8 Sterne

Rezension: Die Stunde der Komödianten, von Graham Greene (Roman 1966, engl. The Comedians) – 8 Sterne – mit Hintergründen & Video

  Graham Greene macht vieles richtig in diesem Roman. Er führt eine übersichtliche Zahl von sehr unterschiedlichen, teils zwiespältigen Hauptfiguren ein; das Ambiente lässt sich schön imaginieren (Haiti, aber auch Monaco und Paris); es gibt smarte, lakonische, zynische, ambivalente Dialoge mit einem sehr unaufgeregten Ich-Erzähler; es gibt Liebe, Politik und nur wenig Gewalt; zeitweise knistert…

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Rezension Wanderkarten Cabo Verde aus dem AB-Kartenverlag – 8 Sterne

Die Cabo Verde-Wanderkarten enthalten eine fantastische Menge an Informationen, u.a. viel mehr Ortsnamen als Google Maps oder Open Street Maps – sehr nützlich bei Fragen an Einheimische. Die vielen eingezeichneten Wanderwege lassen sich jedoch keinesfalls immer leicht finden – vor allem die mit *dünnen* roten Linien gezeichneten –,  auch nicht mit den gelegentlichen auf die…

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Rezension: Das blaue Zimmer, von Georges Simenon (Roman 1964) – 8 Sterne – mit Video

George Simenon beschreibt das Leben in der französischen Provinz wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Der verheiratete Landmaschinenhändler Toni Falcone kurvt über die Dörfer und betreut Bauern. Regelmäßig trifft er sich im Hotel seines Bruders mit einer ebenfalls verheirateten Geliebten; die möchte unbedingt ganz zu Falcone wechseln – doch dem stehen beide…

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Rezension: Die Marie vom Hafen, von Georges Simenon (1938) – 8 Sterne – mit Medien-Links

Simenon schildert die Atmosphäre in dem französischen Fischerort knapp, aber eindrucksvoll – die einlaufenden Boote, die Drehbrücke, die wartenden Frauen, Regen und Nebel. George Simenon (1903 – 1989) schrieb den Roman offenbar am Schauplatz der Handlung. Wie immer präsentiert er interessante Details, viele knappe Dialogzeilen, und er erzählt diesen Nicht-Maigret ohne Mord strikt chronologisch (O-Titel…

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Rezension: Der große Bob, von Georges Simenon (1954) – 8 Sterne – mit Medien-Links

Der große Bob liegt tot auf dem Grund der Seine. Es sieht nach Selbstmord aus. Dabei war Bob doch glücklich verheiratet und immer gesellig gewesen. Ein Freund Bobs, ein Arzt, befragt Bobs Umfeld auf der Suche nach Gründen für den Freitod. So erfahren wir in vielen kleinen Rückblenden mehr über Bob. Gewaltige Spannung erzeugt Georges…

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Romankritik: Wie Barney es sieht, von Mordecai Richler (1997, engl. Barney’s Version) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Ich-Erzähler Barney Panofsky ist TV-Filmproduzent Mitte 60 und erzählt vom Schreiben seiner Autobiografie. Er wuchs in Montreal auf, verbrachte Jungkünstler-Jahre in Paris, heiratete dreimal, saß wegen eines letztlich nicht gerichtsfest beweisbaren Mordverdachts vorübergehend ein, aber etwas blieb ja doch hängen. Der umtriebige Ich-Erzähler springt hin und her, kommt auf einzelne Episoden und Figuren immer wieder…

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Rezension Memoiren: Ein amerikanischer Traum, von Barack Obama (1995, engl. Dreams from My Father) – 8 Sterne

Hawaii, Indonesien, Los Angeles und New York sind einige der Stationen dieser leicht fiktionionalisierten Jugend-Autobiografie, sie reicht von den Großeltern bis zu Obamas Studienbeginn nach ersten Arbeitsjahren. Besonders detailliert gerieten die Abschnitte über Obamas Sozialarbeit in Schwarzenvierteln von Chicago und über den Besuch bei der kenianischen Familie seines Vaters. Der Ex-US-President (*1961, im Amt Jan….

