Gut

Romankritik: Mittelalte Männer, von Richard Russo (1997, engl. Straight Man) – 8/10

  Der Roman hat ein Gerüchle. Der Ich-Erzähler redet zu oft von seinen Pipiproblemen und den unzähligen Trips zum Klo: …after my last vigil at the urinal… I spend a lot of time with my dick outside my fly these days… heavy, limp dick in hand… Er beneidet ohnmächtig den Prachtstrahl von Bobo und Russell….

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Rezension Kurzgeschichten: Ist es nicht schön hier, von Te-Ping Chen (2021, engl. Land of Big Numbers) – 7/10

Gemeinsame Eigenschaften der Geschichten: Einfache Provinzler, vor allem schrullige ältere Ehepaare – schöne reiche Städter mit westlichem Luxus – mild skurrile Erfindungen und surrealistische Elemente, zugleich markant realistische Details – überzeugende, vollmundige Erzählstimme (im englischen Original zumindest) – hässliche Männer (Gesicht wie Bisamratte oder wie eine gestreckte Kröte) – graues fades neues China – unterdrückte…

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Romankritik: Die unbekannte Sally Hemings, von Barbara Chase-Riboud(1997) – 7/10

Die Autorin schreibt intensiv und einfühlsam. Trotz einiger Konstruktionsschwächen und auffälliger didaktischer Einschübe ist es ein Vollblutroman mit guten Erfindungen. Barbara Chase-Riboud formuliert sinnlich und detailfreudig über Menschen und Dinge, vielleicht schon zu intensiv: …her eyes assumed their true color, fringed with thick black lashes and by heavy eyebrows. The nose was slightly flared, the…

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Rezension Erzählungen: Immergleiche Wege, von Richard Russo (2017, engl. Trajectory) – 7/10

Richard Russo (*1949) schreibt präzis psychologisch, mit spannungsreichen und teils gepfefferten Dialogen; doch er bringt in den vier Erzählungen zu  zu viele Krankheiten und er wiederholt zu viele Motive. Vier  Erzählungen, alle krank: Die erste Geschichte hat Autismus und Erblindung; die zweite hat Antidepressiva, Asperger-Autismus und psychosomatischen Stimmverlust; die dritte hat 2  Krebserkrankungen; #4 hat…

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Romankritik: Nobody’s Fool, von Richard Russo (1993, Sully bzw. North Bath 1 von 3) – 8/10

Richard Russo liefert einen Szenenreigen in Kneipen, Wohnungen, Autos und auf Baustellen. Er verknüpft verschiedene Akteure exzellent. Der sonst sehr plausible, nüchterne Roman wirkt zweieinhalb mal absurd: Gewalt gegen einen Polizisten, Polizistengewalt gegen einen Kaffeeautomaten und eine kabarettartige Gerichtsverhandlung, ein Justizstadl. Der Roman spielt 1984 und ist ein Plädoyer für die Zeit ohne Handys und…

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Romankritik: Writers & Lovers, von Lily King (2020) – 7/10

Fazit: Witzige, scharfe Dialoge und schöne Beobachtungen aus dem Familien-, Beziehungs-, Literatur-, Arbeitsleben. Doch die Autorin überfrachtet den Roman mit Problemen, vor allem mit Trauer: Die Ich-Erzählerin trauert ausführlich um ihre verstorbene Mutter und ist zeitweise mit einem Witwer und Vater zusammen, auch dort wird getrauert; außerdem Trauer in der Literaturwelt; nicht zu vergessen Mini-Psychosen,…

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Romankritik: Atemübungen, von Anne Tyler (engl. Breathing Lessons, 1988) – 7/10

Der Roman beginnt genüsslich mit einem gereizten, dutzende Seiten langen Dialog zwischen den Eheleuten Maggie und Ira, unterwegs im Auto zu einer Trauerfeier. Die Rückfahrt am selben Tag glänzt mit weiteren ausgedehnten, mild absurden Dialogen, auch mit Zufallsbekanntschaften, die teils wie eingeschobene Kabarettstücke klingen, die nicht unbedingt zur Hauptgeschichte gehören. Die Autorin macht uns zunächst…

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Romankritik: Im Krieg und in der Liebe (engl. The Amateur Marriage), von Anne Tyler (2004) – 7/10

Anne Tyler schreibt hochatmosphärisch, mit packenden Details und kleinen, intimen Konflikten. Sie schildert kleine Leute aus den Vororten. Sie schreibt meist hochgradig realistisch und nüchtern, ohne bizarre Zufälle, nur bei der Suche nach dem verschwundenen Kind wunderte mich zeitweise etwas. Sie verzichtet auf dräuende Andeutungen oder Symbole und vorahnungsvolle Träume. Sie verallgemeinert nicht und fasst…

