annehmbar

Romankritik: Die Rettung, von Joseph Conrad (1920, engl. The Rescue, Lingard-Trilogie Teil 1 von 3) – 3 Sterne

Fazit: Der Ton ist teils märchenonkelhaft und voll überflüssiger Adjektive und Verallgemeinerungen. Teils konnte ich der Geschichte nicht folgen – weder den Gefühlen und Entscheidungen der Protagonisten noch den Inter-Island-Streithändeln – und musste in der englischen Zumbuchwiki die Handlung nachlesen; selbst dort verstand ich nicht alles. Die Figuren erscheinen zu diffus, zu holzschnittartig lieb oder…

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Romankritik: Ein anständiger Mensch, von Jan Christophersen (2019) – 6 Sterne

Jan Christophersen konstruiert in den ersten zwei Buchdritteln eine dramatische, intime, fesselnde Geschichte. Zwei intelligente Paare verbringen ein Wochenende in einem entlegenen Ferienhaus. Sofort gibt es ungute wie auch erotische Spannungen in alle Richtungen. Die wenigen Umgebungsdetails und Nebenfiguren fügen sich gut in die Handlung; nichts wirkt an den Haaren herbeigezogen, Dialoge und Figuren scheinen…

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Romankritik: Echo, von Jan Christophersen (2014) – 4 Sterne – mit Video

Fazit: Aufbau und Figuren des kleinen Romänchens sind überkonstruiert und leblos. Dies ist keine Geschichte, sondern ein Schreibexperiment – gescheitert. Tom schwieg: Jan Christophersen schildert zunächst Gefühle und menschliche Entwicklungen recht genau – einerseits. Doch während die wichtige Nebenfigur Sascha deftig erscheint, bleiben die Protagonisten Tom, Aga und Gesa völlig diffus. Was passiert zwischen Tom…

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Romankritik: Kings of Cool, von Don Winslow (2012, Teil 1 der Reihe) – 6 Sterne

Don Winslow schreibt einen ultra-coolen Mackerton, in dem Zeilen und sogar Kapitel oft nach zwei, drei Wörtern enden. Er erzählt von Drogenhändlern, Fahndern und Hippies in Südkalifornien, mit vielen kurzen, vulgären  Gewaltausbrüchen (oft Kopfschüsse) und interessanten Einblicken in den regionalen Wohnungs-, Dating- und BTM-Markt. Winslow springt zwischen verschiedenen Personengruppen und Zeitebenen, nicht immer hatte ich…

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Romankritik: Zeit des Zorns, von Don Winslow (2010, engl. Savages, Teil 2 der Reihe) – 5 Sterne – mit Video

Don Winslow erzählt ein dünnes Geschichtchen, mächtig aufgeblasen, kraftmeiernd krass. Der Stil ist betont ultracool, mit krass kurzen Kapiteln und Sätzen und krassen Sätzen über Drogen, Morde und Pornografie, die wir logo krass trocken wegstecken. Und auf den ersten 100 von 300 Seiten kommt kaum etwas in Gang: es gibt lauter Rückblenden auf die Vorgeschichte…

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Romankritik: Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt, von Zora del Buono (2016) – 4 Sterne – mit Video

Deutsche Dozentin gibt Sommerkurs an US-Uni. Dabei hat sie gegen die Regeln und zur eigenen Überraschung eine Affäre mit einem 30 Jahre jüngeren Studenten. Aber das Techtelmechtel spielt im Buch kaum eine Rolle: vor allem geht es um NSA-Überwachung vor Ort, CIA-Überwachung vor Ort, Verschwörungstheorien, Edward Snowdons Tat and politisch korrektes Verhalten am Campus. Auch…

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Romankritik: The Lower River, von Paul Theroux 2012) – 6 Sterne

Hauptfigur Ellis Hock, US-Amerikaner, kehrt nach 40 Jahren als Herrenausstatter zurück in ein entlegenes, trostloses Malawi-Dorf, in dem er als Jugendlicher vier Jahre arbeitete. Scheidung und schlechtgehende Geschäfte brachten ihn dazu. Bei Einheimischen, die ihn vage kennen, lässt Hock sich nieder – Zukunft unklar. Paul Theroux schreibt sehr flüssig, leicht lesbar in leichtem Englisch. Nur…

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Kritik Kurzgeschichten: Von Männern, die keine Frauen haben, von Haruki Murakami (2014) – 4 Sterne

Die sieben Geschichten transportieren nicht nur gleichförmige Stimmung und Figuren, sie sind mit 30 bis 40 locker bedruckten Seiten auch gleichförmig lang (gefühlte Länge 22 Seiten; ich hatte die von Dumont lizenzierte Büchergilde-Ausgabe). Man liest sie mühelos (wenn man sich nicht an Verrätseltem stört). Distanz und Mittelmäßigkeit: Obwohl hier ein Mann über einsame Männer schreibt,…

