Annehmbar

In Andalusien war ich auch mal.

Andalusien-Wanderführer 2018 im Kurzvergleich (Rother, DuMont, Michael Müller, Hunter-Watts)

Die folgenden Bücher hatte ich da und erst einmal zuhause verglichen: Guy Hunter-Watts, Walking in Andalucía, 2016, 36 Touren, englisch Dumont Wanderführer Andalusien, 2018, 35 Touren (nicht mitgenommen) Veronica Frenzel, Michael Müller Verlag, Andalusien, 2011, 36 Touren (nicht mitgenommen) Bergverlag Rother, Andalusien Süd, 5. Aufl. 2017 Ob die Autoren GPS-Routen mitliefern (so wie Frenzel, Hunter-Watts…

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Buchkritik: Siesta italiana. Meine neue italienische Familie, von Chris Harrison (2007, engl. Head over Heel, Seduced by Southern Italy) – 5 Sterne

Chris Harrison verliebt sich in eine Italienerin und zieht 1999 zu ihr nach Italien – in ein Dorf südlich von Brindisi, dann auf dem Umweg über Sizilien nach Mailand und wieder zurück ins ursprüngliche Dorf. Fazit: Insgesamt wieder ein persönliches Italien-Buch, in dem das Land teils zum Bauerntheater verkommt (vgl. Jan Weiler, Stefan Maiwald; besser…

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Buchkritik: Die Leute von Port Madeleine, von Klaus Harpprecht (1989) – 6 Sterne

Das plätschert so ganz nett dahin: 15 einheitlich kurze Geschichtchen aus dem fiktiven Örtchen Port Madeleine an der Côte d’Azur, sicherlich dem südfranzösischen Wohnort des deutschen Autors nachempfunden, aber leider als Fiktion ausgegeben. Wir lernen die ganze Dorfgesellschaft kennen: den Wirt, seine Wirtin, die Postlerin, den Pfaffen, den Bürgermeister, seinen Stellvertreter und ihre Schreibkraft. Nach…

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Biografie-Kritik: Canaris, Patriot im Zwielicht, von Heinz Höhne (1976) – 6 Sterne

Biograf Heinz Höhne arbeitete von 1955 bis 1991 beim Nachrichtenmagazin Spiegel und schreibt in etwa Spiegel-Stil: Teils personalisiert, mit überflüssigen, aber plastischen Details, ziemlich unterhaltsam, aber auch mit Blick fürs soziale, wirtschaftliche und vor allem politische Großeganze und nie zu offenbar unseriös dramatisierend. Das plaudert heiter dahin, tatsächlich einerseits im Spiegel-„Jargon“ der 1970er und frühen…

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Biografie-Kritik: Canaris, Hitlers Abwehrchef, von Michael Mueller (2006) – 6 Sterne

Sieht man davon ab, dass Michael Mueller mit Canaris‘ Verhaftung und Hinrichtung beginnt und dann zurückblendet, verzichtet der Biograf gänzlich auf romanhaftes Dramatisieren und Auspolstern. Es gibt kein theatralisches Ausmalen einzelner Szenen, kein Psychologisieren, kein seriell rhetorisches Fragen. Das schließt Mueller im Vorwort auch kategorisch aus, verpflichtet sich zu „größtmöglicher Nüchternheit“ (S. 8 des List-Taschenbuchs…

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Spionagebuch-Kritik: Garbo, der Spion, von Arno Molfenter (2014) – 5 Sterne

Ja, Molfenter erzählt einen dramatischen Spionagefall: Ein spanischer Hühnerzüchter foppt 1941 die deutsche Nazi-Abwehr mit frei erfundenen Nachrichten aus England und lässt sich von den Engländern noch als Doppelspion anwerben; der Mann trug offenbar wesentlich zu den erfolgreichen alliierten Landungen in Nordafrika und der Normandie bei. Molfenter entdeckte viel interessantes Material in den Archiven, interviewte…

