Hot Country Entertainment

Rezension Sachbuch: Undaunted Courage: Meriwether Lewis, Thomas Jefferson, and the Opening of the American West, von Stephen Ambrose (1996) – 8/10

Autor Stephen Ambrose textet sehr flüssig. Er flicht auf angenehme Weise  die Originalzitate der Expeditionsleiter ein, vor allem Meriwether Lewis mit stillem Charme, uneitler Selbstbeobachtung und skurrilen Schreibweisen. Wiederholt bringt Ambrose auch Urteile anderer Historiker, auch widersprüchliche Meinungen. Ambrose schreibt chronologisch von Anfang bis Ende und verzichtet auf Zeitsprünge und dräuende  Vorahnungen; weniger am Leserwohl…

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Thailand

Lese-Eindruck: Der Ruf des Geckos, 18 erlebnisreiche Jahre in Indonesien, von Horst H. Geerken

Ach so exotische Hot-Country-Memoiren aus der Nachkriegszeit mit Titeln wie Wo die Kaffeekirschen leuchten (Nicola Denis) oder Ich radle um die Welt (Heinz Helfgen) sind wohl nicht mein Fall. Das gilt auch für den Ruf des Geckos von Horst H. Geerken: Das ist das schlichte Abenteuerbuch eines Telefunken-Ingenieurs ohne Finesse, Tiefgang, Psychologie oder interkulturelles Gespür….

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Buchkritik: Ein Afrikaner in Grönland, von Tété-Michel Kpomassie (1977) – 7/10

Interessante interkulturelle Begegnungen liefert Tété-Michel Kpomassie nicht. Er wird meist freundlich bis überschwänglich aufgenommen – das ist alles. Der Autor beobachtet den grönländischen Alltag indes genau, schildert präzis und ohne Wertung oder Interpretation Fischfang, Robbenjagd, Hund-/Seehundfiletierung, Hundeschlittenfahrt und Dorfleben. Besonders faszinieren Kpomassie offenbar Alkoholkosum, Körperhygiene, Sex- und Toilettensitten. Die Portraits sind sehr oberflächlich, Menschen lernt…

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Romankritik: Die Midaq-Gasse, von Nagib Machfus (1947) – 7/10

In vielen kurzen Kapiteln schwenkt Nagib Machfus zwischen den etwa vier Hauptpersonen hin und her; zunächst brauchte ich ein Personenregister. Die Geschichte spielt zu großen Teilen tatsächlich in der Midaq-Gasse, doch die besonders unmoralischen und teils ungesetzlichen Handlungen geschehen außerhalb, auf dem Friedhof und in einer Hochhauswohnung. Die Übersetzung von Doris Kilias befremdete mich mitunter:…

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Lese-Eindruck: Arrivals, Departures and the Adventures In-Between, von Christopher O’Shaughnessy (2014)

Der Autor schreibt munter schon ab dem Vorwort: Most audiences, out of politeness , applaud at the beginning of a presentation… please applaud now for the pages you’re about to read Der joviale Ton ist oft gut lesbar sowie zu wortreich. Peinlich wird es bei den Bildchen, die man QR-Code abrufen kann: allzu persönliche Privataufnahmen,…

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Sachbuchkritik: The Newlyweds. Fighting for Love in the New India, von Mansi Choksi (2022) – 8/10

Dieses Reportagebuch ist intensiv wie ein Filmskript. Die Autorin lernte das Journalistenhandwerk an der Columbia-Universität; sie ist aufdringlich nah an ihren Figuren, verrät intime Gefühle, Wortwechsel und Tagebuchnotizen, nennt Klarnamen. Mansi Choksi berichtet auch grausame körperliche und seelische Übergriffe, und selbst darüber hinaus fiel mir die Lektüre nicht leicht – das Pausieren aber auch nicht….

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Thailand

Romankritik: Seebarsch und Süßkartoffeln, von Pensri Kiengsiri (2006, engl. Love in the Fish Market) – 6/10

Drama auf dem Thonglor-Markt an der Sukhumvit-Straße in diesem Roman, der ab 12 oder 13 Jahren Alter empfohlen wird: Kim-lang, die schöne Tochter der Fischhändlerin Kim-huai, soll Chaturong heiraten, Sohn des Fleischhändlers Tek-hai. Sie interessiert sich aber mehr für den Gemüsehändler Paramet vom Marktstand schräg gegenüber ihrer Mutter. Der macht ihr quer über den Gang…

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Kritik Reisebericht: Kingdom of the Filmstars, Journey into Jordan, von Annie Caulfield (1997) – 7/10

Fazit: Annie Caulfield schreibt witzig, gelegentlich gezwungen witzig, aber meist humorvoll, warmherzig und scharf beobachtend. Ihre interkulturellen Erlebnisse in der Beduinenfamilie ihres Partners mit traditionellen und westlichen Elementen klingen wundervoll; ein Pistolenheld und eine Beziehungskrise peppen die Story auf. Man erfährt viel Persönliches über den Alltag in Hauptstadt und Wüste – und über interkulturelle Liebe….

