• Auswandern,  Biographie,  Buch,  Gut,  Historisches Buch,  Musikbuch,  Sachbuch,  USA

    Kritik Biografie: Georg Kreisler gibt es gar nicht, von Hans-Jürgen Fink und Michael Seufert (2007) – 7 Sterne

    Ein hochinteressanter Charakter hat ein hochinteressantes Leben in einer hochinteressanten Zeit. Er und seine langjährige Bühnen- und Lebenspartnerin reden darüber ausführlich und „auf das Freundlichste“ (Nachwort) mit zwei Journalisten, sie überreichen Fotos und Zeitungsausschnitte, auch die witzigen Liedtexte darf man zitieren. Besser könnte die Ausgangslage für eine Biografie kaum sein – freilich wirkt es schon fast wie eine schönfärberische Autobiografie. Auch Kreislers autobiografische Texte zitieren die Autoren kommentarlos. Viele Buchaussagen basieren scheint’s allein auf Kreislers Erzählungen und Zeitungsausschnitten. Ob Kreisler auch weniger Löbliches erwähnte? Im Buch kommt das nicht vor. Kritik gibt’s nicht (auch keine Lobhudelei), und nur ein einziges Mal zitieren Fink/Seufert explizit einen anderen Zeitzeugen: „Jürgen Schmidt erzählt…“…

  • Auswandern,  Belletristik,  Buch,  Interkulturell,  Roman

    Lese-Eindruck: Europastraße 5, von Güney Dal (1981)

    Güney Dal beschreibt zunächst detailliert und plastisch Gefühle und Lebensumstände kleiner türkischer Gastarbeiter im Vorwende-Westberlin. Allerdings stören mich persönlich Dinge: Vater Hasan, solange er noch lebt und in Rückblenden, erzählt weitschweifend vom Krieg. Damit ermüdet er seine Familie – und den Leser. Und Sünbül, die Frau der Hauptfigur Salim, war in der Psychiatrischen und verhält sich wunderlich, glaubt an Derwische etc., ausführlich von Autor Güney Dal geschildert: Wenn ihr nicht die Augen auf den Boden gefallen und schmutzig geworden wären… Und dann muss man natürlich das Hauptmotiv des Romans verkraften: Vater Hasan, ohne Aufenthaltserlaubnis in Berlin gestorben, wird in einem Karton von Berlin nach Anatolien gefahren: Salim zeigte sich sehr…

  • In Andalusien war ich auch mal.
    Auswandern,  Buch,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch,  Spanien

    Kritik Spanien-Bericht: Capricho. Ein Sommer in meinem Garten, von Beat Sterchi (2021) – 3 Sterne

    Dies ist teils Autofiktion, teils Huertofiktion. Beides nervt. Denn sonst ist es nichts. Irgendetwas über Landflucht, Klimawandel, persönliche Abenteuer, demografischen Wandel, Bürgerkrieg, Tourismus, spanische oder EU-Politik, Dorfsoziologie etc. sagt Beat Sterchi nicht, auch wenn er ein bisschen über die Szene an der Küste spottet und in der Hängematte Bücher über Spanien ab 1936 liest. Sterchi erwähnt nicht mal Castellón, die spanische Provinz, aus der er berichtet, verrät nur ein paar Kleinstadtnamen Nichts passiert. Kein Konflikt, kein Drama, keine Liebe, kein pfiffiger Dialog, keine Politik im Dorf. Von den Nachbarn hören wir ein paar kauzige Sprüche. Zwischendurch kommen Frau und Tochter zu Besuch, sie erhalten wenige Zeilen. Den „lieben Freund Miguel“…

  • Annehmbar,  Auswandern,  Belletristik,  Buch,  Roman

    Kritik Schweizer Kuhroman: Blösch, von Beat Sterchi (1983) – 6/10 Sterne

    Fazit: Beat Sterchi berserkert mit Sprache und Inhalt, dass es spritzt. Hochdetailliert und wortgewaltig beschreibt er Abläufe auf einem sehr altmodischen Milchviehbauernhof und im Schlachthof. Wie die Kuh Blösch bestiegen und schließlich geschlachtet wird, schildert Sterchi über jeweils mehrere Seiten und ohne Rücksicht auf Sensibilitäten. Amazon-Werbelinks: Beat Sterchi In den Zisternen: Sehr viel Plot gibt es nicht, Autor Sterchi (*1949) ergeht sich in Alltagshandlung: Der einfache Spanier Ambrosio kommt als Stallknecht zum  Knuchelbauern in die Deutschschweiz. Das eigentliche Ereignis sind Beat Sterchis Einblicke in archaische Landwirtschaft, später in den Schlachthausbetrieb, und sein ebenso mächtiger Ton: Er hörte die Milchbläschen in Meyes Drüsengewebe platzen… hörte er die Milch durch die Kanälchen…