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Romankritik: Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen, von Werner Schandor (2005) – 4 Sterne

Werner Schandor schreibt ein verkopftes Roman-Experiment über ein verkopftes Liebes-Experiment: Der verkopfte Doktorand Thomas Feigl will eine Freundin ohne Liebesqualen haben und sich irgendwie an Erich Fromm orientieren. Gedacht, getan, er lacht sich lockerleicht die junge, schlichte, aber super bekurvte Schuhverkäuferin Manuela an. Die Dinge entwickeln sich erst einmal vielversprechend, aber auf Dauer nicht so…

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Buchkritik: Der schwarze Grat, von Burkhard Spinnen (2003) – 4 Sterne

Das biografieartige Sachbuch hat zwei Hauptfiguren: den mittelständischen schwäbischen Unternehmer Walter Lindenmaier, dessen Leben wir etwas kennen lernen und den Autor Burkhard Burkhard Spinnen (*1956), von dem wir auch weitaus zu viel hören, u.a. diese Einlassungen: „Um es nicht zu vergessen, schreibe ich als erstes Wort ‚Vater‘ in den Notizblock und mache ein Fragezeichen dahinter“…

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Buchkritik: Naturlyrik, Anfängerkurs, von Frank Schulz (2008) – 5 Sterne

Das Postkarten-große Bändchen präsentiert auf 84 luftig bedruckten Seiten Gereimtes von Komikmeister Frank Schulz. Dessen Hagener Trilogie amüsierte streckenweise; im poetischen Fach klingt Frank Schulz wohl an Robert Gernhardts naive Verschmitztheit an, erreicht ihn aber nicht – es bleibt peplos. Naturlyrik enthält Schulz‘ schmächtiges trotz des Titels kaum. Wie vielleicht bei diesem Autor zu erwarten,…

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Buchkritik: Wendepunkt, von Klaus Mann (Autobiografie, 1949) – 5 Sterne

Klaus Mann – Sohn Thomas und Katia Manns, Bruder von Erika, Monika und Golo Mann, Neffe Heinrich Manns – schreibt streckenweise vollmundig süffisant mit gutem Zug. Mitunter klingt er salopp wie in privater Runde, zugleich mild spöttisch und pikant mokant. Mann mag seine Lieblingsstadt Paris (wegen oder) „trotz all ihrer frivolen Blasiertheit, ihrer zynischen Korruption“…

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Spielfilmkritik: Siebenmal lockt das Weib (1967, mit Shirley MacLaine, Regie Vittorio de Sica) – 4 Sterne – mit Video

Die Frauen in diesem Episodenfilm sind zänkisch, dümmlich, niedlich und dominant. Hübsche Heimchen, die ihren männlichen Anhang am Nasenring durch die Arena ziehen, weil der noch dümmlicher ist. Begehren des anderen Geschlechts bügeln die Damen ab – vorerst, doch nicht auf Dauer, denn sie werden eigentlich gern umworben, notfalls auch von anonymen Passanten. Shirley Maclaine…

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Spielfilmkritik: Grasgeflüster (2000, mit Craig Ferguson, Brenda Blethyn) – 4 Sterne – mit Video

Eine Komödie vom Fließband, schnellverdaulicher Fluff ohne Ecken, ohne Kanten: Eine gestandene Dorfmadam (Brenda Blethyn) züchtet Marihuana und verkauft es an Großdealer, um die Zwangsversteigerung ihres Traumheims abzuwenden. Weil das Ganze in einem englische Küstenkaff spielt, baut das Drehbuch gleich noch ein Dutzend schrille Provinzkäuze mit ein. Anklänge an Local Hero sind wohl eingeplant. Und,…

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Kritik TV-Spielfilm: Süßer September (2015, mit Caroline Peters) – 5 Sterne

