Hot Country Entertainment

Thailand

Romankritik: Seebarsch und Süßkartoffeln, von Pensri Kiengsiri (2006, engl. Love in the Fish Market) – 6/10

Drama auf dem Thonglor-Markt an der Sukhumvit-Straße in diesem Roman, der ab 12 oder 13 Jahren Alter empfohlen wird: Kim-lang, die schöne Tochter der Fischhändlerin Kim-huai, soll Chaturong heiraten, Sohn des Fleischhändlers Tek-hai. Sie interessiert sich aber mehr für den Gemüsehändler Paramet vom Marktstand schräg gegenüber ihrer Mutter. Der macht ihr quer über den Gang…

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Romankritik: Das wilde Herz, von Andrea de Carlo (2014) – 5/10

Fazit: Andrea de Carlo liefert über 450 Seiten Machtspiele, Statusängste und Aggression, überwiegend zwischen zwei der drei Hauptfiguren, und er textet klar männerfeindlich. Ab der zweiten Buchhälfte gibt es etwas Erotik, James-Bond-Action und viel Schmalz, hier überzeugt das Buch weniger. De Carlo schreibt meist realistisch, psychologisch genau, mit guten Details und leicht lesbar; doch der…

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Thailand

Kritik Thailand-Kurzgeschichten: The Politician, von Khamsing Srinawk (Lao Khamhawm), 3. Ed. 2001 – 6/10

Diese Ausgabe enthält 17 meist knappe Kurzgeschichten über thailändisches Landleben, fünf mehr als frühere Ausgaben. (Und die letzten Texte wirken schwächer, mehr gelabert, weniger geschlossen.) Die Geschichten entstanden zwischen 1953 und 1995. Zwei Geschichten wurden übersetzt von Professor Herbert Philipps, der auch drei Seiten Einleitung schrieb und den Verfasser zwischenzeitlich als Mitarbeiter bei anthropologischen Forschungen…

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Buchkritik: Das Wiedersehen. Römische Geschichten, von Jhumpa Lahiri (2023, engl. Roman Stories) – 4/10

Auf dem Umschlag steht ihr Name. Und als sie noch in den USA lebte und auf Englisch schrieb, habe ich Jhumpa Lahiri bewundert. Hier jedoch sind viele Kurzgeschichten plakativ, dumpf anklagend, scheinbar aus einer persönlichen Kränkung heraus, oder belanglos, schlecht: Ausländer in Rom erfahren subtile Erniedrigung oder, mehrfach, böse Gewaltattacken. Zugewanderte kommentieren die anstößige Freizügigkeit…

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Rezension historische Biografie: Siamese White, von Maurice Collis (1936) – 6/10

Das ist, wortwörtlich, eine Räuberpistole: wir lernen viel über Samuel White, königlich bestellter Hafenvorsteher im damals siamesischen Mergui und zugleich Großpirat auf eigene Rechnung. Wir erfahren ein bisschen von der East India Company in Madras, vom siamesischen König Narai und seiner Verwaltung in Ayutthaya und vom englisch-französischen Ringen um Macht in Süd- und Südostasien. Doch…

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Kritik Memoir: No Babylon, A Hongkong Scrapbook, von Peter Moss (2006) – 6/10

Schreiben kann Peter Moss, Anekdoten, wenn sie denn kommen, sitzen punktgenau, ich habe auf den ersten Seiten mehrfach laut gelacht. ”Naturellement,” i cautiously replied. Peter Moss liefert einige köstliche Anekdoten aus dem Filmgeschäft, er beschreibt außerdem: US-Soldaten, Antiquitätenhändler, Stadtplanung, Hongkong auf zwei Expos, Naturkatastrophen, seine  Wochenenddimizile auf dem Inselchen Ma Wan, unbotmäßige Hongkong-Regenten verflossener Jahrhunderte,…