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Romankritik: Redhead by the Side of the Road, von Anne Tyler (2020) – 7/10

Das ist schön menschlich und alltäglich, ohne haarsträubende Zufälle oder Ausgeflipptheiten. Doch die Dialoge klingen teils zu filmreif oder bedeutungsvoll, ebenso wie einige Details – angefangen bei der Souterrainwohnung mit den Fensterschlitzen. Ein Beispiel: Kurz bevor der vermeintliche Sohn auftaucht, träumt die einsame Hauptfigur von einem Baby. Später wird uns explizit erklärt, dass aus diesem…

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Romankritik: Yellowface, von Rebecca F. Kuang (2023) – 7/10

Kuang schreibt sehr leicht lesbar und liefert genüsslichen Klatsch aus der Verlags-, Wokeness- und Twitter-Welt. Teils fühlt man sich in einem Krimi. Nur Liebe spielt keine große Rolle. Kuang übertreibt die Satire etwas. Ein weißer Mann, eine weiße Frau dürften so etwas nie schreiben. (Ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung von…

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Romankritik: Vladimir, von Julia Jonas May (2022) – 7/10

Der Buchtitel “Vladimir” führt in die Irre: Der Roman handelt überwiegend nicht von den Gelüsten einer verheirateten 58-Jährigen Professorin nach dem gut gebauten, verheirateten 40-jährigen Kollegen russischer Abstammung – und auf den letzten 18 Seiten erscheint Vladimir nicht mehr. Es geht mehr um Wokeness und political correctness an einem kleinen US-College, um die Statthaftigkeit erotischer…

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Romankritik: Auf allen Vieren, von Miranda July (2024, engl. All Fours) – 7/10

Miranda July sagt viele coole Sätze, die runtergehen wie Sahne auf Mandelmilch-Basis, selbst wenn man sie nicht versteht. Deswegen wurde sie ja auch schon 2012 vom US-Kongress vorgeladen, “to explain exactly what her whole thing is” (Quelle). In einer schäbigen Stadt lässt die Ich-Erzählerin ein schäbiges Motelzimmer, in dem sie vielleicht ein paar Tage bleibt,…

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Romankritik: Die Einladung, von Emma Cline (2023, engl. The Guest) – 7/10

Der Roman ist spannend und stilvoll geschrieben, aber mit Mängeln in der Konstruktion. Die perfekte Netflix-Serie: schöne reiche Leute und Häuser; stets ein Hauch von Bedrohung, Verbrechen, Sex und Fremdschämen; alles käuflich, fake, cool; ein Cliffhänger jagt den nächsten. Billig nur, dass Emma Cline das ganze Buch hindurch die Bedrohung durch Dom erwähnt, ohne Näheres…

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Romankritik: Freedom, von Jonathan Frantzen (2010) – 7/10

Fazit: Das ist kein großes Buch: Die quälend belehrenden Seiten über Umwelt, Vogelwelt, Bevölkerungswachstum und Irakkrieggeschäfte irritieren ebenso wie die verkrampften Rückblenden viele Jahrzehnte zurück gegen Buchende, als ob der Autor schnell noch was nachtragen müsste (auf das niemand wartete). Gleichwohl unterhält der Roman prima: Ich schätze psychologische Genauigkeit, zwischentonreiche Dialoge, den Verzicht (meist) auf…

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Romankritik: Brooklyn, von Colm Tóibín (2009, Eilis Lacey 1) – 8/10

Jeder einzelne Satz hat Bedeutung – ist voll Zeitkolorit, Psychologie, Zwischentönen, jedoch ohne aufdringliche Symbolik. Dabei schreibt Colm Tóibín unaufdringlich leicht lesbar. Tóibín schildert nur Alltagsdinge, verzichtet weitgehend auf unglaubliche Zufälle und implausibles Verhalten (eine etwas romanhafte transatlantische Plotsymmetrie und überraschende Verwandtschaft gegen Ende sind noch nicht zu weit hergeholt). Selten fühlte ich mich so…

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Kritik Südstaaten-Kurzgeschichten von Kate Chopin – 7/10 – mit Links

Kate Chopins Kurzgeschichten entstanden in den 1890er Jahren und spielen in den US-Südstaaten (Einzelbesprechung unten). Fast immer stehen Frauen im Mittelpunkt, oft mittelalt, mehrfach (bald) alleinstehend. Amazon-Werbelinks: Kate Chopin | Südstaaten | Vom Winde verweht Wiederkehrende Eigenschaften: Die meisten Geschichten von Kate Chopin spielen im ländlichen Louisiana kurz vor oder nach dem Bürgerkrieg – oft…

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Kritik Südstaaten-Roman: The Awakening, von Kate Chopin (1899) – 7/10

