Gut

Romankritik. Heirate mich, von John Updike (1976, engl. Marry Me) – 7 Sterne

Jerry und Sally lieben sich, doch beide sind anderweitig verheiratet, jeweils mit Kindern, und planen ihre Schäferstündchen mit viel Heimlichtuerei. John Updike (1932 – 2009) beschreibt Gefühle und Upläufe teils atemberaubend nah und nachvollziehbar. Die betrogenen Ehepartner sind ihrerseits keine Kinder von Traurigkeit. John Updike bringt sehr genaue Beobachtungen aus der US-Mittelschicht Anfang der 1960er…

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Kritik Roman: Ediths Tagebuch, von Patricia Highsmith (1977, engl. Edith’s Diary) – 9 Sterne – mit Video

Auch in diesem Roman von Patricia Highsmith sitzt jedes Wort. Sie schreibt sparsam, skizziert Stimmungen und Beziehungen messerscharf, streut stimmige Details, erzeugt Beklemmung aus dem Nichts. Patricia Highsmith (1921 – 1995) erzählt eine realistische Handlung nüchtern, ohne dräuende Andeutung oder sonstige Dramatisierung. Politische Schlagzeilen (Nixon, Vietnam, die Kennedys) und Ediths Tagebucheinträge bindet Highsmith elegant ein….

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Rezension Kurzgeschichten, Gedichte, Kritiken: The Collected Dorothy Parker (Penguin Classics 2001) – 7 Sterne – mit Ausgabenvergleich, Links & Hintergründen

Dorothy Parker ist bekannt für extrem sarkastische, selbstironische Gedichte und Kurzgeschichten über das Liebes– und Sozial-Leben im New York der 1920er bis 1940er Jahre. Dieser gut 600seitige Sammelband zeigt: Oft schreibt Dorothy Parker gar nicht so amüsant hochtourig sarkastisch. Nicht überall lauern köstliche Einzeiler. Einige Kurzgeschichten klingen einfach stark satirisch oder auch psychologisch genau, sozialkritisch,…

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Kritik Kurzgeschichten von Eudora Welty: The Collected Short Stories bzw. Ein Vorhang aus Grün (engl. A Curtain of Green, 1941) – 7/10

Mein persönliches Fazit zu Collected Stories oder A Curtain of Green: Es gibt zwei Highlight-Geschichten voll drolligem Dialog, für die allein der Kauf lohnt (egal ob Collected Stories oder A Curtain of Green). Ein paar weitere Geschichten fand ich ok, und viele haben mich gar nicht angesprochen – zu elegisch, zu gruselig. Mundart: In den…

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Kritik Kurzroman. Eudora Welty: The Ponder Heart (1953) – 6 Sterne

Die Ich-Erzählerin berichtet mit unterhaltsamer Schnatterschnauze vom Leben in der Mississippi-Kleinstadt Clay und von ihrem Onkel Daniel Ponder, der sich eine viel zu junge (und zu dünne) (und zu arme) Braut anlacht. Eudora Welty (1909 – 2001) kreiert eine fulminante Ich-Erzählerin aus Fleisch und Blut. Die redet teils direkt zum Leser: I size people up:…

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Romankritik: Kings of Cool, von Don Winslow (2012, Teil 1 der Reihe) – 6 Sterne

Don Winslow schreibt einen ultra-coolen Mackerton, in dem Zeilen und sogar Kapitel oft nach zwei, drei Wörtern enden. Er erzählt von Drogenhändlern, Fahndern und Hippies in Südkalifornien, mit vielen kurzen, vulgären  Gewaltausbrüchen (oft Kopfschüsse) und interessanten Einblicken in den regionalen Wohnungs-, Dating- und BTM-Markt. Winslow springt zwischen verschiedenen Personengruppen und Zeitebenen, nicht immer hatte ich…

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Romankritik: Tiefe Wasser, von Patricia Highsmith (1957, engl. Deep Water) – 9 Sterne – mit 2 Videos

Highsmith macht alles richtig: Die Sprache ist jederzeit uneitel im Dienst der Geschichte. Sie verzichtet auf Dramatisierung, düstere Andeutung, Zeitsprünge, schreibt strikt chronologisch und ohne bizarre Zufälle. Sie erzählt bruchlos aus Perspektive der Hauptfigur. Das Ende bleibt fast bis zur letzten Seite völlig offen. Im Zentrum steht ein scheinbar freundlicher, aber innerlich zynischer Familienvater. Er…

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Romankritik: Von der Schönheit, von Zadie Smith (2005, engl. On Beauty) – 7 Sterne