  • Auswandern,  Buch,  Frankreich,  Gut,  Sachbuch,  USA

    Kritik Koch-Reportage aus USA, Frankreich: Dreck, von Bill Buford (2020, engl. Heat) – 7 Sterne

    Bill Buford praktiziert zunächst kurz bei französischen Starköchen an der US-Ostküste und verbringt dann den größten Teil seines Buchs in Frankreich – samt Frau und dreijährigen Zwillingen. Aus den logistischen Schwierigkeiten und Auseinanderssetzungen in der Familie gewinnt Buford witzige Dialoge. Ansonsten wirkt die häufige Selbstironie im ersten Drittel teils pflichtschuldig und routiniert. Er sagt selbst beim Sprachunterricht: I’d thrown myself into telling a story with a punch line. Ein ganzer Buchteil heißt gar „Lyon with Twin Toddlers“. Und besonders verblüffend für den Amerikaner in einer französischen Bäckerei: money changing hands, all cash. Hauptsache, es schmeckt: Bill Buford redet viel übers Kochen heute und in früheren Jahrhunderten, über Köche, über abstoßenden…

  • Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch

    Kritik Biografie: Die Löwin. Tania Blixen in Afrika, von Tom Buk-Swienty (2019, or. Løvinden – Karen Blixen i Afrika) – 6 Sterne

    Fazit: Tom Buk-Swienty liefert weit mehr Fakten und Bilder als andere Biografen, und er nutzt neu erschlossene Quellen, vor allem zu Blixens Financier und Onkel Aage Westenholz. Er beschreibt ausschließlich Tania Blixens afrikanische Zeit, und das auf über 700 Seiten. Die Biografie lässt sich leicht lesen, obwohl sie (jedenfalls in der Eindeutschung von Ulrich Sonnenberg) sprachlich unterwältigt und ermüdend Krise an Krise reiht. Amazon-Werbelinks: Jenseits von Afrika | Tania Blixen | Ganz Afrika | Kenia Männer, Heuschrecken, Dürre, Krieg, Krankheit: Buk-Swienty kommt Tania Blixen nicht nah, klingt zuweilen spöttisch, herablassend oder leiert schlicht die Fakten aus seinem riesigen Materialberg herunter, hier aus einem einzigen Absatz: Ein paar Stunden später erreichten…

  • Thailand
    Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Deutschland,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch

    Kritik Biografie: Walter Spies, Ein exotisches Leben, von Michael Schindhelm (2018) – 5/10 Sterne

    Trotz aller Schwächen kann diese Walter-Spies-Biografie kaum ganz missglücken, denn Autor Michael Schindhelm hat fantastisches Ausgangsmaterial: Walter Spies‘ abenteuerliches Leben in Russland, Deutschland, auf Java und Bali mehrere Forschungsberichte zu Walter Spies Walter Spies‘ pfiffige Briefe v.a. an seine Mutter Walter Spies‘ faszinierende Malerei Michael Schindhelm zitiert freilich zu wenig Spies-Briefe zu knapp zu kalauer-orientiert; und er zeigt zu wenig Spies-Bilder zu klein. Auf Bali präsentiert Schindhelm seine Figur vor allem als Kulturlöwe und Promi-Gastgeber. Amazon-Werbelinks: Walter Spies | Michael Schindhelm Anfang mit dem Ende: Am Anfang schildert Autor, Regisseur und Kulturmanager Michael Schindhelm das Kriegs-Ende von Walter Spies – ein billiger dramaturgischer Trick. Und er schildert es kursiviert, mit…

  • Thailand
    Auswandern,  Buch,  Gut,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch,  Thailand

    Kritik Thailand-Buch: Love, Money and Obligation: Transnational Marriage in a Northeastern Thai Village, von Patcharin Lapanun (ersch. 2019) – 7 Sterne – mit Links