Der TV-Spielfilm beginnt mit pfiffigen, lakonischen Dialogen, gleitet dann aber entschlossen ins Klischierte. Drehbuchroutinier Sathyan Ramesh schreibt gnadenlos wirklich alles rein: Einsamer an der Bar, Einsame an der Bar, Unglückliche auf der Hochzeit ihres Ex, eine gesund aussehende Todkranke, gleich danach Sterbeszene im Hospital, Beerdigung, fast noch ein Bitte-bleib-Drama am Flugi. Bollywood lässt grüßen, nur…

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Buchkritik: Wir waren fünf, von Viktor Mann (Biografie Mann-Familie, 1949) – 6 Sterne

Viktor Mann war 15 bzw. 19 Jahre jünger als seine berühmten Brüder Thomas Mann und Heinrich Mann. Er nannte sie im Münchner Zuhause sogar Onkel. Viktor Mann war auch kein Schriftsteller, ging 1933 nicht ins Exil, sondern wurde Agrarwissenschaftler und Sachverständiger für Banken. Seine Familienerinnerungen schreibt Viktor Mann (1890 – 1949) frisch und launig von…

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Buchkritik: Vergangenes und Gegenwärtiges, von Monika Mann (Erinnerungen 1956) – 5 Sterne

Monika Mann klingt oft wirr und nebulös, die wenigen gelieferten Fakten sind nach Auskunft ihrer Geschwister, Mutter und der Mann-Biografen unzuverlässig. Doch Monika Mann – die Außenseiterin der sechs Thomas-Mann-Kinder – schreibt einen mitunter seltsam berührenden Stil, der mich manchmal gegen meinen Willen und bessere Einsicht hypnotisiert (S. 11 rororo-Ausgabe): …das Elementare der Kindheit und…

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Buchkritik: Katias Mutter, von Inge und Walter Jens (2005, über Hedwig Pringsheim, Schwiegermutter Thomas Manns) – 5 Sterne

Die Biografie über Hedwig Pringsheim (1855 – 1942, Mutter von Katia Mann, damit Schwiegermutter von Thomas Mann) stützt sich auf viele Briefe, Journaleinträge und Zeitungsglossen der Hauptfigur, außerdem auf den Schlüssel-Klatschroman der Mutter Hedwig Dohm, Sibilla Dalmar (klingt fast nach F. Scott Fitzgeralds ebenfalls mondäner Nancy Lamar); Dohm verwendet offenbar die Briefe der in höchste…

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Buchkritik: Frau Thomas Mann, von Inge und Walter Jens (2003, Biografie Katia Mann) – 5 Sterne

Ganz glücklich wurde ich nicht mit dieser Biografie von Thomas Manns Ehefrau Katia (1883 – 1980). Die Hauptgründe: gutteils allgemeine Familienbiografie der Manns wie aus anderen Büchern bekannt; teils zuviel Fachwissen voraussetzend; weniger Briefzitate von Katia Mann als etwa in Die Briefe der Manns (hgg. v. Tilmann Lahme u.a.); immer wieder irritierende kurze nicht-chronologische Vorgriffe;…

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Buchkritik: Herr und Hund, von Thomas Mann (1918) – 6 Sterne

Thomas Mann schreibt sehr detailliert und verallgemeinernd über sich und seinen stürmischen Hund Bauschan, einen Wildfang im Wortsinn und darüber hinaus. Dabei zeichnet Mann ein gehoben bürgerliches Idyll und gibt sich als souverän urbaner Grandsigneur, der die treu-doofe Kreatur gönnerhaft belächelt: Bauschans „volkstümlich schlichter Sinn“ (S. 37 Fischer-TB) „in seiner bäurisch ungeschickten Haltung“ (S. 30),…

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App-Kritik: BayernAtlas (Landkarten-App) – 4/10 Sterne

Getestet wurde BayernAtlas in der Android-Version, Stand Juli 2018. Es gibt auch eine iOS-Version, die Karten zudem im Internet hier (klick/tipp). Die verschiedenen Kartenbilder sind gut für Entdecker in Bayern und zeigen auf dem Land Namen und kleinste Merkmale wie einzelne Schuppen und Bäche  teils genauer und besser bezeichnet als Google Maps oder Open Street…

