Belletristik

Rezension Indien-Roman: The Householder, von Ruth Prawer Jhabvala (1960) – 6 Sterne – mit Video

Prem ist ein kleiner, jungverheirateter Junglehrer in Delhi, seine Frau Indu schwanger. Das Geld wird knapp. Prem fühlt sich ständig unsicher und unvorbereitet – schwierige Themen kann er weder bei Indu noch mit Chef oder Vermieter ansprechen. Ständig setzt er Fassaden auf, und jeder Ansatz zu einem ernsten Gespräch geht daneben. Dann lernt Prem auch…

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Rezension Indien-Roman: Amrita: Or to Whom She Will, von Ruth Prawer Jhabvala (1955, dt. Die Liebesheirat bzw. Amrita und Hari) – 7 Sterne

Amrita liebt Hari und Hari liebt Amrita. Sie treffen sich manchmal und raspeln Süßholz. Doch Amritas Familie ist gegen die Verbindung, und Haris Familie ist gegen die Verbindung. Die jungen Leute werden anderweitig verbandelt, für sie gibt es scheinbar keine Zukunft. Der Roman spielt in der indischen Mittelschicht Neu-Delhis in den 1950er Jahren, ohne Europäer….

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Rezension Indien-Kurzgeschichten: Eine Witwe mit Geld, von Ruth Prawer Jhabvala (1986, engl. Out of India) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Kurzgeschichten des Bandes Eine Witwe mit Geld (engl. Out of India) erschienen bereits in vier früheren Geschichtensammlungen zwischen 1963 und 1976 und meist auch in Zeitschriften. Prawer Jhabvala schreibt vor allem über das Leben in Delhi, seltener aus anderen Teilen Indiens; mal aus Sicht von Europäern, die in Indien leben, mal aus einheimischer Perspektive….

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Rezension Indien-Roman: Esmond in India, von Ruth Prawer Jhabvala (1957) – 7 Sterne

Sehr viel passiert hier nicht: Eine Ehe bröckelt, eine wird mühsam eingefädelt, doch Ergebnisse bleiben aus. Ruth Prawer Jhabvala schildert den Alltag mehrerer indischer Mittelschichtfamilien trotz mangelnder Action unterhaltsam und liebevoll ironisch, mit treffenden Details und sehr indischer Atmosphäre – das Essen, die Märkte, die komplizierten Sitten und Traditionen. Amazon-Werbelinks zu Büchern: Ruth Prawer Jhabvala…

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Rezension historischer Indien-Roman: Hitze und Staub, von Ruth Prawer Jhabvala (1975) – 7/10 – mit Presse-Links & Video

Prawer Jhabvala (1927 – 2013) schreibt nüchtern, teils mild spöttisch über Alltag in der staubigen indischen Provinz – abwechselnd in den 1920er und in den 1970er Jahren. Zeitweise schildert die Autorin Banales in Indien, dann wieder präsentiert sie sehr exzentrische Inder und Engländer. Das unterhält, ist aber kaum typisch. Amazon-Werbelinks zu Büchern: Ruth Prawer Jhabvala…

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Rezension Erzählungen: My Nine Lives, von Ruth Prawer Jhabvala (2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die neun Erzählungen sind sehr gleichmäßig jeweils knapp 30 Seiten lang: eine weibliche Ich-Erzählerin berichtet mehrere Jahre aus ihrem Leben, manchmal ihr ganzes Leben. Die Geschichten sind nicht miteinander verbunden, doch die Ich-Erzählerinnen leben häufig in Großstädten (fünfmal New York, zweieinhalbmal Delhi, eineinhalbmal Nachkriegs-London) und haben besondere Verbindungen zu Indien – wie die Autorin selbst….

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Rezension Kurzgeschichten: A Lovesong for India, von Ruth Prawer Jhabvala (2011) – 5 Sterne – mit Presse-Links

Die Geschichten spielen in den teuersten Immobilien von Delhi oder Mumbai, vor allem aber in New York: Anders als in frühereren Romanen oder in Kurzgeschichtensammlungen bis Out of India/dt. Eine Witwe mit Geld (1986) portraitiert Ruth Prawer Jhabvala diesmal die Oberschicht und Superreiche – eine Dichterfürstin, Hollywood-Stars, Bollywood-Stars (angelehnt an Amitabh Bachchan), Filmkritiker oder Popmanager,…

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Rezension Novelle: Dumala, von Eduard von Keyserling (1908) – 7 Sterne

Die Land-Novelle voll unterdrückter Gefühle spielt meist im Dunkeln, Halbdunkeln oder bei Sonnenunter- und aufgang. Nur ausnahmsweise scheint grell die Sonne – während einer Beerdigung. Häufig rieseln Schnee und Dativ-es. Das alles wirkt trotz des frostigen Klimas sehr schwül – schwüler als in Keyserlings eigenen Schwülen Tagen. Es klingt sogar momentweise nach Groschenroman. Doch von…

