Buch

Roman-Kritik Chinesen in England: Sour Sweet, von Timothy Mo (1982) – 7 Sterne

Gefühlt 65 Prozent des Buchs von 1982 widmet Mo einer Hongkong-chinesischen Kleinfamilie, die sich mit einer Imbissbude eine Existenz im ärmeren Teil Londons aufbaut – unterhaltsam, einfühlsam und mit trockenem Humor, dazu verblüffende Einblicke und Begegnungen. Es klingt, als sei Mo selbst dabei gewesen und hätte doch die nötige Distanz, die Entwicklung allgemeinverständlich und Roman-tauglich…

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Rezension zynischer Kriegsroman: Catch-22, von Joseph Heller (1961) -7 Sterne

Zynischer Roman über eine US-Fliegerstation in Italien gegen Ende des zweiten Weltkriegs (dt. und engl. Titel Catch-22). Die Absurdität des Kriegs wird in vielen Facetten durchgespielt – meist nicht im Kampf, sondern im Fliegerhorst oder bei Ausflügen nach Rom. Der Ton ist trocken, nonchalant, sarkastisch, zynisch und unterhaltsam intellektuell. Brillanter Stil: Selten war ein Roman…

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Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Rezension Italien-Auswanderer: Picknick im Olivenhain: Ein italienisches Abenteuer, von Annie Hawes (2004; Teil 2 der Trilogie) – 7 Sterne

Unterhaltsame, leicht konsumierbare Geschichten vom Leben in einem ligurischen Dorf (engl. Originaltitel Ripe for the Picking). Es geht viel ums Kochen, aber auch um Wein- und Olivenanbau, Hühnerzucht, Renovierung – und ums Eintauchen ins dörfliche italienische Familienleben: Denn Ripe for the Picking (ich hatte die englische Ausgabe) ist eine Art „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ mit…

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Lustiger Roman rezensiert: Adrian Mole und die Achse des Bösen, von Sue Townsend (2006) – 7 Sterne

Und schwups hat man hundert Seiten gelesen, so leicht geht das runter, wenn auch anfänglich weniger lustig. Ab der zweiten Hälfte wird es bitterer, aber gleichzeitig auch humorvoller. Es ist ein Roman auf einer sehr geraden Zeitachse mit einem Kapitel pro Tag; es könnte auch ein normaler Roman sein: das Tagebuchschema spielt, anders als in…

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Rezension Miami-Roman: Back to Blood, von Tom Wolfe (2012) – 7 Sterne – mit allen wichtigen dt. & engl. Presse-Links, Hintergründen & Video

Seinen massiven Miami-Roman bevölkert Erfolgsromancier und -journalist Tom Wolfe mit einem ganzen Bestiarium bizarrer Figuren. In den Hauptrollen: ein junger Kuba-stämmiger Polizist, seine junge Latina-Ex, zwischenzeitlich mit einem ebenfalls wichtigen Psychiater für Porno-abhängige Milliardäre liiert, ein paar russische und amerikanische Milliardäre, schwarze Crackdealer, ein junger weißer Journalist mit Yale-Vergangenheit (wie einst Wolfe), der schwarze Polizeichef…

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Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Rezension Italien-Bericht: Der Himmel über Kalabrien. Ein italienisches Familientreffen, von Annie Hawes (2006, Teil 3 der Trilogie) – 7 Sterne

Ingesamt erinnert das Buch (engl. Journey to the South: A Calabrian Homecoming) deutlich an Annie Hawes‘ zwei vorhergehende Italienbände (s.u.); man liest sie am besten vorher, muss es aber nicht unbedingt. Vorzüge: Hawes versucht, Sitten, Speisen und Personen sehr genau zu beschreiben. Sie lernt alles gut kennen, weil sie offensichtlich gut Italienisch und teils auch…

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Rezension Kurzgeschichten: Roda Rodas Geschichten (Hg. Gregor von Rezzori) – 7 Sterne

