Hot Country Entertainment

3 Musik-Videos aus Nigeria: Selbstironie & Humor mit Nkem Owoh (Osuofia)

Popmusik aus Nigeria hat viel Energie und ist gut produziert, aber Naija-Popvideos öden visuell oft an, zum Beispiel die Clips von P-Square (Webseite, dt. Wikipedia): Supermacker mit Sonnenbrille bei Nacht behängen sich mit heißen Weibern & dito Autos, hampeln rum wie Rapper mit ADHS. Eine Nigerianerin sagte mir einmal: Ich mag dieses P-Square-Video mit dem…

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Rezension Entdecker-Biografie Florence und Samuel Baker: Mit dem Herzen einer Löwin, von Pat Shipman (2004; US-Titel To the Heart of the Nile, UK-Titel The Stolen Woman) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die fiktionalisierte Biografie beschreibt das Leben der Afrika-Entdecker Florence und Samuel Baker ab 1859 – ihr Kennenlernen auf einem osteuropäischen Sklavenmarkt und ihre strapaziösen, oft lebensgefährlich dramatischen Reisen auf der Suche nach den Nilquellen. Dabei konzentriert sich Shipman besonders auf Florence Baker (1841 – 1916): Die Ungarin wurde als Kind in Revolutionswirren von ihren Eltern…

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Rezension Entdecker-Biografie: Die Liebenden auf dem Nil, engl. Lovers on the Nile, von Richard Hall (1980, über Samuel und Florence Baker) – 6 Sterne

Die Biografie schildert Samuel Bakers (1821 – 1893) strapaziöse Suche nach den Nilquellen ab 1861 und seine späteren wichtigen Aufenthalte in Ägypten und im Sudan. Bakers Unternehmung erinnert an die Nilsucher David Livingstone, Henry Morton Stanley und Richard Francis Burton etwa zur gleichen Zeit. Ungewöhnlich dabei, dass Florence Baker ihren Mann nach Zentralfrika begleitetete und…

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Rezension Entdecker-Biografie: Stanley, The Impossible Life of Africa’s Greatest Explorer, von Tim Jeal (2007) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Im Vorwort weist Jeal auf die vielen neuen Quellen hin, die er entdeckte – 35 Jahre, nachdem er selbst eine Livingstone-Biografie vorgelegt hatte. Jeal möchte Stanley gern liebhaben, und er betont den ungerechtfertigt schlechten Ruf des Entdeckers: „Stanley was not a racist like Sir Richard Burton or Sir Samuel Baker“ (Seite 10 meines faber and…

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Rezension Text-Bild-Band: Sindh Revisited – A Journey in the Footsteps of Captain Sir Richard Francis Burton, von Christopher Ondaatje (1996) – 5 Sterne

Fotograf und Autor Christopher Ondaatje (Bruder von Michael Ondaatje) folgt in Indien und Pakistan den Spuren des viktorianischen Entdeckers Richard Francis Burton (1821 – 1890) – so in Mumbai, in Baroda und Surat in Gujarat, in Karachi, in Goa und Ooty. Mit Ondaatje reist Haroon Siddiqui, kanadischer Redakteur, der südasiatische Sprachen und Religionen besser kennt…

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Rezension Text-Bild-Band: Journey to the Source of the Nile, von Christopher Ondaatje (1998) – 2 Sterne

Fotograf und Autor Christopher Ondaatje (Bruder von Michael Ondaatje) folgt in Ost- und Zentralafrika den Wegen der Nil-Sucher und Nil-Entdecker des 19. Jahrhunderts, unter ihnen Richard Francis Burton, John Hanning Speke, Samuel Baker, Henry Morton Stanley und David Livingstone. Die HarperCollins-Ausgabe mit weichem Einband hat 384 Seiten im Format 19×26,5 Zentimeter (also nicht ganz A4)…