Mir ist egal, ob der Roman feministisch ist oder nicht. Er muss gut und er muss sehr realistisch sein. In der ersten Roman-Hälfte passt beides. In der zweiten Hälfte driften die Hauptfigur und mit ihr das Buch ab. Die erste Romanhälfte spielt in einer Urlaubsanlage auf Grand Isle im Golf von Mexiko, die zweite in…

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Henry James - (c)

Romankritik: Washington Square, von Henry James (1880) – 8/10 Sterne – mit 2 Videos

Naive, zukünftige Erbin in New York wird von attraktivem Nichtsnutz umworben. Der Tochtervater, gutverdienender Arzt, ahnt den Braten und will den Bewerber blocken. Der jedoch wanzt sich unerschrocken an das Jungfräulein und ihre charmierte Tante heran. Henry James (1843 – 1916) erzählt mit feiner Ironie und psychologischer Einfühlung. Er verwendet kurzweilige Plot- und Stilelemente, die…

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Krimikritik: Der Fall Galton, von Ross MacDonald (1959, engl. The Galton Case) – 7 Sterne

Fazit: Die Handlung schnurrt gut konstruiert und gut geölt herunter, und Ross MacDonald erzählt ebenso elegant und gut geölt – zu gut: Dialoge klingen geschriftstellert, hübsche Zufälle helfen weiter. Amazon-Werbelinks: Buch Der Fall Galton | Ross MacDonald allg. auf Deutsch | Krimis insgesamt Kultiviert: Der Krimi beginnt genre-typisch: Privatdetektiv Archer betritt eine Anwaltskanzlei, ein Fall-Hintergrund…

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Kritik Kurzgeschichten/Essays: Collected Stories, von Raymond Carver (Library of America) – 8 Sterne – mit Links

Fazit: Raymond Carver (1938 – 1988) besticht durch hochrealistische Dialoge und Szenen, die zum Greifen plastisch wirken. Er verzichtet komplett auf absurdes Verhalten und unrealistische Zufälle, wenn auch nicht immer auf unrealistische Entscheidungen und unverständliche oder mehrdeutige Aussprüche gegen Ende der Geschichten. Gelegentlich in späteren Texten wird er zu religiös/humanistisch, bringt zu aufdringliche Symbole. Der…

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Kritik Kurzgeschichten: Irische Passagiere, von Richard Ford (2020, engl. Sorry for your Trouble) – 6,89/10 Sterne

Richard Fords Personal ist Ü30 bis Ü50, gehobene Mittelklasse, oft geschieden, teils (auch) verwitwet. Sie sind in Liebesdinge verstrickt. Serielles Heiraten generiert zuviel Personal auf der ersten Seite der Geschichte und dialogfreie, teils verschachtelte Rückblenden. Mehrfach schildert Ford ausgiebig Krankheit und Tod, so dass PW stöhnte: Ford’s unrelenting exploration of life’s bleakness and sadness makes…

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Romankritik: Meine dunkle Vanessa, von Kate Elizabeth Russell (2020, engl. My Dark Vanessa) – 8 Sterne

Kate Elizabeth Russell beschreibt die Annäherung des etwa 42jährigen Englischlehrers Strane an seine verhuschte, 15jährige Schülerin Vanessa atemraubend genau: Worte, Gesten, Berührungen, nur leicht übergriffig, sensibel rückversichernd, gleichwohl zielorientiert. Die Literatur-affine Vanessa ist verwirrt, bald ergeben. Das liest sich oft sehr gut, auch dialogreich. Wie andere US-Autoren, die literarisches Schreiben studierten (John Irving, T.C. Boyle)…

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Kritik Kurzgeschichten: Und so verlierst du sie, von Junot Díaz (2012, engl. This Is How You Lose Her) – 7 Sterne

Die meisten der neun Kurzgeschichten zeigen Ich-Erzähler Yunior als jungen Mann, der aus der Dominikanischen Republik in die USA einwanderte. Yunior erzählt zunächst in maulfaul-saucoolem Slang von heißen Weibern, aber richtig rund läuft nichts – selbst dann nicht, wenn er sich mal als Frauenversteher geriert. Der aufgesetzt kaugummimalmend gleichgültige Ton der ersten Geschichten wirkt repetitiv…

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Kritik Kurzgeschichten: Abtauchen, von Junot Díaz (1996, engl. Drown) – 7 Sterne

Themen sind das ärmliche Leben in der Dominikanischen Republik, Statuskämpfe, der Traum von Amerika, dann Unterschichtleben, Kleinkriminalität und immigrantisches Hocharbeiten in der US-Vorstadt, Familientristesse, Untreue. Creative-Writing-Professor Junot Díaz (*1968) entwirft keine runden Handlungsbögen: Er reiht kleine Vignetten auf, die Geschichten enden unspektakulär. Das Ambiente stößt oft ab, doch haben die Geschichten bei aller Episodenhaftigkeit etwas…