Das sind amüsante Schnurren, ich habe öfter gelacht. Roda Roda schreibt ein knackiges, sehr lesenswertes, charakterstarkes Deutsch, parodiert erheiternd verschiedene Mundarten vor allem aus Kakanien, oft sehr respektlos und politisch unkorrekt. Die Geschichten sind nur eine Drittelseite bis höchstens drei Seiten lang. Sie wirken auch, weil Roda Roda stark verknappt: die Pointen kommen abrupt und…

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Rezension Kurzgeschichten: Der Geliebte des dritten Tages, von Gert Heidenreich (1997) – 7 Sterne

Erotische Mysterien steht im Untertitel, aber das realisierte ich erst, als das Büchlein eintraf. Oweh, dachte ich da, sabbernde Altherrenphantasien, das geht in die Hose. Heidenreich dünstet jedoch weniger streng, selbstmitleidig und egozentrisch als andere deutsche Autoren (hallo Herr Treichel). Nonchalant, mild spöttisch produziert Heidenreich ein freundlich dahinplätscherndes Parlando – und sei der Inhalt noch…

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Rezension 1950er-Hongkong-Memoiren: Gweilo, von Martin Booth (2004, US-Titel Golden Boy) – 7 Sterne – mit Presse-Links

1952 kommt der Engländer Martin Booth als Siebenjähriger mit seinen Eltern nach Hongkong und bleibt drei Jahre. Er erkundet die Straßen allein und ist bald mit vielen Händlern und Dienstboten befreundet. Er testet Knallfrösche und gebratene Käfer. Alle sind nett zum kleinen Martin, auch weil sein blondes Haar Glück verspricht. Booth (1944 – 2004) beschreibt…

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Roman: Maghrebinische Geschichten, von Gregor von Rezzori (1953) – 7 Sterne

Ich habe mich bestens amüsiert, manchmal laut gelacht und öfter geschmunzelt. Aktuelle deutsche Romanciers wirken gegen von Rezzori wie nachlässig programmierte Schreibroboter. Von Rezzori schreibt vollmundig, süffig und deftig („endlich die fetten Koptinnen (denn Frauen sind wie Birnen: dort am süßesten, wo sie am schwersten sind)“). Wort- und Logikdreher erster Güte werden trocken präsentiert, exzessive…

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Spanien-Sachbuch: Gebrauchsanweisung für Spanien, von Paul Ingendaay (2007) – 6 Sterne

Ingendaay beschreibt die Spanier mit erkennbarer Sympathie und mild schmunzelnder Ironie. Er liefert interessante Beobachtungen und flicht öfter auch spanische Ausdrücke ein – doch fehlt beim Thema Duzen oder Siezen jegliches Beispiel in Spanisch. Die Kapitel scheinen vorderhand bestimmten Kategorien wie Bekanntschaften oder Essen und Trinken zu behandeln, doch Ingendaay wechselt gern in andere Bereiche…

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Roman: Ein halbes Leben – Half a Life, von V.S. Naipaul (2001) – 6 Sterne

In mehreren Punkten enttäuscht dieser etwas halbherzige Roman: Humor: Rezensenten rühmten Half a Life als witzigsten Roman von V.S. Naipaul. Ich selbst fand seine vier frühen Trinidad-Romane (Mr. Biswas, Mystischer Masseur, Wahlkampf auf karibisch, Miguel Street) ebenso deutlich witziger wie auch Mr. Stone and the Knights‘ Companion oder einige Kurzgeschichten, etwa The Night Watchman’s Occurrence…

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Historischer Afrika-Reisebericht: Travels in West Africa, von Mary H. Kingsley (1897) – 6 Sterne

