USA

Romankritik: Die Abenteuer des Huckleberry Finn, von Mark Twain (1884, engl. The Adventures of Huckleberry Finn) – 7 Sterne

Vordergründig wirkt es wie ein Jungs-Abenteuer-Buch, wie eine Tom-Sawyer-Fortsetzung: Verwahrloster Dorfjunge und entlaufener Sklave hausen auf einer unbewohnten Mississippi-Insel und reisen wochenlang per Floß flussabwärts, treffen Banditen, überstehen Schießereien. Doch Mark Twain erzählt so plastisch und detailliert – er war selbst Mississippi-Lotse gewesen –, dass es manchmal wie ein realistischer Expeditionsbericht klingt. Außerdem bringt Twain […]

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Kritik US-Reisebuch: Deep South, von Paul Theroux (2015) – 7/10 – mit Presse-Links

Paul Theroux reist 2012 und 2013 mehrfach länger durch die US-Südstaaten, so dass er in Deep South auf 440 Seiten über alle vier Jahreszeiten berichten kann. Theroux schreibt äußerst flüssig und lesbar (ich hatte die englische Ausgabe). Er besucht fast nur Kleinstädte und fast ausschließlich kleine Leute und Mittelschichtangehörige – häufig Pastoren und Mitarbeiter von

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Kritik Monografie: A Turn in the South, von V.S. Naipaul (1989) – 7/10 – mit Presse-Links

V.S. Naipaul redet in den US-Südstaaten mit Politikern, Bürokraten, Autoren (u.a. Anne Rivers Siddons, Eudora Welty), mit Juristen, Geistlichen, seltener mit Arbeitern oder Bauern, und er berichtet nachdenklich von seinen Gesprächen. Keiner gibt Interviews so interessant wieder wie Naipaul – gut zuhörend, scheinbar neutral, intelligent, aber doch mit eigenen Gedanken und Interpretationen. Naipaul (1932 –

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Filmkritik: Shame (2011, mit Michael Fassbender, R Steve McQueen) – 5 Sterne – mit Video + Presse-Links

Michael Fassbender ist eindrucksvoll der entfremdete, gefühlsarme Yuppie in New York. Er kann’s nur mit Porno, Prostitutierten oder mit sich selbst, und das ununterbrochen; bei der netten Kollegin versagt er. Seine Schwester sucht bei ihm Unterschlupf, die hat auch einen an der Klatsche. Der Film beeindruckt durch lange Szenen, statische Einstellungen und viel Schweigen, die

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Rezension Romantische Komödie: Brown Sugar (2002) – 5 Sterne – mit Video

Vieles an dieser romantischen Hiphopper-Komödie fühlt sich falsch an: die wenig überzeugende Liebe zum Hiphop, der schlechte Hiphop im Film, die teils sehr konstruierte und platte Handlung, der banale und unrealistische Luxus, einige flache Dialoge, teils sogar der coole Slang im O-Ton. Doch Brown Sugar produziert auch vergnügliche Wohlfühl-Momente und ist über weite Strecken angenehm

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Romankritik: Eines Menschen Herz, von William Boyd (2002, engl. Any Human Heart) – 7 Sterne – mit Links & Video

Das fiktive, fast lebenslange Tagebuch von Logan Gonzago Mountstuart: Es beginnt mit Internatsjahren in England in den 1920er Jahren, dann erste Erfolge als Schriftsteller in London und Paris, Abenteuer im zweiten Weltkrieg, später Kunsthändler und Schriftsteller in New York, einige Jahre in Afrika, schließlich London und Südfrankreich bis zum Tod 1991. 2010 wurde eine vierteilige

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Rezension Erzählungen: My Nine Lives, von Ruth Prawer Jhabvala (2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die neun Erzählungen sind sehr gleichmäßig jeweils knapp 30 Seiten lang: eine weibliche Ich-Erzählerin berichtet mehrere Jahre aus ihrem Leben, manchmal ihr ganzes Leben. Die Geschichten sind nicht miteinander verbunden, doch die Ich-Erzählerinnen leben häufig in Großstädten (fünfmal New York, zweieinhalbmal Delhi, eineinhalbmal Nachkriegs-London) und haben besondere Verbindungen zu Indien – wie die Autorin selbst.