    Dies ist ein sprödes Soziologiebuch. Es steckt voller Statistik und Verallgemeinerung aus den Nullerjahren und davor – Eheschließungen, Migration, Gelderwerb, Landwirtschaft, Familienorganisation, Landesgeschichte, Tourismus, Ost-West-Kinder, Glaube, Thai-Familie. Eingestreut sind ein paar kurze Fallgeschichten von Thai-Paaren, gemischten Paaren und einzelnen Thailänderinnen, wiederum spröde erzählt. Eine mehrseitige „Conclusion“ am Ende jedes Kapitels und ein eigenes „Conclusion“-Kapitel am Ende des Buchs erzeugen noch mehr Abstraktion und Redundanz. Der Thai-Land-Tourist vernimmt viele interessante Fakten und statistische Bestätigungen des womöglich Immer-schon-Vermuteten – und ein paar verblüffende Behauptungen. Die  Anthropologin Patcharin Lapanun von der Uni Khon Kaen (KKU) liefert überraschende Informationen zu thailändischer Arbeitsmigration und internationaler Ehevermittlung auf Dorfebene. Wie der Titel sagt, will Lapanun genauer…

  • Thailand
    Auswandern,  Belletristik,  Buch,  England,  Gut,  Hongkong,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Roman

    Romankritik: Aufregende Zeiten, von Naoise Dolan (2020, engl. Exciting Times) – 8 Sterne

    In Hongkong hat der reiche Banker Julian, 28, Brite, eine WG+ mit der armen irischen Englischlehrerin Ava, 22: Sie lebt gratis bei ihm, packt seine Koffer, erledigt den Müll und erträgt seine billigen chinesischen Zigaretten; nachts geht’s manchmal in die Kiste, zumindest oral. Aushälter und Haushälterin betonen das Unverbindliche, letztere etwas zähneknirschend. Ihre Sicht zu Romanbeginn: I am glad Julian does not demand intimacy, and annoyed at him for not offering it. (Ich kenne nur das engl. Original und kann die Eindeutschung von Anne-Kristin Mittag nicht beurteilen.) Allmählich äußert sich in flapsigen Randbemerkungen, im Abholen am Flughafen, auch Sympathie. Er nennt sie, so die Ich-Erzählerin, a tiger cub, and I…

  • Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Japan,  Sachbuch

    Kritik Japan-Buch: Grammatik des Lächelns, von John David Morley (1985, engl. Pictures from the Water Trade) – 6 Sterne

    John David Morley beschreibt das Japan der 1970er mit großen staunenden Augen, wie ein Tourist, zu genau, zu nacheinander, zu angelesen, und nicht schriftstellerisch abgeklärt, nicht souverän gefiltert. Er erzählt ein paar Begegnungen fast zu detailliert; dazu kommen lange verallgemeinernde Seiten voll kursivierter japanischer Ausdrücke. Dafür gab’s allerhöchstes Lob. Ganz genau: Das beginnt schon mit dem ersten Kapitel, ein lokaler Bonze schleift die Hauptfigur Boon durch Nachtclubs: Morley schildert alles gewissenhaft, bis zum Nackttanz auf dem Tresen, und frohlockt andertags doch tatsächlich: Boon woke up to find that overnight he had arrived in Japan. Kein Wunder, dass der Erzähler alles Japanische erklärt – von Tatami bis Kotatsu -, im Lauftext…

  • Thailand
    Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch

    Buchkritik: Nach dem Monsun, von John David Morley (2001) – 6 Sterne

    Das Buch enthält vier etwa gleich lange Teile über: Singapur mit englischer Familie und malaiischen Angestellten; England mit erweiterter englischer Familie; Ghana mit englischer Familie und afrikanischen Angestellten; sowie England im Internat. Morley schreibt über Jahre ab etwa 1952, er ist vier bis etwa zehn Jahre alt. Er schreibt aus Kinderperspektive, wir lernen vor allem seine zwei Schwestern, Schulfreunde und einheimische Hausangestellte kennen. Er liest sich halbwegs interessant, Motive aus frühen Buchteilen kehren später wieder, verbinden so (halbwegs) die sehr disparaten Lebensabschnitte. Amazon-Werbelinks: Singapur | Südostasien | China Asien: John David Morley (1948 – 2018) schildert zunächst frühe Kindheitsjahre mit Eltern, zwei Schwestern und 13 malaiischen Hausangestellten in Singapur. In…

  • Thailand
    Auswandern,  Biographie,  Buch,  Gut,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch

    Kritik Memoiren. My Other Family: An Artist-Wife in Singapore, von Patricia Morley (1994) – 7 Sterne

