Lese-Eindruck: Die kleine Schwester, von Raymond Chandler (1949, engl. The Little Sister)

Gleich auf den ersten Seiten gibt es ultracoole Dialoge und Spannung. Dann fertigt der aufdringlich lässige Ich-Erzähler Philip Marlowe 2 verschiedene Pistoleros ab, verlässt das gefährliche Anwesen unangekratzt und knutscht praktisch ohne Widerstand die zuvor kratzbürstige Klientin und alsbald weitere Frauen, die zuvor aggressiv oder ängstlich und dann plötzlich lüstern waren. Wohl deshalb sekretiert Marlowe wiederholt frauenfeindliche Sprüche über liederliche Weiber. James Bond war Feminist im Vergleich.

Das ist zu starker Tobak, auch wenn die unterhaltsam zynischen Einzeiler nur so herunterprasseln. Ich brach auf Seite 114 von 246 meiner englischen Ausgabe ab. (Dass ich zudem die Handlung schon auf Seite 114 nicht mehr durchschaute, tut nichts zur Sache.)

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