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Rezension Novelle: Schwüle Tage, von Eduard von Keyserling (1904) – 7 Sterne

Ein reicher Gutsherr und sein verweichlichtes Söhnchen, Abiturversager, buhlen vergeblich um diverse Frauen und mühen sich krampfhaft, Haltung zu zeigen – tenue. Sie scheitern immer wieder, das Ringen um Haltung ermüdet sie. Eduard von Keyserling zeigt schön die steife, unfrohe Atmosphäre der Jahrhundertwende voller Rituale und Verlogenheiten. Mit vielen Dativ-es und aufdringlichen Beschreibungen der Sommerschwüle…

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Rezension Einwanderer-Roman: Bloß (k)eine Hochzeit, von Bali Rai (2001, engl. (Un)arranged Marriage) – 7 Sterne

Manjit ist in England aufgewachsen, doch seine konservative und ungebildete indische Punjabi-Familie will ihn 17jährig mit einer Punjabi-Frau verheiraten, die er nicht kennt und nicht will. Autor Bali Rai, der in ähnlichen Umständen aufwuchs, schildert vor allem, wie sich der intellektuelle Manjit von seiner Familie abhebt und immer verzweifelter gegen die arrangierte Ehe sträubt –…

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Rezension historischer England-Raj-Roman: Teerose und Sandelholz, von Julia Gregson (2008, engl. East of the Sun) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Drei junge Frauen und ein junger Mann reisen 1928 gemeinsam von England nach Indien – mit ganz unterschiedlichen Plänen und Vorstellungen. Es geht um Heirat, berufliche Veränderungen und dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit. Der Roman spielt überwiegend in Indien (vor allem Bombay, außerdem Poona, Ooty, Simla, Nordwestgrenze), zum kleineren Teil auch in England und auf…

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Rezension Roman: Die Fälschung, von Nicolas Born (1979) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die Journalisten Laschen und Hoffmann reisen 1975 ins vom Krieg zerrissene Beirut. Sie sehen Schreckliches, Laschen hat nebenher eine diffuse Affäre. Der Roman wurde 1981 mit Bruno Ganz verfilmt, Regie Volker Schlöndorff. Die Erlebnisse sind extrem, doch an diesem Roman fallen vor allem der distanzierte Ton und Laschens Mentalität auf. Nicolas Born (1937 – 1979)…

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Rezension: The Short Stories of F. Scott Fitzgerald – A New Collection, Hg. Matthew J. Bruccoli (1989) – 7 Sterne

160 Kurzgeschichten soll F. Scott Fitzgerald geschrieben haben, dieser Band bringt 43 von ihnen auf gut 772 Seiten. Fitzgerald schrieb Kurzgeschichten meist, um schnelles Geld zu verdienen und freie Zeit für seine Romane zu gewinnen; er redete manchmal verächtlich über seine Kurzgeschichten-Arbeit, und manche Kritiker tun alle Kurzgeschichten als Kommerzware ab. Doch Fitzgerald erzählt auch…

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Filme und Bücher über Weiße in Indien (Auswahl) – mit 5 Videos

In diesen Filmen und Büchern (Auswahl) agieren Europäer oder Amerikaner in Indien – von den Anfängen der Kolonialzeit bis heute: Filme: 2015, Filmkomödie engl. Rentner in Indien: Best Exotic Marigold Hotel 2 2014, Filmkomödie Bayern in Indien: Beste Chance (Regie Markus H. Rosenmüller) 2014, Doku Bayerin liebt Inder: Amma und Appa 2011, Filmkomödie engl. Rentner…

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Rezension Kurzgeschichten: The Pat Hobby Stories, von F. Scott Fitzgerald (1940) – 8/10 – mit Rezensionsbericht

Die 17 knappen Kurzgeschichten handeln vom kleinen Manuskriptschreiber Pat Hobby im Hollywood der späten 1930er Jahre. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier seine eigene Zeit in den Hollywoodstudios, wo er selbst trotz früherer Roman-Erfolge (Der große Gatsby) kein Superstar war, und erzählt eine Demütigung nach der anderen: Der Lohn war einst viel besser; früher durfte er…

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Romankritik: Zärtlich ist die Nacht, von F. Scott Fitzgerald (1934, engl. Tender is the Night) – 5 Sterne – mit Hintergründen, Video & Presse-Links