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Rezension fiktionalisierter Abenteurer-Bericht: Burton and Speke bzw. Mountains of the Moon, von William Harrison (1982) – 6 Sterne – mit Kritiken

Der Roman fiktionalisiert die Jahre 1854 bis 1864 der Entdecker Richard Francis Burton und John Speke mit Hauptschauplatz Afrika: Burtons Alleingang in die verbotene Stadt Harar, der Somali-Überfall auf das englische Camp in Berbera, die haarsträubend strapaziöse Burton-Speke-Nilquellen-Expedition, die Londoner Auseinandersetzungen um Entdecker-Ehren mit einem spektakulären Todesfall, Burtons Beziehung zu Isabel Arundell und die Heirat…

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Rezension Abenteurer-Biografie: A Rage to Live – A Biography of Richard and Isabel Burton, von Mary S. Lovell (1998) – 7/10 – mit Presse-Links

Diese wohl umfangreichste neuere Burton-Biografie, von 1998, umfasst 804 Seiten Haupttext. Die erfahrene Autorin Lovell betont schon im Vorwort, dass sie in England wichtige neue Primärquellen entdeckte und dass sie unfundiertes Psychologisieren der Burton-Biografen Fawn Brodie und Frank McLynn ablehnt (Übersicht zu Burton-Biografien und -Links unten). Im Vergleich zu früheren Biografen schreibt Lovell zudem ausführlicher…

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Rezension Abenteurer-Biografie: Captain Sir Richard Francis Burton (1821 – 1890), The Secret Agent Who Made the Pilgrimage to Mecca, Discovered the Kama Sutra, and Brought the Arabian Knights to the West, von Edward Rice (1990) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Biografie umfasst etwa 620 Seiten Haupttext plus etwa 55 Seiten Anhänge, Fotos und Stichwortverzeichnis. Rice wahrt weitestgehend die Chronologie, reiht Episode an Episode. So wirkt der Text vielleicht etwas schematisch. Ihm wurde vor allem von der späteren Burton-Biografin Mary S. Lovell vorgeworfen, teils erfunden zu haben. Biograf Rice, der zahlreiche andere Sachbücher veröffentlichte, schreibt…

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Rezension Abenteurer-Biografie: The Devil Drives, A Life of Sir Richard Burton (1821 – 1890), von Fawn Brodie (1967) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die Biographie des englischen Abenteurers Burton umfasst etwa 322 eng bedruckte Seiten Haupttext, dazu Anmerkungen, Index und Bilder. Im Vergleich zu den Burton-Biografen Edwin Rice und Mary S. Lovell legt Brodie mehr Wert auf Psychologie: In den einführenden Kapiteln erwähnt Fawn Brodie Burtons bahnbrechende Reisen und Übersetzungen kaum, erklärt aber ausführlich die Beziehung zu Mutter,…

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Presse-Links zur fiktionalisierten Richard-Francis-Burton-Biografie Der Weltensammler von Ilija Trojanow (2006)

Im Vorwort des 500-Seiten-Buchs heißt es: Obwohl einige Äußerungen und Formulierungen von Burton in den Text eingeflochten wurden, sind die Romanfiguren sowie die Handlung überwiegend ein Produkt der Fantasie des Autors… Als ich Der Weltensammler anfing, kannte ich schon drei englische Biografien zu Richard Francis Burton, außerdem den Burton-Film Mountains of the Moon/Land der schwarzen…

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Presse-Links zum Richard-Francis-Burton-inspirierten Reisebericht Nomade auf vier Kontinenten, von Ilija Trojanow (2007)

Auf etwa 430 luftig gesetzten Seiten präsentiert Ilija Trojanov lange Zitate aus den Reiseberichten Richard Francis Burtons (1821 – 1890), eigene Reiseeindrücke u.a. aus dem Jahr 2000 und einige große historische Abbildungen. Als ich Nomade auf vier Kontinenten anfing, kannte ich schon drei englische Burton-Biografien, den Burton-Film Mountains of the Moon und Teile des fiktionalisierten…

