Rezension Schein-Doku über Hundefreunde: Best in Show (2000) – mit Trailer – 8 Sterne

Der Spielfilm, der wie ein Dokumentarfilm daherkommt – also ein Mockumentary oder Mock-Doc -, zeigt mehrere Paare und ihre Hunde rund um einen Schönheitswettbewerb für Hunde. Wir sehen die Vorbereitung, den Wettbewerb selbst und das Leben der Paare nach dem Ereignis. Ganz leicht absurde Figuren: Die Hauptrolle spielen ganz klar die Menschen, die Hunde sind…

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Rezension US-Indien-Spielfilm: Namesake/Namensvetter (2006, Regie Mira Nair) – mit Trailer – 8 Sterne

Wunderschön gefilmt, voll zauberhafter Blicke und Gesten in Nahaufnahmen. Insbesondere Kal Penn als Gogol geht in seiner Rolle auf und es verblüfft, wie er zeitweise seinem Filmvater Irrfan Khan gleicht. Khan und Tabu überzeugen als Ehepaar, das sich nach arrangierter Hochzeit erst langsam aneinander gewöhnt, dann aber eindrucksvoll und ohne viel Reden harmoniert. Kalkutta erscheint…

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Rezension US-indische Kurzgeschichten: Interpreter of Maladies, von Jhumpa Lahiri (1999, dt. Titel Melancholie der Ankunft) – 8 Sterne

Die schreibt ruhig, lakonisch, einfühlsam, nüchtern, souverän, ohne Gimmicks. Jede Geschichte entwickelt einen Sog, so dass man die Lektüre kaum unterbrechen möchte. Ein paarmal war ich den Tränen nah, obwohl Jhumpa Lahiri nie betont rührselig wird. Wo die Geschichten spielen: Etwa drei Geschichten spielen komplett in Indien, unter einfachen Leuten in Bengalen. Die anderen Stücke…

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Rezension Feelgood-Bollywood: Dilwale Dulhania Le Jayenge – Wer zuerst kommt, kriegt die Braut (1995, mit Shah Rukh Khan, Kajol; mit Trailer & Tänzen) – 8 Sterne

Zwei Inder aus England karriolen durch die schöne Schweiz. Die Requisite organisiert Kuhglocken und Schneeflocken (kein Alphorn). Zu fröhlich orientalischen, trotz karger Elektronik stets sehr gut konsumierbaren Weisen schwingen die gutaussehenden, sympathischen Akteure das Tanzbein auf Schneefeldern und in Einbauküchen. Plausibel ist wenig, aber wir wollen uns ja amüsieren. Und das tun wir bestens, sogar…

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Rezension Indien-Kurzgeschichten: Zwischen den Attentaten – Between the Assassinations, von Aravind Adiga (2008) – 8 Sterne

Ähnlich wie bei Adiga Aravinds fulminantem Erstling „Der weiße Tiger“: messerscharf beobachtet, man ist hautnah dran, atmet fast leiser, und es fällt schwer, das Buch wegzulegen. Die Charaktere schuften und intrigieren wieder, das Leben ist hart, der Erzähler  trocken bis zynisch (dt. Titel Zwischen den Attentaten, engl. Between the Assassinations). Allerdings: Dies ist eine Reihe…

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Thailand

Rezension Thai-Dorf-Geschichten: Vapour Trails: Tales from Rural Thailand, von Tarmo Rajasaari – 8 Sterne

Tarmo Rajasaari erzählt überzeugend und intensiv aus der Perspektive rustikaler Dorfbewohner In Nordwest-Thailand. Auch die Frauenperspektive übernimmt er mühelos. Einmal lässt Rajasaari sogar einen räudigen Dorfköter erzählen, samt Reinschnuppern bei Jenny the Junkyard Queen – klasse. Auf Amazon: Bücher über Thailand, Südostasien, ganz Asien Westler spielen keine Rolle: Europäer oder auch nur thailändische Großstädter spielen…