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Kritik Psychologie-Liebe-Geschichten: Die Liebe und ihr Henker, von Irvin D. Yalom (1989, engl. Love’s Executioner) – 8 Sterne

Die fiktionalisierten Fallgeschichten sind mal 15, mal 50 Seiten lang (ich kenne nur das engl. Original, nicht die Eindeutschung von Hans J. Heckler). Ein Highlight ist wohl die Geschichte der „Fat Lady“ Betty: Yalom beschreibt ihre Diäterfolge mitreißend wie einen Sportwettkampf und zieht Parallelen zu ihrer Jugend, als sie zuletzt ähnlich wenig wog, und er…

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Romankritik. Bessere Verhältnisse, von John Updike (1981, engl. Rabbit Is Rich, Rabbit Teil 3) – 8/10

John Updike (1932 – 2009) schreibt realistisch, klar und detailreich, mit fließenden, spannungsreichen Dialogen, meist aus der Perspektive des Toyota-Händlers Harry „Rabbit“ Angstrom. Werbung und Tagespolitik kommen unentwegt zur Sprache, ohne dass es in zeitgeistige Markenhuberei ausartet. Die Geschichte spielt vom 23. Juni 1979 bis zum 20. Januar 1980 in der pennsylvanischen Mittelstadt Brewer, Hauptfigur…

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Romankritik. Hasenherz, von John Updike (1960, engl. Rabbit, Run, Rabbit Teil 1) – 7 Sterne

Harry „Rabbit“ Angstrom, 26, und Küchengerät-Vorführer, ist ein Unsympath: die schwangere Frau mit Kleinkind lässt er sitzen und zieht zu einer Gelegenheitsdirne. Wer liebenswerte Hauptfiguren braucht, wird mit diesem Buch nicht glücklich. Autor John Updike (1932 – 2009) liefert präzise Dialoge, tiefenscharfen Realismus und ein raues Milieu, das sich mit Händen greifen lässt. Updike schreibt…

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Kritik Kurzgeschichten. Der weite Weg zu zweit, von John Updike (engl. The Maples Stories bzw. Too Far to Go) – 8 Sterne

Diese Wirklichkurzgeschichten entstanden über Jahrzehnte hin und sind sehr heterogen, auch wenn immer dasselbe Ehepaar Maple im Mittelpunkt steht. Tonfall und Erzählperspektive schwanken, es gibt wenig Verbindungen oder Querbezüge, Übergänge fehlen. In zwei Geschichten (Wife-Wooing, Plumbing) tauchen die Namen der Hauptakteure gar nicht auf, sie wurden dem Storyreigen wohl erst nachträglich zugeordnet. Besonders unzusammenhängend wirken…

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Kritik Kurzgeschichten. The Early Stories 1953 – 1975, von John Updike – 7 Sterne

John Updike schreibt teils atemraubende Dialoge und Konstellationen aus dem Eheleben. Auch ein paar hübsche Teenager-Geschichten. Und das mit teils hervorragender Erzählstimme, nur momentweise zu auftrumpfend bildungsbürgerlich. Fast immer legt John Updike erkennbar sein eigenes Jugend-, Familien- und Sozialleben zugrunde (Einzelbesprechungen weiter unten). Dann wieder liefert John Updike (1932 – 2009) elegische Betrachtungen zu Laub,…

Kritik Kurzgeschichten. The Early Stories 1953 – 1975, von John Updike – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Kurzgeschichten. Collected Later Stories, von John Updike (1976 – 2008) – 7 Sterne

David Lodge lobte Updikes ability to make slight episodes from ordinary life glow with significance through the fidelity and freshness with which he described them… Updike was the most extravagantly gifted prose stylist of his generation of American writers. Die Kurzgeschichten aus Collected Later Stories belegen Lodges Urteil – längst nicht alle, aber genug. Amazon-Werbelinks:…

Kritik Kurzgeschichten. Collected Later Stories, von John Updike (1976 – 2008) – 7 Sterne Weiterlesen »

Romankritik. Ehepaare, von John Updike (1968, engl. Couples) – 7 Sterne

Der Leser ist mittendrin statt nur dabei: im Bett bei (außer-/)ehelichem Rumpelsex, bei Abendessen in großer Runde, bei Kirchgang und religiösen Grübeleien. John Updike (1932 – 2009) schildert Dialoge und Reaktionen der Ostküsten-Mittelschicht in den frühen 1960ern intelligent, feinsinnig und unterhaltsam. Weniger Fun jedoch: Updike beschreibt auch Wohnungen, Sakralbauten, Baustellen, Vegetationszyklen und Lebensläufe sehr detailliert…

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