Indien

Filme und Bücher über Weiße in Indien (Auswahl) – mit 5 Videos

In diesen Filmen und Büchern (Auswahl) agieren Europäer oder Amerikaner in Indien – von den Anfängen der Kolonialzeit bis heute: Filme: 2015, Filmkomödie engl. Rentner in Indien: Best Exotic Marigold Hotel 2 2014, Filmkomödie Bayern in Indien: Beste Chance (Regie Markus H. Rosenmüller) 2014, Doku Bayerin liebt Inder: Amma und Appa 2011, Filmkomödie engl. Rentner…

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Buchkritik: The Elephanta Suite, von Paul Theroux (2007) – 7 Sterne

In drei längeren Erzählungen à 80 bis 100 Seiten beschreibt Paul Theroux Amerikaner, die teils beunruhigende Begegnungen mit der indischen Realität haben – jenseits üblicher Reiseerlebnisse in Indien. Dabei geht es um sexuelle Abenteuer, Käuflichkeit und finanzielle Macht, Schuldgefühle und Angst vor der Fremde und um Spirituelles: Ein reiches älteres Unternehmer-Ehepaar bandelt mit armen Hotelangestellten…

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Rezension Text-Bild-Band: Sindh Revisited – A Journey in the Footsteps of Captain Sir Richard Francis Burton, von Christopher Ondaatje (1996) – 5 Sterne

Fotograf und Autor Christopher Ondaatje (Bruder von Michael Ondaatje) folgt in Indien und Pakistan den Spuren des viktorianischen Entdeckers Richard Francis Burton (1821 – 1890) – so in Mumbai, in Baroda und Surat in Gujarat, in Karachi, in Goa und Ooty. Mit Ondaatje reist Haroon Siddiqui, kanadischer Redakteur, der südasiatische Sprachen und Religionen besser kennt…

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Rezension Abenteurer-Biografie: A Rage to Live – A Biography of Richard and Isabel Burton, von Mary S. Lovell (1998) – 7/10 – mit Presse-Links

Diese wohl umfangreichste neuere Burton-Biografie, von 1998, umfasst 804 Seiten Haupttext. Die erfahrene Autorin Lovell betont schon im Vorwort, dass sie in England wichtige neue Primärquellen entdeckte und dass sie unfundiertes Psychologisieren der Burton-Biografen Fawn Brodie und Frank McLynn ablehnt (Übersicht zu Burton-Biografien und -Links unten). Im Vergleich zu früheren Biografen schreibt Lovell zudem ausführlicher…

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Rezension Abenteurer-Biografie: Captain Sir Richard Francis Burton (1821 – 1890), The Secret Agent Who Made the Pilgrimage to Mecca, Discovered the Kama Sutra, and Brought the Arabian Knights to the West, von Edward Rice (1990) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Biografie umfasst etwa 620 Seiten Haupttext plus etwa 55 Seiten Anhänge, Fotos und Stichwortverzeichnis. Rice wahrt weitestgehend die Chronologie, reiht Episode an Episode. So wirkt der Text vielleicht etwas schematisch. Ihm wurde vor allem von der späteren Burton-Biografin Mary S. Lovell vorgeworfen, teils erfunden zu haben. Biograf Rice, der zahlreiche andere Sachbücher veröffentlichte, schreibt…

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Rezension Abenteurer-Biografie: The Devil Drives, A Life of Sir Richard Burton (1821 – 1890), von Fawn Brodie (1967) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die Biographie des englischen Abenteurers Burton umfasst etwa 322 eng bedruckte Seiten Haupttext, dazu Anmerkungen, Index und Bilder. Im Vergleich zu den Burton-Biografen Edwin Rice und Mary S. Lovell legt Brodie mehr Wert auf Psychologie: In den einführenden Kapiteln erwähnt Fawn Brodie Burtons bahnbrechende Reisen und Übersetzungen kaum, erklärt aber ausführlich die Beziehung zu Mutter,…

