Leseeindruck Roman: Rot, von Uwe Timm (2001)

Gleich auf den ersten Seiten zelebriert Uwe Timm endlos quälendes Kultur- und Luxus-Namedropping: berühmte teure Künstler an der Wand, edle Weine, Zitate erlesener Denker aus dem Gedächtnis, und Ehebruchiaden plus Ehemann-Exil nur im Kempinski (obwohl Single-Wohnungen bereitstehen). Nobel, ja stratosphärisch, ich bin beeindruckt. Klassismus mal andersrum. Als nötiges Antidot gibt’s das deutsche F-Wort, sogar groß geschrieben, auch cool. Uwe Timm beherrscht alle Register („vom Autor neu durchgesehene Ausgabe Oktober 2003“).

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Auf den ersten 60 Seiten springt der Ich-Erzähler hierhin und dorthin, eine Handlung kommt nicht in Gang, teils wühlt er in den Unterlagen eines Toten, den er wohl vor 30 Jahren mal kannte. Die Episödchen könnten ausgearbeitet werden auf den verbleibenden gut 330 Seiten, oder auch nicht, ich hatte keinen Bock mehr.

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