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Rezension Bollywood-Western-Oldie: Sholay (1975, mit Amitabh Bachchan, Hema Malini) – mit Video – 8 Sterne

Ausgelassene Tänze auf dem Festplatz; brutale Kämpfe mit Strömen von Blut und vielen Leichen; fröhliche Lieder auf dem Moped; wütende Blutrache mit brutalen Quälwerkzeugen; kindisch-heitere Parodien; Todesstürze in Zeitlupe; innige Männerfreundschaft; Warten auf die Hinrichtung; junge Liebe unterm Baum; sadistisches Ausnutzen und Genießen der Schwäche anderer; endlose Tragik; klingende Dialoge. Sholay (1975) hat all das…

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Rezension Meta-Bollywood-Film: Luck by Chance (2009, mit Farhan Akhtar, Konkona Sen Sharma) mit Video – 8 Sterne

Ein fast liebevoller, warmherziger, warm gefilmter Blick auf ein kaltherziges Gewerbe – making movies in Mumbai 2009. Da wird intrigiert, geheuchelt, geschleimt, gelogen, betrogen, abgekupfert und erpresst, oft sehr unterhaltsam, und im Film stößt es nie so ganz ab, doch platte Satire ist es auch nicht. Konkona Sen Sharma als nie ganz erfolgreiche Schauspielerin und…

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Rezension Frankreich-Spielfilm: LOL (2008, mit Sophie Marceau; mit Trailer) – 8 Sterne

Und wieder, die Franzosen: Dieser Film ist jung, modern, lässig, sexy, cool, beschwingt, chic, rhythmisch, unpeinlich, pfiffige Dialoge, schön gefilmt rund um ein schönes Mutter-Tochter-Team in Paris mit Sophie Marceau. Das Ganze unaufdringlich, unaufgeregt, unblöd. J’aime bien. Die amerikanische Neuverfilmung interessiert mich nicht, auch nicht von der selben Regisseurin. Im Jugendwerk La Boum war Marceau…

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Rezension Indien-Spielfilm: Iqbal (2005, mit Naseeruddin Shah, Shreyas Talpade) – 8 Sterne

Der taubstumme Dorfjunge Iqbal will ein Cricketstar werden. Dabei spielt er nicht mal in einer Mannschaft, und die Cricketverband-Oberen haben eigene, unsportliche Kriterien. Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Der schlichte, leicht märchenhafte Dorffilm wird getragen von lauter liebevollen, liebenswerten Darstellern: Natürlich Hauptakteur Shreyas Talpade, der seine Wonneproppen-Qualitäten auch in Om Shanti…

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Rezension Bollywood-Oldie-Kracher: Amar Akbar Anthony (1978, mit Amitabh Bachchan) – 8 Sterne

Schon in den ersten 20 Minuten donnern die Schicksalsschläge nur so herunter, eine glückliche Kleinfamilie wird scheinbar für immer zertrümmert und neu verteilt, Fäuste und Kugeln fliegen, ein Selbstmordversuch scheitert. Klingt wie fürchterliches Drama, doch die Akteure spielen eine locker-lässige Selbstparodie, wie sie nur im Lande Bollywood begegnet – und keiner so kolossal beherrschte wie…

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Rezension Geistreicher London-Roman: The London Embassy, von Paul Theroux (1983) – 8 Sterne

Der Ich-Erzähler arbeitet Anfang der Achtziger in der US-Botschaft in London. Das Buch besteht aus 18 sehr lose bis gar nicht verwobenen Episoden. Die meisten Geschichten haben nicht viel mit der Botschaft zu tun: Der Ich-Erzähler lernt zum Beispiel jemanden bei einem Empfang kennen, fühlt sich zu einem Besuch vor Ort bemüßigt, der Rest spielt…

