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Thailand

Rezension: Frauen in Thailand (Kurzgeschichten 1989) – 5 Sterne

Der 220-Seiten-Band enthält Kurzgeschichten und ein Gedicht über Frauen in Thailand, geschrieben von Männern und Frauen, u.a. Pira Sudham, Atsiri Dhammachoti, Krisna Asokesin, Lao Kamhom, Manop Thanomsi, Visanchani Nakorn, Sri Dao Rüang, Sirem-on Unehathup, Prabhassorn Sevikun, Mon. Methi, Wat Wanlayangkun, Rong Wongsawan, Kong Krailat, K. Surangkanang und Niramon Prudtatorn. Herausgeberin Hella Kothmann begründet die Aufnahme…

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Romankritik: Was aus uns wird, von David Gilbert (2013, engl. & Sons) – 5 Sterne – mit int. Presse-Links

Der einstige Creative-Writing-Student David Gilbert schreibt ein gelungenes Englisch mit starken Dialogen. Wie andere Creative-Writing-Absolventen (T.C. Boyle, John Irving, Jess Walter etc.) klingt er bisweilen zu cool und kalkuliert, manchmal auch schlicht belehrend altklug verallgemeinernd (Irving und Walter lobten den Roman; ich kenne nur das englische Original als Random-House-TB und kann die Eindeutschung nicht beurteilen)….

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Rezension Kurzgeschichten: Sommermeteor, von Arno Schmidt (1969) – 6 Sterne – mit Link zu Leseprobe

Die Kurzgeschichten belegen meist nur vier bis sechs Seiten. Viele beschreiben den Alltag eines eigenbrötlerischen Schriftstellers in einer Mittelstadt (Darmstadt, das nicht genannt wird). Er geht gern nachts spazieren und hat ein stets interessiertes Auge für die Damenwelt, ohne bei dieser je ernsthaft zu landen (außer in einer albernen Fantasie). Überhaupt passiert nicht viel –…

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Romankritik: Providence und zurück, von Isabella Nadolny (1988) – 5 Sterne

Um den plötzlichen Tod ihres Mannes zu verwinden, besucht Isabella Nadolny 1968 eine Jugendfreundin an der US-Ostküste. Zuvor trifft sie in ihrem oberbayerischen Zuhause noch einmal ihre Schwiegermutter. Diese Schwiegermutter dient im weiteren Buch als Lichtgestalt, die Nadolny immer wieder (manchmal unausgesprochen) den Amerikanern gegenüber stellt – schlampig gekleideten jungen Müttern, Hippies, Freaks, überkandidelten Alten…

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Romankritik: Seehamer Tagebuch, von Isabella Nadolny (1960) – 4 Sterne

Das Tagebuch geht über ein Jahr – circa 1960 – und Nadolny trägt viele Belanglosigkeiten ein, speziell bei ihrem Segeltörn auf dem Mittelmeer und nach der Zeitungslektüre. Isabella Nadolny  (1917 – 2004) ist sprachlich gut und gediegen, wie schon im autobiografischen Vorgänger Ein Baum wächst übers Dach. Doch diesmal nörgelt Nadolny sauertöpfisch über Zeitgenossen, deren…

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Rezension Kurzgeschichten: Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann, von Lorrie Moore (1998, Birds of America) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Moore schreibt über wunderliche, jüngere Zeitgenossen in den USA, die etwas ziellos durchs Leben trudeln – eine nach hoffnungsvollem Start gescheiterte Schauspielerin, eine Uni-Betreuerin und andere Pädagogen, die Moore wohl in ihrem eigenen Berufsleben als Schreiblehrerin kennenlernte. Die zwölf unverbundenen Kurzgeschichten sind 10 bis 40 Seiten lang, meist um die 20 Seiten. Eine Kurzgeschichte Birds…

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Rezension Kurzgeschichten: Leben ist Glückssache, von Lorrie Moore (1985, engl. Self-Help) – 5 Sterne – mit Presselinks

Die neun nicht verbundenen Kurzgeschichten spielen meist in New York und füllen im Englischen kaum 150 bedruckte Seiten (ich kenne nur das englische Original). Fast immer ist das Grundmotiv traurig, sind Männer untreu: junge Frau wohnt mit Freund zusammen, will sich trennen, er durchkreuzt ihren Plan mit einer schweren Krankheit junge Frau wohnt mit scheinbar…

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Rezension: Drei Zimmer in Manhattan, von Georges Simenon (1946) – 6 Sterne – mit Video

Dieser Roman von Georges Simenon (1903 – 1989) hat keinen Maigret, keine Leiche, gar kein Verbrechen. Es geht um zwei gestrandete Europäer in New York. Die Einsamkeit, die Entwurzelung, die nächtlichen Gänge durch die Metropole trägt Simenon fingerdick auf (O-Titel Trois chambres à Manhattan). Bis zur 80. Seite erhalten wir keinen Hintergrund über den Mann…