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Romankritik: Effie Briest, von Theodor Fontane (1894) – 8 Sterne

Fontane erzählt gemütlich und beständig, mit bis zur Buchmitte leicht schmunzelnder Stimme, so gutbürgerlich-gediegen wie seine Figuren. Die mild behäbige, aber doch lebendige Sprache schafft ein angenehmes Klima. Theodor Fontane (1819 – 1898) integriert reizvolle Dialoge, berichtet meist chronologisch ohne Zeitschleifen, diskret und ohne Verallgemeinerungen – schlichte Erfolgsrezepte, die heutige deutsche Autoren ignorieren oder nicht…

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Rezension: Unabhängigkeitstag, von Richard Ford (1995, engl. Independence Day, Frank-Bascombe-Buch 2 von 4) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Richard Ford schreibt eine Kette von Dialogen, unterbrochen durch viele Autofahrten mit Gedanken und Rückblenden. Ford bringt subtile, feinnervige Dialoge voller Zwischentöne. Nur ganz gelegentlich klingen die Gespräche zu smart geschriftstellert – dies gilt vor allem, aber nicht nur, beim Teenager-Sohn des Ich-Erzählers. Häufig klingen die Sätze des Erzählers wie elegante, kluge Sprichwörter, doch sie…

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Rezension: Der Sportreporter, von Richard Ford (1986, engl. The Sportswriter, Frank-Bascombe-Buch 1 von 4) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Ford schreibt mit vielen kleinen und großen Rückblenden. Die Haupthandlung schleppt sich lange dahin, gerät öfter aus dem Blick, und erst im letzten Fünftel kommt überraschend Zug in die Geschichte. Der Ich-Erzähler betont immer wieder seine Vorliebe für blutarme Gegenden – er wohnt bewusst im sterilen New Jersey, zuletzt im flachen Florida, und schildert sich…

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Thailand

Rezension Reisebuch: Indonesien und so weiter, von Elizabeth Pisani (2014, engl. Indonesia etc.) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Wenn auch nicht ganz homogen, so doch ebenso unterhaltsam wie informativ: dies ist eins der besten Hot Country-Bücher, die ich kenne. Pisani schreibt warmherzig, intelligent und witzig ohne Schmalz und Verklärung, dabei mit verblüffenden Ausdrücken und Vergleichen (ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung nicht beurteilen). Statistisches und Geschichtliches mit Tiefgang…

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Rezension: Axel Springer. Die Biographie, von Hans-Peter Schwarz (2008) – 8 Sterne – mit Presseschau & Video

Politikprofesser, Adenauer- und Kohl-Biograf Hans-Peter Schwarz (1934 – 2017) interessiert sich vor allem für die politische Landschaft: So dokumentiert er die Entwicklung Altonas und die Beziehung zu Hamburg seit dem späten Mittelalter. Er zitiert ausführlich aus politischen Artikeln in den Altonaer Nachrichten, die Springers Vater gehörten – auch wenn sich Springer junior kaum für Politik…

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Produktkritik: Chili-Olivenöl von ppura im Vergleich mit Bio Planete

Ppura: Das Chili-Olivenöl von Ppura schmeckt fein, die Schärfe baut sich erst allmählich auf, sanft, fast eher nur im Abgang, und wirkt nie aufdringlich. Manche Esser könnten es für zu wenig scharf halten. Das Öl kommt tröpfchenweise aus der Flasche, wie Medizin. Insgesamt deutlich besser als Bio Planete. Bio Planete: Die Schärfe ist sofort aggressiv…

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Rezension frz. Beziehungsdrama: Die Ökonomie der Liebe (2016, fr. L’économie du couple) – 8 Sterne – mit Trailer

Die Wohnung gehört Marie, doch Ex Thierry will einfach nicht ausziehen. Sie zanken sich um die zwei Töchter, um Entschädigung für Thierrys Renovierungsleistungen und um die Zukunft. Bérénice Bejo überzeugt als junge, beherrschte Frau, die alles kopfgesteuert regeln und nie die Beherrschung verlieren will und kaum damit zurecht kommt, wie ihr doch die Kontrolle entgleitet….

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Rezension: Die Buddenbrooks. Verfall einer Familie, von Thomas Mann (Roman 1901) – 8 Sterne – mit Video

Fazit: Sehr unterhaltsam, sinnlich, sprachlich brillant, fast immer spannend, gelegentlich zu satirisch. Hochtourig: Thomas Mann schreibt ein hochtouriges Deutsch voller Aperçus, Bling, Jokus und Augenzwinkern. Trotzdem, und das ist das Besondere, klingt er nie sehr selbstgefällig, der bei Veröffentlichung erst 25jährige delektiert sich nicht zu aufdringlich am eigenen Genius. Mann mischt Hochdeutsch, Platt, Französisch, Englisch,…

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Kritik: Die letzten Gigolos (Kreuzfahrt-Doku 2014) – 8 Sterne – mit Kritiken & Video

Die Doku aus der Reihe Das kleine Fernsehspiel begleitet zwei soignierte „Gentleman Hosts“ (Gäste-Betreuer) auf dem Kreuzfahrtschiff MS Deutschland (von Regiedebütant Stephan Bergmann, geb. 1980). Wir lernen nicht nur zwei gepflegte, graumelierte Herren mit riesigem Kleiderschrank kennen, sondern blicken auch in die Seelen der älteren alleinstehenden Damen; sie gehören offenbar zur typischen Kreuzfahrtklientel und hadern…