Das US-amerikanische Ehepaar Dick und Nicole Diver lebt in den 1920ern ohne Geldsorgen in Südfrankreich und Zürich. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier wie fast immer sein eigenes Leben und das seiner Frau, also geht es auch um Nervenkrankheit, scheiternde Träume und Alkoholismus – Fitzgeralds entsprechender Lebensabschnitt heißt in der Bruccoli-Biografie „A Drunkard’s Holiday, 1925 –…

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Kritik Roman: Der große Gatsby, von F. Scott Fitzgerald (1925, engl. The Great Gatsby) – 8 Sterne – mit Hintergründen, Links

Der Roman wurde zum Klassiker, wenn auch erst Jahrzehnte nach dem Erscheinen und nachdem der Autor sich totgesoffen hatte. F. Scott Fitzgerald erzählt von männlichen Männern in New York 1922. Sie sind reich, sie sind mächtig, sie sind hartleibig. Sie nehmen sich, was sie wollen: Häuser, Frauen, Fassaden, Imperien, noch mehr Frauen, Wasserflugzeuge, neue Namen….

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Kritik Roman: Die Schönen und Verdammten, von F. Scott Fitzgerald (1922, engl. The Beautiful and Damned) – 6 Sterne – mit Hintergründen, Kritiken, Links & Video

New York in den 1910er-Jahren: Junger Schnösel angelt sich hohle Nuss. Er sorgloser Erbe; sie selbstsüchtig, aber ultimativ dekorativ, ein must-have. Geld spielt keine Rolle, jedenfalls bald nicht mehr, wenn Opa hoffentlich den Löffel ab- und das Erbe freigibt. Der Trauerfall wird herbeigesehnt, denn die Göttergattin ist high maintenance. Doch nach der Hochzeit kriselt die…

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Romankritik: Diesseits vom Paradies, von F. Scott Fitzgerald (1920, engl. This Side of Paradise) – 3 Sterne – mit Presse-Links

Der stark autobiografisch geprägte Erstlingsroman beschreibt Schüler- und Studentenzeit sowie erste Berufserfahrungen in New York in den 1910er Jahren. Besonders detailreich berichtet Fitzgerald vom Studium in Princeton. Dabei kümmert er sich kaum ums allgemeine Publikum, mit Vergnügen lesen diese Insidergeschichten wohl nur amerikanische Ex-Studenten. Der zweite Teil über das Leben als Werber in New York…

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Romankritik: Das Haus Savage, von Jay McInerney (1997, engl. The Last of the Savages) – 8 Sterne

Will Savage ist Sohn reicher Grundbesitzer im US-Süden, liebt jedoch Bluesmusik, die Kultur der Afroamerikaner und wird Musikmanager. Ich-Erzähler Patrick Keane beschreibt Wills und sein eigenes Leben über 30 Jahre. Drei Viertel des Buchs behandeln die Jahre, in denen die Hauptfiguren etwa 18 bis 25 Jahre alt sind. Wir lernen viel über das Studieren in…

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Romankritik: Letzter Schrei, von Jay McInerney (1998, engl. Model Behavior) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Fotomodels, Schauspieler, Magazinjournalisten und Kurzgeschichtenschreiber ringen auf aalglattem New Yorker Parkett um Liebe und Aufstieg. In Jay McInerneys hochglanzpolierter Schreibe reden sie überaus witzig, smart und zynisch – und sehen sich selbst auch so. Um kulturelle Anspielungen sind sie nicht verlegen. Man übersieht vor Vergnügen fast die Abgründe von Egoismus und Amoral. Die urbane Intelligentsia…

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Rezension des Romans Ich nun wieder. Story of My Life, von Jay McInerney (1988, engl. Story of My Life) – 7 Sterne

Alison Poole ist eine 20jährige Schauspielschülerin im New York der 1980er. Bis jetzt war sie mit 36 Männern im Bett, sie nimmt Kokain und fliegt fast aus der Wohnung. Als Ich-Erzählerin in Jay McInerneys zweitem Roman – nach Ein starker Abgang/Bright Lights, Big City – redet Alison sehr trocken, cool, zynisch, unsentimental. Vor allem: Sie…

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Rezension Kurzgeschichten: The Last Bachelor, von Jay McInerney (2009) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Die zwöf Kurzgeschichten spielen überwiegend in schicken oder zumindest atmosphärischen New Yorker Milieus, unter Autoren, Firmenchefs und Damen der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Paare, die sich fast immer betrügen. Aber es ist nie das ganz große Drama, auch wegen McInerneys abgeklärten Tonfalls (Stand August 2015 nicht auf Deutsch erhältlich). Jay McInerney erzählt sehr sicher, baut…

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Internationale Romankritiken & Links zu: Das gute Leben, von Jay McInerney (2006, engl. The Good Life)