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Buchkritik: Erika Mann, von Irmela von der Lühe (2009) – 6 Sterne – mit Links & Medien-Kommentaren

  Die glänzende Erika Mann bekommt eine blasse Biografie. Literaturprofessorin Irmela von der Lühe schreibt teils professoral, gelegentlich feuilletonistisch maniriert – ohne Angst vor Dativ-e, Wiederholungen und Umständlichem; sie müht sich erkennbar nicht um kompakte, abwechslungsreiche, entschlackte und entschachtelte Sprache und Nutzerfreundlichkeit. Ein Beispielsatz von S. 25 (rororo-TB): Über das erste Kapitel kam Erika nicht…

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Buchkritik: Das Jahrhundert der Manns, von Manfred Flügge (2015) – 5 Sterne – mit Links

Manfred Flügge redet sehr wie ein Eingeweihter mit knappen Anspielungen und vielen offen bleibenden Punkten; er outet meine Bildungslücken gnadenlos. Gelegentlich produziert er auch schlicht unklare Bezüge, vor allem in der zweiten Hälfte; man weiß nicht, wer mit „er“ gemeint ist o.ä. Flügge wechselt häufiger das Thema und bemüht sich nicht um Linearität – kommt…

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Buchkritik: Leichtes Licht, von Hans Pleschinski (2005) – 5 Sterne

Diesen Kanaren-Trip setzte Hans Pleschinski gnadenlos von der Steuer ab, bis hin zum Cappu am Flugsteig, Seite 12: „2 Euro 80.“… Zu D-Mark-Zeiten hatte der Kaffee hier auch schon 2,80 gekostet. Hans Pleschinski plaudert possierlich dahin, allerlei feuilletonistisch Verspieltes kommt seiner Protagonistin in den Sinn, neben zierlichen Gehässigkeiten über Prolls, Bordfraß und die „nicht durchwegs…

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Romankritik: Drei Frauen, von Georges Simenon (1959) – 4 Sterne – mit Medien-Links

Die junge, selbstbewusste Fallschirmspringerin und Rennfahrerin Sophie lebt mit einer labilen Freundin und einer Haushälterin zusammen. Da muss die fast vergessene Großmutter aufgenommen werden – sie kommt in die zweite Dienstbotenkammer. Zwischen den Frauen entsteht eine Art Machtkampf; zum Beispiel konfisziert Sophie den Konservenvorrat ihrer Großmutter, um Gäste zu bewirten; es gibt ein wenig Zickenkrieg,…

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Rezension: Monsignor Quijote, von Graham Greene (Roman 1982, engl. Monsignor Quixote) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Ein Dorfgeistlicher und ein kommunistischer Ex-Bürgermeister trudeln etwas ziellos mit dem Auto durch Nordspanien nach Franco. Befeuert von Vodka, aber vor allem Rotwein, debattieren sie unentwegt, sticheln gegen die Überzeugung des jeweils anderen, vergleichen immer wieder katholische Religion und kommunistische Anschauungen. Die Reisegefährten sind sich bei allen weltanschaulichen Unterschieden freundschaftlich gesonnen und genießen immer wieder…

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Filmkritik: Unser Mann in Havanna, mit Alec Guiness (1958) – 6 Sterne – mit Video & Links

Die Romanverfilmung unterhält gepflegt und liefert ein paar interessante Variationen zum zugrunde liegenden Buch von Graham Greene, aber auch viele dicke Kuba-Klischees. Die Schwarzweiß-Bilder wirken teils gefällig, aber nie auffällig gut. Die Hauptfigur Wormold (Alec Guiness) erscheint deutlich lässig-ironischer und weniger sauertöpfisch als im Buch. Seine schon im Roman bizarre, 17jährige devot materialistisch-katholische Tochter Milly…