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Rezension US-Roman: Zeiten des Aufruhrs, von Richard Yates (1961, engl. Revolutionary Road) – 8 Sterne

Vorort-Ehedrama in den 50ern in USA. Messerscharf beobachtet. Fesselnd, mit überraschenden, aber nicht unverständlichen Entwicklungen. Obwohl die Handlung letztlich nahezu alltäglich ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, war beteiligt fast wie bei einer scharfen Auseinandersetzung im Freundeskreis. Amazon-Werbelinks: Richard Yates | Ernest Hemingway | John Cheever | John Updike Sehr schön…

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David Nicholls

Rezension Lustiger Roman: Ewig zweiter (2005), von David Nicholls – 8 Sterne

Ein Schauspieler und Drehbuchschreiber, der einen Roman über einen Schauspieler mit Schreibambitionen schreibt – das klingt gefährlich. Man befürchtet distanzlose Insidergeschichten, Egotrips, selbstmitleidige Selbstbespiegelung, Ablästern über Kollegen, Werke und Alphafiguren. Es gibt ja nichts Schlimmeres als Schriftsteller, die Romane über, ausgerechnet, Schriftsteller, schreiben, womöglich noch in Berlin. Doch bei Nicholls (*1966) steigt nie das säuerliche…

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Rezension Bollywood-Ehe-Drama: Saathiya – Sehnsucht nach Dir (2002, mit Vivek Oberoi, Rani Mukerji) mit Video – 8 Sterne

„Saathiya“ gefällt über weite Strecken mit einer modernen, sympathisch lockeren Studenten- und Junge-Leute-Atmosphäre, unterstrichen durch das halbfertige, aber „filmi“ bohèmehafte Apartment des jungen Paares. Alles wirkt sehr lebensecht, aber dennoch schön gezeigt: die Vorortzüge, das Krankenhaus, die gestressten Eltern in der Eisenbahnersiedlung, mal nicht so plüschig wie sonst in Bollyland. Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh…

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David Nicholls

Rezension lustiger Roman: Keine weiteren Fragen, von David Nicholls (2003) – 8 Sterne

Viele exzellente Dialoge und Abläufe, für ein lustiges Buch recht realistisch, wenn man auch die Zuneigung der beiden Hauptdarstellerinnen für den männlichen Helden etwas unglaubwürdig finden kann. Die Rolle des verstorbenen Vaters wird etwas überhöht. Ich habe das Buch verschlungen. In meiner Suche nach lustigen, aber nicht doofen Büchern hatte ich zuletzt Matthias Keidtels Ein…

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Westafrika-Kindheit: The Dark Child bzw. L’enfant noir, von Camara Laye (1953) – 8 Sterne

Haarsträubender Aberglaube, gefährliche Riten – Laye tischt knüppeldick auf. Gleichzeitig taucht er seine Jugend im westafrikanischen Guinea der 50er Jahre in ein güldenes Licht (auf Deutsch als „Einer aus Kurussa“ erschienen). Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Trotz all der irrationalen Gebräuche und Denkweisen lächelt man verklärt mit dem Autor: Die Menschen…

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Rezension Deutschland-Spielfilm: Westwind (2011) – mit Trailer – 8 Sterne

Schönes, zartes Jugenddrama um zwei DDR-Schwestern, die vielleicht via Ungarn nach Westdeutschland fliehen möchten. Meist unaufgeregt, mehr Atmosphäre als Handlung, und doch stellenweise nervenzerfetzend. Liebenswerte Hauptdarstellerinnen, die natürlich und sensibel agieren; ansprechende Kameraarbeit ohne visuelle Angeberei. Die Autoren mühten sich nicht immer um Plausibilität, dadurch verliert die Geschichte für mich etwas an Gewicht. Gelegentlich hört…

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Rezension US-Action-Film: The Italian Job – Jagd auf Millionen (2003, mit Mark Wahlberg) – mit Trailer – 8 Sterne