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Romankritik: Der lange Gang über die Stationen, von Reinhard Kaiser-Mühlecker (2008) – 5 Sterne – mit Presse-Links

Der unsympathische, verkniffene Jungbauer lebt mit seiner aus der Stadt eingeheirateten Frau, der Altbäuerin und dem todkranken Vater auf einem abgelegenen Hof in Oberösterreich, um 1955.  Er schildert als Ich-Erzähler minutiös kleinste Beobachtungen und Abläufe. Dabei verbeißt er sich zu tief in Details, die momentan interessant klingen, aber nichts zur Sache tun. Ganz zu schweigen…

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Rezension: Arno Schmidt zum Vergnügen (2013, Zitat-Sammlung) – 5 Sterne – mit Links

Auf etwa 160 Reclam-großen Seiten erscheinen zahllose Arno-Schmidt-Zitate, zwei Zeilen bis zwei Seiten lang, geordnet nach Themen wie Sport, Politik, Natur, Liebe, Komik, Kollegen, Essen. Der Großmeister zeigt sich sprachgewaltig, spröde, launig, lustig und immer wieder auch selbstverliebt ideosynkratisch-hermeneutisch-unverständlich. Nur in kleinen Dosen zuträglich. Mit Kontext oder Hintergrundinformation wäre das Vergnügen teils größer, zumindest eine…

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Romankritik: Drei Männer auf Bummelfahrt, von Jerome K. Jerome (1900, engl. Three Men on a Bummel) – 5 Sterne

Drei Engländer radeln um 1900 ein paar Wochen durch Deutschland – das ist die Rahmenhandlung, doch wir hören kaum konkrete Erlebnisse. Jerome K. Jerome (1859 – 1927) streut immer wieder sonstige Anekdoten, Betrachtungen und Verallgemeinerungen ein, so dass die Handlung wortwörtlich nicht in Fahrt kommt. Dabei schreibt Jerome zunächst gefällig und oft sehr humorvoll; ich…

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Rezension: Peach Tree Road, von Anne Rivers Siddons (1989) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit am Roman-Ende nach 817 Seiten: Rivers Siddons spannt einen schönen, runden Bogen über 50 Jahre Atlanta seit den späten 1930ern. Die Stadt wird dem Leser fast zur Heimat, die Hauptfiguren gehören zur Familie. Die Sprache ist leicht und mit unspektakulären Dialogen, die Handlung überwiegend gelungen konstruiert; Siddons verbindet die Hauptcharaktere schön mit Zeitströmungen und…

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Rezension: Fremd im eigenen Haus, von Georges Simenon (1940) – 6 Sterne – mit Video

Ein leicht verlotterter, weinseliger, alleinerziehender Kleinstadt-Rechtsanwalt muss überrascht feststellen, dass unter es unter seinem Dach nicht nur heimliche Parties und Krankenversorgung, sondern auch einen Mord gab. Georges Simenon (1903 – 1989) beschreibt die Vernetzung der verschiedenen Kleinstadt-Figuren wie Staatsanwalt, Wirt oder Gefängniswärter. Das ist ganz interessant, allerdings streut Simenon zu erkennbar falsche Fährten aus. Und…

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Romankritik: Cecile, von Theodor Fontane (1886) – 5 Sterne – mit Fontane-Übersicht

Fontane hat viele interessante Frauenfiguren geschaffen (der New Yorker nannte ihn „Heroine Addict“) – so Effi Briest; die Lene aus Irrungen, Wirrungen; oder Melanie aus L’Adultera. Cécile aber ist anders: Jung, und verheiratet mit einem weit älteren, höflichen Oberst – so weit, so fontanesk –, leidet sie maßvoll in einer Kurpension im Harz vor sich hin….

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Romankritik: Die Poggenpuhls, von Theodor Fontane (1895) – 6 Sterne – mit Übersicht

Dieser besonders kurze Gesellschaftsroman hat besonders wenig dramatische Entwicklung – kein Selbstmord, kein Ehebruch, keine aufblühende Liebe, keine vergebliche Liebe, nicht mal eine Hochzeit. Ein älterer Herr stirbt irgendwann, mehr passiert nicht. Die verarmte Majorswitwe Poggenpuhl mit fünf erwachsenen Kindern kämpft beständig gegen die Geldnot und ihren sinkenden sozialen Status. Ihre Kinder äußern in den…

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Romankritik: Frau Jenny Treibel, von Theodor Fontane (1893) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Übersicht

