Deutschland

Romankritik: Fabian / Gang vor die Hunde, von Erich Kästner (1931) – 7 Sterne

Viele verblüffende, unterhaltsame Dialoge und kuriose Capricen; gelegentlich meint man, der Autor klopfe sich ob seiner funkelnden, knappen Bonmots und Aperçus diskret selbst auf die Schulter, betrachte sein streng unangepasstes Personal und speziell den unorthodox liebenswerten Alter-Ego-Protagonisten mit viel Wohlwollen. Zur Handlung: Liederliche Weiber und verdrossene Spießer in Berlin. Auf den ersten vier Fünfteln passiert…

Deutsche Multikulti-Komödie rezensiert: Kebab Connection (2004) – 2 Videos – 7 Sterne

Das hat mir gefallen: liebenswerte Hauptdarsteller teils peppige Dialoge viele kuriose Regie-Einfälle, teils unbekümmert realitätsfrei reichlich Lacher gelegentlich knackig orientalische Musik Gestört hat mich: Klischees mitunter zu dick aufgetragen Handlung zerfasert gegen Ende teils zu viele typische Fatih-Akin-Merkmale (Türken, Hamburger Szene, unangepasste Szenetypen; Akin ist hier jedoch nur Autor, Regie führt Anno Saul) Filmmacher- und…

Deutscher Spielfilm in der Kritik: Berlin für Helden (2012, Regie Klaus Lemke) – mit Trailer – 7 Sterne

Seinen Darstellern zahlt Regisseur Klaus Lemke nur 50 Euro am Tag, darum laufen sie so prekär durch Berlin – bargeldlose, wilde Szenetypen, abgewirtschaftet, aber mit Stil. Ladenwohnungen in pittoresk schäbigen Stadtvierteln. Starke Atmosphäre, stark gespielt. Aber mickrige Handlung, die Kamera wackelig und manchmal unscharf. Immer wieder dieselben zwei oder drei Musikschnipsel – und dann nochmal,…

Rezension historischer Bauernschwank: Die Chronik von Flechting, von Oskar Maria Graf (1925) – 7 Sterne

In einem Dorf am Starnberger See, so um 1850, gehen die Geschäfte gut, seit sich der König dort niedergelassen hat. Auch die Fargs, Außenseiter eigentlich, prosperieren mit Handwerk, harter Arbeit und Spekulation. Doch nichts bleibt, wie es ist. Einer belauert den anderen und will den eigenen Vorteil einfahren. Oskar Maria Graf schildert Schlaumeier, Ausg’schamte, Schaffer…

Rezension Deutschland-Afrika-Spielfilm: Die Schlafkrankheit (2011; mit Trailer) – 7 Sterne

Langsame, ruhige Einstellungen, nach meiner Erinnerung komplett ohne Musik, so dass die Musik zum Abspann nach dem abrupten Ende gar nicht passt. Im ersten Teil spielen die Darsteller so beiläufig-natürlich, wie  man es selten sieht. Das Milieu erscheint überzeugend (Regie Ulrich Köhler, mit Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily). Einige schöne Außenaufnahmen in Kamerun, aber…

Rezension historischer Bayern-Roman: Die Ehe des Herrn Bolwieser, von Oskar Maria Graf (1931; mit Video) – 7 Sterne

Graf schreibt ein deftiges, kauziges, unterhaltsames, aber auch sehr treffsicheres Deutsch, er greift mit  Musik in die Saiten. Auf die Schüppe nimmt er Eheglück und Eheleid und das vordigitale, ja vorelektronische social network einer Kleinstadt in Bayern. Zunächst wirken die Verhältnisse noch halbwegs realistisch und erkenntnisstiftend, doch die Handlung driftet zunehmend in Richtung Satire und…

Rezension deutscher Roman: Die Haushälterin, von Jens Petersen (2005) – 7 Sterne

Ein schüchtern pubertierender Junge und sein arbeitsloser, oft alkoholisierter Vater rivalisieren um die Haushälterin. Die kommt weniger als „Raumpflegerin“ daher, eher wie eine sehr lebendige, durchaus anziehende Studentin. Die wenigen Darsteller werden sehr genau beobachtet, die wachsende Spannung und Anspannung im Haus ist mit Händen zu greifen und machte mich fast nervös, sogar ärgerlich. Dabei…

Rezension Politik-Spielfilm: Der Rücktritt (2014, über Ch. Wulff) – mit Trailer – 7 Sterne

Intensiv, eindringlich inszeniert, in Edel-Optik gefilmt, sehr spannend, nur momentweise zu melodramatisch. Tolle Mischung aus Spielszenen und dokumentarischem Material – dass die Schauspieler den Originalen nicht perfekt ähneln, stört nicht (Anja Kling hat allerdings deutlich mehr Format als die Vorlage, Bettina Wulff). Anders als die auf ihre Art auch unterhaltsame zu Guttenberg-Verfilmung desselben Senders kommt…