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Rezension Entdecker-Film: Land der schwarzen Sonne, engl. Mountains of the Moon, 1990, über Richard Burton und John Speke 1857 – 7 Sterne – mit Presse-Links & Hintergründen

Der 1990er Spielfilm zeigt die strapaziöse 1857er Expedition von Richard Francis Burton und John Speke ins Innere Afrikas, auf der Suche nach der Quelle des Nils. Er besticht durch grandiose und stimmungsvoll abgetönte Bilder aus Kenia, die auch beim zweiten Ansehen mitreißen, durch bombastische Herzschlagmusik und einiges Drama in Afrika wie auch in England –…

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Rezension Geschichten-Sammlung: India in Mind, Hg. Pankaj Mishra (2005) – 7 Sterne

Auf 330 Seiten erscheinen 25 kurze Textauszüge von Europäern oder Amerikanern, die etwa zwischen 1895 und 1997 über Indien schrieben. Die acht bis gut 20 Seiten langen Exzerpte umfassen Fiktion und Sachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lebens- und Reisebericht. Bekannte Namen: Die Anthologie gibt die bekanntesten Indien-Autoren wider, so Rudyard Kipling, E.M. Forster, Hermann Hesse und V.S….

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Rezension Fahrschüler-Doku: You Drive me Crazy (2012) – 8 Sterne – mit Video

Die 84minütige, sehr unterhaltsame Dokumödie begleitet drei internationale Fahrschüler: eine oft angespannte deutsche Modedesignerin in Mumbai; eine scheinbar entspannte koreanische Musikstudentin in München; einen amerikanischen Nachwuchsdesigner und Aushilfsjobber in Tokio. Mitten im Verkehr: Alle ein oder zwei Minuten wechselt der Schauplatz zwischen Indien, Deutschland, Japan. Die Doku ist schön gefilmt und zeigt viele Momente aus…

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Mitten in… Khanom, Freetown, Ko Kong

Die Rubrik Mitten in… auf der Panorama-Seite der Süddeutschen Zeitung bringt heitere Erlebnisse aus oft fernen Ländern. Da kann ich gut mithalten, also habe ich genau im Format dieser Rubrik (Stil, Textlänge, passendes Foto) auch ein paar Mitten in…-Geschichten aufgeschrieben und eingereicht. Gedruckt wurden die Anekdoten aus Thailand, Sierra Leone und Kambodscha trotzdem nicht. Hier…

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Rezension Reportage-Buch: India: The Road Ahead bzw. Non-Stop India, von Mark Tully (2011) – 7 Sterne

Mark Tully, einst BBC-Mann in Delhi und immer noch der bekannteste Indien-Sachbuchautor, schreibt hier über Politik und Wirtschaft: Naxalites, Unberührbare, Korruption, Landwirtschaft, religiöse Spannungen, Unternehmertum. Thematisch etwas heraus fallen Kapitel über indische Sprachen und indische Tiger. Die zehn Kapitel haben je 20 bis 30 Seiten und lesen sich stets wie eigenständige Reportagen. Sie bestehen immer…

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Rezension Reisebericht: Butter Chicken in Ludhiana – Travels in Small Town India, von Pankaj Mishra (1995) – 5 Sterne

1995 reist Pankaj Mishra einen Winter lang durch kleinere, oft weniger bekannte indische Städte vor allem in Rajasthan, Uttar Pradesh, Bihar, West-Bengal und den drei südlichsten indischen Staaten. Zu der Zeit war Mishra (*1969) Student in Indien; er hatte noch nicht im Westen gelebt, aber Unmengen hoher westlicher Literatur verschlungen. Fazit: Mishra bringt zeitweise feine…