Zadie Smith schreibt witzige, intelligente Dialoge, und sie spießt Uni-Politik und die Tics der US-Uni-Koryphäen boshaft auf. Gewiss erkannten sich einige Wissenschaftler in diesem Roman erzürnt wieder. Zu den Highlights zählen auch ein paar erstaunliche Sexszenen. Doch die Dialoge und Szenen laufen teils zu lang, und sie konzentrieren sich ermüdend auf die immer gleichen Themen:…

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Kritik Kurzgeschichten: Collected Short Stories, von Richard Yates – 8 Sterne

Richard Yates schreibt lakonisch über kleine Leute in und um New York, mit hochrealistischen Dialogen – ohne Effekt, aber als ob er es genau so selbst vernommen hätte. Oft geht es um Unangenehmes – Hintergedanken, Sorgen. Männer blähen sich auf und sind schnell gekränkt. Öfter laufen sie krank im Schlafanzug herum, da wirken sie noch…

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Kritik Kurzgeschichten: Eine letzte Liebschaft, von Richard Yates – 7 Sterne

Dieser Band enthält Yates-Stories, die in den USA nie oder zumindest nicht zwischen Buchdeckeln erschienen, die jetzt aber auch auf Englisch in Yates‘ Collected Stories herauskamen. Offenbar basieren die meisten Geschichten auf Yates‘ eigenem Leben: biografische Skizzen zum Autor lesen sich wie die Zusammenfassung einer Yatesschen Kurzgeschichte, und die Themen kehren auch in Yates‘ Romanen…

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Kritik Kurzgeschichten: Verliebte Lügner, von Richard Yates (1982, engl. Liars in Love) – 7 Sterne

Diese Kurzgeschichtensammlung gibt es auch auf Englisch als Teil der Collected Short Stories von Richard Yates. Weitere deutsche Kurzgeschichten – mit etwas anderem Charakter – stehen in den Bänden Elf Arten der Einsamkeit und Eine letzte Liebschaft. Häufig geht es um Geschiedene, um deren Kinder, um ambitionierte Künstler in demütigenden Kommerzjobs, meist in und um…

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Kritik Kurzgeschichten: Elf Arten der Einsamkeit, von Richard Yates (1962, engl. Eleven Kinds of Loneliness) – 9 Sterne

Yates schreibt lakonisch über kleine Leute in New York und den Vororten, mit hochrealistischen Dialogen – ohne Effekthaschen, aber als ob er sie genau so selbst vernommen hätte. Oft geht es um Unangenehmes – Hintergedanken, Sorgen. Männer blähen sich auf und sind schnell gekränkt. Teilweise ist das besser als in Yates‘ besten Romanen. Amazon-Werbelinks: Richard…

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Romankritik: Cold Spring Harbor, von Richard Yates (1986) – 7 Sterne

Überwiegend schildert Yates Teens und Young-Twens in und um New York. Aber auch einige ältere Herrschaften rücken zeitweise in den Vordergrund, teilweise benehmen sie sich schmerzhaft peinlich, vor allem wenn sie die Alkoholzufuhr nicht bremsen können – Fremdschämalarm. Yates ist etwas unfokussiert, nicht immer weiß man, wer die Hauptfigur ist, und zur Buchmitte scheint der…

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Romankritik: Eine strahlende Zukunft, von Richard Yates (1984, engl. Young Hearts Crying) – 7 Sterne

Richard Yates schreibt flüssig, zupackend – eine famose Erzählstimme (ich kenne nur das englische Original in der Methuen-TB-Ausgabe). Dabei beobachtet er fein, bringt präzise Wortwechsel (nicht gepfeffert, aber hochrealistisch), meist stimmige Entwicklungen über Jahrzehnte. Amazon-Werbelinks: Richard Yates | Ernest Hemingway | John Cheever | John Updike Bei soviel Qualität gibt es auch Störungen – weniger…

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Romankritik: Mutterland, von Paul Theroux (2017, engl. Mother Land) – 7 Sterne

Offenbar erzählt Paul Theroux in etwa sein eigenes Leben, vor allem mit Blick auf seine alle beherrschende und alle manipulierende Mutter. Mit 83, nach dem Tod ihres Ehemannes, schwingt sie sich zu neuer Unliebenswürdigkeit auf – „she will eat you alive and shit you over a cliff“  (S. 9 der engl. Penguin-TB-Ausgabe). Selten ward eine…

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Kritik Kurzgeschichten: Ernest Hemingway: The Collected Stories – 7 Sterne

Der Sammelband enthält die Hemingway-Kurzgeschichten der ursprünglichen Bände in our time (kleingeschrieben), In Our Time (großgeschrieben, und in our time mit enthaltend), Men Without Women und Winner Take Nothing sowie danach veröffentlichte Geschichten wie Snow on the Kilimanjaro und The Short Happy Life of Francis Macomber. Die Einleitung schrieb James Fenton, der die Geschichten auswählte….

