Filmkritik Komödie: Warten auf Mr. Right – Waiting to Exhale (1995, mit Whitney Houston, Angela Basset) – 5 Sterne – mit 2 Videos

Hier gibt’s was auf die Ohren und die Augen: Unentwegt schmeichelt Kuschelrock (genannt R&B, symptomatisch Whitney Houstons Filmsong Exhale (Shoop Shoop)). Und unentwegt sieht man schöne Frauen und ein paar smarte Männer in streng auf Mainstream gebürsteter Edel-Umgebung: Nobelhotelbar, Nobelvillawohnzimmer. Die Edeloptik erinnert an Musikvideos und Werbung, ohne Substanz oder Individualität.

Politisch ist der Film denkbar korrekt: Er zeigt fast nur Nichtweiße, eine versprengte Weiße kriegt’s gleich in die Fresse; alle schwarzen Frauen sind lieb und ausgebeutet; fast alle Männer (auch schwarz) gefühllose Sexlachnummern, selbstsüchtige Dummschwafler, Lügner, Zauderer, Homos. Die tragen auch alle den selben Stil. Das Ganze wirkt denkbar unrealistisch auf Fluff gebürstet, Charisma hat nur Angela Basset.

Interessant: Der seit 1982 erfolgreiche Schauspieler Forest Whitaker führt hier erstmals Regie – und spielt tatsächlich nicht vor der Kamera mit (vielleicht, weil alle Männer so erbärmlich sind).

Freie Assoziationen:

  • Versteinerte Afroamerikaner in Luxusimmobilien: das sieht man auch in Dream Girls (dort mit Beyoncé statt Whitney Houston) oder in How Stella Got Her Groove Back
  • Vier gutaussehende gutgestellte Frauen – Singles oder in On-Off-Beziehungen oder Verheirateten verfallen – jiepern beim Alk auf der Couch erbärmlich nach dem richtigen Mann: das kennt man doch von ? – genau
  • Wegen Videoclip-Ästhetik und Musikdauerschleife: The Italian Job in der Version von 2003 (Regisseur F. Gary Gray, ebf. Afroamerikaner)




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