Kingsley schreibt resolut, kurzweilig und mit sehr viel trockenem Humor. Am liebsten spottet sie über sich selbst: wie sie ins Wasser fiel, durch ein Dach fiel, Leoparden, Nilpferde und Krokodile in die Flucht schlug – jedes Ereignis amüsiert sie scheinbar. Allerdings wählt Mary Kingsley oft nicht die Themen, die mich interessieren – Begegnungen mit den…

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Kindheitserinnerung Sizilien: Das Kind unterm Salatblatt, von Luigi Brogna (2006) – 6 Sterne

Brogna liefert eine Kette liebenswerter Kinderanekdoten aus der Zeit, als er ungefähr fünf bis zehn war und in Messina, Sizilien, aufwuchs. Er erzählt mit einer naiven Kinderstimme, und das Ergebnis klingt wie das Buch eines Kindes über Kinder und geschrieben *für* Kinder. Ich habe ein paarmal gelacht und gelegentlich gelächelt; allerdings wirkt der Text zwar…

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Meta-Reisebericht aus Afrika: One Dry Season: In the Footsteps of Mary Kingsley, von Caroline Alexander (1990) – 6 Sterne

Alexander befasst sich wohlgemerkt nur mit dem Gabon-Teil von Mary Kingsleys Reisen; sie verbrachte eine Trockenzeit im Land. Kamerun, Sierra Leone oder Südafrika tauchen im Buch nur en passant auf. Alexander gräbt sich teils tief in Kingsleys Bericht ein, spekuliert seitenlang (zu lang) über Reise-Details und geographische Zusammenhänge. Dann wieder reist sie, wie sie selbst…

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Kurzgeschichten: Was wollen Sie von mir, von Doris Dörrie – 6 Sterne

Kleine, lakonische Geschichtchen, die oft von nüchterner, unromatischer Liebe handeln – leicht zu lesen, ganz schnell vorbei. Wieviel eigene, persönliche Gedanken und Gefühle Doris Dörrie ihren verschrobenen Ich-Erzählerinnen in die Zeilen legt, möchte ich nicht wissen. Einige Geschichten spielen in Hollywood. Sie gefallen mir weit besser als Dörries Hollywoodroman Und was wird aus mir.

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Schmalzroman: Kussfest, von Janet Evanovich (2003) – 5 Sterne

Absurde Krimi-Soap um einen menschlichen Supermann (superreich, superklug, supererfolgreich, supernett, super Body, supersexy, superstark) mit einem feminin säuselnden Supercomputer in einem Superauto und ein Kleinstadt-Sammelsurium von krass überzeichneten Kleinverlegern, Bürgermeisterkandidaten, wohltätigen Damen, schwulen Dandies, verkommenen Vietnamveteranen und verlobten Rechtsanwälten (engl. Full Tilt; dt. Kussfest). Die meisten Szenen spielen in den immergleichen Räumen. Starke Einzeiler: Das…

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Thailand

Südostasien-Roman: Pure, von Timothy Mo (2012) – 6 Sterne

Ein verblüffendes Buch: In der Hauptrolle ein Transvestit, der zum muslimischen Gotteskrieger wird. Es beginnt in Bangkok und sehr frivol, geht dann in den muslimischen Süden Thailands und ins Trainingslager auf die Philippinen. Ich bin mit Region und Sprachen etwas vertraut, habe hier aber viel Neues gelernt – sofern es nicht frei erfunden war. Timothy…

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Kritik lustiger England-Roman: Ohne mich, Jeeves!, von P.G. Wodehouse (1947) – 6/10

Wie gern würde man es von Loriot hören: Die gediegenen Herrschaften aus diesem Roman heißen Bertram Wooster, D’Arcy „Stilton“ Cheesewright, Boko Fittleworth, Catsmeat Potter-Pirbright oder Lord Percival Worplesdon. Sie domizilieren nonchalant in Steeple Bumbleigh. Vor strengen Tanten und heiratswütigen Schriftstellerinnen zittern diese Figuren. In schwierigen Lagen konsultieren sie Butler Jeeves, den mit der enormen Hutgröße….