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Kritik Sachbuch: Polarliebe. Leidenschaftliche Briefe und Geschichten aus dem ewigen Eis, von Sigri Sandberg und Anders Bache – 4/10

Und wirst du nicht kommen, so werden wir uns doch wiedersehen. Eva Nansen an Fridtjof (Seite 52) Fazit: Sprachlich schwach, viele Kapitel ohne direkten Bezug zu einem der Pole, sondern nur irgendwie weit nördlich angesiedelt, und ohne Drama, entgegen dem Untertitel teilweise fast ohne Briefzitate. Viele Geschichten erfüllen nicht die Erwartungen, die Buchtitel und Untertitel…

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Kritik Memoiren: Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt, von Orhan Pamuk 2003) – 5/10

Fazit: Orhan Pamuk liefert eher allgemeine Istanbul-Kunde, erzählt weniger aus seinem Leben, und selten richtig konkret story-artig, sondern eher zusammenfassend. Er reiht überwiegend Istanbul-Assoziationen ohne direkten Bezug zu seiner Biografie aneinander, etwas romantisch, aber oft ermüdend kleinteilig, detailliert und irrelevant, so etwa zu viel Reaktion längst vergessener Schriftsteller auf Istanbul. Die interessante Familie Pamuk erscheint…

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Biografie-Kritik: Louis ((Leonowens)) and the King of Siam, von W.S. Bristowe (1976) – 6/10

Fazit: W.S. Bristowe schreibt sehr lesbar, fast jovial ironisch, und er berichtet teils von Louis Leonowens, teils von anderem Bemerkenswerten, das ihm bei der Recherche unterkam – Geschehnisse am Königshof, Intrigen bei Provinzfürsten, der weltweite Teakhandel, Teakernte in Nordthailand, Handelspolitik, Innenpolitik, Regionalkriege, Exzentriker und Schönheiten im weiteren Umfeld von Louis Leonowens. Amazon-Werbelinks*: Bristowe/Louis Leonowens, Anna…

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Roman-Kritik: Many Lives, von Kukrit Pramoj (หลายชีวิต, Lai Chiwit, 1954) – 6/10

Fazit: Das ist kein Roman, es sind nicht mal Kurzgeschichten: Kukrit Pramoj liefert bestenfalls elf konventionell, aber flüssig getextete, unverbundene Lebensabrisse von Dorf- und Kleinstadtbewohnern. Pramoj verzichtet weitgehend auf markante Details, Dialog, Konflikt, Spannung, Schlusspointen, Zeitsprünge, Andeutungen, Humor, Historisches oder Soziales oberhalb der Dorf-Ebene. Pramoj schreibt zu didaktisch, seine Figuren haben zu wenig Fleisch und…

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Kritik 2 Kurzgeschichten aus: A Pair of Jeans and Other Stories, von Qaisra Sharaz (2013) – 4/10

The Zemindar’s Wife – 4/10 Ein Dorf in Pakistan. Die schöne, stolze Frau des Großgrundbesitzers lehnt sich zunehmend gegen die Geschäftspläne ihres Mannes auf. Die Kurzgeschichte hat erhebliche Schwächen. So befremdet die Wandlung gleich beider Hauptfiguren gegen Ende. Ebenso wenig überzeugt, wie der Großgrundbesitzer es zweimal zulässt, dass seine Frau ihm wichtige Papiere entwenden kann….

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Romankritik: Welcome to Lagos, von Chibundu Onuzo (2016) – 4/10 Sterne

Fünf Nigerianer aus allen Regionen und Gesellschaftsschichten machen sich nach Lagos auf – Deserteure, Minister, Journalisten, Dörfler. Doch im ersten Drittel verbindet Chibundu Onuzo (*1991) ihre Geschichten zu wenig und beleuchtet sogar noch Nebenfigurenschicksale. Später leben alle gemeinsam in einer absurden, unterirdischen WG. Die hochgelehrte Autorin überfrachtet ihren Roman mit zu viel Material. Sie schreibt…