    Von 1946 bis 1948 lebte die Engländerin Patricia Morley in Singapur mit englischem Mann und eigenen Kindern – und mit mehreren malaiischen Hausangestellten plus Anhang. Über die Malaiien (gutteils aus Indonesien) berichtet Morley in diesem Buch. Außerdem zeigt die künstlerisch ausgebildete Autorin 16 Kohlezeichnungen in ordentlicher SW-Qualität auf Kunstdruckpapier. Obwohl ihr Mann in der Kolonialverwaltung arbeitete, kommt Politisches nicht zur Sprache. Patricia Morley redet nur über Persönliches und Äußerliches. Vielleicht ist das Politische an ihrem Bericht, dass Morley die Verhältnisse nie in Frage stellt, auch  nicht die Niedrigstlöhne ihres Personals. Harte Ungerechtigkeiten und das frauenfeindliche Klima spricht sie knapp und nüchtern oder gar nicht an. Laut Eigendarstellung im Buch behandelt…

  • Auswandern,  Bayern,  Biographie,  Buch,  Deutschland,  Gut,  Italien,  Sachbuch

    Buchkritik: Die Seele des Psychologen, von Wolfgang Schmidbauer (1994) – 7 Sterne

    Wolfgang Schmidbauer (*1944) schreibt unaffektiert bildhaft. Etwa: Mir fehlte die Begabung meines Bruders. Er konnte aus einem Gewimmel von Widerständen, Kondensatoren und Röhren ein funktionierendes Radio bauen. „Autobiografisch“ oder „autofiktional“ dürfen m.E. nur Wolfgang Schmidbauer und John Updike schreiben, bei anderen wird’s Geseiche. Auch Dativ-e ist kein Thema („im Land“). Affektiert klingt Schmidbauer jedoch eventuell bei den vielen Bezügen auf klassische Literatur und Mythen. Außerdem hat Silke zu dicke Beine. Sie wusste das auch selber. Wolfgang Schmidbauer bei Amazon (Werbe-Link) Im ersten Buchteil findet Schmidbauer seine erste Frau Silke, die Toskana und ein Haus dort. Schmidbauer beschreibt die Annäherung mit der Studentin Silke nachvollziehbar und stellt sich selbst keinesfalls ins…

  • Auswandern,  Biographie,  Buch,  Gut,  Interkulturell,  Italien,  Sachbuch

    Besprechung: Ein Haus in der Toskana, von Wolfgang Schmidbauer (1990, erw. 1995) – 7 Sterne

    Rund 70 von rund 188 Seiten* füllt Wolfgang Schmidbauer mit Text-Portraits seiner Nachbarn in der Toskana – die Überschriften heißen „Gino und die Kühe“, „Consilio und Maria“ oder „Dario der Hirte“, alle jeweils rund sechs bis acht Seiten lang, fast wie ein feststehendes Zeitschriftenformat. Wolfgang Schmidbauer bei Amazon (Werbe-Link) Portraits und Beschauliches: Dazu kommen lyrische Betrachtungen, an denen ich teilweise abglitt, mit Überschriften wie „Die Lichter der Ebene“, „Ein hohler Baum“ oder „Zurück über den Apennin“. Womöglich ist das Nature Writing, ich brauche aber Dialog, Handlung, Konflikt, Human Interest, Interkultur. Immerhin gibt es hier auch Abhandlungen über Veränderungen im Eisenwarenladen, über ein Dorffest, „Schlangengeschichten“ sowie „alle intimen Entleerungen und Reinigungen“.…

  • Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Deutschland,  Interkulturell,  Lustig,  Sachbuch

    Besprechung: Schadenfreude, A Love Story, von Rebecca Schuman (2017) – 4 Sterne

    Dies ist der Lebensweg einer US-Germanistin, kein Buch über Amis und Deutsche in Deutschland. Die US-Amerikanerin Rebecca Schuman hat eine (S. 212*) all-consuming love for the German canon… A reverence that hovered somewhere between religious and sexual ecstasy Zuerst verfällt sie Kafka („the German language’s most famous writer“), später auch Thomas Mann, Wittgenstein und anderen Philosophen. Doch bei ihren längeren Besuchen in Deutschland trifft Schuman nur wenige, und bizarre,  Deutsche, u.a. Ordnungsfanatiker („the Herrmann family shit-show“) und sehr grottige Berliner. Auf dieser Datenbasis referiert sie über die „Germans“ mit kühnen Verallgemeinerungen. Jahrelang am Stück gelebt hat sie nie im Deutschsprachigen. Schuman überblickt rund 20 Jahre Deutsch(land)-Faszination, doch sie berichtet gutteils…

  • Annehmbar,  Asien,  Auswandern,  Buch,  Deutschland,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch

