Auf über 300 Seiten bringt Kay Halle launige Churchill-Zitate, chronologisch, doch immer wieder in neuem Zusammenhang – Buchauszüge, Reden-Auszüge, Korrespondenz, aufgeschnappte Wortwechsel, gelegentlich eine Karikatur.
Einige Zitate wurden deutlich gekürzt, erkennbar an drei Pünktchen – das Zitat auf Seite 40 oben hat in 18 Zeilen 16mal drei Pünktchen. Lesbar ist anders.
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Über jedem Zitat erscheint als Überschrift besonders groß die Quelle. So liest man auf einer Seite monoton dreimal die Überschrift „Ear-Witness“ oder „A Roving Commission“ (Halle verwendet durchgehend den US-Titel für Churchills „My Early Life“). Scheinbar zusammengehörende Zitatblöcke verbindet Halle durch eigentümliche Überleitungswörter.
Das liest sich äußerst unruhig, und viele Zitate sind auch nur mild witzig, jedenfalls wenn der Zusammenhang fehlt. Im Vorwort beschreibt Halle einen Besuch bei Churchills in Chartwell. Hier schreibt sie heiter und wohlgefällig – das riesige Zitate-Stakkato danach enttäuscht.
Winston Churchill war ein Quell brillanter Unterhaltung. Dieses Buch ist es nicht.
- Über die Herausgeberin Kay Halle: Wikipedia, Washington Post
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