheidung der Protagonistin – Henry James schiebt seine Akteure umher wie transatlantische Schachfiguren, die seine Ideen…

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Biografie-Kritik: Herrndorf, von Tobias Rüther (2023) – 7 Sterne

Fazit: Das Beste an dieser Biografie ist der Protagonist, dessen Leben und Kunst gleichermaßen faszinieren. Biograf Tobias Rüther erzählt leicht lesbar, mild feuilletonistisch, mit ein paar sprachlichen Tics. Er interessiert sich vor allem für Wolfgang Herrndorfs Bild- und Textschaffen und für sein Sozial-Digitalleben mit Höflichen Paparazzi und Zentraler Intelligenz Agentur in Berlin; weit weniger für…

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Biografie-Kritik: Pablo Picasso, The Minotaur Years 1933 – 1944, von John Richardson (2021) – 7/10

Richardson schreibt salopp und entschlackt, ohne ein überflüssiges Wort. Wie in den Vorgängerbänden positioniert sich John Richardson dezidiert meinungsfreudig, speziell bei sexuellen Konnotationen in Picasso-Werken: irresistibly phallic… a kinky cluster of boxed vaginas, beehive breasts, and turdlike fingers… unquestionably his most celebrated engraving… bloodied glove suggesting genitalia… her phallic nose of a face… scrotum-like heads…

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Thailand

Biografie-Kritik: Masked, The Life of Anna Leonowens, Schoolmistress at the Court of Siam, von Alfred Habegger (2014) – 8/10

Das Buch liest sich sehr leicht; aber es liest sich nicht wie ein Roman, denn Habegger bemüht sich nicht um Dramatisierung, dräuende Ankündigung oder verheißungsvolle Kapitelübergänge. Trotzdem erzählt Habegger entspannt, unprofessoral – wie unter Freunden bei einem Cognac am Kamin. Die Gliederung ist gut, viele kurze Unterkapitel erleichtern die Lektüre. Gleichzeitig wirkt alles seriös und…

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Thailand

Biografie-Kritik: Louis ((Leonowens)) and the King of Siam, von W.S. Bristowe (1976) – 6/10

Fazit: W.S. Bristowe schreibt sehr lesbar, fast jovial ironisch, und er berichtet teils von Louis Leonowens, teils von anderem Bemerkenswerten, das ihm bei der Recherche unterkam – Geschehnisse am Königshof, Intrigen bei Provinzfürsten, der weltweite Teakhandel, Teakernte in Nordthailand, Handelspolitik, Innenpolitik, Regionalkriege, Exzentriker und Schönheiten im weiteren Umfeld von Louis Leonowens. Amazon-Werbelinks*: Bristowe/Louis Leonowens, Anna…

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Thailand

Romankritik: Four Reigns, von Kukrit Pramoj (1953, สี่แผ่นดิน, Si Phaendin) – 7/10

Fazit: Der dicke Roman hat einige Schwächen: die Hauptfigur ist zu monoton engelgleich, und einiges klingt zu didaktisch Thailand-kundlich. Die erste Buchhälfte ist zu unkritisch privat. Dennoch schrieb Kukrit Pramoj einen bewegenden Familienroman mit vielen Einblicken in Kultur, Gesellschaft, Geschichte und Sprache der oberen Mittelschicht in Thailand; mit markanten Charakteren, plausiblen Überraschungen – und tragischen Tiefschlägen,…

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Thailand

Roman-Kritik: Many Lives, von Kukrit Pramoj (หลายชีวิต, Lai Chiwit, 1954) – 6/10

Fazit: Das ist kein Roman, es sind nicht mal Kurzgeschichten: Kukrit Pramoj liefert bestenfalls elf konventionell, aber flüssig getextete, unverbundene Lebensabrisse von Dorf- und Kleinstadtbewohnern. Pramoj verzichtet weitgehend auf markante Details, Dialog, Konflikt, Spannung, Schlusspointen, Zeitsprünge, Andeutungen, Humor, Historisches oder Soziales oberhalb der Dorf-Ebene. Pramoj schreibt zu didaktisch, seine Figuren haben zu wenig Fleisch und…

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Roman-Kritik: Roman d’Amour, von Sylvie Schenk – 6/10

Die Frage im Roman ist nicht, wie viel vom Leben der fiktiven Autorin Charlotte im Leben ihrer Figur Klara steckt, sondern wie viel die unangenehm fragende Journalistin herausfindet. Womit noch nichts über das Liebesleben der wahren Autorin Sylvie Schenk gesagt ist. Oder doch? (Ich sag‘ nur – ) Obwohl alles Wichtige schon frühzeitig bekannt wird,…

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Kritik Sachbuch: Fritz Bauer, von Ronen Steinke (2014) – 6/10

Fazit: Fritz Bauer ist eine hochinteressante Figur der Zeitgeschichte und Ronen Steinke ein interessanter Journalist und Jurist mit ungewöhnlichem Profil. Doch dies ist keine große Biografie. Sie leidet unter vielen Zeitsprüngen, teils unglücklicher Sprache und ausschweifenden juristischen Betrachtungen. Steinke schreibt zwar leicht lesbar, jedoch nie angenehm oder einladend. Amazon-Werbelinks: Ronen Steinke | Fritz Bauer |…

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