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Buchkritik: India: A Portrait, von Patrick French (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Auf 440 engbedruckten Seiten, inklusive Fußnoten und Stichwortverzeichnis, berichtet Patrick French über Indien seit 1947 unter drei Hauptüberschriften: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. Veröffentlicht 2011, entstanden die meisten Buchteile 2009 oder früher. Fazit: French liefert einen interessanten Einblick in das komplexe Gebilde Indien seit der Unabhängigkeit und schreibt dabei meist flüssig. Die Themen wirken jedoch zusammengewürfelt –…

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Thailand

Malaysia-Roman: Die Seidenmanufaktur „Zur schönen Harmonie“ – The Harmony Silk Factory (2005), von Tash Aw – 4 Sterne

Der Roman umfasst die 1920er bis 1960er Jahre in der malaysischen Provinz – also von der englischen Kolonialherrschaft über die japanische Besatzung bis hin zur Unabhängigkeit. Der Schwerpunkt liegt in den 30er und 40er Jahren. Im Mittelpunkt steht der junge Johnny Lim, ein skrupelloser Geschäftsmann und Gelegenheitsverbrecher chinesischer Herkunft. Aus kleinen Verhältnissen arbeitet er sich…

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Rezension Doku deutsch-koreanische Ehen: Endstation der Sehnsüchte – Ein deutsches Dorf in Südkorea (2009) – mit Video – 5 Sterne

Drei Koreanerinnen arbeiteten jahrzehntelang als Krankenschwestern in Deutschland. Mit deutschen Ehemännern verbringen sie nun das Rentenalter im südkoreanischen Dogil Maeul am Meer. Dieses spezielle Rückkehrer-Dorf ist als German Village bekannt und wird wegen seiner adretten Einfamilienhäuser am Wochenende von Ausflüglern überlaufen. Langsame Bilder, knappe Information: Der Film wirkt langatmig. Viele Szenen sind zu gedehnt –…

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Rezension Hindi-Komödie um Todkranken: Dasvidaniya (2008, mit Vinay Pathak) – 2 Videos – 7 Sterne

Vinay Pathak als todkranker Melancholiker steht ganz im Zentrum dieses mild humorvollen Films. Ich habe mich zunächst gut amüsiert, doch im Nachhinein würde ich sagen, dass Pathak zu einseitig ernst und stoisch spielt. Pathaks Film-Mutter Sarita Joshi ist für das Gegenteil zuständig: Sie agiert sehr energisch, mal lächelnd und mal böse, ihren 37jährigen Filmsohn ungeniert…

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Rezension deutsch-kubanische Ehe-Doku: Heirate mich – Casate conmigo (2003) – 7/10

Die Doku begleitet eine 27jährige Kubanerin und einen 36jährigen Deutschen, die in Hamburg zusammenleben, zwei Jahre lang. Vor der Kamera sehen wir die standesamtliche Trauung in Havanna 2001, die Ankunft der Kubanerin in Deutschland, Pflaumenkuchen bei den Schwiegereltern, ernste Beziehungskrisen, Papierkram auf dem Ausländeramt, Zusammenprall mit Türken in der Nachbarschaft, Schwangerschaftstest, Deutschkurs, Geburt eines Kindes…

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Rezension Palästina-Doku: 5 Broken Cameras (2011) – mit Video – 7 Sterne

Der palästinensische Bauer Emad Burnat im Westjordanland-Dorf Bil’in filmt von 2005 bis 2010 seine Familie und den Widerstand gegen israelischen Siedlungs- und Mauerbau. Eine Kamera nach der anderen wird zerschossen – fünf Stück sind am Ende kaputt. Ab 2009 wurde Burnat von dem Israeli Guy Davidi unterstützt, der auch als Ko-Regisseur firmiert und gelegentlich wohl…

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Rezension Filipino-RomKoms: You Changed My Life (2009, 5 Sterne) – It Takes a Man and a Woman (2013, 7 Sterne) – mit Sarah Geronimo, John Lloyd Cruz – mit Videos