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Kritik Kurzgeschichten: We Move, von Gurnaik Johal (2022) – 4/10 Sterne

Sein nächstes Buch sollte Gurnaik Johal ganz in Amritsari-Punjabi schreiben, mit Einsprengseln in Hindi und Marathi zwecks Multikultur. Er sollte es mit weiteren Sikhismus- und Pogrom-Hintergründen spicken und jeden, der die Lektüre verweigert, anklagen. Gurnaik Johal schreibt lakonisch über Inder (oder Indischstämmige?) im Londoner Stadtteil Southall in Flughafennähe. Teils schildert er junge, schon etablierte Paare;…

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Kritik Biografie: Die Löwin. Tania Blixen in Afrika, von Tom Buk-Swienty (2019, or. Løvinden – Karen Blixen i Afrika) – 6 Sterne

Fazit: Tom Buk-Swienty liefert weit mehr Fakten und Bilder als andere Biografen, und er nutzt neu erschlossene Quellen, vor allem zu Blixens Financier und Onkel Aage Westenholz. Er beschreibt ausschließlich Tania Blixens afrikanische Zeit, und das auf über 700 Seiten. Die Biografie lässt sich leicht lesen, obwohl sie (jedenfalls in der Eindeutschung von Ulrich Sonnenberg)…

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Kritik Biografie: Walter Spies, Ein exotisches Leben, von Michael Schindhelm (2018) – 5/10 Sterne

Trotz aller Schwächen kann diese Walter-Spies-Biografie kaum ganz missglücken, denn Autor Michael Schindhelm hat fantastisches Ausgangsmaterial: Walter Spies‘ abenteuerliches Leben in Russland, Deutschland, auf Java und Bali mehrere Forschungsberichte zu Walter Spies Walter Spies‘ pfiffige Briefe v.a. an seine Mutter Walter Spies‘ faszinierende Malerei Michael Schindhelm zitiert freilich zu wenig Spies-Briefe zu knapp zu kalauer-orientiert;…

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Kritik Roman: Queenie, von Candice Carty-Williams (2020) – 5/10 Sterne

Candice Carty-Williams schreibt ein paar witzige Dialoge und Chat-Verläufe, aber letztlich eine Zeitgeist-Soap mit dümmlicher Ich-Erzählerin, gegen Ende sehr unrealistisch. Warum das Buch Preis und Preise von Qualitätsmedien wie Time oder Guardian erhielt, weiß ich nicht. Die junge schwarze Londonerin Queenie, 25, jiepert dümmlich Männern hinterher, u.a. ihrem weißen Ex-Freund Tom, trifft sich mit Freundinnen,…

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Romankritik. Einer von uns, von Chinua Achebe (1966, engl. A Man of the People) – 5 Sterne

Ich-Erzähler Odili Samalu ist zunächst ein kleiner Lehrer in einer privaten Dorfschule – gut gebildet zwar, doch er will mit der korrupten Staatsbürokratie im postkolonialen Nigeria nichts zu tun haben. Dann gerät Odili ins Umfeld des mächtigen, brunzdummen Kulturministers Chief the Honourable M. A. Nanga, M.P.; dessen Umtriebe, Eitelkeiten und hohlen Sprüche schildert der Ich-Erzähler…

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Kritik Japan-Buch: Grammatik des Lächelns, von John David Morley (1985, engl. Pictures from the Water Trade) – 6 Sterne

John David Morley beschreibt das Japan der 1970er mit großen staunenden Augen, wie ein Tourist, zu genau, zu nacheinander, zu angelesen, und nicht schriftstellerisch abgeklärt, nicht souverän gefiltert. Er erzählt ein paar Begegnungen fast zu detailliert; dazu kommen lange verallgemeinernde Seiten voll kursivierter japanischer Ausdrücke. Dafür gab’s allerhöchstes Lob. Ganz genau: Das beginnt schon mit…