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Simenon

Romankritik: Bellas Tod, von Georges Simenon (1952) – 7 Sterne

Ein unscheinbarer Kleinstadtlehrer in den USA steht plötzlich unter Mordverdacht – aber bewiesen ist nichts. Allmählich kehren sich Gemeinde, Kollegen, Nachbarn und sogar die Frau gegen ihn. Georges Simenon schildert sehr realistisch und beklemmend. Der tatsächliche Mörder ist kaum zu ahnen, die zunehmende Isolation des verdächtigen Lehrers mit Händen zu greifen. Im Mittelpunkt steht nicht…

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Romankritik: Was am Ende bleibt, von Paula Fox (1970, engl. Desperate Characters) – 7 Sterne

Sophie und Otto sind ein mittelaltes, kinderloses Ehepaar im New Yorker Stadtteil Brooklyn, lange vor der Gentrifizierung. Der Rechtsanwalt und die Übersetzerin besitzen ein apart-geschmackvolles Heim. Aber das Viertel um sie herum versinkt in Müll, Kriminalität und sinnloser Gewalt. Sophie wird von einer streunenden Katze gebissen, die Wunde verheilt nicht recht, die Katze lässt sich…

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Romankritik: Kalifornische Jahre, von Paula Fox (1970, engl. The Western Coast) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Paula Fox schreibt sensibel intelligent, zurückgenommen, nie auftrumpfend, fein beobachtend mit spärlichem, dabei punktgenauem Dialog. Doch hat der Roman wenig Handlung und ausschließlich uninteressante bis unsympathische Figuren – Kontaktarme, Selbstsüchtige, Bizarre, Besessene, Haltlose, Entwurzelte in Südkalifornien Ende der 1930er Jahre. Für dieses Personal fallen mir fast eher englische Vokabeln ein, loser, loner,…

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Kritik Memoiren, Kurzgeschichten: Die Zigarette und andere Stories, von Paula Fox (2011, engl. News from the World: Stories and Essays) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Mit In fremden Kleidern und Der kälteste Winter schrieb Paula Fox zwei knappe autobiografische Bücher. Weitere autobiografische Skizzen, die an diese zwei Bände anschließen, liefert die erste Hälfte von Die Zigarette und andere Stories (2011, engl. News from the World: Stories and Essays); es gibt nur zwei kurze punktuelle inhaltliche Überschneidungen (1)….

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Kritik Roman: Luisa, von Paula Fox (1984, engl. The Servant’s Tale) – 8 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   In diesem Buch passiert nicht viel, und die Hauptfiguren sind wunderlich. Fast hätte ich es nach 20 Seiten weggelegt, und das gibt’s selten, erst recht bei Paula Fox (1923 – 2017). 17 Verlage wollten das Manuskript nicht herausbringen (Quelle). Zum Glück erkannten letztlich ein Verlag und dann auch ich die Qualitäten,…

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Kritik Roman: Lauras Schweigen, von Paula Fox (1976, engl. The Widow’s Children) – 7 Sterne

      Es ist eins dieser Familientreffen, das alle Beteiligten lieber mieden: „this ghastly chore, this family matter“. Eine Fünfergesellschaft verbringt einen Abend im Hotelzimmer und im Restaurant. Die Figuren umkreisen sich mit Nebengedanken, Hintergedanken, Erinnerungen und Abschweifungen. Sie ignorieren nach Belieben, sie reden Peinliches – und sonst passiert zunächst nicht viel. Der Roman…

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Kritik Krimi-Roman: Der Malteser Falke, von Dashiell Hammett (1930, engl. The Maltese Falcon) – 7 Sterne – mit Video

Autor Dashiell Hammett lässt nichts anbrennen. Auf den ersten 25 Seiten führt er entspannt ein paar Frauen und Männer ein. Doch kaum kennt man sich ein bisschen, werden zwei Akteure von unbekannt und ohne ersichtliches Motiv erschossen; andere erweisen sich sodann als gehörnt, polyamour, Ehebrecher. Schon hat der Autor seine Leser am Haken. Alle Rätsel…

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Rezension Kurzgeschichten: Danke, dass ich kommen durfte, von Lorrie Moore (2014, engl. Bark) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Moore schreibt über mittelalte Geschiedene, Krebskranke, liebeshungrige kranke Witwer, mehrfach über alleinerziehende Mütter von Teenie-Problemkindern mit Problempartnern, einmal sogar über eine sprechende Tote. Das Drama ist nicht so extrem wie in einigen Geschichten von Moores Sammlung Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann (1998, engl. Birds of America), aber hier vielleicht gleichmäßiger verteilt. Einige…