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Roman Chinesin in England: Kleines Wörterbuch für Liebende, engl. A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers (2007) – 6 Sterne

Unschuldiges Chinamädel, 23, kommt nach London, um ihr Englisch zu aufzubessern. Zieht bald zu einem älteren Späthippie. Dann per Interrail durch Europa. Die Ich-Erzählerin liefert schöne Vergleiche zwischen westlicher und chinesischer Kultur (Beziehungen, Familie, Mann-Frau, Privatsphäre, Essen, Ausdrucksweisen, Geld). Ein Großteil ist in kaputtem, niedlichem Asien-Englisch geschrieben, erst gegen Ende wird es etwas besser (ich…

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Eisenbahn-Weltreise: Ghost Train to the Eastern Star, von Paul Theroux (2008) – 6 Sterne

Eine Zugreise 2006 von London nach Tokio und zurück – mit einigen längeren Flug-Abschnitten dazwischen. 1973 war Paul Theroux eine ähnliche Strecke gereist und sein Buch darüber, Basar auf Schienen, engl. The Great Railway Bazaar von 1975, wurde ein großer Erfolg. Lange Strecke: Dem Basar auf Schienen schickte Theroux weitere Eisenbahnbücher hinterher, unter anderem über…

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Autobiografie: Little Wilson and Big God, von Anthony Burgess (1986) – 6 Sterne

Gleich auf den ersten Seiten bringt Burgess ein paar drastisch ordinäre Witze – ein Vierzeiler kombiniert Pädophilie, Nekrophilie und gleichgeschlechtlichen Sex. Auf den weiteren 440 Seiten kommen dann regelmäßig deftige Schocker, vorgetragen mit präpubertärem Stolz, wenn auch nicht mehr mit der Dichte des Einstiegs. Seitensprünge und Katholizismus: Seine augenzwinkernde Vulgarität kontert Anthony Burgess – der…

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Filmbuch: Bollywood: A Guidebook to Popular Hindi Cinema, von Tejaswini Ganti (2004) – 6 Sterne

Mittlerweile gibt es eine Ausgabe von 2013, doch ich bespreche hier die Fassung von 2004 – mit einer Zeittafel bis 2003, alle Interview-Auszüge stammten von Mitte, Ende der Neunziger. Die offenbar indischstämmige Autorin ist Anthropologieprofessorin in den USA und betont selbst, dass sie weniger als Filmkritikerin ans Thema herangehe. Klar ist: Tejaswini Ganti hat viele…

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Thailand

Hongkong-Roman: The Monkey King, von Timothy Mo (1978) – 6 Sterne

Ja, ich habe mehrmals laut gelacht. Ganz behaglich war das Lachen nicht, denn die Figuren in diesem Hongkong-chinesischen Familienroman (mit einem halben Außenseiter) sind alle unsympathisch. Timothy Mo lässt sie zudem ein Pidgin-Englisch reden, das in Schriftform debil wirkt. Alltag in Hongkong: Trotzdem sieht man der Familie gern beim Alltagstreiben zu. In der ersten Hälfte…

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Trinidad-Roman: The Chip-Chip Gatherers, von Shiva Naipaul (1973) – 6 Sterne

Es geht um Dorf-Despoten und Haustyrannen im ländlichen Trinidad. Der Roman von V.S. Naipauls kleinem Bruder Shiva Naipaul enthält aber auch lange Berichte, sogar ausführliche Verallgemeinerungen, und in den ersten Kapiteln leicht unbehagliche Naturbeschreibungen. Die Handlung deprimiert: Die dörflichen Behausungen halb-verfallen, die Trucks im Feld nebenan verrottend. Und die Figuren wecken wenig Sympathie: Egbert Ramsaran,…

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Nigeria-Roman: A Squatter’s Tale, von Ike Oguine (2000) – 6 Sterne