Von der Film-Trilogie mit John Lloyd Cruz und Sarah Geronimo kenne ich bisher nur die Teile 2 und 3, die ich hier gemeinsam bespreche: You Changed my Life (2009, 1. Video) It Takes a Man and a Woman (2013, 2. Video) Der frühere Film ist schwächer: Beide Filme sind Seifenopern, die sich über fast zwei…

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Thailand

Rezension Länder-Buch-Bericht: Finding George Orwell in Burma, von Emma Larkin (2005) – 9 Sterne

Emma Larkin berichtet über eine Myanmar-Reise auf den Spuren von George Orwell, der dort in den 1920er Jahren Kolonialdienst tat und dann den lesenswerten Roman Tage in Burma schrieb. Larkin erzählt packend von vergangenen und heutigen Zeiten. Selten habe ich einen Länderbericht gelesen, der so sensibel so informativ und lebendig so flüssig, gut lesbar geschrieben…

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Rezension Gambia-Reisebuch: Die Trommeln von Dulaba, von Mark Hudson (1989, engl. Our Grandmothers‘ Drums) – 9 Sterne

Ein Jahr in einem Dorf in Gambia. Überaus stimmungsvoll. Selten hat ein Reiseautor so eine dichte Atmosphäre erzeugt, und das mit sparsamen Worten. Eins der besten Hot Country-Bücher überhaupt. Das Wetter; die Landschaft; Gefühle: das sitzt einfach. Die Frauen von Dulaba lernen wir sehr gut kennen. Nicht, dass sie übermäßig sympathisch oder interessant wären. Aber…

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Thailand

Rezension Thai-Geschichten: Sightseeing: Erzählungen, von Rattawut Lapcharoensap (2007) – 9 Sterne

Scharf beobachtet, spannend erzählt, unsentimental menschlich, in sieben unverbundenen Kurzgeschichten. Weiße und bekannte Orte kommen selten vor, Hauptakteure sind mit Ausnahme von ein, zwei Geschichten meist kleine Leute irgendwo in der staubigen Provinz in Thailand. Sie trinken, spielen, schnüffeln, ringen ums Weiterkommen, und bis zum Ende der Erzählung lässt sich das Buch nicht weglegen. Die…

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Rezension Lustiger Nigeria-Spammer-Roman: Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy, von Adaobi Tricia Nwaubani (2009) – mit Video – 9 Sterne

Spannend, unterhaltsam, informativ, teils witzig. Oft pfiffig getextet, immer flüssig: Nwaubanis Erstlingsroman habe ich vergnügt fast in einem Rutsch gelesen (dt. Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy, engl. I Do Not Come to You by Chance). Es geht nicht nur um Spanner, auch wenn der Roman so vermarktet wird: Die erste Buchhälfte handelt kurzweilig von…

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Rezension Indien-Roman: Der weiße Tiger, von Aravind Adiga (2008) – 9 Sterne – mit Video

Der indische Ich-Erzähler Balram Halwai watet jahrzehntelang durch ein Meer an Demütigungen und Misshandlungen: Die Jugend in einem Elendsdorf, der Fahrer-Job in der Provinzhauptstadt und in Delhi, die Selbständigkeit in Bangalore – Balram stößt nur auf Korrupte, Verlogene, Faule, Gemeine, Verderbte, Brutale. Um aufzusteigen, spielt er das schäbige Spiel ohne größere Skrupel mit. Selbst in…

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TV-Bericht: Badeparadiese: Hamam – In den Badehäusern von Istanbul – mit kpl. Film – 9 Sterne

Liebenswerter TV-Bericht aus einfacheren Istanbuler Badehäusern, hervorragend gefilmt: Sehr persönliche, ja intime Bilder, die dennoch keinen Moment indiskret wirken, abwechselnd aus der Männer- und Frauenabteilung. Gespräche mit Bademeistern, Kunden, Ofenmeistern, immer freundlich. Sicher nicht kritisch, aber selten habe ich so eine gefällige Doku gesehen, die ihrem Thema doch sehr nah auf die Pelle rückt. Man…

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