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Rezension Kurzgeschichten: A Lovesong for India, von Ruth Prawer Jhabvala (2011) – 5 Sterne – mit Presse-Links

Die Geschichten spielen in den teuersten Immobilien von Delhi oder Mumbai, vor allem aber in New York: Anders als in frühereren Romanen oder in Kurzgeschichtensammlungen bis Out of India/dt. Eine Witwe mit Geld (1986) portraitiert Ruth Prawer Jhabvala diesmal die Oberschicht und Superreiche – eine Dichterfürstin, Hollywood-Stars, Bollywood-Stars (angelehnt an Amitabh Bachchan), Filmkritiker oder Popmanager,

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Rezension Filmsatire: Thank You For Smoking (2005) – 7 Sterne – mit Video

Schnelle, witzige Komödie um einen amerikanischen Zigaretten-Lobbyisten. Viele bizarre, politisch sehr unkorrekte Dialoge, teils pfiffig gefilmt. Sehr unterhaltsam, auch wenn Hauptdarsteller Aaron Eckhart zu gut aussieht für einen Lobbyisten und im ganzen Film nicht eine Zigarette angezündet wird. Der gleichnamige, zugrundeliegende Roman wurde fürs Drehbuch stark gestrafft, vor allem die absurde Krimihandlung – Medien und

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Rezension Satire-Roman USA: Danke, dass Sie hier rauchen, von Christopher Buckly (1994, engl. Thank You For Smoking) – 6 Sterne – mit Video u. Presse-Links

Satire-Profi Buckly erzählt routiniert, süffig überzogen und stets unterhaltsam von der Arbeit eines fiktiven Zigaretten-Lobbyisten in der US-Medien- und Politszene. Am Rand agieren auch PR-Akteure für Feuerwaffen und Alkohol. Die vielen Dialoge sind voller Gags und geschmeidiger Sophistereien. Dennoch entsteht ein etwas fader Beigeschmack: Manche Dialoge und Szenarien wirken weit hergeholt, überflüssig oder unrealistisch, bieten

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Rezension Film-Komödie: Broadway Therapy, Regie Peter Bogdanovich (2014, engl. Titel She’s Funny That Way) – 4 Sterne – mit Video

Peter Bogdanovich versucht wieder eine Komödie. Doch was mit Is’ was, Doc, Paper Moon und Noises Off! gelang, funktioniert hier nicht: Die schönen blonden Menschen in schicken Kulissen erinnern eher an einen neueren Woody-Allen-Film. Sie sind dabei völlig unrealistisch konstruiert und produzieren zu wenig Gags. Die Screwball-Elemente mit horrenden Verwechslungen, peinlichen Begegnungen und rasanten Abläufen

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Rezension Reportage-Buch: Weiße Plantagen, von Érik Orsenna (2006, über Baumwolle) – 4 Sterne – mit Pressekritiken

Orsenna besucht Baumwoll-Anbaugebiete und ihre Macher in Mali, USA, Brasilien, Ägypten, Usbekistan, China und Frankreich. Er schreibt vage lyrisch und ohne Tiefgang: weder sozial, wirtschaftlich, politisch noch menschlich wird es interessant (seine tatsächlich wissenschaftlichen Texte veröffentlicht Orsenna unter einem anderen Namen). Er redet oft mit leichtem Spott, der teils wie eingebildete Besserwisserei anmutet. Häufig klingt

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Kritik Biopic: Chaplin (1992) – 4 Sterne – mit Video & Presse-Links