Die blasierte Kommerzienrätin Treibel, geb. Bürstenbinder, war einst eine Berliner Krämerstochter; doch sie heiratete in feine Fabrikantenkreise hinauf. Nun stellt die Neureiche ihren Sozialstolz durch viel Getue und Gerede heraus – Fontane zeigt sie und ihre Kreise deutlich spöttischer und satirischer als andere Figuren in seinen Gesellschaftsromanen. Dicke Satire: Die Satire trägt Theodor Fontane fast…

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Romankritik: Unwiederbringlich, von Theodor Fontane (1891) – 6 Sterne – mit Presse-Links & Übersicht

Völlig überraschend kommt im letzten Fünftel echtes Drama in den lange dahinplätschernden Roman. Fontane schreibt die Ehebruchiade mit sicherer Stimme, chronologisch, in nuancierten Dialogen – das liest man gern. Den Unterschied zwischen dem lockeren Ehemann und seiner gestrengen Gattin formuliert Fontane jedoch überdeutlich, in ihren eigenen Dialogen als auch in den Kommentaren der Umgebung. Der…

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Romankritik: Stine, von Theodor Fontane (1889) – 6 Sterne – mit Fontane-Übersicht & Links

Nach Fontane-Art herrscht heiteres Geplauder unter Adelsleuten und Kleinbürgern in Berlin. Hier wirkt die Sache etwas schäbig, weil die verwitwete, aber mit zwei Kindern von zwei Männern geschlagene Pauline Stippkowitz sich allzu dezidiert einem schmierigen älteren Single-Baron zur Verfügung stellt, den sie gar nicht mag. Manche Dialoge wirken sogar überdehnt, als ob Fontane den kurzen…

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Theodor Fontane bei HansBlog.de

Handlung Milieus Good­reads.com** Amazon.de Hans­Blog.de 1880* L’Adultera Ehe unterschiedlicher Charaktere und Generationen ohne Liebe, Ehebruch Geschäftsleute in Berlin; etwas Berliner und Schweizer Mundart; eher kurz 3,18 (106 Stimmen) 3,6 (8) 7 1885 Unterm Birnbaum Leben eines Wirtsleute-Ehepaars, nachdem es einen Mord begangen hat; kein Liebesdrama Dorf im Oderbruch um 1831; viel Mundart; eher kurz 3,13…

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Romankritik: Leichte Verfehlungen, von Elke Schmitter (2002) – 6 Sterne

Berliner Akademikerinnen um die 40 in allen Lebenslagen: In Diskussionsgruppen zu Derrida oder Schnitzler; im Diskurs mit Zugehfrauen, Kleinkindern und One-Night-Stands; beim Gynäkologen, beim Theaterworkshop und bei bizarren Schwiegereltern in spe. Nonstop fließen Weißwein, qualmen Zigaretten, und die Kellner sind eine Zumutung. Schmitter – zu unterschiedlichen Zeiten auch Redakteurin bei taz und Spiegel – spießt…

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Romankritik: Achtung, Mama ante portas, von William Sutcliffe (2008, engl. Whatever Makes You Happy) – 4 Sterne – mit Video & Presse-Links

England. Drei Mütter um die 60 besuchen unangemeldet ihre drei jeweils unverheiratet lebenden Söhne und quartieren sich für eine Woche ein. Sie wollen die rätselhaften Wesen, die sie einst großzogen, jetzt alle Mitte 30, endlich kennenlernen: I just want to find out who you are. Reden Mütter so? Die Geschichte hat ein paar witzige, aber…

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Romankritik: Unter Einzelgängern, von Christopher Kloeble (2008) – 4 Sterne – mit Presse-Links

Die Handlung ist nicht ohne Finesse und phasenweise spannend mit zwei kleinen, gutbürgerlichen Familien und einer Geschichte in der Geschichte. Sie kreist aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen immer wieder um dieselben traumatischen Ereignisse. Ich habe nicht alles komplett verstanden, und meines Erachtens gleitet das Buch gegen Ende in ein irrelevantes Fabulierspiel ab (aber ich kann…

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Buchkritik: Bridget Jones, Am Rande des Wahnsinns, von Helen Fielding (1999, engl. The Edge of Reason) – 6 Sterne – mit Links & Video

In hektischen Tagebuch-Notizen verzeichnet Ich-Erzählerin Bridget Jones ihre Männerjagd in London, Besäufnisse mit Freunden, Demütigungen am Arbeitsplatz und einen kurzen, dramatischen Thailand-Trip. Das ist einigermaßen lustig, wenn auch komplett unrealistisch und mit unrunden Handlungssprüngen: Frauen am Rand des Nervenzusammenbruchs, und das Tagebuch erfährt alles brühwarm. Letztlich agiert und denkt Hauptfigur Jones oft sehr dümmlich, kindlich…

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Romankritik: Veras Tochter, von Elke Schmitter (2006) – 4 Sterne – mit Presse-Links & Video