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Presse-Links zur fiktionalisierten Richard-Francis-Burton-Biografie Der Weltensammler von Ilija Trojanow (2006)

Im Vorwort des 500-Seiten-Buchs heißt es: Obwohl einige Äußerungen und Formulierungen von Burton in den Text eingeflochten wurden, sind die Romanfiguren sowie die Handlung überwiegend ein Produkt der Fantasie des Autors… Als ich Der Weltensammler anfing, kannte ich schon drei englische Biografien zu Richard Francis Burton, außerdem den Burton-Film Mountains of the Moon/Land der schwarzen…

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Presse-Links zum Richard-Francis-Burton-inspirierten Reisebericht Nomade auf vier Kontinenten, von Ilija Trojanow (2007)

Auf etwa 430 luftig gesetzten Seiten präsentiert Ilija Trojanov lange Zitate aus den Reiseberichten Richard Francis Burtons (1821 – 1890), eigene Reiseeindrücke u.a. aus dem Jahr 2000 und einige große historische Abbildungen. Als ich Nomade auf vier Kontinenten anfing, kannte ich schon drei englische Burton-Biografien, den Burton-Film Mountains of the Moon und Teile des fiktionalisierten…

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Rezension Geschichten-Sammlung: India in Mind, Hg. Pankaj Mishra (2005) – 7 Sterne

Auf 330 Seiten erscheinen 25 kurze Textauszüge von Europäern oder Amerikanern, die etwa zwischen 1895 und 1997 über Indien schrieben. Die acht bis gut 20 Seiten langen Exzerpte umfassen Fiktion und Sachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lebens- und Reisebericht. Bekannte Namen: Die Anthologie gibt die bekanntesten Indien-Autoren wider, so Rudyard Kipling, E.M. Forster, Hermann Hesse und V.S….

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Rezension Fahrschüler-Doku: You Drive me Crazy (2012) – 8 Sterne – mit Video

Die 84minütige, sehr unterhaltsame Dokumödie begleitet drei internationale Fahrschüler: eine oft angespannte deutsche Modedesignerin in Mumbai; eine scheinbar entspannte koreanische Musikstudentin in München; einen amerikanischen Nachwuchsdesigner und Aushilfsjobber in Tokio. Mitten im Verkehr: Alle ein oder zwei Minuten wechselt der Schauplatz zwischen Indien, Deutschland, Japan. Die Doku ist schön gefilmt und zeigt viele Momente aus…

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3 Indien-Reiseführer im Vergleich: Lonely Planet, Reise Know-How, Rough Guide 2013, 2014

Auf Indien-Reisen 2013 und 214 habe ich diese Reiseführer verwendet: Lonely Planet India, Oktober 2013 Reise Know-How Indien – Der Norden, Februar 2013 Reise Know-How Indien – Der Süden, Juli 2014 The Rough Guide to India, 2013 Ich habe die Bücher u.a. hier genutzt: Haiderabad, Ahmedabad, Mumbai; Teile von Rajasthan, von Karnataka, von Tamil Nadu…

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Rezension Reportage-Buch: India: The Road Ahead bzw. Non-Stop India, von Mark Tully (2011) – 7 Sterne

Mark Tully, einst BBC-Mann in Delhi und immer noch der bekannteste Indien-Sachbuchautor, schreibt hier über Politik und Wirtschaft: Naxalites, Unberührbare, Korruption, Landwirtschaft, religiöse Spannungen, Unternehmertum. Thematisch etwas heraus fallen Kapitel über indische Sprachen und indische Tiger. Die zehn Kapitel haben je 20 bis 30 Seiten und lesen sich stets wie eigenständige Reportagen. Sie bestehen immer…

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Rezension Reisebericht: Butter Chicken in Ludhiana – Travels in Small Town India, von Pankaj Mishra (1995) – 5 Sterne