Die Nacherzählung von Charlie Chaplins Leben stolpert von Episode zu Episode, ohne Fluss, ohne viel Erkenntnisgewinn für den Zuschauer. Das Biopic ertrinkt in süffigen Streicherklängen, geschmäcklerisch gediegen historisierenden Bildern und abgehakten Wegmarken. Der Film zeigt eindrucksvolle Frauen, gleich zwei gespielt von Moira Kelly. Szenen aus echten Chaplin-Filmen gibt es kaum, mit Ausnahme einer langen Zusammenstellung

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Kritik romantische Komödie: Barfuß im Park (1967, mit Robert Redford, Jane Fonda) – 6 Sterne – mit Video & Presse-Links

Robert Redford und Jane Fonda ziehen frisch verheiratet in eine 1-Zimmer-Bruchbude in New York. Fonda ist ein naives, hysterisches, sexbesessenes Ding mit schönen Beinen, Redford ein spießiger Junganwalt. Ein schräger Nachbar und eine lächelnde Schwiegermutter komplettieren das Personal (Regie Gene Saks, O-Titel Barefoot in the Park). Die Schauspieler spulen einen routiniert gefälligen Witzreigen ab und

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Kritik Kinodrama: Blue Jasmine (2013, mit Cate Blanchett, Regie & Buch Woody Allen) – 6 Sterne – mit Trailer & Presse-Links

Cate Blanchett spielt sie alle an die Wand. Einerseits ist sie die verwöhnte, schöne Frau eines superreichen Anlagebetrügers. Doch zwischendurch sehen wir immer wieder Szenen aus ihrem späteren Leben – da flog sie aus ihrem Luxusparadies und lebt bei ihrer schlichten Adoptivschwester, einer Supermarkt-Angestellten mit Proll-Freunden, und wird zur Pillen und Alkohol schluckenden Psychopathin, die

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Kritik romantische Komödie: (500) Days of Summer (2009) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Los Angeles: Tom und Summer arbeiten in einem Grußkarten-Verlag und sind 500 Tage mal mehr, mal weniger zusammen. Tom will Bindung, Summer eher nicht. Mit Zooey Deschanel, Joseph Gordon-Levitt, Regie Marc Webb (Musikvideospezialist hier mit Kinodebüt). Der Film zeigt einzelne Tage aus dem Großstadt-Leben von Tom und Summer, in nicht chronologischer Reihenfolge. Dabei gibt es

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Rezension Murphy-Biografie: Living Well Is the Best Revenge, von Calvin Tomkins (2013) – 7 Sterne

Die US-Amerikaner Gerald und Sara Murphy hatten ein hochinteressantes Leben. Calvin Tomkins schreibt hier vor allem über die 1920er Jahre, als die Murphys ohne Geldsorgen in Paris und Südfrankreich mit Picasso, Cole Porter, F. Scott Fitzgerald, Hemingway und anderen Kulturgrößen verkehrten, große Feste in ihrer Villa America mit Mittelmeerblick gaben. Das dünne Bändchen ist schnell

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Rezension: The Short Stories of F. Scott Fitzgerald – A New Collection, Hg. Matthew J. Bruccoli (1989) – 7 Sterne

160 Kurzgeschichten soll F. Scott Fitzgerald geschrieben haben, dieser Band bringt 43 von ihnen auf gut 772 Seiten. Fitzgerald schrieb Kurzgeschichten meist, um schnelles Geld zu verdienen und freie Zeit für seine Romane zu gewinnen; er redete manchmal verächtlich über seine Kurzgeschichten-Arbeit, und manche Kritiker tun alle Kurzgeschichten als Kommerzware ab. Doch Fitzgerald erzählt auch

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Romankritik: Die Liebe des letzten Tycoon, von F. Scott Fitzgerald (1940, engl. The Love of the Last Tycoon) – 7 Sterne – mit Video

