Romankritik: Das Testament Donadieu, von Georges Simenon (1937) – 7 Sterne

George Simenon beschreibt das 1930er-Leben in einer kleinen französischen Hafenstadt, in Paris und anderen Orten wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Er schafft dramatische und vergnügliche Konstellationen. Der Roman gilt als frühes Meisterwerk. Für mich ist es ein typischer Simenon: sehr solides Handwerk, seine Zeit wert, leicht lesbar, allemal besser als aktuelle…

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Biografie-Rezension: Der Mann, der nicht Simenon war, von Patrick Marnham (1993) – 7 Sterne

Patrick Marnham malt gern atmosphärisch aus, doch die Zeit vor Simenons Geburt beschreibt er zu ausführlich – Simenons Vorfahren und ihre Lebensumstände in Lüttich und andernorts. Auch Simenons Kindheit und Jugend erscheinen sehr ausführlich: Der Zeit, bis Simenon 1923 von Lüttich nach Paris zieht um seine Karriere zu beginnen, widmet die dt. Biografie-Ausgabe überproportional großzügige…

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Biografie-Rezension: Simenon, von Pierre Assouline (1992) – 8 Sterne

Der Biograf, Romancier, Dozent und Journalist Pierre Assouline (*1953) erzählt Simenons Leben so packend wie einen Roman, mit viel Sinn für Skurrilitäten, interessante Nebenfiguren, knackige Dialoge, Einzeiler und Storytelling, ganz ohne professorale Langatmigkeit. Immer wieder zieht Assouline Parallelen zwischen Simenons Leben und dessen Romanen, zitiert auch aus Simenons zahlreichen Memoirenbüchern. Das liest sich sehr lebendig…

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Rezension Goethe-Sachbuch: Das Inkognito, von Roberto Zapperi (1999) – 5 Sterne

Der italienische Goethe-Kenner Roberto Zapperi beschreibt auf 260 Hauptseiten (plus Anhang) hochdetailliert Goethes erste italienische Reise. Die vierte Auflage des Buchs von 2002 wurde gegenüber den Vorauflagen korrigiert und erweitert. Weitere Einzelheiten zu Goethes Italienzeit und Italien-Verbindungen liefert Zapperi im separaten (schwindsüchtigen) Aufsatzband Römische Spuren (2007). Die zehn Jahre vor dieser italienischen Reise verbrachte Goethe…

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Rezension Goethe-Sachbuch: Römische Spuren, von Roberto Zapperi (2007) – 5 Sterne

Der sehr dünne und luftigst bedruckte Band liefert einige Forschungsergebnisse zu Goethe in Italien, die im Vorgängerband des Autors, Das Inkognito von 1999, noch nicht enthalten waren. Wie im Inkognito zeigt Roberto Zapperi wieder in Schwarzweiß einige unterhaltsame Skizzen des Malers Tischbein, der Goethe in Italien einführte, und interpretiert sie sehr ausführlich und weitgehend. Die…

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Zur Textsammlung: Anthologie des schwarzen Humors, von André Breton (1997)

Mehrere Vorwörter scheinen sagen zu wollen, dass André Breton diese auf Französisch erstellte Sammlung mehrfach erweiterte. Ich hatte die dt. Ausgabe 2011 des Verlags Rogner & Bernhard, die lt. Impressum auf frz. Ausgaben von 1979 und 2000 beruht. Breton bringt kurze Auszüge u.a. dieser Autoren: Jonathan Swift, de Sade, G.C. Lichtenberg, de Quincey, Fourier, Grabbe,…

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Filmkritik: Zwischen zwei Herzen (TV-Spielfilm 2019) – 6 Sterne – mit Video

Die Anziehung zwischen Katrin und Peter ist mit Händen zu greifen, und Anna Schudt sowie Mark Waschke zeigen das eindrucksvoll im Film. Beide sind aber in äußerlich glückliche Ehen eingebunden und wollen nichts riskieren – eigentlich. Doch es britzelt immer mehr. Der TV-Spielfilm fängt mit witzigen, mehrdeutigen Dialogen an – bedingt realistisch, unbedingt vergnüglich. Dann…

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Filmkritik: Tag und Nacht (2010) – 7 Sterne – mit Video

Zwei nette Studentinnen in Wien wollen sich mit Prostitution die Miete verdienen. Sie geraten aber meist an fiese Männer und zerbrechen halb daran. Der Film  (offiziell ab 16) zeigt ausgesprochen viel nackte  Haut und ist dabei weder romantisch noch erotisch oder sehr anklagend. Die Sexszenen enden meist mit widerwärtigem Verhalten der Männerkundschaft. Zwischendurch sieht man…

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Filmkritik: Alexander, der Lebenskünstler (1968, mit Philippe Noiret) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswerter Bauernschwank aus einem französischen Dorf: Bauer Alexandre (Philippe Noiret) wird von seiner Frau jeden Tag per Walkie-Talkie über alle Felder gehetzt. Dann endlich rafft ein gnädiger Unfall das herrische Weib hinweg, und Alexandre legt sich zwei Monate ins Bett; zuvor lässt er noch alle Tiere frei, und zum Einkaufen schickt er sein gewitztes Hundchen….