1995 reist Pankaj Mishra einen Winter lang durch kleinere, oft weniger bekannte indische Städte vor allem in Rajasthan, Uttar Pradesh, Bihar, West-Bengal und den drei südlichsten indischen Staaten. Zu der Zeit war Mishra (*1969) Student in Indien; er hatte noch nicht im Westen gelebt, aber Unmengen hoher westlicher Literatur verschlungen. Fazit: Mishra bringt zeitweise feine…

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Buchkritik: India: A Portrait, von Patrick French (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Auf 440 engbedruckten Seiten, inklusive Fußnoten und Stichwortverzeichnis, berichtet Patrick French über Indien seit 1947 unter drei Hauptüberschriften: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. Veröffentlicht 2011, entstanden die meisten Buchteile 2009 oder früher. Fazit: French liefert einen interessanten Einblick in das komplexe Gebilde Indien seit der Unabhängigkeit und schreibt dabei meist flüssig. Die Themen wirken jedoch zusammengewürfelt –…

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Rezension Bollywood-Oldie: Saajan (1991, mit Madhuri Dixit, Salman Khan) – 4 Sterne – mit 2 Videos & Presse-Links

Die zwei Stiefbrüder Salman Khan und Sanjay Dutt himmeln (verständlicherweise) Madhuri Dixit an. Dutt ist im Film zudem gehbehindert und Autor anonymer Poesie, die Dixit bewundert. Dixit lernt Dutt kennen, weiß aber nicht, dass die Dichterzeilen von ihm stammen. Dann platzt Khan herein und verliebt sich in Dixit. Bald gibt es eine Konstellation, in der…

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Rezension Hindi-Komödie ohne Dialog: Pushpak (1987, mit Kamal Hassan) – 3 Videos – 7 Sterne

Der liebenswerte kleine Film verzichtet gezielt auf Dialog – stattdessen gibt es Gesten und Grimassen. Das wirkt gar nicht immer so unrealistisch, denn die Hauptdarsteller kommunizieren öfter durch Glasscheiben oder durch einen Innenhof getrennt. Große Gesten: Pushpak zeigt auch viel stummes Sinnieren und Forschen. Kamal Hassan und die junge, schöne, aber stets geerdete Amala Akkineni…

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Rezension Hindi-Komödie um Todkranken: Dasvidaniya (2008, mit Vinay Pathak) – 2 Videos – 7 Sterne

Vinay Pathak als todkranker Melancholiker steht ganz im Zentrum dieses mild humorvollen Films. Ich habe mich zunächst gut amüsiert, doch im Nachhinein würde ich sagen, dass Pathak zu einseitig ernst und stoisch spielt. Pathaks Film-Mutter Sarita Joshi ist für das Gegenteil zuständig: Sie agiert sehr energisch, mal lächelnd und mal böse, ihren 37jährigen Filmsohn ungeniert…

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Telugu-Film (Indien): Ala Modalaindi (2011) – mit Video – 5 Sterne

Im Zentrum des Telugu-Films steht ein Paar, das nie so recht zusammenkommt, weil andere mögliche Partner stören. Diese bizarre RomKom von 2011 wurde in Indien hochgelobt. Hauptsache Spektakel: Ich würde sagen: Kindisch, aber unterhaltsam. Ala Modalaindi arbeitet stark mit Primärfarben und dämlichen Missverständnissen. Manchmal wirkt der 2:12-Stunden-Film wie eine Reihe Popvideos oder wie ein Komödiantenauftritt….