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Romankritik: Zwischen den Palästen, von Nagib Machfus (1956, Kairoer Trilogie Teil 1) – 7/10

In der siebenköpfigen Familie von Abd al-Gawwad laufen verschiedene Vorabenddramen parallel ab: Jasin will nicht, dass seine geschiedene Mutter wieder heiratet und ihn so enterbt; der Herr des Hauses steigt einer üppigen Tänzerin nach, dann der verwitweten Nachbarin; und sein Sohn Jasin bespringt alles, was vorn und hinten drall ist – Gattin, Musikantin, Hausmagd, ob…

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Romankritik: Swimming Lessons and Other Stories from Firozsha Baag, von Rohinton Mistry (1987) – 7/10

Der Autor liefert gefühlsechte Einblicke in alltägliche Mittelschicht in einem Wohnblock in Mumbai – mehrfach lustig, skurril, momentweise berührend oder verstörend. Es gibt ein paar Auswanderer in New York und Toronto, keine Hauptfigur, keine arrangierte Ehe und nur einmal (verhinderte) Liebe. Rohinton Mistry bringt zu viele indische Wörter, und ich kann nicht einmal die Sprache…

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Biografie-Kritik: Margaret Mead, von Jane Howard (1984) – 8/10

Die erfolgreiche Journalistin Jane Howard schreibt flüssig und leicht lesbar, nur ganz gelegentlich mit unpassenden Details irritierend. Natürlich hat Howard eine ergiebige Hauptfigur mit ergiebigem Umfeld: schon die Kindheit ist originell und nicht ohne witzige Momente, welche die Autorin gern wiedergibt. Die brillante, stets aktive, ambitioniert denkende, viel und gewitzt schreibende Margaret Mead (1901 –…

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Romankritik: Euphoria, von Lily King (2014) – 8/10

Lily King studierte literarisches Schreiben und wendet das Erlernte souverän an: die Autorin steigt unmittelbar in die Handlung ein, erzeugt sofort Spannung und Unbehagen – nicht nur wegen der schwülen tropischen Bedingungen, sondern auch wegen der  Spannungen zwischen den Akteuren sie produziert kurze Kapitel mit vielen Atempausen, knackigen Dialogen und dramatischem Finale sie wechselt zwischen…

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Thailand

Kritik Thailand-Buch: Bridging the Gap. Managing the Cross-Cultural Workplace in Thailand, von Kriengsak Niratpattanasai (2004) – 7/10

Der Autor bringt kurze, leicht lesbare und sehr eingängige Kapitel in großen Buchstaben – sie erschienen zuvor wöchentlich in der Bangkok Post. Alles ist sofort nachvollziehbar, geht aber nicht tief. Manchmal hören wir direkt den verallgemeinernden Lehrsatz, manchmal gibt es ein kleines Beispiel aus dem Alltag, bis hin zu „Nantavisal, the cow“. Jedes Beispiel aus…

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Kritik Japan-Roman: Der Schlüssel, von Junichirō Tanizaki (1956) – 7/10

Ikuko, 45, ist unzufrieden mit ihrem Schlappmann, 56. Mitleidlos ätzt sie in ihrem Tagebuch: Ach, wenn er doch nur ein wenig männlicher wäre, etwas stärker, etwas ausdauernder, wie einst in seinen jungen Jahren ((…)) Und wenn er mich wirklich liebt, dann muss er mich auch glücklich machen können. Von der tragischen erektilen Indisponiertheit des Mannes…

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Romankritik: Das wilde Herz, von Andrea de Carlo (2014) – 5/10

Fazit: Andrea de Carlo liefert über 450 Seiten Machtspiele, Statusängste und Aggression, überwiegend zwischen zwei der drei Hauptfiguren, und er textet klar männerfeindlich. Ab der zweiten Buchhälfte gibt es etwas Erotik, James-Bond-Action und viel Schmalz, hier überzeugt das Buch weniger. De Carlo schreibt meist realistisch, psychologisch genau, mit guten Details und leicht lesbar; doch der…

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Thailand

Kritik Thailand-Kurzgeschichten: The Politician, von Khamsing Srinawk (Lao Khamhawm), 3. Ed. 2001 – 6/10