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Filmkritik: Night on Earth (1991, von Jim Jarmusch, mit Gena Rowlands, Winona Ryder, Roberto Benigni) – 7 Sterne – mit Video

Der Film zeigt fünf unverbundene Geschichten von fünf längeren, nächtlichen Taxifahrten in fünf Großstädten – Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki. Regisseur und Autor Jim Jarmusch skriptete überwiegend hervorragend, teils sehr gefühlvoll, teils rabiat sarkastisch, mit starken Dia- und Monologen. Die Schauspieler bringen ihre oft schrägen Figuren oft überzeugend und sehr präsent auf…

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Vergleich ergonomische, teilbare Tastaturen: Kinesis Freestyle Pro (Quiet) & Freestyle 2, Matias Ergo Pro, MS Surface Ergonomic

Genauer besprochene Tastaturen (s.a. Texte unten): Matias Kinesis Kinesis Microsoft Enermax Ergo Pro FK403QPC-DE Freestyle 2 Freestyle Pro bzw. Pro Quiet Surface Ergonomic Keyboard Aurora Premium KB007UB Tasten: Matias Quiet Click ALPS Mechanical Switches (Low Force Edition mit Matias Quiet Linear switches separat erhältlich, aber Juni 2019 nur in US-Layout). Langlebige Laser-Beschriftung. Low Force Membrane…

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Test, Vergleich 2 Laptoptische: Relaxdays Laptoptisch vs. Lounge2Work von ergo2work

Mai 2019. Getestet habe ich diese Modelle: Relaxdays Laptoptisch, ca. 35 Euro (bei Amazon) Lounge2Work Schwarz von ergo2work, nicht bei Amazon, je nach Farbe 92 – 160 Euro (Link zur Anbieter-Seite) Diese Laptoptische tragen nicht nur Laptops: In Verbindung mit einer Buchstütze wie etwa von Actto erleichtern sie auch das Bücherlesen in Sessel, Liegestuhl oder…

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Rezension Sachbuch: Stealth of Nations, von Robert Neuwirth (2011) – 7 Sterne – mit Video

Neuwirth beschreibt Händler im informellen Sektor vor allem heißer Länder wie China, Nigeria oder Brasilien. So leben nach Neuwirths Informationen vielleicht 30.000, 100.000 oder 300.000 Afrikaner allein im chinesischen Guangzhou, zumeist ohne gültiges Visum. Sie schaffen chinesische Ware wie Handys oder Autoteile nach Afrika – und zahlen nur einen Bruchteil der regulären Steuern und Zölle,…

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Rezension Sachbuch: Once Upon a Quinceañera, von Julia Alvarez (2007) – 5 Sterne

Fazit: Julia Alvarez schreibt sehr flüssig und liefert interessante Einblicke in die US-Latino-Kultur. Sie schweift aber oft sehr undiszipliniert ab und erzählt viel zu viel Unpassendes von sich selbst. Auf Goodreads erhält das Buch nur magere 3,42 von 5 Sternen (899 Stimmen, Stand Mai 2019). Breites Spektrum: Julia Alvarez besucht Latino-Familien in ganz USA, deren…

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Rezension Roman: So wirst du stinkreich im boomenden Asien, von Mohsin Hamid (2013, engl. How to Get Filthy Rich in Rising Asia) – 5 Sterne

Das Erfolgsbuch des Erfolgsautors begeisterte auch die Profikritik. Es hat ein paar kurze, markante Dialoge und gelegentlich kleine, hübsche Szenen. Ansonsten passiert nicht besonders viel: ein armer pakistanischer Dorfjunge kommt in die Großstadt Lahore und wird allmählich reich; auf jeder neuen Stufe ringt er mit Dreck, Gewalt und Korruption, bis zum verklärten Ende Jahrzehnte später….

