Internationale Romankritiken & Links zu: Das gute Leben, von Jay McInerney (2006, engl. The Good Life)

In dem Roman erzählt Jay McInerney eine Liebesgeschichte in New York, die unmittelbar vor und nach den Anschlägen auf das World Trade Center spielt. Die Hauptfiguren begegnen sich als freiwillige Helfer direkt nach dem Unglück. McInerney war selbst als Helfer vor Ort gewesen.

Das Ehepaar Calloway aus Das gute Leben kennt man bereits aus McInerneys Roman Alles ist möglich (1992, engl. Brightness Falls). McInerny will die Geschichte der Calloways mit einem dritten Roman zu Ende schreiben (Quelle).

Die meisten Kritiker erinnern bei Das gute Leben jedoch wieder einmal an McInerneys spektakulären Erstling Ein starker Abgang (1984, engl. Bright Lights, Big City) und sind von Das gute Leben weniger angetan.

„Einfallslos und doch verblasen“ – Kritiken zur deutschen Fassung:

Die Zeit:

erinnert verdächtig an die langweilige Literatur, die sich nur mit Philip Roths Generation beschäftigt… wie in einer x-beliebigen Schmonzette

Frankfurter Allgemeine Zeitung:

einfallslose und doch verblasene Sprache, die pompös ist (statt Aids schreibt er „die Epidemie“)

Süddeutsche Zeitung:

Gespür für entscheidende Details und popkulturelle Querverweise

Literaturkritik.de:

Kluges Setting, kluge Figurenpsychologie… Routiniert und warm und menschlich spielt er auf der Gefühlsklaviatur

Deutschlandradio Kultur:

Der Anschlag bringt zwei Menschen zusammen, die sich sonst nicht kennengelernt hätten. Ansonsten ist der Anschlag austauschbar mit anderen Situationen.

ORF:

Für ihn ist der Anschlag bloß etwas, dass die Protagonisten aus ihrer Lethargie holt.

Schreib-Lust.de:

Etwas störend ist die Vielzahl der auftretenden Figuren, die dem Leser einiges an Konzentration abverlangt.

„Acute cultural observation before sinking into a sappy romance…“ – englische Rezensionen:

New York Times, Michiko Kakutani:

…a bizarre mix of the genuinely moving and the trashily facile, the psychologically astute and the ridiculously clichéd

Kirkus Review:

…offers acute cultural observation before sinking into a sappy romance… embarrassing, overheated cliché

The Observer:

The unstable tone of The Good Life is a manifestation of the author’s conflicting attitudes… its obeisance to the glamour of money

The Guardian:

In the course of his novel, McInerney drops a lot of names as well as brands, and readers should know right away who Salman (Rushdie) is or who Gay and Nan (Talese) are

The New Yorker:

the prose, like the plot, occasionally sinks into conventionality, and we get patches of literary cornstarch…

New York Times, Paul Gray:

the novel’s real subject, an oddly listless and unappealing adulterous affair… a steady stream of brand names

The Independent:

He features no less than three aspiring authors among his characters… undoubtedly one of McInerney’s finest novels… social comedy at its very best

Entertainment Weekly:

agreeably trashy early chapters… a claustrophobic world of competitive sexuality… McInerney can’t hide his leering gusto for all things erotic

Publishers Weekly:

the focus of McInerney’s concern is not terrorism or politics but love… This is a novel about shallowness and what might replace it…

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