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Romankritik: Betty, von Georges Simenon (1960) – 5 Sterne – mit Video

Betty ist 28, verheiratete Mutter von zwei Kindern, hohle Nuss und Psycho-Nympho. Noch nichtmal eine femme fatale, auch wenn Georges Schwerenöter Simenon (1903 – 1989) das vielleicht anders sah. In der erzählten Hauptzeit des Romans passiert nicht viel: Betty säuft sich unter den Tisch, wird ein bisschen aufgepäppelt und ganz am Ende überraschend noch einmal…

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Romankritik: Kochen mit Fernet-Branca, von Lewis Hamilton-Paterson (2004, engl. Cooking with Fernet Branca) – 6 Sterne

James Hamilton-Paterson erzählt hochintelligent-witzig von zwei Ausländern auf einem einsamen Hügel in der Toscana. Der Autor spielt mit Toscana- und Dolce-Vita-Klischees. Der Witz entsteht nicht aus der Handlung oder aus den Dialogen, sondern aus selbstironischen und gebildeten Bemerkungen des Ich-Erzählers und aus den absurden Rezepten für geräucherte Katze und ähnliche Delikatessen. Der Humor geht jedoch…

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Romankritik: Ein Mann wird älter / Senilità, von Italo Svevo (1898) – 4 Sterne – mit 2 Videos

Jahrhundertwende in Triest: Junger Herr von etwas Stand lacht sich unterfinanziertes Betthupferl als friend with benefit an. Doch die Signorina ist nicht ohne Vergangenheit, ihre Tugend nicht ohne Tadel, es kommt zu Komplikationen. Der Erzähler klingt in diesem Roman teils altklug, besserwissend und stützt sich mehr auf allgemeine Erklärungen, weniger auf Dialoge und konkrete Handlung….

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Romankritik: Sari, Jeans und Chilischoten, von Meera Syal (1999, auch Hochzeit auf Indisch, engl. Life Isn’t All Ha Ha Hee Hee) – 6 Sterne – mit 2 Videos

Im Mittelpunkt des Romans stehen drei Mittelschicht-Inderinnen Mitte 30 in London; zwei mit beruflich in London etablierten Indern verheiratet, eine mit einem Weißen liiert. Meera Syal (*1961) beschreibt erkennbar ihr eigenes Leben in der Figur Tania als taffe indischstämmige TV-Macherin. Sie liefert viele witzige Beobachtungen und teils Dialoge. Allerdings packt sie scheinbar alles in den…

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Romankritik: Bilder deiner großen Liebe, von Wolfgang Herrndorf (2014) – 6 Sterne

Ein halbwüchsiges Mädchen büchst aus der Anstalt aus, schlägt sich tage- und wochenlang durch die Büsche – das klingt wie, das ist wohl die Vorgeschichte zu Wolfgang Herrndorfs Erfolgsroman Tschick. Und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich: In Bilder deiner großen Liebe beweist Herrndorf (1965 – 2013) wieder seine markante, unaufdringliche und anziehende Erzählstimme…

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Thailand

Rezension Thai-Geschichten: People of Esarn, von Pira Sudham (1997) – 5 Sterne

Die Hauptfiguren im eher literarischen Teil dieses schmalen Buchs sind Ich-Erzähler aus dem Isaan, der armen flachen Gegend im Nordosten Thailands. Manche können nicht lesen. Sie berichten von ihrem armseligen Landleben, Pech in der Liebe, einige gehen zum Arbeiten nach Bangkok. Schmucklose Protokolle: Die Geschichten klingen fast wie Interview-Protokolle, so schmucklos und ohne Effekthascherei schreibt…

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Romankritik: Der Bananentourist, von Georges Simenon (1938) – 5 Sterne

Die Hauptfigur lebt einige Zeit in der tahitianischen Wildnis nur von Früchten und Fischen – solche Aussteiger heißen dort Bananentouristen. Georges Simenon schildert plastisch das träge Leben im provinziellen Tahiti mit ein paar Kolonialbürokraten, ein paar Gastronomen und einheimischen Barfrauen. Der Autor  liefert gewohnt markante Dialoge und reizvolle Beobachtungen. Die verschiedenen Verwaltungs- und Justizmenschen konnte…

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Rezension Roman: So wirst du stinkreich im boomenden Asien, von Mohsin Hamid (2013, engl. How to Get Filthy Rich in Rising Asia) – 5 Sterne

Das Erfolgsbuch des Erfolgsautors begeisterte auch die Profikritik. Es hat ein paar kurze, markante Dialoge und gelegentlich kleine, hübsche Szenen. Ansonsten passiert nicht besonders viel: ein armer pakistanischer Dorfjunge kommt in die Großstadt Lahore und wird allmählich reich; auf jeder neuen Stufe ringt er mit Dreck, Gewalt und Korruption, bis zum verklärten Ende Jahrzehnte später….