Rezension deutscher Spielfilm: Mensch Kotschie (2009) – mit Trailer – 7 Sterne

Das hat mich unterhalten: viele attraktive, überraschende Kameraeinstellungen, wenn auch etwas zu oft aus Vogelperspektive und mit etwas zu blauem Himmel; die Bilder beeindrucken noch mehr als die (ebenfalls markanten, aber spärlicheren) Dialoge staubtrockener Blick auf Alltagsabsurditäten und typische kleine Demütigungen, gelegentlich an Kaurismäki, Punch-Drunk Love oder American Beauty erinnernd das Midlife-Elend wird bis zur…

Rezension deutsche Komödie: Einer meiner ältesten Freunde (1994) – 7 Sterne

Zwei lockere Jungs ziehen aus der Provinz nach München. Bald schon hat der eine, bravere, eine attraktive Freundin. Sie mag aber auch den anderen Zugereisten – und der ist ein cooler Hund, der nichts anbrennen lässt. Unbeschwerte Szenen: Die erste Filmhälfte zeigt die unbeschwerte Zeit des Kennenlernens und des Heiratsantrags. Das ist beste Komödie ohne…

Rezension Berlin-Roman: Menschen im Hotel, von Vicki Baum (1929) – 7 Sterne

Über weite Strecken eine schwungvolle Satire (von 1929). Schön, wie Vicki Baum die Schicksale verknüpft und einen Reigen wechselnder Begegnungen und Beziehungen auf engem Raum herstellt. Flotte Handlung: Die Handlung schnurrt schwungvoll durch wie ein gut aufgezogener Spielautomat, mit immer neuen Wendungen um die immer selbe Achse herum – das Hotel (weit flüssiger als der…

Rezension deutsche Komödie: Karniggels (1991, Regie Detlev Buck) – mit Trailer – 7 Sterne

Die staubtrocken witzige Komödie zeigt einen Polizei-Azubi in norddeutschen Dörfern, Kuhmördern und Autodieben auf der Spur. Cool auf dem platten Land: Ähnlich wie bei den – stärkeren – Filmen von Adolf Winkelmann gilt: Die Jungs müssen Coolness zeigen. Ja sogar die Mädels, die Mädels von der Heide dürfen keine Verletzbarkeit zeigen. So gibt der strohblonde…

Rezension deutsche Erzählung: Schweigeminute, von Siegfried Lenz (2008) – 7 Sterne – mit Video

Siegfried Lenz erzählt hauchzart eine Sommerliebe an der Ostsee, nur ein Sommer, zwischen Schüler und junger Lehrerin, vor einigen Jahrzehnten schon. Das Ende erfährt man gleich zu Beginn und Siegfried Lenz wechselt immer wieder die Zeitebene. Lenz, bei der Niederschrift über 80, erzählt in seiner ersten Liebesgeschichte betont behutsam, achtsam, rücksichtsvoll. Mitunter wirkt er dabei…

Rezension deutscher TV-Spielfilm: Männertreu (2014, mit Matthias Brand) – mit Trailer – 7 Sterne

Der links-liberale Verleger ist so smart wie elegant – und er könnte Bundespräsident werden. Die Frau an seiner Seite ist erfolgreiche Scheidungsanwältin. Dass der Verleger ihr immer wieder untreu wird, bringt die Geschichte Männertreu ins Rollen. Starkes Spiel: Matthias Brandt und Suzanne von Borsody zeigen die reichen Arrivierten kalt-lässig überzeugend, mit nonchalanter Chuzpe. Matthias Brandt…

Kritik Doku: Geheimnisvoller Garten (2014) – 7 Sterne – 1 Video

Der Doku-Zweiteiler des renommierten Naturfilmers Jan Haft zeigt unentwegt hinreißende Bilder: Vögel und Hornissen in Super-Zeitlupe, aufblühende Blumen und hochschießende Pilze in Super-Zeitraffer und Makro-Superweitwinkel, jeweils im Studio nachvertont. Das Ganze aus nächster Nähe, in satten Farben und bei stets blauem Himmel. Zusätzlich bewegt sich die Kamera oft horizontal, auch bei Zeitraffern und Nahaufnahmen. Idyllische…

Rezension TV-Spielfilm: Fremdgehen (2010) – mit Trailer – 7 Sterne

Thomas Sarbacher als verheirateter Staatsanwalt verlässt Hals über Kopf seine Frau (Antje Schmidt) und zieht mit einer türkischen Imbissbetreiberin und Putzfrau zusammen (Tanya Barut); die ist ebenfalls verheiratet und hat ein Kind. Der Mann erzeugt unlösbare Konflikte und im weiteren Verlauf könnte noch viel mehr kaputtgehen, als ohnehin zu erwarten war. Ohne viele Worte: Der…