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Thailand

Romankritik: Crazy Rich Asians, von Steven Kwan (2013) – 6/10 – mit Video

Crazy Rich Asians (2013, dt. u. engl. Buchtitel) ist der erste Teil einer Trilogie, die Kevin Kwan 2016 mit Crazy Rich Girlfriend (engl. China Rich Girlfriend) und 2018 mit Crazy Rich Problems (engl. Rich People Problems) fortsetzte. Die Verfilmung von Crazy Rich Asians erschien 2018 (dt. Titel Crazy Rich). Die Teile 2 und 3 wurden…

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Filmkritik: Crazy Rich (2018, engl. Crazy Rich Asians) – 7 Sterne

Ungewöhnlich für eine *Hollywood*-Produktion: Der Erfolgsfilm auf Basis des Erfolgsbuchs von Kevin Kwan zeigt nur chinesische Gesichter unter chinesischer Regie an asiatischen Schauplätzen. Die Mittelschicht-US-Chinesin Rachel erlebt in Crazy Rich Asians die Welt der chinesisch-stämmigen Superreichen in Singapur, mit atemberaubendem Luxus und schockierenden Intrigen. Die romantische Komödie läuft flockig durch, hat Schwung, die richtige Menge…

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Filmkritik: Julieta (2016, von Pedro Almodóvar) – 7 Sterne – mit Video

Die Trauer einer Mutter über den Kontaktabbruch der Tochter steht im Mittelpunkt des Films;  die Vorgeschichte läuft in langen, meist überschaubar angeordneten Rückblenden durch. Der Kontaktabbruch kam für mich völlig überraschend, ebenso wie die nachgelieferte Begründung für das Abtauchen der Tochter. Die gezeigte Handlung macht das nicht ganz nachvollziehbar. Noch mehr Tragödie liefern zwei Todesfälle,…

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Filmkritik: Der letzte schöne Herbsttag (2010, von Ralf Westhoff) – 5 Sterne – mit Video

Was für ein Quasselfilm. Die halbe Zeit reden Julia Koschitz und Felix Hellmann direkt in die Kamera. Ansonsten miteinander, und immer geht es um immergleiches Beziehungsgewuhre. Die im Film etwa 30jährigen gerieren sich wie leicht entflammbare 16jährige. Es ermüdet.(Wie viel besser Koschitz wirkt, wenn sie länger *nicht* redet, sieht man im passend betitelten Film Schweigeminute.)…

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Thailand

Rezension Indonesien-Roman: Das Zigarettenmädchen, von Ratih Kumala (2012) – 7 Sterne

Dass Autorin Ratih Kumala auch TV-Filme skriptet, glaube ich gern: sie liefert in diesem Roman viele Dialoge, mild schmalzige Momente und Cliffhanger, wenn es spannend wird; eine zentrale Frage entsteht auf den ersten Buchseiten und wird erst 250 Seiten später beantwortet; das Ende bringt sogar Lösungen zu Problemen, die man gar nicht gesehen hatte. Insgesamt…

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Thailand

Kritik Indonesien-Roman: In Fesseln, von Armijn Pane (1940) – 5 Sterne

Ein sehr provinzielles Batavia (Jakarta) in den 1930ern. Der Arzt Tono ist lieb- und kinderlos mit der mürrischen, herrischen und stolzen Tini verheiratet. Abends aber täuscht er Krankenbesuche vor und kehrt ein bei der gepflegten Ex-Prostituierten Yah. Die ist handzahm und immer lächelnd, da kann Tono entspannen. Viel historisch-indonesische Atmosphäre breitet der indonesische Autor Armijn…

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Rezension Kurzgeschichten: Like Birds, Like Fishes, von Ruth Prawer Jhabvala (1963) – 8 Sterne

Sechs der elf unverbundenen Kurzgeschichten erschienen im New Yorker. Ruth Prawer Jhabvala erzählt meist von städtischen indischen Mittelschichtfamilien der frühen 1960er Jahre. Mal beschreibt Prawer Jhabvala mit vielen Dialogen einen einzigen Nachmittag in einer Familie; mal rafft sie ein ganzes Leben auf 20 Seiten zusammen, fast ohne Dialog. Doch stets fließen die Geschichten stimmig dahin,…

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Romankritik: So, und jetzt kommst Du, von Arno Frank (2017) – 7 Sterne

Mehrfach habe ich laut gelacht, das passiert nicht oft, gefällt mir aber sehr. Weiterer Vorteil: Arno Frank garniert die angeblich „wahre Geschichte“ seiner Familie, die aber doch als Roman figuriert, mit vielen packenden Details – Süßigkeiten und Spielzeug der 1980er und 1990er Jahre, extralange Eisenoxid-Musikkassetten, zeitgenössische Fernsehsendungen und Sprüche, Ereignisse wie Space Shuttle und Tschernobyl…