    Kritik Sachbuch: Der fremde Deutsche, von Umeswaran Arunagirinathan (2017) – 5 Sterne

    Der Autor, mit 12 aus Sri Lanka geflüchtet, heute dunkelhäutiger Herzchirurg in Deutschland, hat mit ausländerfeindlichen Patienten zu tun, die er darum besonders aufmerksam betreut, und scheitert an vielen Disko-Türen. Tolle Unterstützung bekommt er andererseits auch. Dieses Buch über einen südasiatischen Flüchtling in Deutschland beginnt in…  London, und dort lernen wir schlagartig zu viele Familienmitglieder kennen. Kurz danach stellt Umeswaran Arunagirinathan (*1978) seine… afghanische Ersatzfamilie in Deutschland vor, samt Kosenamen. Auch viele andere Vertraute des Autors in Hamburg und Kiel sind zunächst nicht-deutschstämmig: Iraner, Ghanaer, Japaner, Polen. Umeswaran Arunagirinathan auf Amazon (Werbe-Link) Teils interessant: Arunagirinathan schreibt teils Interessantes, aber nie gut. Die Sprache klingt fad, manchmal  verschluckt er wichtige Details,…

  • Thailand
    Asien,  Auswandern,  Belletristik,  Buch,  Film,  Gut,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Roman,  Spielfilm,  Südostasien

    Roman + Film: Heiße Küste / The Sea Wall / Un barrage contre le pacifique, von Marguerite Duras (1950, 2008) – 7 Sterne – mit 2 Videos

    Marguerite Duras verarbeitet im Roman Heiße Küste ihre eigene, ärmliche Kindheit im Indochina der 1920/1930er Jahre, offenbar in Prey Nob, Kambodscha, zwischen Kampot und Sihanoukville (der Ort auf Google Maps). Sie schildert eine verlotterte Kleinfamilie in öder Einsamkeit, deren landwirtschaftliche Pläne längst scheiterten. Rohheit, Opportunismus, Willkür: Das Buch ist voll Rohheit, Opportunismus (bis hin zu Diebstahl und Prostitution), Gleichgültigkeit und Willkür. Alle sind käuflich oder verkaufen andere, Weiße und Khmers, vor allem die Frauen handeln mit sich selbst. Marguerite Duras erzählt das gelangweilt, desinteressiert, wie erdrückt von der Hitze. Jede Niedertracht der Akteure kommt beiläufig. Manchmal scheint ihr Umgang mit dem Leser genauso unwirsch wie der Ton der Akteure untereinander,…

  • Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Frankreich,  Lustig,  Mediterran,  Sachbuch

    Buchkritik: Amore al dente / Only in Naples / The Mother-in-Law Cure, von Katherine Wilson (2016) – 6 Sterne

    Ich habe mehrmals laut gelacht, vor allem im ersten Viertel, das gibt’s nicht oft. Die US-Autorin haut ihre neapolitanische Gastfamilie nur ein bisschen in die Pfanne, eher sich selbst, ihre US-Sitten und Italien im allgemeinen. Trotzdem war mir unbehaglich: Wilson erzählt mit zu viel Dampf. Wie eine Bühnenkomikerin scheint sie eine Anekdoten-Mindestzahl pro Seite rauszuhauen, darunter Sprüche fürs Poesiealbum wie Goethe said, „See Naples and die.“ I saw Naples and started to live.* Es wunderte mich gar nicht, als Wilson über ihre Jugend schrieb: What i loved to do was perform… i studied acting… i performed the leading role in nearly thirty plays… Und mit dieser Energie textet Katherine Wilson…

  • Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Frankreich,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Sachbuch,  USA

    Buchkritik: When in French. Love in a Second Language, von Lauren Collins (2016) – 4 Sterne

    Fazit: Lauren Collins ist zu ergriffen von allem: die lieben lebenslustigen französischen Schwiegereltern, das savoir vivre, die Linguistik, mehr Linguistik, Mutterglück auf Französisch, und noch mehr Linguistik – die Dinge strömen aufs Papier, die Autorin verliert sich. Die US-Amerikanerin Lauren Collins (*1980) trifft in London den französischen Mathematiker Olivier; sie heiraten und ziehen ins frankophone Genf. Autorin Collins spricht zunächst kaum Französisch. Sie erzählt einzelne interkulturelle und linguistische Wunderlichkeiten aus London, Genf, Korsika und Bordeaux, der Heimat ihres Mannes, und sie berichtet subtil und interessant von den Schwierigkeiten, wenn man die Landessprache kaum versteht. Auf Amazon: Lauren Collins | Katherine Wilson Überfrachtet: Diese Abschnitte klingen interessant, momentweise lustig und gehen…