Diese Ausgabe enthält 17 meist knappe Kurzgeschichten über thailändisches Landleben, fünf mehr als frühere Ausgaben. (Und die letzten Texte wirken schwächer, mehr gelabert, weniger geschlossen.) Die Geschichten entstanden zwischen 1953 und 1995. Zwei Geschichten wurden übersetzt von Professor Herbert Philipps, der auch drei Seiten Einleitung schrieb und den Verfasser zwischenzeitlich als Mitarbeiter bei anthropologischen Forschungen…

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Buchkritik: Das Wiedersehen. Römische Geschichten, von Jhumpa Lahiri (2023, engl. Roman Stories) – 4/10

Auf dem Umschlag steht ihr Name. Und als sie noch in den USA lebte und auf Englisch schrieb, habe ich Jhumpa Lahiri bewundert. Hier jedoch sind viele Kurzgeschichten plakativ, dumpf anklagend, scheinbar aus einer persönlichen Kränkung heraus, oder belanglos, schlecht: Ausländer in Rom erfahren subtile Erniedrigung oder, mehrfach, böse Gewaltattacken. Zugewanderte kommentieren die anstößige Freizügigkeit…

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Leseeindruck Matthias Politycki: Alles wird gut (Roman 2023)

Die ersten 50 Seiten lesen sich, als ob Matthias Politycki ganz viel äthiopische Landeskunde und Reiseerlebnisse ins Buch packen wollte, sehr zu Lasten der Handlung. Man hört von allerlei Regionen, Volksstämmen, Pflanzen, Tieren, Tigray und Felsenkirchen, in verwirrend geschachtelten Rückblenden; zwei Landkarten gibt es auch. Zwischendurch wird eine Frau geschlagen, sympathisch ist keine Figur, das…

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Thailand

Rezension historische Biografie: Siamese White, von Maurice Collis (1936) – 6/10

Das ist, wortwörtlich, eine Räuberpistole: wir lernen viel über Samuel White, königlich bestellter Hafenvorsteher im damals siamesischen Mergui und zugleich Großpirat auf eigene Rechnung. Wir erfahren ein bisschen von der East India Company in Madras, vom siamesischen König Narai und seiner Verwaltung in Ayutthaya und vom englisch-französischen Ringen um Macht in Süd- und Südostasien. Doch…

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Thailand

Kritik Memoir: No Babylon, A Hongkong Scrapbook, von Peter Moss (2006) – 6/10

Schreiben kann Peter Moss, Anekdoten, wenn sie denn kommen, sitzen punktgenau, ich habe auf den ersten Seiten mehrfach laut gelacht. ”Naturellement,” i cautiously replied. Peter Moss liefert einige köstliche Anekdoten aus dem Filmgeschäft, er beschreibt außerdem: US-Soldaten, Antiquitätenhändler, Stadtplanung, Hongkong auf zwei Expos, Naturkatastrophen, seine  Wochenenddimizile auf dem Inselchen Ma Wan, unbotmäßige Hongkong-Regenten verflossener Jahrhunderte,…

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Leseeindruck Roman: Nagasaki, ca. 1642, von Christine Wunnicke (2010)

Die Figuren verhalten sich so bizarr, und es gibt so exotische Ausdrücke, dass ich gerne wüsste, ob das erfunden oder historisch belegt ist. Man erfährt es nicht. Amazon-Werbelinks: Christine Wunnicke | Japan | Tokio Christine Wunnickes Protagonisten agieren willkürlich und nicht nachvollziehbar; die Versuche in Richtung lustig scheitern auch. Das deutsche Feuilleton ist natürlich hingerissen…

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Kritik Sachbuch: Polarliebe. Leidenschaftliche Briefe und Geschichten aus dem ewigen Eis, von Sigri Sandberg und Anders Bache – 4/10

Und wirst du nicht kommen, so werden wir uns doch wiedersehen. Eva Nansen an Fridtjof (Seite 52) Fazit: Sprachlich schwach, viele Kapitel ohne direkten Bezug zu einem der Pole, sondern nur irgendwie weit nördlich angesiedelt, und ohne Drama, entgegen dem Untertitel teilweise fast ohne Briefzitate. Viele Geschichten erfüllen nicht die Erwartungen, die Buchtitel und Untertitel…

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Kritik Geschichtsbuch: Rebels against the Raj, von Ramachandra Guha – 7/10 (2022, über Weiße im indischen Unabhängigkeitskampf)

Der bekannte indische Historiker und Gandhi-Biograf Ramachandra Guha porträtiert sieben Amerikaner, Engländer und Iren, die in Indien gegen die englische Kolonialherrschaft arbeiteten und deswegen Zeit im indischen Gefängnis verbrachten; nur wer einsaß, gelangte ins Buch. (Auf den Seiten 330 und 413ff listet Guha allerlei weitere Engländer, die für die indische Sache kämpften.) Einige dieser vier…