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Rezension Biografien: The Life of Graham Greene, Vol. I 1904 – 1939 (1989), Vol. II 1939 – 1955 (1994), Vol. III 1955 – 1991 (1999), von Norman Sherry – 6 Sterne – mit Presse-Links

Graham Greene hatte Norman Sherry 1974 zum Biografen ernannt, ihm unbeschränkten Zugang zu allen Briefen und Tagebüchern und über 17 Jahre viele Interviews gegeben – und die Erlaubnis, alles zu zitieren, auch seine Romane. Sherry schrieb von 1976 bis 2002. Er sprach ausführlich mit allen Familienangehörigen, Frauen, Bekannten, Kollegen, las unveröffentliche Teile Greenescher Memoiren und…

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Rezension Biografie: Graham Greene, Eine Biographie, von Michael Shelden, 1994, engl. The Man Within (UK), The Enemy Within (USA) – 5 Sterne

Michael Shelden hatte weit weniger Greene-Zugang und Greene-Abdruckrechte als Greenes offizieller Biograf Norman Sherry – einmal wiesen Greenes Anwälte Shelden brieflich in die Schranken, wie Shelden selbst schreibt. Vielleicht klingt Shelden (*1951) deshalb ab Seite 1 unermüdlich boshaft, wie verbissen wühlt er nach Anhaltspunkten für Greenes niederen Charakter: Shelden schildert Graham Greene als sexuell besessen,…

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Rezension: Seeds of Fiction – Graham Greene’s Adventures in Haiti and Central America 1954 – 1983, von Bernard Diederich (2012) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Der weitgereiste Time-Journalist, Haiti- und Mittelamerika-Kenner Bernard Diederich (*1926) lebte vor allem auf Haiti, in Mexiko und Miami. Er begleitete Graham Greene (1904 –1991) ab 1954 über Jahrzehnte auf vielen Reisen in der Region und lieferte ihm viele Gesprächspartner zu, einschließlich einiger Machthaber. Auf den ersten 150 von 300 Seiten berichtet Diederich über Haiti und Graham…

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Rezension Reisenotizen: In Search of a Character, von Graham Greene (1961) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die luftig bedruckte 106-Seiten-Fibel enthält zwei Tagebücher Graham Greenes aus Belgisch-Kongo 1959 (heute Demokratische Republik Kongo) und von einer Schiffsreise nach Sierra Leone 1941. Bei der Kongo-Reise sammelt Greene gezielt Material für den geplanten Roman Ein ausgebrannter Fall/A Burnt-out Case. Die knappen Notizen waren ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht. Graham Greene stimmte der Buchform allerdings…

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Produktkritik: infactory Funkuhr Großes Display – 5 Sterne

Zehn Minuten nach Einlegen der Batterien zeigte die Uhr Zeit und Temperatur korrekt an. Batterien liegen nicht bei, das finde ich wohlgemerkt gut (weil ich lieber nur aufladbare im Haus habe). Aufgrund der schrägstehenden Uhr in der Abbildung und wegen der Werbezeile („für Wand oder Tisch“) hatte ich fälschlich einen ausklappbaren Stellfuß wie bei einem…

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Südfrankreich, von Birgit Vanderbeke (2002, 2011) – 5 Sterne

Birgit Vanderbeke lebt in Südfrankreich, einige ihrer vergnüglichen Romane spielen dort und vermitteln gute Eindrücke vom Landleben. Ihre „Gebrauchsanweisung für Südfrankreich“ klingt jedoch wortreich, geschwätzig, betulich, bei gleichwohl leicht konsumierbarem Plauderton. Immer wieder konstruiert Birgit Vanderbeke hypothetische Reisesituationen mit einem männlichen Leser, der mit „Sie“ angeredet wird. Sie deutet ihre eigenen Südfrankreich-Erlebnisse mehrfach kurz an,…

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