Elke Schmitter liefert hier eine Fortsetzung ihres Ehebruch-Romans Frau Sartoris (2000). Dieses frühere Buch handelte auch von Frau Sartoris‘ zuletzt 16jähriger Tochter, die mit einem dubiosen Typen zusammenkam. Im zweiten Roman wird scheinbar die Tochter zur Ich-Erzählerin: Sie ist schon 40 Jahre alt und blickt vor allem auf die Ereignisse ihrer Jugend zurück – der…

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Romankritik: Quasikristalle, von Eva Menasse (2013) – 6 Sterne – mit Video

Fazit: Eva Menasse schreibt und beobachtet gut. Doch ihr Roman zerfällt in viele Einzelepisoden mit ständig wechselnden Hauptfiguren und Erzählperspektiven. Die eine wiederkehrende Figur – Roxane Molin – gewinnt keinerlei Kontur. Fast wie eine Kurzgeschichtensammlung: Eva Menasse schildert das Leben der Roxane Molin (kurz Xane) über mehrere Jahrzehnte seit den 1980ern in Österreich, später vor…

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Romankritik: Vienna, von Eva Menasse (2005) – 6 Sterne

Eva Menasse schreibt lässig, schnippisch, frech, leicht frivol; die Sprache ist immer kraftvoll und gerundet, ohne aufzutrumpfen. Lakonisch bis mokant parliert sie auch über Katastrophen hinweg – historische und private. Die Autorin kredenzt erfreuliche Austriazismen (samt Glossar) und unterhaltsam Jiddisches. Gelegentlich machen ihre Figuren die Sprache zum Thema, wenn sie etwa einen Onkel mit seinen…

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Romankritik: Winterreise, von Gerhard Roth (1978) – 4 Sterne – mit Presse-Links

Nagl und Anna fahren nach Neapel, Rom und Venedig. Orte und Begegnungen spielen aber kaum eine Rolle, sie hätten auch Leutschach oder Lima ansteuern können. Gerhard Roth schildert vor allem Nagls Erinnerungen an seinen Großvater und immer wieder das Geschlechtsleben – nicht ohne Fantasie, aber in kaltem, mechanischem Ton. Wie dieser laut Erzählung sehr ungepflegte,…

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Bridget Jones – Verrückt nach ihm (Roman 2013, engl. Mad about the Boy) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Bridget Jones ist mittlerweile 51, seit fünf Jahren verwitwet, mit zwei Kindern fünf und sieben Jahre alt. In diesem Bestseller berichtet sie hochgradig selbstironisch von ihrer Rückkehr auf den Dating-Markt. Autorin Helen Fielding schreibt sehr witzig, mit starken Dialogen, SMS- und Twitter-Texten. Dazu kommen amüsante Listen, Zusammenfassungen und schreibtechnische Ideen. Hektik, Unsicherheit und Stimmungswechsel der…

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Romankritik: Die Tagebücher des Adrian Mole: Die schweren Jahre nach 39, von Sue Townsend (2009, engl. Adrian Mole, The Prostrate Years) – 6 Sterne

Ein Gag jagt den nächsten in diesem Tagebuch-Roman, ich habe mich gut amüsiert. Sue Townsend (1946 – 2014), die einst mit Theaterarbeiten startete, liefert vor allem verblüffende, trockene Dialoge. Häufig greift Sue Townsend einen Witz drei Seiten später noch einmal auf und dreht ihn weiter – fast schon zu häufig. Das Ganze liest sich glatt…

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Rezension Erzählungen: Der Frauenheld, Eifersüchtig & Abendländer, von Richard Ford (1996, engl. Women with Men) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Richard Ford bringt im englischen Band Women with Men drei längere, nicht miteinander verbundene Erzählungen oder Novellen. Auf Deutsch erschienen die Stücke als separate Büchlein: Der Frauenheld bzw. Der Womanizer, Eifersüchtig und Abendländer. Ich kenne nur den englischen Dreierpack und kann die deutschen Übersetzungen nicht beurteilen; die drei Geschichten zusammen belegen in meiner englischen Ausgabe…

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Thailand

Rezension hist. Indonesien-Roman: Garten der Menschheit, von Pramoedya Ananta Toer (1980, ind. Bumi Manusia) – 6 Sterne

Was mir gefiel: viel Handlung viele kurzweilige Dialoge interessante Einblicke ordentliche, flüssige Übersetzung durch Brigitte Schneebeli (jedoch pauschal kritisiert von Einar Schlereth) Weniger behagte mir: sehr ungewöhnliche, untypische indonesische Hauptfiguren Hauptfigur Ann nur hübsch + hohl über weite Strecken naiver, kindlicher Erzählton (Ich-Erzähler ist ca. 18) (ähnlich Toers Erzählband Das ungewollte Leben) im letzten Viertel…

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