Rezension Bayern-Spielfilm: Beste Zeit (2007, Regie Rosenmüller, Teil 1 der „Beste“-Trilogie)- 7 Sterne – mit 3 Videos

Dieser Bayern-Spielfilm von Marcus H. Rosenmüller ist besser als die Nachfolger Beste Gegend (2008) und Beste Chance (2014). . Mir gefielen: intensive, aber scheinbar realistische Hauptdarsteller, vor allem Anna Maria Sturm, Rosalie Thomass und Andreas Giebel echt oberbayerisch, aber Landkreis Dachau (also nicht gerade Tegernsee), kein bisschen schaufensterlnd oder selbstjodelnd zwei sympathische junge Frauen als…

Bayern-Spielfilm: Beste Gegend (2008, Regie Rosenmüller, Teil 2 der „Beste“-Trilogie; mit Trailer) – 6 Sterne

Beginnt als Feel-Good-Mädels-Heimat-Movie. Produziert dann aber Konflikte und Mini-Dramen, die das Drehbuch nicht zufriedenstellend aneinanderreiht (Abifeier, Autopanne am Brennerpass, Opa im Krankenhaus, ungewisse Reisepläne, Männerdurcheinander). Dann noch semi-metaphysische Momente, die diesem sonst geerdeten Film nicht gut anstehen. . Im Vergleich zum ersten Film Beste Zeit fällt auf: keiner raucht mehr (Danke), und auch etwas weniger…

Rezension Bier-Doku Deutschland: Beerland (2013) – 7 Sterne – mit Video

Der Amerikaner Matt Sweetwood erkundet deutsche Bierkultur u.a. im Kölner Karneval, in Berliner Eckkneipen und immer wieder in Bayern: auf dem Oktoberfest, bei Bierkriegfreilichtspielen in Dorfen und auf fränkischen Brauereiwanderwegen, die man sich abstempeln lässt. Dortmund bleibt außen vor. Bierdimpfln auf Brauereiwanderwegen: Sweetwood präsentiert schwer erträgliche Bierdimpfln, peinliche Exzesse, Spießigkeit, militante Vereinsmeier und abstoßenden Kneipenfraß.…

Deutsche Komödie: Sex Up – Ich könnt‘ schon wieder (2005) – mit Trailer – 6 Sterne

Kann man sich auch unter Niveau amüsieren? Mit dieser Frage quälten sich einst die Literaturpäpste. Dieses Sex up 2 jedenfalls hat mich amüsiert, auch wenn es unterstes Niveau ist (vielleicht noch etwas tiefer als Sex up 1 von 2003). Dennoch gibt es kein Gekreisch, keine schrille Comedy, aber einen wundersam bizarren Soundtrack, der Smoke on…

Banker-Doku: Master of the Universe (2013, mit Trailer) – 6 Sterne

Der Sprechtext: Interessant. Der Ex-Banker Rainer Voss redet intelligent, unterhaltsam, bildhaft, nachvollziehbar und fast ohne Leerblasen. Private Details lässt er sich aber kaum entlocken. Die Bilder: Langweilig. Dann bringt man diesen Inhalt bringt besser als Radiofeature oder Seite-3-Thema. Der Banker steht und redet in einem verlassenen, tristen Büroturm, zwischendurch kriecht die Kamera zäh an Bankgebäuden…

Deutsche Komödie: Süperseks (2004) – mit 3 Szenen – 6 Sterne

Türkischer Jüngling mit großer Familie und deutscher Freundin gründet ein Telefonsex-Unternehmen in Hamburg. Das gibt Verwicklungen. Gelegentlich habe ich gelächelt, ein- oder zweimal vielleicht auch gelacht, ein paar Gesichter fand ich ganz nett. Aber Süperseks macht nicht durchgehend gute Laune: Zu sehr werden hier Klischees angestrengt gegen den Strich gebürstet, kleinere Tabus scheinmutig verletzt, Realität…

Roman: Drei Männer im Schnee, von Erich Kästner (1934) – 6 Sterne

Die Dialoge klingen Kästner-typisch pfiffig, mild frech und warmherzig. Das liest sich sehr komfortabel. Erich Kästner konstruiert hier jedoch eine sehr unrealistische Verwechslungskomödie und schiebt die Figuren nach Belieben in alle möglichen Konstellationen: So erscheint der Millionär plötzlich als Armer, der Diener als Reedereibesitzer, verschiedene Gesellschaftsschichten begegnen sich unter neuen Vorzeichen usw. usf. – ganz…