In dem Roman erzählt Jay McInerney eine Liebesgeschichte in New York, die unmittelbar vor und nach den Anschlägen auf das World Trade Center spielt. Die Hauptfiguren begegnen sich als freiwillige Helfer direkt nach dem Unglück. McInerney war selbst als Helfer vor Ort gewesen. Das Ehepaar Calloway aus Das gute Leben kennt man bereits aus McInerneys…

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Buch unter Baum

Deutschsprachige Romane mit englischem Titel – das kann lästig sein:

Nicht immer ist Englisch drin, wo Englisch draufsteht: Manche englischen oder französischen Romane werden ins Deutsche übersetzt, sie werden aber auch im Deutschen mit dem fremdsprachigen Original-Titel verkauft. Da besteht Verwechslungsgefahr: Bücher, die auf Englisch und Deutsch gleich heißen (natürlich englisch): Englische oder fremdsprachige Buchtitel erscheinen unverändert auch auf Covern deutscher Ausgaben. Wer die deutsche…

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Romankritik: Glücklich die Glücklichen, von Yasmina Reza (2013) – 6 Sterne – mit int. Presse-Links

Ein gutes Dutzend Hauptfiguren mit gleichberechtigten Anteilen hat der kurze Roman. Einige Ehepaare zanken ungut und betrügen sich. Ohnehin gibt es viel Rechthaberei und Machtspiele, außerdem einen Psychiatriefall, Stricherbesuche mit bezahltem Geschlagenwerden, Kindesmissbrauch, Krankheiten und Streit über Beerdigung versus Einäschern. Yasmina Reza produziert 21 Kapitel mit je sieben Seiten und 18 verschiedenen Ich-Erzählern. Die Beziehungen…

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Romankritik: Adam Haberberg, von Yasmina Reza (2007) – 7 Sterne – mit internat. Presse-Links

Die Erfolgsdramatikerin Yasmina Reza greift ein global relevantes und sehr populäres Thema auf: Die Schriftstellerin schreibt über einen Schriftsteller in der Krise. Adam Haberberg, 47, greint das ganze (kurze) Buch hindurch. Krankheiten plagen ihn, die Gattin ist lieblos, und die Kritiker haben sein drittes Buch kaum mehr ignoriert, so dass er – Schmach über Schmach…

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Romankritik: Der letzte Dreh, von Pia Frankenberg (2009) – 4 Sterne – mit Presse-Links & Video

Die Autorin und Filmemacherin Frankenberg schreibt einen Roman über Autoren und Filmemacher in München und Berlin. Diese Romanfiguren verfilmen und beschreiben ihr eigenes Leben – in einem Roman, in dem die Autorin Frankenberg ihr eigenes Leben verarbeitet. Geht es noch deutscher, noch langweiliger? Nicht wesentlich. Frankenberg erzählt überwiegend keine interessante Geschichte, sondern es klingt so,…

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Buchkritik: The Elephanta Suite, von Paul Theroux (2007) – 7 Sterne

In drei längeren Erzählungen à 80 bis 100 Seiten beschreibt Paul Theroux Amerikaner, die teils beunruhigende Begegnungen mit der indischen Realität haben – jenseits üblicher Reiseerlebnisse in Indien. Dabei geht es um sexuelle Abenteuer, Käuflichkeit und finanzielle Macht, Schuldgefühle und Angst vor der Fremde und um Spirituelles: Ein reiches älteres Unternehmer-Ehepaar bandelt mit armen Hotelangestellten…

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Romankritik: Erinnerungen an meinen Porsche, von Bodo Kirchhoff (2009) – 4 Sterne

Er sekretiert zwanghaft aus jeder eigenen Körperritze. Er penetriert dranghaft jede weibliche Körperritze. Dieses sein heiliges Triebleben zelebriert Bodo Kirchhoffs Ich-Erzähler, Ex-Investment-Banker Daniel Deserno, 38, in einem atemlosen Verbal-Erguss über 220 Seiten in 56 Kapiteln. Stolzgeschwellt: Deserno, Schweinigel und Schwadroneur, rekapituliert mit präpubertärem Stolz die Anatomie seines Piephahns, den ersten Analsex, veritable Porno-Action im Privatjet…

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Romankritik: Die sonderbare Karriere der Frau Choi, von Birgit Vanderbeke (2007) – 7 Sterne

Ihr Tonfall ist sehr eigen, doch nie eitel und aufdringlich. Leichthändig und beflissen säuselnd verbindet Birgit Vanderbeke ihre fiktive südfranzösische Dorfchronik ca. 1990 – 2002 mit Schmetterlingskunde, Lokalpolitik, Pilzarten, Forensik, einer Fußball-WM, DTP sowie fernöstlicher Architektur und Küche Das klingt keinen Moment lang angelesen und aufgepfropft, Vanderbeke beschreibt lebendige Figuren. Frauen stehen allerdings tendenziell weise…

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