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Thailand

Romankritik: Crazy Rich Asians, von Steven Kwan (2013) – 6/10 – mit Video

Crazy Rich Asians (2013, dt. u. engl. Buchtitel) ist der erste Teil einer Trilogie, die Kevin Kwan 2016 mit Crazy Rich Girlfriend (engl. China Rich Girlfriend) und 2018 mit Crazy Rich Problems (engl. Rich People Problems) fortsetzte. Die Verfilmung von Crazy Rich Asians erschien 2018 (dt. Titel Crazy Rich). Die Teile 2 und 3 wurden…

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Thailand

Rezension Indonesien-Roman: Das Zigarettenmädchen, von Ratih Kumala (2012) – 7 Sterne

Dass Autorin Ratih Kumala auch TV-Filme skriptet, glaube ich gern: sie liefert in diesem Roman viele Dialoge, mild schmalzige Momente und Cliffhanger, wenn es spannend wird; eine zentrale Frage entsteht auf den ersten Buchseiten und wird erst 250 Seiten später beantwortet; das Ende bringt sogar Lösungen zu Problemen, die man gar nicht gesehen hatte. Insgesamt…

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Thailand

Kritik Indonesien-Roman: In Fesseln, von Armijn Pane (1940) – 5 Sterne

Ein sehr provinzielles Batavia (Jakarta) in den 1930ern. Der Arzt Tono ist lieb- und kinderlos mit der mürrischen, herrischen und stolzen Tini verheiratet. Abends aber täuscht er Krankenbesuche vor und kehrt ein bei der gepflegten Ex-Prostituierten Yah. Die ist handzahm und immer lächelnd, da kann Tono entspannen. Viel historisch-indonesische Atmosphäre breitet der indonesische Autor Armijn…

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Kritik Theaterstück: Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe, von Peter Hacks (1976) – 6/10

In diesem enorm erfolgreichen Eine-Frau-Monolog-Theaterstück zieht Charlotte von Stein über den heimlich aus Weimar abgereisten Johann Wolfgang von Goethe vom Leder. Auf Handlung wird verzichtet. Alles macht von Stein an Goethe – und an den Männern insgesamt – nieder; sie schildert den Dichterfürsten als weinerlichen Versager. Peter Hacks dichtet der Stein einen unterhaltsam unleidlich unwirschen,…

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Buch-Rezension: Demokratie, von Michael Frayn (2003, engl. Democracy) – 6 Sterne

Das Theaterstück erzählt die Geschichte von Willy Brandts sozialliberaler Koalition ab 1972, vor allem seinen Sturz über die Guillaume-Spionageaffäre 1974. Zu den Figuren gehören Helmut Schmidt, Herbert Wehner, Genscher und Verfassungsschützer Nollau. Dabei schreibt Michael Frayn nicht strikt linear – stattdessen driftet das Stück alle paar Zeilen zu einer anderen Episode, und zwischendurch unterhalten sich…

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Buchkritik: Cuba Linda, von Hans Herbst (Kurzgeschichten 2002) – 7 Sterne

Die Kurzgeschichten erzählen geruhsam, melancholisch und hochatmosphärisch von Begegnungen auf Kuba offenbar in den 90er Jahren. Oft spürt man den Schmerz demütigender Armut, politischer Unterdrückung und brutaler Verfolgung – insgesamt ein bedrückendes Buch. Weiteres Hauptthema ist traditionelle Musik. In manchen Stücken tauchen gar keine Europäer auf, in anderen nur als Nebenrolle; typische Touristenthemen wie Hotels,…

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Buchkritik: Dir gehört mein Leben, von Zoé Valdés (1997) – 4 Sterne

Zoé Valdés erzählt über Jahrzehnte die Geschichte einer einfachen Kubanerin, die ihr Leben lang einen kubanischen Schlawiner liebt, jedoch meist aus der Ferne – zeitweise flieht er ins US-Exil. Die Kubanerin hat einige biografische Merkmale von Valdés. Wir lernen einiges über Kubas Nöte und Versorgungsengpässe vor und nach der Revolution und in der Sonderperiode in…

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Buchkritik: Frauen in Spanien, Erzählungen (1989) – 5 Sterne