  • Annehmbar,  Auswandern,  Buch,  China,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Reisebuch,  Sachbuch

    Über den Reisebericht von W. Somerset Maugham, Das Lied des Flusses (1922, engl. On a Chinese Screen)

    Somerset Maugham auf Amazon (Werbelinks): allgemein | Kurzgeschichten | Romane | englisch Auf Amazon (Werbelinks): Bücher zu Hongkong | Südostasien | China Der schmale Band enthält 58 kurze, unverbundene Eindrücke von der China-Reise, die Maugham 1919 unternahm. Jedes Stück ist nur ein bis drei Seiten lang. W. Somerset Maugham (1874 – 1965) portraitiert wenig Chinesen, sondern vor allem europäische Diplomaten, Seefahrer, Kaufleute, Missionare. Einmal schildert er nur, wie er auf einem Sessel in ein Dorf und in eine Pension getragen wird. Die Einzelteile haben nichts miteinander zu tun und oft wird der Ort nicht genannt. Das klingt schon distanziert, und dazu pflegt Maugham einen schnöseligen, snobistischen Ton; er redet gern…

  • Auswandern,  Biographie,  Buch,  Deutschland,  Historisches Buch,  Sachbuch

    Erster Lese-Eindruck: Deutschjüdische Glückskinder. Eine Weltgeschichte meiner Familie, von Michael Wolffsohn (2017)

    Geschichtsprofessor Michael Wolffsohn hat eine fulminante wahre Geschichte an der Hand: seine Großeltern, gutsituierte Deutschjuden, fliehen 1939 aus Deutschland nach Palästina und kehren schon 1949 zurück nach Berlin. Doch Wolffsohn kleistert sein 3-Generationen-Narrativ mit Kalauern zu, erzählt zudem unorganisiert, nicht um Nachvollziehbarkeit bemüht und selbstgerecht. Darum habe ich die Lektüre auf Seite 100 von 416 (zzgl. Anhang) abgebrochen, gebe keine Sternewertung und poste dies nicht bei Amazon oder Goodreads. Mein Leseeindruck hier bezieht sich also nur auf die ersten 100 Seiten. Geschichte und Geschichten: Als Familienmitglied hat Wolffsohn (*1947) Zugriff auf Geschichten und Fotos, als Prof. Dr. hat Wolffsohn Zugriff auf Geschichte und womöglich etwas kritische Distanz. Nein, keine kritische…

  • Auswandern,  Belletristik,  Buch,  Gut,  Hot Country Entertainment,  Roman,  Südostasien

    Kritik Erzählung: Freya von den Sieben Inseln, von Joseph Conrad (1912, engl. Freya of the Seven Isles) – 7 Sterne

    Dieser Ich-Erzähler berichtet sehr sicher und gefällig, wie ein Seebär beim Cognac, man folgt der Geschichte gern. Die beginnt freilich auch zu malerisch: Die schöne Freya im Haus überm Meer spielt auf dem Klavier, und ihr Galan Jasper reist per Zweimaster an. Freyas wohlmeinender Kapitänvater retiriert derweil verständnisvoll auf die hintere Veranda. Der Ton ist runder als in frühen Romanen etwa aus Joseph Conrads Lingard-Trilogie. Es gibt keine quälenden Längen, auch keine Hektik oder deftige Ironie (wie in einigen frühen Kurzgeschichten aus Tales of Unrest). Es gibt allerdings auch keine interkulturellen Begegnungen, keine Diplomatie der Kulturen – auf dieser exotischen Bühne agieren nur Dänen, Engländer und Niederländer; die Geschichte handelt…

  • Auswandern,  Belletristik,  Buch,  Gut,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Interkulturell,  Roman,  Südostasien

    Romankritik: Almayers Luftschloss bzw. Almayers Wahn, von Joseph Conrad (1895, engl. Almayer’s Folly, Lingard-Trilogie Teil 3 von 3) – 7 Sterne – mit 2 Videos