Squatter’s Tale wirkt nicht so sehr wie ein bündiger Roman: Es zerfällt in mehrere längere Episoden: das schnelle protzige Bankerleben in Nigeria, der ärmliche Einstieg in USA, die Romanze. Vor allem wirkt Squatter’s Tale wie eine Ansammlung von Begegnungen, teilweise in Rückblenden erzählt. Anekdoten in der Rahmenhandlung: In eine Rahmenhandlung packt der Autor zahlreiche kleinere…

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Biografie: The Real Life of Anthony Burgess (2006), von Andrew Biswell – 6 Sterne

Ich habe das entspannt heruntergelesen. Man hat nicht das Gefühl, dass Biswell seinem Sujet sehr nahe kommt (zum Beispiel portraitiert Patrick French V.S. Naipaul schärfer und genauer, konnte allerdings auch noch selbst mit ihm sprechen). Immer wieder diskutiert Biswell philosophische und religiöse Skrupel des Anthony Burgess. Mehrere Burgess-Mythen, die Burgess mit widersprüchlichen Aussagen nährte, klärt…

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Kritik Indien-Krimi: Inspektor Ghote geht nach Bollywood – Filmi, Filmi Inspector Ghote, von H.R.F. Keating (1976) – 4/10

Die deutsche Ausgabe – Inspektor Ghote geht nach Bollywood – habe ich nach vier Seiten aus dem Fenster geworfen. Sie stammt vom Unionsverlag, eine vorhandene ältere Übersetzung wurde hier „überarbeitet und ergänzt“. Wie bitte? Ein paar Ausdrücke der ersten Seiten: „Werbe-Schreibstifte“ „zweifelbeladene Gedanken“ „seine Befürchtungen hinsichtlich seiner Fähigkeit“ „ein Darsteller von Schurken“ „Türhüter“ Zur deutschen…

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Dakar-Youssou-N’Dour-Roman: The Music in My Head, von Mark Hudson (1998) – 6 Sterne

Fazit: Mark Hudson ließ sich von seiner Musik- und Afrikabesessenheit fortreißen, als Roman hält Music in my Head kaum zusammen. Als In-Schilderung aus der Musikszene Dakars ist der Roman, oder sagen wir: das Buch, aber vielleicht einmalig. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Atmo: Über Seiten schildert Mark Hudson die Atmosphäre in…

Dakar-Youssou-N’Dour-Roman: The Music in My Head, von Mark Hudson (1998) – 6 Sterne Weiterlesen »

Sachbuch: The East, the West, and Sex: A History of Erotic Encounters, von Richard Bernstein, 2009 – 6 Sterne

Bernstein schreibt flüssig und leicht lesbar, aber ohne besonderen Reiz. Mitunter klingt er säuerlich missbilligend, so beim Thema Kolonialismus und bei allzu entschlossenen Ausschweifungen historischer Reisender; dabei erinnert Bernstein fast an die viktorianische Moral, die immer wieder zitiert wird, und im Fazit scheint er christlich geprägte Monogamie zu bevorzugen. Um diese Länder geht es: Bernstein…

Sachbuch: The East, the West, and Sex: A History of Erotic Encounters, von Richard Bernstein, 2009 – 6 Sterne Weiterlesen »

Jazzbuch: Three Wishes: An Intimate Look at Jazz Greats, von Nica de Koenigswarter – 6 Sterne

Kein Wunder, dass Pannonica de Konigswarter, geb. Rothschild, zunächst keinen Verleger für ihr Three-Wishes-Projekt fand: Viele Bilder sind unscharf, falsch belichtet, verkratzt oder verschmutzt, es gibt keinen markanten Stil. Und die Antworten der wohl 300 mehr oder weniger bekannten Jazzer: mehr oder weniger interessant. Das Musikbuch bringt lauter kleine Wortschnipsel aller Jazz-Größen und vieler unbekannter…

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