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Rezension Spielfilm: 3 Zimmer/Küche/Bad (2012) – 8 Sterne – mit Video & Presselinks

Acht jüngere Twens zwischen Pubertät und erwachsen, zwischen Uni, Praktikum und Beruf, zwischen wechselnden Partnern und immer wieder zwischen Wohnungen und Städten – der halbe Film spielt in Umzugswagen und Kleinwagen auf der Autobahn, genau ein Jahr lang, mitunter kommt der Überblick abhanden. Die trockene Komödie besticht: Sie wirkt echt und kaum geschauspielert, das Lebensgefühl…

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Rezension Kurzgeschichten: The Wonders of the Invisible World, von David Gates (1999) – 8 Sterne – mit Presse-Links

In zehn Geschichten beschreibt David Gates intelligente, smart resignierte, zu selbst-reflektierte, ironisch verbitterte Akademiker und Künstler in Vororten und Rückzugskäffern der US-Ostküste; sie nehmen oft Alkohol oder Psychopharmaka und pflegen ein sehr brüchiges Familienleben. Das Personal lügt und betrügt, ist innerlich einsam (Internet oder Handies spielen kaum eine Rolle), die langen Dialoge sind cool, intensiv…

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Romankritik: Der letzte Rebell, von David Gates (1998, engl. Preston Falls) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Doug und Jean haben Bürojobs und zwei Kinder, die Ehe bröckelt. Doug ist ein Zyniker mit Egoproblem: fast jede Interaktion wird ihm zum Machtspiel. Außerdem verachtet er seine Büro-Existenz: Doug möchte eigentlich ein echter Kerl vom Land sein, er spielt E-Gitarre, fährt Pickup, hat eine .22er und eine Wochenend-Bruchbude in der Provinz. Jean ist menschlicher…

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Thailand

Rezension Thailand-Bericht: Touch the Dragon, von Karen Connelly (1992) – 8 Sterne

Die 17jährige Kanadierin Karen Connelly verbringt 1986/87 ein Jahr in einer nordthailändischen Kleinstadt. Sie lebt bei örtlichen Familien, geht in die Schule, lernt Sprache, Schrift und traditionelle Tänze, ist voll eingebettet. Connelly berichtet sehr persönlich, sehr bewegend und mitunter sehr poetisch von ihren Eindrücken. Wir lernen ihre Familien, ihre Mitschüler, Lehrer, Markthändler und ihren Alltag…

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Rezension deutsche Komödie: Nach Fünf im Urwald (1995, mit Franka Potente) – 8 Sterne – mit Video

Die Komödie um große und kleine Kleinstadtspießer mit großen und kleinen Träumen, die plötzlich kiffen, untertreibt auf ganzer Linie: Unglamouröses, aber sehr lebensechtes Personal; hintergründiger Witz, der sich nicht aufdrängt, sondern schön langsam zündet; selbst wirklich groteske Szenen ohne Schrillität. Nicht nur Franka Potente spielt unterkühlt und gut als Teenagerin mit Träumen, auch ihre Filmeltern…

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Rezension Kurzgeschichten: The Pat Hobby Stories, von F. Scott Fitzgerald (1940) – 8/10 – mit Rezensionsbericht

Die 17 knappen Kurzgeschichten handeln vom kleinen Manuskriptschreiber Pat Hobby im Hollywood der späten 1930er Jahre. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier seine eigene Zeit in den Hollywoodstudios, wo er selbst trotz früherer Roman-Erfolge (Der große Gatsby) kein Superstar war, und erzählt eine Demütigung nach der anderen: Der Lohn war einst viel besser; früher durfte er…

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Kritik Roman: Der große Gatsby, von F. Scott Fitzgerald (1925, engl. The Great Gatsby) – 8 Sterne – mit Hintergründen, Links

Der Roman wurde zum Klassiker, wenn auch erst Jahrzehnte nach dem Erscheinen und nachdem der Autor sich totgesoffen hatte. F. Scott Fitzgerald erzählt von männlichen Männern in New York 1922. Sie sind reich, sie sind mächtig, sie sind hartleibig. Sie nehmen sich, was sie wollen: Häuser, Frauen, Fassaden, Imperien, noch mehr Frauen, Wasserflugzeuge, neue Namen….