    Fazit: Es klingt, als hätte Joseph Conrad (1857 – 1924) seinen Erstlingsroman schnell rausgehauen, atemlos, seitenlang kein Absatz, kein Dialog, Zeitsprünge, Fokus- und Szenenbrüche, wichtige Aspekte aufgeregt wiederholend. Aber der Plot läuft meist zügig durch und wird im letzten Drittel sehr spannend. Es gibt kaum hohle Verallgemeinerungen, wenig mystisches Geraune, das Nature Writing ist nüchtern eindrucksvoll, und noch verzichtet der Autor auf sein späteres Lieblingsmotiv, nächtlich dräuende Wolkentürme über spiegelglatter See. Der Kolonialismus erscheint als brutal, aber ohne streng gutmenschelnden Anklagefinger. Verblüffend, dass Joseph Conrad die Teile 2 und 3 der Lingard-Trilogie so vergleichbar plottete. Stil: Die knapp 16 Seiten von Kapitel 11 bilden gegen Ende eine Ausnahme vom zügigen…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Kritik Biografie: The Lives of Beryl Markham, von Errol Trzebinski (1993) – 6 Sterne

    Biografin Errol Trzebinski lebte zumeist in Kenia und schrieb vor dieser Biografie andere Kolonialkeniabücher – so berichtet sie hier nicht nur detailliert Beryl Markhams Leben, sondern flicht auch viel Lokolkolorit ein wie: In Nairobi Dr. Ribeiro, a Goan, rode a tame zebra to his sickest patients and his rooms ((…)) were made from old packing cases. Ob sie hier von ihren früheren Keniabüchern übernahm, weiß ich nicht. Errol Trzebinski (*1936) kannte Beryl Markham seit einer Interview-Serie 1974. Sie recherchierte dieses Buch ernsthaft offenbar seit 1986, vielleicht schon seit 1974, wollte aber lt. Vorwort vor einer Veröffentlichung explizit Markhams Tod abwarten, um sie nicht vor den Kopf zu stoßen. Viele der…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Kritik Beryl-Markham-Biografie: Straight on Till Morning, von Mary S. Lovell (1987, dt. Beryl Markham, Leben für Afrika) – 6 Sterne

    Fazit: Diese Biografie einer starken, abenteuerlichen und oft unsympathischen Frau ist flüssig geschrieben und offenbar gründlich recherchiert. Nur gelegentlich schweift Biografin Mary S. Lovell zu weit ab (zu Randfiguren, Rennpferden, Kleinflugzeugen und Königshaus) und schreibt zu emotional. Trotz der breit erklärten Sympathie für Beryl Markham (1902 – 1986) liefert Lovell keine Gefälligkeitsbiografie, sondern schildert auch weniger einnehmende Seiten der Fliegerin. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Leidenschaftlich: Mary S. Lovell (*1941) stürzte sich laut Vorwort spontan und leidenschaftlich in die Markham-Biografie und knickte dafür eine andere laufende Arbeit. Wie Markham interessierte sich auch Lovell sehr für Rennpferde und alte Flugzeuge. Mitunter trägt der Enthusiasmus Lovell fort, sie…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Erster Eindruck Autobiografie: Westwärts mit der Nacht, von Beryl Markham (1942, engl. West with the Night)

      Ich kenne die Beryl-Markham-Biografien von Mary S. Lovell und Erroll Trzebinski. Autobiografien wie diese von Beryl Markham über sich selbst lese ich normalerweise gar nicht, weil sie mir zu einseitig sind. Laut Biografinnenmeinung stimmt auch nicht alles in den Markham-Memoiren, aber das erwartet man ja auch nicht. Doch die Markham-Memoiren werden allseits für ihren Stil gelobt, u.a. von Ernest Hemingway und (unabhängig von ihm) von Martha Gellhorn; sie hält – wie andere – die Markham-Memoiren für teils ebenbürtig mit Tania Blixens stimmungsvollem Jenseits von Afrika (Seite x und xi des 1984er-Martha-Gellhorn-Vorworts zu West with the Night in der britischen Virago-TB-Ausgabe von 1988 auf Basis der North-Point-Wiederauflage von 1983; eine…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Kenia-Kolonialbuch-Kritik: Weißes Verhängnis, von James Fox (1982, engl. White Mischief) – 6 Sterne – mit Video

    Fazit: Journalist James Fox schreibt ungewöhnlich flüssig und gut lesbar, dabei sehr klar und nachvollziehbar (jedenfalls im engl. Original, ich hatte die 1998er Vintage-TB-Ausgabe; die Eindeutschung von rororo kenne ich nicht). Allerdings ist die Erzählung seltsam zersplittert und die Geschichte beginnt nach 120 Seiten noch einmal von vorn, dann unchronologisch. Ein Personenlexikon, Landkarte und einige SW-Fotos machen die Handlung leichter nachvollziehbar, gleichwohl konnte ich nicht alle Figuren immer auseinanderhalten, die Anordnung der Ereignisse verwirrt. Fox will scheint’s einen Tatsachenkrimi schreiben, hat aber sein Material nicht im Griff. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Mord in der Kolonial-Schickeria: Fox konzentriert sich auf die 1920er  und 1930er Jahre im…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Kenia-Kolonialbuch: The Ghosts of Happy Valley, von Juliet Barnes (2013) – 4 Sterne – mit Video

