Lese-Eindruck Kurzgeschichten: Freiheit, von Daniela Krien (2014)

Freiheit: Diese Geschichte handelt detailreich von einer medizinisch indizierten Spätabtreibung in der 33. Woche, Fetozid mit Kaliumchloridspritze. Es geht auch um die strenggläubig katholischen Eltern der Kindsmutter Eva. Die schrieb übrigens ein Lied über

ein gläubiges Mädchen, das als Kind vergewaltigt wird, sich von Gott abwendet und sich mit 14 Jahren das Leben nimmt

Geht es noch aufdringlicher? Und ich las das beim Mittagessen. Hinten im Buch steht ein Zitat des Verlegers Daniel Keel:

Der Diogenes Verlag will durch lesbare Literatur unterhalten, durch Neues vor den Kopf stoßen (…)

Aussicht: Die alleinerziehende Mutter und Tagesmutter in dieser 2. Geschichte des Minibands schlägt im Affekt ihre aufreizend renitente Tochter und bekommt unerwartete Probleme.

In beiden Geschichten schildert Daniela Krien (*1975), Mutter einer geistig behinderten und einer weiteren Tochter, interessante Konflikte psychologisch genau. Sie trägt zu dick auf – sicher schön für Leser in ähnlicher Situation, die sich bestätigt sehen wollen.

Im Zentrum stehen jeweils Frauen und Töchter. In beiden Kurzgeschichten denken erwachsene Frauen über das mögliche Urteil ihrer Eltern nach.

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