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Rezension Bollywood-Klamauk: Khichdi: The Movie (2010) – 8 Sterne

Dieser Film ist schrill, schräg, dämlich, kindisch, trieft vor Selbstironie und geht schamlos over the top. Trotzdem wirkt der Irrsinn nie peinlich: Es gibt viele Wortspiele, die Kamera findet attraktive Blickwinkel, die Szenen sind gut choreographiert mit unterschiedlichen Abläufen in Vorder- und Hintergrund. Dazu kommt eine absurd vergnügliche Tanznummer. Amüsant auch die Hintergrundmusik, die oft…

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Telugu-Action-Masala: Julayi (2012, mit Allu Arjun, Ileana) – 6 Videos – 6 Sterne

Das Plakat lässt an eine RomKom denken, doch der Telugu-Film Julayi ist ein Masala-Streifen mit viel Gewalt, explodierenden Autos und glorifizierten Morden. Frauen agieren nur in Nebenrollen und wirken nie stark. Aufdringlich mackerhaft: Jede Szene präsentiert schamlos maskulines Mackerverhalten, effekthaschende Bilder und dramatische Musik. Das Ganze badet in triefender Selbstironie – Logik fliegt gern über…

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Rezension Telugu Song&Dance-Film: Seethamma Vakitlo Sirimalle Chettu (2013, mit Venkatesh) – mit 5 Videos – 7 Sterne

Der Telugu-Film (also in der Sprache der Hindus des südindischen Bundesstaats Andhra Pradesh) behandelt zwei komplexe Familien und ihre Beziehungen. Das glaube ich jedenfalls: Ich konnte den Entwicklungen nicht wirklich folgen, obwohl ich die Geschichte auch in der englischen Wikipedia nachgelesen habe. Aber die Konfusion störte hier nicht groß: Der Film hat mich auch so…

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Adoptivkinder und Leihmütter aus Asien: Filme und Dokus

Einst waren es Call-Center und Outsourcing, doch die Mode-Themen du jour aus Indien und Asien heißen  Leihmutterschaft und Adoptivkinder. Diese Filme kenne ich: Doku Leihmütter in Indien: Ma Na Sapna – Geliehenes Mutterglück (2013) Sehr nahe, sehenswerte Doku über eine nordindische Leihmutter-Klinik (Videos, Links und Besprechung) Doku Adoption in Indien: Zwei Mädchen aus Palna (2006)…

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Rezension indischer Spielfilm: Salaam Bombay! (1988, Regie Mira Nair; mit Trailer) – 9 Sterne

Wunderschöne Bilder von schönen Menschen in extrem unschöner Lage. Toll gefilmt, toll recherchiert, an Originalschauplätzen in den Straßen und Kammern des Millionenmolochs, fast eine Dokumentation mit eingestreuter Spielhandlung (die Regisseurin und studierte Havard-Soziologin Mira Nair hatte zuvor Dokumentationsfilme gedreht und suchte ein Doku-artiges sujet, bei dem das Ergebnis besser als bei einer reinen Reportage steuern…

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Rezension US-Indische Kurzgeschichten: Fremde Erde, von Jhumpa Lahiri (2008, engl. Unaccustomed Earth) – 9 Sterne

Die Geschichten aus Fremde Erde (engl. Unaccustomed Earth) handeln – wie auch andere Bücher dieser Autorin – meist von indischstämmigen US-Akademikern an der US-Ostküste, dazu ein paar wenige Szenen aus Kalkutta, London und Italien. Ungewöhnlich für Jhumpa Lahiri: Eine Geschichte spielt diesmal in Seattle, aber es musste nur irgendein Ort fern der Ostküste sein, und…

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Rezension Indien-Roman: Der weiße Tiger, von Aravind Adiga (2008) – 9 Sterne – mit Video

Der indische Ich-Erzähler Balram Halwai watet jahrzehntelang durch ein Meer an Demütigungen und Misshandlungen: Die Jugend in einem Elendsdorf, der Fahrer-Job in der Provinzhauptstadt und in Delhi, die Selbständigkeit in Bangalore – Balram stößt nur auf Korrupte, Verlogene, Faule, Gemeine, Verderbte, Brutale. Um aufzusteigen, spielt er das schäbige Spiel ohne größere Skrupel mit. Selbst in…