F. Scott Fitzgerald portraitiert den fiktiven Hollywood-Mogul Monroe Stahr etwa 1935, den er teils nach dem Hollywood-Mann Irving Thalberg formt (Thalbergs Witwe sah keine Ähnlichkeit). Die Geschichte wurde 1976 mit Robert de Niro und Jack Nicholson verfilmt. Fitzgerald selbst hat jahrelang in Hollywood gearbeitet, konnte den Roman aber zu Lebzeiten nur halb schreiben. Das vorliegende

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Rezension Biografie: Some Sort of Epic Grandeur, The Life of F. Scott Fitzgerald, von Matthew J. Bruccoli (2002, Second Revised Edition) – 7 Sterne – mit Pressekommentaren

Autor Bruccoli (1938 bis 2008) galt zu Lebzeiten als bekanntester Fitzgerald-Gelehrter. Der Haupttext dieser Fitzgerald-Biografie hat gut 500 Seiten, auf eher großem Druckblatt und eher eng bedruckt, also viel Stoff. Dazu kommen rund 155 Seiten Vorwörter, Zeittafeln, Danksagungen und Anhänge wie Bibliografien, Anmerkungen, Stichwortverzeichnis und ein paar reproduzierte interne Aufzeichnungen Fitzgeralds, etwa seine Finanzen und

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Rezension Kurzgeschichten: The Pat Hobby Stories, von F. Scott Fitzgerald (1940) – 8/10 – mit Rezensionsbericht

Die 17 knappen Kurzgeschichten handeln vom kleinen Manuskriptschreiber Pat Hobby im Hollywood der späten 1930er Jahre. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier seine eigene Zeit in den Hollywoodstudios, wo er selbst trotz früherer Roman-Erfolge (Der große Gatsby) kein Superstar war, und erzählt eine Demütigung nach der anderen: Der Lohn war einst viel besser; früher durfte er

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Romankritik: Zärtlich ist die Nacht, von F. Scott Fitzgerald (1934, engl. Tender is the Night) – 5 Sterne – mit Hintergründen, Video & Presse-Links

Das US-amerikanische Ehepaar Dick und Nicole Diver lebt in den 1920ern ohne Geldsorgen in Südfrankreich und Zürich. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier wie fast immer sein eigenes Leben und das seiner Frau, also geht es auch um Nervenkrankheit, scheiternde Träume und Alkoholismus – Fitzgeralds entsprechender Lebensabschnitt heißt in der Bruccoli-Biografie „A Drunkard’s Holiday, 1925 –

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Rezension Kinofilm: Der große Gatsby (1974, mit Robert Redford, Mia Farrow) – 5 Sterne – mit Video & Romanvergleich

Der große Gatsby hat ein Riesenanwesen gebaut, um seine Ex Daisy wiederzugewinnen – obwohl die inzwischen den Millionär Buchanan geheiratet hat. Gatsby darf sie küssen, aber so ganz zu ihm zurück kehrt sie einstweilen nicht. Dann kommt es zum mehrstufigen Showdown. Robert Redford spielt Gatsby wie eine gutaussehende, leicht sedierte Schaufensterpuppe. Gefühle kann er nicht

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Rezension Kinofilm: Der große Gatsby (2013, Regie Baz Luhrmann, mit Leonardo DiCaprio) – 5 Sterne – mit Romanvergleich

Disney goes Roaring Twenties, das Jazz-Age wird mit Rap und Discomucke vertont: Nichts erscheint echt in diesem Erfolgsfilm, ein bonbonbuntes Kirmesspektakel macht Regisseur Baz Luhrmann aus F. Scott Fitzgeralds Romanklassiker, der 1922 bei New York spielt. Alle Farben sind gepoppt, alle Gebäude scheinbar aus Plastik oder Pixeln, viel zu fantastisch und abgehoben sehen sie aus,

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Kritik Roman: Der große Gatsby, von F. Scott Fitzgerald (1925, engl. The Great Gatsby) – 8 Sterne – mit Hintergründen, Links

Der Roman wurde zum Klassiker, wenn auch erst Jahrzehnte nach dem Erscheinen und nachdem der Autor sich totgesoffen hatte. F. Scott Fitzgerald erzählt von männlichen Männern in New York 1922. Sie sind reich, sie sind mächtig, sie sind hartleibig. Sie nehmen sich, was sie wollen: Häuser, Frauen, Fassaden, Imperien, noch mehr Frauen, Wasserflugzeuge, neue Namen.