Der Actionfilm (2003) amüsiert durch innovative Einbruchmethoden und Verfolgungsjagden, technisch brillant realisiert und gefilmt, mehrfach mit Action- und Stunt-Preisen bedacht. Das sieht man nicht alle Tage: rasende Boote in Venedigs Nebenkanälen, Mini Cooper und Geldtransporter in U-Bahn-Schächten, Helikopter in Parkhäusern, gelegentlich mit einem Quantum Humor. Spannung und Rhythmus: Die Handlung hat einen guten Rhythmus mit…

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Thailand

Rezension Kurzgeschichten aus Malaysia: The Consul’s File, von Paul Theroux (1977) – 8 Sterne

Die U4 meiner Penguin-Ausgabe zitiert Rezensionen, und der Guardian fasst den Eindruck passend zusammen: „Cool and witty… polished and professional“ Der Ich-Erzähler ist amerikanischer Konsul in einem heißen, südmalaysischen Provinzkaff. Die 20 Episoden von 1977 sind lose verwoben, man kann sie aber auch unabhängig voneinander lesen. Manche Geschichten beziehen die Einheimischen mit ein, also ethnische…

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Rezension US-Spielfilm: American Beauty (1999, mit Kevin Spacey, Regie Sam Mendes) – mit Trailer – 8 Sterne

Scharfe, höhnische Satire aus der amerikanischen Vorstadthölle, in der die Darsteller beiläufig sehr verächtlich agieren. Viele atemraubende Sätze, teils schöne Bilder, teils derbe Offenheit, nichts für sanfte Gemüter – und ein wohltuender Kontrast zu all den aufgekratzten, gutgelaunten, schrill belanglosen Filmchen dieser Tage. Besonders treffend die Rezension aus dem Rolling Stone: „… the kind of…

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Rezension Länder-Bericht: Eine islamische Reise: Unter den Gläubigen, von V.S. Naipaul (1981, engl. Among the Believers: An Islamic Journey, sein 1. Islam-Buch) – 8 Sterne

1979 reist V.S. Naipaul durch vier muslimische Länder, die nicht direkt an Saudi-Arabien grenzen und den Islam erst mit Verzögerung und eventuell unter Zwang annahmen: Iran, Pakistan, Malaysia und Indonesien. In jedem Land spricht Naipaul mit Klerikern, Zeitungsmachern, Lehrern, Macht- und Privatmenschen über ihren Glauben und dessen Auswirkungen auf den Alltag. Diskussionen und viele Reisen:…

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Rezension Musikfilm: Saturday Night Fever (1977, mit John Travolta) – 2 Videos – 8 Sterne

Ein paar Unterschicht-Heranwachsende mit öden Jobs leben nur dafür, samstags in der Disco abzuhotten. Saturday Night Fever, Riesenerfolg von 1977, zeigt den Alltag in Brooklyn hart, aber atmosphärisch in schönen, leicht pastellgetönten Bildern – den Stress im Job, das triste Familienleben (das mich etwas an Quadrophenia erinnerte), das Herummackern in der Clique und dann, Höhepunkt…

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Rezension Bayern-Bauern-Doku: Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe (1993) – 8 Sterne

Zu Besuch bei Sophie Geisberger, 78, Bäuerin auf einem Einödhof im Tölzer Land, zwischen Wolfratshausen und Penzberg. Wir sehen sie im Stall, im Garten, in der Küche, im Schlafzimmer, in der Kirche und beim Gebet in der eigenen Kapelle. Zusätzlich lernen wir zahlreiche Ausländer kennen, die dort einquartiert sind, unter anderem Tschechen und Türken, sowie…

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Rezension US-Spielfilm: Half Nelson (2005, mit Ryan Gosling) – mit Trailer – 8 Sterne