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Rezension Bollywood-Buch: Lights, Camera, Masala: Making Movies in Mumbai (2006) – 9 Sterne

Schon nach drei Seiten hat es mich vor Lachen vom Sofa gehauen. Autor Naman Ramachandran, ein Filmkritiker, Produzent und Bollywood-Gelehrter, beschreibt die Hindi-Filmindustrie punktgenau elegant, mit augenzwinkernder Liebe und trockenem Humor. Ramachandrans Name erscheint auf dem Buchtitel kleiner als der von Fotografin Sheena Sippy, doch für mich trägt er mehr zum Genuss des englischsprachigen Buchs…

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Rezension Historisches Indien-Sachbuch: White Mughals, Love and Betrayal in Eighteenth-Century India, von William Dalrymple (2002) – 8 Sterne

Ein faszinierendes Buch über Indien um 1800 – wie sich Engländer und Inder mischen, wie Christen, Hindus und Moslems harmonieren; kuriose, verblüffende, vielsagende Einblicke. William Dalrymple wertet zahllose Quellen aus und schreibt 500 eng bedruckte Seiten plus 50 Seiten Anmerkungen, Literaturliste, Stammbäume, Personenverzeichnis, Kartenskizzen. Eine Liebesgeschichte ist es indes nur teilweise. Erst etwa ab Seite…

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Rezension Bollywood-Film: Guru (2007, mit Abhishek Bachchan, Aishwarya Rai, Regie Mani Ratnam) – mit Video- 8 Sterne

Wieder so ein fesselnder Mani-Ratnam-Film, der seine Figuren quasi am Genick packt und gnadenlos vorführt, teilweise fast aufwühlend schnell, in verstörenden Nahaufnahmen und intensiv – jedenfalls im ersten Teil und dann wieder am Ende. Dazu die immer fesselnde, kristallklare und einpeitschende Musik von Oscar-Preisträger A.R. Rahman, visualisiert mit schönen und im ersten Teil dramatisch gefilmten…

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Rezension Bollywood-Oldie-Komödie: Bawarchi (1972, mit Rajesh Khanna, Amitabh Bachchan) – mit Trailer & 3 Songs – 8 Sterne

Die indische Großfamilie hier in Bawarchi erinnert fast an eine Senioren-WG: Denn einige Söhne und Schwiegertöchter zeigen bereits ein gesetztes Alter und schüttere Haarkränze. Die Mitglieder in diesem einfachen, aber großzügig dimensionierten Mehr-Generationen-Haus sind meist zerstritten, denn keiner will kochen, Gemüse einkaufen oder den anderen zuerst auf den Abort lassen. Die Köche laufen meist weg….

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Rezension Indien-Buch: Neun Leben – Unterwegs ins Herz Indiens, von William Dalrymple (2009) – 8 Sterne

Dalrymple schreibt mit viel Wohlwollen und Geduld über Gläubige in Südasien (neben Indien gibt es auch Ausflüge nach Pakistan und in die tibetische Vergangenheit eines Buddhisten in Dharamsala). Betont urteilsfrei und undramatisch berichtet William Dalrymple von Frauen, die sich langsam zu Tod hungern und von Frauen, die gegen ihren Willen in eine religiös verbrämte Prostitution…

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Rezension US-Inder-Spielfilm: Mississipi Masala (1991, mit Denzel Washington; mit Trailer & 2 Szenen) – 8 Sterne

Inder ziehen aus Uganda in den US-Süden, betreiben dort ein Motel – und erleben einen Clash der Kulturen. Mira Nairs „Mississippi Masala“ greift nicht so ans Herz wie ihr „Salaam Bombay“ und fließt nicht so grandios dahin wie ihre Filme „Monsoon Wedding“ oder „Der Namensvetter“. Multikultur: Aber Mira Nairs 91er „Mississippi Masala“ ist so multikulti…

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