    Juliet Barnes berichtet über das skandalumwitterte kenianische Happy Valley in den 1920er bis 1940er Jahren – bis zum Mord an Josslyn Hay (Earl of Erroll) 1941. Zugleich erzählt sie ausführlich von ihren Recherchen, Begegnungen und Autofahrten im Happy Valley zwischen etwa 2000 und 2010. Sie lebt offenbar selbst dauerhaft in Kenia und bringt viele Reportage-Eindrücke, besucht unter anderem mehrfach das Anwesen der berühmten Partymeisterin Idina Sackville und begleitet Frances Osborne bei Recherchen zu deren Buch The Bolter über Osborne-Urgroßmutter Idina Sackville. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Zu viele Schwächen: Doch ich konnte Barnes‘ Ghosts of Happy Valley nur etwa bis zur Seite 50 lesen und hängte…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Kenia-Geschichtsbuch-Kritik: Happy Valley. The Story of the English in Kenya, von Nicholas Best (1979/2013) – 5 Sterne

    Der Haupttitel Happy Valley lässt vermuten, es gehe nur um die Ausschweifungen sinnenfroher Engländer im notorischen Happy Valley, Kenia, in den 1920er und 1930er Jahren; das Thema bekommt bei Best aber nur ein paar Seiten. Besser trifft’s der Untertitel, denn tatsächlich schildert Best die kolonialen Jahre Kenias von Joseph Thomsons Expedition 1883 bis zur Unabhängigkeit 1963 (Best beginnt also nicht mit Ludwig Krapfs Landung in Mombasa 1844); dem folgt im Nachwort eine Bilanz der Unabhängigkeit bis 2013 („many failings after fifty years of self-government“, S. 217). Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Best plante sein Erstlingsbuch Happy Valley bewusst als Spaßlektüre für Strand oder Safari-Lodge. Er schreibt…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Kritik Biografie: Out of Isak Dinesen in Africa, von Linda Donelson (1995) – 6 Sterne – mit Video

    Blixen-Biografin Linda Donelson (1943 – 2012) hat keine Wikipedia-Seite und schrieb offenbar nur dieses eine Buch. Donelson lebte ein gutes Jahr im kenianischen Ngong, also in der Gegend von Tania Blixens Farm. Donelson schreibt weitgehend nur über Blixens afrikanische Jahre, jedes Kapitel ist mit einer Jahreszahl überschrieben. Blixens frühe Jahre, Vorfahren und ihre nachafrikanische Zeit (rund 31 Jahre) beschreibt Donelson nur sehr gerafft (Tania Blixen, 1885 – 1962, ist auch als Karen Blixen und Isak Dinesen bekannt; sie lebte von 1914 bis 1931 in Afrika). Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Donelson lebte um 1978 in Kenia und besuchte das Blixen-Haus öfter mit Freunden. Sie saß gern…

  • Afrika,  Annehmbar,  Auswandern,  Biographie,  Buch,  Historisches Buch,  Hot Country Entertainment,  Sachbuch

    Kritik Biografie: Tania Blixen, von Judith Thurman (1982, engl. The Life of a Storyteller bzw. Isak Dinesen The Life of Karen Blixen) – 7 Sterne – mit Videos

      Thurmans Blixen-Biografie beleuchtet viele der betont vagen Passagen in Blixens Memoiren Jenseits von Afrika (noch genauer tut dies die spätere Blixen-Biografin Linda Donelson). Judith Thurman schreibt insgesamt ein sehr ausführliches, mir teils zu ausführliches Werk, das mit Tania Blixens Großeltern beginnt (Tania Blixen, 1885 – 1962, ist auch als Karen Blixen und Isak Dinesen bekannt). Thurman schildert Blixens Jugend mit literarischen und intellektuellen Einflüssen (u.a. Nietzsche, Georg Brandes, Shakespeare etc.). Thurman misst Blixen an Walter Benjamins Ansprüchen – weit entfernt von Afrika und glühender Liebe unter dito Äquatorsonne. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Ungute Geister: Historische Geistergeschichten, die Blixen als 20jährige schrieb und teils veröffentlichen…