Von den ca. 19 Texten habe ich ca. sieben oder acht gelesen. Davon hat mich keiner sonderlich angesprochen. Sie handelten überwiegend von jungen, modernen, städtischen Frauen – ohne jede mediterrane Romantik. Teils schienen mir die Kurzgeschichten nicht weiter frauenspezifisch, aber was weiß ich. In zwei Geschichten spielten nichtspanische Kunstwerke eine Rolle – die Mona Lisa…

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Romankritik: Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen, von Werner Schandor (2005) – 4 Sterne

Werner Schandor schreibt ein verkopftes Roman-Experiment über ein verkopftes Liebes-Experiment: Der verkopfte Doktorand Thomas Feigl will eine Freundin ohne Liebesqualen haben und sich irgendwie an Erich Fromm orientieren. Gedacht, getan, er lacht sich lockerleicht die junge, schlichte, aber super bekurvte Schuhverkäuferin Manuela an. Die Dinge entwickeln sich erst einmal vielversprechend, aber auf Dauer nicht so…

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Buchkritik: Naturlyrik, Anfängerkurs, von Frank Schulz (2008) – 5 Sterne

Das Postkarten-große Bändchen präsentiert auf 84 luftig bedruckten Seiten Gereimtes von Komikmeister Frank Schulz. Dessen Hagener Trilogie amüsierte streckenweise; im poetischen Fach klingt Frank Schulz wohl an Robert Gernhardts naive Verschmitztheit an, erreicht ihn aber nicht – es bleibt peplos. Naturlyrik enthält Schulz‘ schmächtiges trotz des Titels kaum. Wie vielleicht bei diesem Autor zu erwarten,…

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Buchkritik: Leichtes Licht, von Hans Pleschinski (2005) – 5 Sterne

Diesen Kanaren-Trip setzte Hans Pleschinski gnadenlos von der Steuer ab, bis hin zum Cappu am Flugsteig, Seite 12: „2 Euro 80.“… Zu D-Mark-Zeiten hatte der Kaffee hier auch schon 2,80 gekostet. Hans Pleschinski plaudert possierlich dahin, allerlei feuilletonistisch Verspieltes kommt seiner Protagonistin in den Sinn, neben zierlichen Gehässigkeiten über Prolls, Bordfraß und die „nicht durchwegs…

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Romankritik: Drei Frauen, von Georges Simenon (1959) – 4 Sterne – mit Medien-Links

Die junge, selbstbewusste Fallschirmspringerin und Rennfahrerin Sophie lebt mit einer labilen Freundin und einer Haushälterin zusammen. Da muss die fast vergessene Großmutter aufgenommen werden – sie kommt in die zweite Dienstbotenkammer. Zwischen den Frauen entsteht eine Art Machtkampf; zum Beispiel konfisziert Sophie den Konservenvorrat ihrer Großmutter, um Gäste zu bewirten; es gibt ein wenig Zickenkrieg,…

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Rezension: Monsignor Quijote, von Graham Greene (Roman 1982, engl. Monsignor Quixote) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Ein Dorfgeistlicher und ein kommunistischer Ex-Bürgermeister trudeln etwas ziellos mit dem Auto durch Nordspanien nach Franco. Befeuert von Vodka, aber vor allem Rotwein, debattieren sie unentwegt, sticheln gegen die Überzeugung des jeweils anderen, vergleichen immer wieder katholische Religion und kommunistische Anschauungen. Die Reisegefährten sind sich bei allen weltanschaulichen Unterschieden freundschaftlich gesonnen und genießen immer wieder…

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Thailand

Rezension: Frauen auf den Philippinen, Kurzgeschichtensammlung 1987 – 5 Sterne

Neben Kurzgeschichten enthält der schmale dtv-Band auch drei biografische Protokolle sowie Gedichte, die ich nicht gelesen habe, weil mir die Lyrik-Ader fehlt. Die Texte stammen ausschließlich von Frauen, u.a. von Ester Vallado DaRoy, Lina Espina Moore, Amelia Lapeña Bonifacio und Ines Taccad Camayo. (Zum Vergleich: Der Band Frauen in Thailand, 1989, bringt fast nur Kurzgeschichten,…

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Thailand

Rezension: Frauen in Thailand (Kurzgeschichten 1989) – 5 Sterne

Der 220-Seiten-Band enthält Kurzgeschichten und ein Gedicht über Frauen in Thailand, geschrieben von Männern und Frauen, u.a. Pira Sudham, Atsiri Dhammachoti, Krisna Asokesin, Lao Kamhom, Manop Thanomsi, Visanchani Nakorn, Sri Dao Rüang, Sirem-on Unehathup, Prabhassorn Sevikun, Mon. Methi, Wat Wanlayangkun, Rong Wongsawan, Kong Krailat, K. Surangkanang und Niramon Prudtatorn. Herausgeberin Hella Kothmann begründet die Aufnahme…

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