Rezension Politik-Spielfilm: Der Rücktritt (2014, über Ch. Wulff) – mit Trailer – 7 Sterne

Intensiv, eindringlich inszeniert, in Edel-Optik gefilmt, sehr spannend, nur momentweise zu melodramatisch. Tolle Mischung aus Spielszenen und dokumentarischem Material – dass die Schauspieler den Originalen nicht perfekt ähneln, stört nicht (Anja Kling hat allerdings deutlich mehr Format als die Vorlage, Bettina Wulff).

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Anders als die auf ihre Art auch unterhaltsame zu Guttenberg-Verfilmung desselben Senders kommt das Wulff-Drama ohne drastische Satire, ohne triefende Schadenfreude aus (darin an den deutschen Politik-Spielfilm Männertreu erinnernd). Ich kann den Realitätsgehalt nicht beurteilen.

Seltsam wirkte, dass sich der gespielte Bundespräsident (Kai Wiesinger) mit den immergleichen drei Beratern umgibt; deren Einflüsterungen ist er ganz und gar hörig, er trifft kaum eigene Entscheidungen, und wenn, dann sind sie falsch.

Gejagt und geführt von Mitarbeitern, Anwälten, Journalisten, junger Ehefrau – ein Wulff im Schafspelz, wie es auch im Film einmal heißt? Stimmt das so?


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