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Buchkritik: Nach dem Monsun, von John David Morley (2001) – 6 Sterne

Das Buch enthält vier etwa gleich lange Teile über: Singapur mit englischer Familie und malaiischen Angestellten; England mit erweiterter englischer Familie; Ghana mit englischer Familie und afrikanischen Angestellten; sowie England im Internat. Morley schreibt über Jahre ab etwa 1952, er ist vier bis etwa zehn Jahre alt. Er schreibt aus Kinderperspektive, wir lernen vor allem…

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Romankritik: Auf der anderen Seite des Flusses, von Pedro Mairal (2016) – 4 Sterne

Der Roman weckt mein Interesse für Geschichten aus Argentinien und Uruguay, aber nicht für weitere Bücher von Pedro Mairal. Zur Hauptfigur: Ich-Erzähler Lucas ist ein selbstmitleidiger Unsympath, er hat lt. Selbstzeugnis zu viel „giftiges Testeron“ im System (S. 13), er redet gern vulgär, und seine Frau liefert Triebabfuhr nicht in gewünschter Menge. Doch Lucas, 44, …

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Kritik Indonesien-Buch: Hallo Mr. Puttyman bzw. Auf den Spuren von Mr. Spock, von Nigel Barley (1989, engl. Not a Hazardous Sport bzw. Toraja) – 6 Sterne

Nigel Barley beginnt sein Indonesien-Buch weitschweifig mit Reisegedöhns: The equipment laid out on the bed… How many shirts? How many pairs of socks? …a cheap ticket… the broken lavatories of the airport… Heute hier, morgen dort: Ja, wir hören auch länger vom Flughafen Moskau, und Barleys ursprüngliches Flugticket aus einer dubiosen Quelle platzte. Das ist…

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Kritik Afrikabuch: Die Raupenplage, von Nigel Barley (1983, engl. Plague of Caterpillars) – 7 Sterne

Routiniert spult das Afrikabuch Anekdoten, Pointen und Allgemeinplätze herunter: Ein schriller Weißer ermordet seine Katze und kocht sie. Auch Erlebnisse mit halbzahmen Affen oder Vögeln walzt Nigel Barley (*1947) breit fürs Publikum aus; sie scheinen teils fürs Buch inszeniert oder dramatisiert, auch der kackende Ziegenbock in der Lehmhütte, haha. Nigel Barly bei Amazon (Werbe-Link) Warum…

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Buchkritik: Frau im Dunkeln, von Elena Ferrante (2006) – 6 Sterne – mit Video

Das Buch spielt gutteils in einem süditalienischen Küstenort im Sommer, oft im Strandbad, es gibt eine neapolitanische Großfamilie – doch Italienità gibt es nicht. Eher zeigt der schmächtige Roman das wehleidige Kreiseln einer 47jährigen um sich selbst: sie mit ihren Kindern heute und einst, sie damals mit ihrer Mutter, sie mit Strandnachbarn (v.a. Mütter und…

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Besprechung: Schadenfreude, A Love Story, von Rebecca Schuman (2017) – 4 Sterne

Dies ist der Lebensweg einer US-Germanistin, kein Buch über Amis und Deutsche in Deutschland. Die US-Amerikanerin Rebecca Schuman hat eine (S. 212*) all-consuming love for the German canon… A reverence that hovered somewhere between religious and sexual ecstasy Zuerst verfällt sie Kafka („the German language’s most famous writer“), später auch Thomas Mann, Wittgenstein und anderen…

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Kritik Sachbuch: Menschwerdung eines Affen, von Heike Behrend (2020) – 6 Sterne

Heike Behrend mischt immer wieder drei unterschiedliche Dinge: Allgemeine Theorie und Praxis der Ethnologenzunft, mit wissenschaftlichen Belegen und Fremdwörtern (z.B. ausführlich „das Motiv des Seelenklaus oder des Verlusts des Schattens“ oder „der akademische Affe als liminale Figur“) Ihre Forschungsergebnisse bei ethnologischen Aufenthalten in Kenia und Uganda – zunächst allgemein Soziales, dann Kannibalismus und Katholizismus, zuletzt…

