Rezension: Das Schilcher ABC, von Reinhard P. Gruber (1988) – 7 Sterne – mit Video

Gruber greift mit Lust in die Saiten, schreibt schmackig-deftig im Idiom seiner Wahlheimat rund ums südweststeirische Deutschlandsberg (Gruber lebt seit 1977 in Stainz nördlich von Deutschlandsberg; auf wuchs er in Judenburg im oberen Murtal, und in dieser Region spielt sein Romänchen Aus dem Leben Hödlmosers). Grubers Sprache zusammen mit politischen Unkorrektheiten und schwurbeliger Logik macht den Reiz des schmalen Bändchens aus. Manches ist einfach Nonsens.

Im Buchteil Schilcher ABC (trendgerecht ohne Bindestrich) schreibt Gruber frech und frei über das Schilcherland und seine dem Schilcherwein verfallenen Ureinwohner (Video unten). Mit im Band steckt das kurze, oft aufgeführte Stück Heimatlos, ein vergnügliches, derbdreistes Stück Wirtshausstadl. Die vielen sog. Weststeirischen Novellen sind oft nur fünf oder acht Zeilen lang – der weitere Platz auf der Seite bleibt dann weiß.


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