Roman: Der kleine Grenzverkehr, von Erich Kästner (1938) – 6 Sterne

Mild liebenswertes Gschichterl mit viel Herz und wenig Tiefgang. Im ersten Teil verarbeitet Kästner etwas zu gedehnt touristische Eindrücke aus Salzburg. Dann rollt eine Verwechslungskömodie ab, die schmunzeln lässt, sofern man auf realistische Handlung keinen Wert legt. Erich Kästner bringt viele überaschende Sätze. Er ist ein guter Stilist, ohne dabei mit seinem Können aufzutrumpfen. Deutlich…

Biografie: Die Karrieren der Vicki Baum, von Nicole Nottelmann (2007) – 6 Sterne

Ganz genau kann ich es nicht erklären, warum mich diese Biografie zu Vicki Baum nicht recht begeistert hat. Eine Rolle spielt sicher Nottelmanns lieblose Sprache, hier und da fehlerhaft; auch betont sie bestimmte Leitmotive im Leben der Vicki Baum zu oft. Eigentlich müsste das Buch hochinteressant werden, denn die Voraussetzungen für eine spannende Lebensgeschichte sind…

Politik-Doku: Joschka und Herr Fischer (2011; mit Trailer) – 6 Sterne

Als Filmkunstwerk einigermaßen flüssig, vielleicht schon zu glatt (Regie Pepe Danquart). Zu schick und zu lang erscheint die Museumskulisse mit den zahlreichen Bildschirmen. Es ist jedoch eine reine Joschka-Fischer-Show: Kritik gibt es gar nicht, außer von Joschka an Herrn Fischer (darin nicht unähnlich der Fischer-Biografie Der Unvollendete von 2002). Die Auswahl der anderen Gesprächspartner verwirrt…

Rezension TV-Biopic: Grzimek (2015) – 6 Sterne – mit Video & Links

Ein Zoodirektor als Alphatier: Der biografische, fast drei Stunden lange TV-Film über das Leben des Oscar-Gewinners und PR-Genies Bernhard Grzimek zeigt in der Hauptrolle Ulrich Tukur nicht nur in Frankfurt und in der Serengeti, sondern auch verstrickt in außereheliche Safaris. Die ARD sendete den TV-Spielfilm erstmals Ostern 2015; er lief auf anderen Sendern als Zweiteiler.…

Deutscher Roman: Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte, von Kurt Tucholsky (1912) – 6 Sterne

Nette, leichte, klitzekurze Sommerkomödie, die jedoch durch suboptimale Sprachspiele nervt; da tischt Tucholsky in Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte weit bessere Sprachkaspereien auf. Die schwül erotischen Anspielungen wirken auf Dauer drückend. Auch hier gewinnt „Gripsholm“. Zur Reclam-Ausgabe: Die „editorische Notiz“ nennt gegenüber der Erstausgabe korrigierte Druckfehler. Man staunt, wie schlampig das Original erschien. (Angesichts des sprachverspielten…

Deutscher Spielfilm: Rheinsberg (1967, Regie Kurt Hoffmann, mit Cornelia Froboess; mit Trailer) – 6 Sterne

Ein Film von 1967, der 1912 spielt. Die leicht neckische, aber stets dezidiert freundliche Cornelia Froboess trägt „Rheinsberg“ fast allein mit ihrer Lebendigkeit. Beau Christian Wolff (*38) wirkt hier eher jünger als Froboess (*43) und besieht sie die meiste Zeit nur heiter-amüsiert. Die milde Komödie strahlt bürgerlich-plüschige Behaglichkeit aus und zeigt puppig hübsche Vorkriegskulissen. Dazu…

Deutsche Komödie: Klassenkeile (1969, mit Willy Millowitsch, Uschi Glas, Walter Giller) – mit Trailer – 6 Sterne

Die professionelle Kritik verreißt den Film, auf IMDB bekommt er nur erbärmliche 3,6 von 10 Publikumspunkten. Und manche Witzlein wirken ja auch fad und klischiert, die Schauspieler agieren überdeutlich wie im Bauerntheater (besonders unangenehm aufdringlich Willy Millowitsch), die Handlung wurde stramm realitätsbereinigt. Zum Schluss noch ein grausig „lieblicher“ Liedvortrag. Trotzdem habe ich mich einigermaßen amüsiert.…

Deutsche Komödie: Mutter muss weg (2012, mit Bastian Pastewka, Judy Winter) – mit Trailer – 6 Sterne

Das hat mir an dieser deutschen Komödie gefallen: tolle Hauptdarsteller, v.a. Judy Winter sehr edle Kamera (unabhängig von den edlen Kulissen) teils lustig oder verblüffend Weniger gelungen fand ich: Buch: teils krude Mischung der zwei Themen Mutter-Sohn-Chemie und Auftragsmordwesen, der Genres Komödie, Krimi und Psychodrama; Handlung verwirrt auch durch Durcheinander von Traumebene und Realität Ambiente…