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Romankritik: Das Haus Savage, von Jay McInerney (1997, engl. The Last of the Savages) – 8 Sterne

Will Savage ist Sohn reicher Grundbesitzer im US-Süden, liebt jedoch Bluesmusik, die Kultur der Afroamerikaner und wird Musikmanager. Ich-Erzähler Patrick Keane beschreibt Wills und sein eigenes Leben über 30 Jahre. Drei Viertel des Buchs behandeln die Jahre, in denen die Hauptfiguren etwa 18 bis 25 Jahre alt sind. Wir lernen viel über das Studieren in…

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Rezension Kurzgeschichten: The Last Bachelor, von Jay McInerney (2009) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Die zwöf Kurzgeschichten spielen überwiegend in schicken oder zumindest atmosphärischen New Yorker Milieus, unter Autoren, Firmenchefs und Damen der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Paare, die sich fast immer betrügen. Aber es ist nie das ganz große Drama, auch wegen McInerneys abgeklärten Tonfalls (Stand August 2015 nicht auf Deutsch erhältlich). Jay McInerney erzählt sehr sicher, baut…

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Buchkritik: Die schreckliche deutsche Sprache/The Awful German Language, von Mark Twain (ca. 1879) – 8/10

Der US-amerikanische Erfolgsautor Mark Twain (1835 – 1910) interessierte sich schon als Jugendlicher für die deutsche Sprache und verbrachte später zweimal mehrere Monate in Deutschland. In diesem knapp 35seitigen, hoch unterhaltsamen Essay schimpft Twain heimlich verliebt über alles Missliche im Deutschen: Bandwurmwörter, Bandwurmsätze, Bandwurmsätze mit trennbaren Verben und Klammerbemerkungen, absurde Genus-Zuordnungen, ständig wechselnde Endungen je…

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Rezension Biografie: A Scandalous Life, The Biography of Jane Digby (1807 – 1881), von Mary S. Lovell (1995) – 8 Sterne

Sie war die schönste Frau ihrer Zeit und heiratete blutjung in höchste englische Kreise. Jane Digby hatte bald schon Liebhaber und außereheliche Kinder. Mehrfach war Digby unsterblich verliebt, schreibt Mary S. Lovell in ihrer packenden Biografie, aber nicht in jeder Ehe oder Beziehung. Digby verkehrte, wortwörtlich, in den höchsten Kreisen von London, Paris, München und…

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David Nicholls

Romankritik: Drei auf Reisen, von David Nicholls (2014, engl. Us) – 8 Sterne

David Nicholls beginnt diesen Roman einer Ehe mit einem Schock: Ich-Erzähler Douglas hört von seiner Frau Connie (beide über 50), dass sie ihn nach 20 Jahren eigentlich angenehmer Ehe verlassen möchte, aber nicht von heute auf morgen. Bald gehen die beiden samt Sohn Albert, 18, auf eine lange geplante Sommerreise durch Museen auf dem europäischen…

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Rezension Fahrschüler-Doku: You Drive me Crazy (2012) – 8 Sterne – mit Video

Die 84minütige, sehr unterhaltsame Dokumödie begleitet drei internationale Fahrschüler: eine oft angespannte deutsche Modedesignerin in Mumbai; eine scheinbar entspannte koreanische Musikstudentin in München; einen amerikanischen Nachwuchsdesigner und Aushilfsjobber in Tokio. Mitten im Verkehr: Alle ein oder zwei Minuten wechselt der Schauplatz zwischen Indien, Deutschland, Japan. Die Doku ist schön gefilmt und zeigt viele Momente aus…

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Besprechung Journalisten-Roman: Die Unperfekten, von Tom Rachman (2011, engl. The Imperfectionists) – 8 Sterne

Der Erfolgsroman schildert einen Reigen amerikanischer Journalisten in Rom, mitunter in Paris, Genf oder Kairo. Überwiegend spielt das Buch von 2005 bis 2010. Jedes Kapitel stellt einen anderen Akteur in den Mittelpunkt; kurze Rückblenden schildern die Entwicklung der Zeitung von 1953 bis in die erzählte Gegenwart. Fazit: Geistreich, kurzweilig, humorvoll und voller Redaktionsalltag – Die…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Reise-Kultur-Buch Spanien: Between Hopes and Memories. A Spanish Journey, von Michael Jacobs (1994) – 8 Sterne

Jacobs schreibt auf 410 eng bedruckten Seiten ausführlich über seine lange Spanienreise 1991, berichtet aber auch von ausgedehnten früheren Spanien-Besuchen, zitiert aus der Geschichte und aus sehr vielen oft sehr alten Büchern. Speziell die Literatur und literarische Figuren haben es Jacobs angetan, ebenso Maler; aber wir lernen auch Busfahrer, Pfarrer und viele Freunde des Autors…

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