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Kritik Roman: Die Schönen und Verdammten, von F. Scott Fitzgerald (1922, engl. The Beautiful and Damned) – 6 Sterne – mit Hintergründen, Kritiken, Links & Video

New York in den 1910er-Jahren: Junger Schnösel angelt sich hohle Nuss. Er sorgloser Erbe; sie selbstsüchtig, aber ultimativ dekorativ, ein must-have. Geld spielt keine Rolle, jedenfalls bald nicht mehr, wenn Opa hoffentlich den Löffel ab- und das Erbe freigibt. Der Trauerfall wird herbeigesehnt, denn die Göttergattin ist high maintenance. Doch nach der Hochzeit kriselt die

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Romankritik: Diesseits vom Paradies, von F. Scott Fitzgerald (1920, engl. This Side of Paradise) – 3 Sterne – mit Presse-Links

Der stark autobiografisch geprägte Erstlingsroman beschreibt Schüler- und Studentenzeit sowie erste Berufserfahrungen in New York in den 1910er Jahren. Besonders detailreich berichtet Fitzgerald vom Studium in Princeton. Dabei kümmert er sich kaum ums allgemeine Publikum, mit Vergnügen lesen diese Insidergeschichten wohl nur amerikanische Ex-Studenten. Der zweite Teil über das Leben als Werber in New York

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Romankritik: Letzter Schrei, von Jay McInerney (1998, engl. Model Behavior) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Fotomodels, Schauspieler, Magazinjournalisten und Kurzgeschichtenschreiber ringen auf aalglattem New Yorker Parkett um Liebe und Aufstieg. In Jay McInerneys hochglanzpolierter Schreibe reden sie überaus witzig, smart und zynisch – und sehen sich selbst auch so. Um kulturelle Anspielungen sind sie nicht verlegen. Man übersieht vor Vergnügen fast die Abgründe von Egoismus und Amoral. Die urbane Intelligentsia

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Rezension des Romans Ich nun wieder. Story of My Life, von Jay McInerney (1988, engl. Story of My Life) – 7 Sterne

Alison Poole ist eine 20jährige Schauspielschülerin im New York der 1980er. Bis jetzt war sie mit 36 Männern im Bett, sie nimmt Kokain und fliegt fast aus der Wohnung. Als Ich-Erzählerin in Jay McInerneys zweitem Roman – nach Ein starker Abgang/Bright Lights, Big City – redet Alison sehr trocken, cool, zynisch, unsentimental. Vor allem: Sie

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Rezension Kurzgeschichten: The Last Bachelor, von Jay McInerney (2009) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Die zwöf Kurzgeschichten spielen überwiegend in schicken oder zumindest atmosphärischen New Yorker Milieus, unter Autoren, Firmenchefs und Damen der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Paare, die sich fast immer betrügen. Aber es ist nie das ganz große Drama, auch wegen McInerneys abgeklärten Tonfalls (Stand August 2015 nicht auf Deutsch erhältlich). Jay McInerney erzählt sehr sicher, baut

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Internationale Romankritiken & Links zu: Das gute Leben, von Jay McInerney (2006, engl. The Good Life)

In dem Roman erzählt Jay McInerney eine Liebesgeschichte in New York, die unmittelbar vor und nach den Anschlägen auf das World Trade Center spielt. Die Hauptfiguren begegnen sich als freiwillige Helfer direkt nach dem Unglück. McInerney war selbst als Helfer vor Ort gewesen. Das Ehepaar Calloway aus Das gute Leben kennt man bereits aus McInerneys

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