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Kritik Reiseführer: DuMont Reise-Taschenbuch Extremadura, von Jürgen Strohmeier (Dumont-Verlag) – 7/10

Trotz aller Kritik ein sehr gründlicher, offenkundig enorm kenntnisreicher, etwas hochkultureller und geldiger und weniger auf Natur und Sparfüchse bedachter Reiseführer für eine weniger bekannte Region, dem ich viele gute Tipps entnahm. Amazon-Werbelinks: Sierras of Extremadura (dieses Buch), Extremadura, Andalusien Zu hip: Die Macher verschwenden wertvolle Seiten mit Sprechblasen und Riesengroßdruck-Sätzen wie Schwebt da wirklich…

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Kritik engl. Wanderbuch: The Sierras of Extremadura, von Gisela Radant Wood (Cicerone-Verlag) – 8/10

32 sehr nützliche Tourenvorschläge bis ca 15 km Länge, pro Tour gibt’s eine Einstufung des Charakters, informative Farbfotos, eine farbige Karte und nützliche Parkplatztipps für enge Dörfer. Die Autorin scheint sich auf einige Gebiete der Extremadura zu konzentrieren, liefert dort mehrere kombinierbare Touren und lässt  andere Gebiete ganz aus (Inhaltsangabe und Leseprobe beim Verlag). Teils…

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Thailand

Kritik Geschichtsbuch: Chris Baker, Pasuk Phongpaichit: A History of Thailand (4. Aufl 2022)

Die Autoren berichten von einem zutiefst undemokratischen, korrupten und brutalen Land – eine Bananenrepublik. Sie schreiben dicht und Blabla-frei, zugleich noch gut lesbar, jedoch ohne packende Narrative oder human interest. Chris Baker und seine Frau Pasuk Phongpaichit texten nicht streng chronologisch, sondern liefern thematische Kapitel innerhalb begrenzter Zeiträume etwa über Ideologien, Wirtschaft oder ethnische Fragen….

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Romankritik: Diese Fremdheit in mir, von Orhan Pamuk (2014) – 8/10

Fazit: Ein vielschichtiger, vielstimmiger Roman, der das Leben der kleinen Leute in Istanbul und die Stadtentwicklung selbst unterhaltsam erzählt. Überraschende Einblicke in Alltag, Mentalität und Denkweisen. Konstruktionsschwächen trüben das Vergnügen ein wenig. Wenn auch etwas konstruiert, rundet sich der Roman gefällig nach netto 561 Seiten Haupttext. 461 Seiten hätten auch gereicht. Amazon-Werbelinks: Diese Fremdheit in mir…

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Kritik Memoiren: Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt, von Orhan Pamuk 2003) – 5/10

Fazit: Orhan Pamuk liefert eher allgemeine Istanbul-Kunde, erzählt weniger aus seinem Leben, und selten richtig konkret story-artig, sondern eher zusammenfassend. Er reiht überwiegend Istanbul-Assoziationen ohne direkten Bezug zu seiner Biografie aneinander, etwas romantisch, aber oft ermüdend kleinteilig, detailliert und irrelevant, so etwa zu viel Reaktion längst vergessener Schriftsteller auf Istanbul. Die interessante Familie Pamuk erscheint…

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Thailand

Biografie-Kritik: Masked, The Life of Anna Leonowens, Schoolmistress at the Court of Siam, von Alfred Habegger (2014) – 8/10

Das Buch liest sich sehr leicht; aber es liest sich nicht wie ein Roman, denn Habegger bemüht sich nicht um Dramatisierung, dräuende Ankündigung oder verheißungsvolle Kapitelübergänge. Trotzdem erzählt Habegger entspannt, unprofessoral – wie unter Freunden bei einem Cognac am Kamin. Die Gliederung ist gut, viele kurze Unterkapitel erleichtern die Lektüre. Gleichzeitig wirkt alles seriös und…

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Thailand

Biografie-Kritik: Louis ((Leonowens)) and the King of Siam, von W.S. Bristowe (1976) – 6/10

Fazit: W.S. Bristowe schreibt sehr lesbar, fast jovial ironisch, und er berichtet teils von Louis Leonowens, teils von anderem Bemerkenswerten, das ihm bei der Recherche unterkam – Geschehnisse am Königshof, Intrigen bei Provinzfürsten, der weltweite Teakhandel, Teakernte in Nordthailand, Handelspolitik, Innenpolitik, Regionalkriege, Exzentriker und Schönheiten im weiteren Umfeld von Louis Leonowens. Amazon-Werbelinks*: Bristowe/Louis Leonowens, Anna…

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