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Kritik Sachbuch: Der fremde Deutsche, von Umeswaran Arunagirinathan (2017) – 5 Sterne

Der Autor, mit 12 aus Sri Lanka geflüchtet, heute dunkelhäutiger Herzchirurg in Deutschland, hat mit ausländerfeindlichen Patienten zu tun, die er darum besonders aufmerksam betreut, und scheitert an vielen Disko-Türen. Tolle Unterstützung bekommt er andererseits auch. Dieses Buch über einen südasiatischen Flüchtling in Deutschland beginnt in…  London, und dort lernen wir schlagartig zu viele Familienmitglieder…

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Buchkritik: When in French. Love in a Second Language, von Lauren Collins (2016) – 4 Sterne

Fazit: Lauren Collins ist zu ergriffen von allem: die lieben lebenslustigen französischen Schwiegereltern, das savoir vivre, die Linguistik, mehr Linguistik, Mutterglück auf Französisch, und noch mehr Linguistik – die Dinge strömen aufs Papier, die Autorin verliert sich. Die US-Amerikanerin Lauren Collins (*1980) trifft in London den französischen Mathematiker Olivier; sie heiraten und ziehen ins frankophone…

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Kritik Roman. W. Somerset Maugham: Südsee-Romanze (1932, engl. The Narrow Corner) – 5 Sterne

Mit wenigen Sätzen kreiert W. Somerset Maugham (1874 – 1965) sogleich ein Szenario, in dem der Leser behaglich Platz nimmt – atmosphärischer Schauplatz, interessante und mild sinistre Protagonisten. Da bleibt man gern dabei und freut sich auf den freien Samstagnachmittag. Somerset Maugham auf Amazon: allgemein | Kurzgeschichten | Romane | englisch Show, don’t tell: Zu…

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Über den Reisebericht von W. Somerset Maugham, Das Lied des Flusses (1922, engl. On a Chinese Screen)

Somerset Maugham auf Amazon (Werbelinks): allgemein | Kurzgeschichten | Romane | englisch Auf Amazon (Werbelinks): Bücher zu Hongkong | Südostasien | China Der schmale Band enthält 58 kurze, unverbundene Eindrücke von der China-Reise, die Maugham 1919 unternahm. Jedes Stück ist nur ein bis drei Seiten lang. W. Somerset Maugham (1874 – 1965) portraitiert wenig Chinesen,…

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Romankritik: Das junge Kairo, von Nagib Machfus (1945) – 6 Sterne

Nagib Machfus (1911 – 2006, auch Nagib Mahfuz, Naguib Mahfouz) beginnt sehr allgemein, langatmig mit Rückblenden und fast dialogfrei – so öd, dass die Doppelseite 26/27 des Unionsverlag-Hardcoverbandes einen einzigen durchgehenden Absatz zeigt, ohne Zeilenschaltung. Das ist strafbar. Dann konzentriert sich die Geschichte auf den Studenten Machgub Abdaldaim, der kurz vor dem Examen steht, ins…

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Romankritik: Infanta, von Bodo Kirchhoff (1990) – 7 Sterne

Fazit: Bodo Kirchhoffs mehrfach übersetzter Erfolgsroman hat einige Vorzüge und ein paar Schwächen: Starke Atmosphäre im philippinischen Tropenstadl, reizvolle Dialoge, gut gewebte Handlung, interessante Nebendarsteller, angenehme Sprache. Dazu kommen unrealistische oder undefinierte Hauptfiguren, zu viel angeberische Gewalt sowie Melodrama und Längen in der zweiten Hälfte. Bodo Kirchhoff bei Amazon Moribunde Kröteriche: Die Runde der morbiden,…

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