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Rezension Kurzgeschichten: Pepsi-Hotel, von Lorrie Moore (1992, engl. Like Life) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Moore schreibt intelligent witzig, originell beiläufig, manchmal dachte ich an frühe Woody-Allen-Filme. Es gibt Autoren in New York, Autoren in der Provinz und Dozenten in der Provinz, hier schreibt Moore sicher aus eigenem Erleben. Sie behandelt dabei wohlgemerkt nicht Künstlerprobleme wie Schreibblockade o.ä., sondern es geht meist um Beziehungen. Lorrie Moore (*1957) säuselt elegant ätherisch,…

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Rezension (Kurz-)Geschichten: Die Ballade from traurigen Café, von Carson McCullers (1951, engl. The Ballad of the Sad Café) – 7 Sterne – mit Video & Kritiken

Fazit: Hauptattraktion ist McCullers‘ punktgenauer, trockener Erzählton. Ihre Figuren in der Geschichtensammlung The Ballad of the Sad Café sind melancholisch und einsam, einige wirken auch bizarr bis rätselhaft. Die nicht verbundenen Kurzgeschichten liefern eher Stimmung als Handlung – das aber exzellent. Zwei Geschichten sind schlicht zu merkwürdig und lassen den Leser kalt. Das Büchlein ist…

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Romankritik: Wild leben, von Richard Ford (1990, engl. Wildlife) –7 Sterne – mit Kritiker-Links

Ein 16jähriger in Great Falls, Montana, beobachtet in den 60er Jahren fast teilnahmslos, wie die Ehe seiner Eltern auseinanderbricht. Richard Ford kreiert einen ruhigen, fast apathischen, aber sehr genau beobachtenden Ich-Erzähler, der distanziert und initiativlos wirkt. Nur ein- oder zweimal zeigt er Gefühle, das klingt prompt kitschig. Trotzdem sind einige Szenen sehr spannend. Der kurze…

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Rezension Kurzgeschichten: Eine Vielzahl von Sünden, von Richard Ford (2002, engl. A Multitude of Sins) – 7 Sterne – mit Presse-Links

In allen Kurzgeschichten spielt Ehebruch eine Rolle, gelegentlich nur als Nebenaspekt. Die meisten Kurzgeschichten haben rund 30 Seiten, einige sind deutlich kürzer, eine entpuppt sich gar nur als Witz, die letzte Geschichte geht über 65 Seiten (ich kenne nur das englische Original und kann die deutsche Übersetzung nicht beurteilen). Ford beschreibt meist intelligente Anwälte, Polizisten…

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Rezension Kurzgeschichten: Rock Springs, von Richard Ford (1987) – 7 Sterne – mit mit Presse-Links

Acht der zehn der Kurzgeschichten spielen in Käffern in Montana, nahe der kanadischen Grenze, oft liegt Schnee in der Luft. Richard Ford schreibt über Arbeitslose, zerbrochene Ehen, leere Prärie, leere Herzen, Gleichgültigkeit, Gefängnis, Arbeitslosigkeit, Missouri, Wildnis, Jagen, Fischen und Autos, immer aus männlicher Perspektive. Frauen sind besonders unzuverlässig, und öfter reden jugendliche Ich-Erzähler aus kaputten…

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Rezension: Frank, von Richard Ford (2012, engl. Let Me Be Frank With You, Frank-Bascombe-Buch 4 von 4) – 7/10 – mit Presse-Links & Übersicht

Anders als die drei vorhergehenden Frank-Bascombe-Bücher ist dies kein durchgehender Roman: Ich-Erzähler Frank Bascombe erscheint in vier gleichlangen Kurzgeschichten mit nicht verbundenen Episoden kurz vor Weihnachten 2006. Die Textmenge ist weit niedriger als bei den Büchern 1 bis 3. Fehlte dem Autor die Kraft, die Erzählungen in einen großen Roman zu packen? Jede der vier…

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Rezension: Die Lage des Landes, von Richard Ford (2000, engl. The Lay of the Land, Frank-Bascombe-Buch 3 von 4) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Wie in den vorangegangenen Bascombe-Romanen: Richard Ford schreibt eine Kette von Dialogen, unterbrochen durch viele Autofahrten voller Grübeleien und Rückblenden. Zwar lässt sich Die Lage des Landes auch einzeln konsumieren, doch wer Akteure wie den Wohnimmobilienmakler Bascombe, seine Ex-Frau Ann oder seine zweite Frau Sally näher kennen lernen möchte, sollte zumindest den unmittelbaren Vorgängerband Unabhängigkeitstag…

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