Die Handlung deprimiert, die Szenerie auch. Der Film deprimiert noch mehr, wenn man sich vor Augen hält, dass er eher zu optimistisch ausgeht. Hauptdarsteller Ryan Gosling und alle anderen spielen traumwandlerisch sicher, mit glamourfreier melancholischer Coolness (wie in Blue Valentine verkehrt Gosling in einfacheren Gesellschaftsschichten und droht in eine Abhängigkeit abzugleiten); Autoren und Regisseur nehmen…

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Rezension US-Roman: Easter Parade, von Richard Yates (1976) – 8 Sterne

Der nur 222 (englische) Seiten lange Roman folgt zwei Schwestern in und um New York von früher Kindheit bis in späte Lebensjahre – von den 1930ern bis in die 70er Jahre. Yates (1926 – 1992) schildert schlichte Menschen der unteren Mittelschicht, die selten Anlass zu Freude haben und gern ins Glas schauen. Die Filmrechte sind…

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Rezension Geschichten, Romane: Nightwatchman’s Occurrence Book and Other Comic Inventions, von V.S. Naipaul – 8 Sterne

In das dicke englische Taschenbuch packte der Picador-Verlag nach V.S. Naipauls Nobelpreis von 2001 drei sehr unterschiedliche Werke, die Jahrzehnte früher unabhängig voneinander erschienen und alle als komisch gelten: The Suffrage of Elvira (1958, dt. Titel Wahlkampf auf karibisch), eine kauzige Wahlkampfsatire aus dem Hinterland von Trinidad Mr. Stone and the Knights Companion (1963, offenbar…

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Rezension Musik-Doku: Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul (2005, Regie Fatih Akin) – mit Trailer – 8 Sterne

Ein packender Streifzug durch die Istanbuler Musikszene: Regisseur Fatih Akin zeigt örtliche Musiker, wie sie in Kellern, Hamams, Parks, Kneipen, Bussen oder Konzertstätten aufspielen – live, speziell für diesen Film, in exzellenter Tonqualität. Dazwischen immer wieder Eindrücke von der Stadt, auch historische. Alle Stile: Einige Künstler sind in Europa kaum bekannt, aber Akin zeigt auch…

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Rezension Bollywood-Oldie, Gangsterdrama: Deewaar (1975, mit Amitabh Bachchan, Shashi Kapoor) – 8 Sterne

Amitabh Bachchan als angry young man – nie war er packender als hier in Deewaar (auch „Deewar“ geschrieben). Regisseur Yash Chopra produzierte ein intensives, dicht gepacktes, straffes Gangsterdrama voller Action, Moral, Wendungen, Sozial- und Moralkonflikte. Der Film spielt teils fast realistisch in Armenvierteln. Die dramatischen Auseinandersetzungen auf persönlicher und sozialer Ebene kontrastiert Regisseur Yash Chopra…

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Rezension Bollywood-Biografie: King of Bollywood: Shah Rukh Khan and the Seductive World of Indian Cinema, von Anupama Chopra (2008) – 8 Sterne

Manche Anekdoten aus dieser Biografie zu Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan klingen fast zu gut, als dass sie wahr sein könnten. Viele Charaktere erscheinen als liebenswerte Kauze, die sofort in einen Film passen. Auch andere Zufälle und Ereignisse wirken so an den Haaren herbeigezogen, dass man mal wieder über unplausible Bollywooddrehbücher lamentieren möchte. Aber vielleicht war…

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Rezension US-Komödie: Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug (1980, mit Leslie Nielson) – 8 Sterne

Nach den ersten zwei Minuten, wollte ich vor lauter Angst wieder abschalten – aus Sorge, mich im Wortsinn kaputtzulachen. Zum Glück lässt die Gagdichte passagenweise leicht nach. Staubtrocken ins Desaster: Anders als in modernen „Komödien“ agieren die Darsteller selbst in Extremsituationen nie nervig schrill, sondern trocken bis stoisch – ein Muster, das die Macher dann…

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