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Rezension Roman: Komödie in Moll, von Hans Keilson (1947) – 7/10 Sterne

Niederlande zur Zeit der Nazi-Besetzung im zweiten Weltkrieg: Ein Gutmenschen-Ehepaar versteckt den Juden Nico im Haus, den sie zuvor nicht kannten. Der Verfolgte muss sich immer verbergen – auch wenn überraschend der Fischhändler kommt. Bald wird Nico schwer krank, könnte sterben. Was dann? Der Autor und deutsche Jude Hans Keilson (1909 – 2011, Wikipedia) betreute…

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Kritik Theaterstück: Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe, von Peter Hacks (1976) – 6/10

In diesem enorm erfolgreichen Eine-Frau-Monolog-Theaterstück zieht Charlotte von Stein über den heimlich aus Weimar abgereisten Johann Wolfgang von Goethe vom Leder. Auf Handlung wird verzichtet. Alles macht von Stein an Goethe – und an den Männern insgesamt – nieder; sie schildert den Dichterfürsten als weinerlichen Versager. Peter Hacks dichtet der Stein einen unterhaltsam unleidlich unwirschen,…

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Rezension Sachbuch: Sommerregen der Liebe, von Sigrid Damm (2015) – 6 Sterne

Das Buch beschreibt die mutmaßlich innige platonische Liebe zwischen dem alleinstehenden jungen Johann Wolfgang von Goethe und der etwas älteren Charlotte von Stein, verheiratet und mehrfache Mutter. Sigrid Damm (*1940) schrieb schon zuvor über Goethe und Zeitgenossen wie Schiller und Lenz mehrere Erfolgsbücher. Damm liefert ihren markanten Stummelsatz-Stil, durchschossen mit kursivierten Mikrozitaten in kurios historischer…

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Rezension Roman: Wie macht sie’s bloß, von Michael Frayn (1989, engl. The Trick of it) – 7 Sterne

Ein kleiner englischer Uni-Dozent geht eine Beziehung mit der Großschriftstellerin ein, deren Werk er seit 12 Jahren erforscht und lehrt. Darüber berichtet er in aufgeregten Briefen an einen befreundeten Geisteswissenschaftler in Australien. Frayns Roman gibt ausschließlich die Briefe des neu verbandelten Uni-Dozenten wieder. Dieser Dozent, Extremkauz, schreibt schrullig und mit Esprit. Sicher textet so etwas…

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Rezension Erzählung: Heirate nie in Monte Carlo, von Graham Greene (1955, engl. Loser Takes All) – 7 Sterne – mit 2 Videos

Zwei englische Flitterwöchner verbringen 14 Tage in Monte Carlo, geraten in Geldnöte, werden reich, trennen sich und – Aber der Inhalt spielt gar nicht die große Rolle: So leicht wie dieses dünne Penguin-Taschenbuch ist auch sein Inhalt – eine milde Brise: Graham Greenes geistreich ironische, intelligente Dialoge plätschern possierlich dahin, gewürzt mit nonchalanten Bosheiten; er…

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Kritik Kurzgeschichte: Kleines Herz in Not, von Graham Greene (1935, engl. The Basement Room bzw. The Fallen Idol) – 7 Sterne – mit Video

Das Söhnchen reicher Eltern verbringt ein Wochenende allein mit dem Diener-Ehepaar; der Junior mag den Butler, der ihn viel ernster nimmt und weniger herumkommandiert als dessen Frau. Dann macht sich der Butler strafbar – kann und will der Kleine das Vergehen des Butlers decken? Graham Greene (1904 – 1991) entwirft eine spannende Konstellation mit interessanten…

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Romankritik: Der dritte Mann, von Graham Greene (1950) – 8 Sterne

Angeblich sollte dies nie im Druck erscheinen. Graham Greene (1904 – 1991) sagt selbst, er schrieb den Kurzroman Der Dritte Mann nur als Vorbereitung für das von Alexander Korda und Carol Reed bestellte Drehbuch. Doch kaum zu glauben, dass dies ein Wegwerftext für den internen Gebrauch ist: Der dritte Mann in Buchform ist besser als…

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Filmkritik: Der dritte Mann (1949, mit Orson Welles) – 7 Sterne – mit Video

Der Klassiker ist in ganz erlesenem Schwarzweiß gedreht – perfekte Kontraste, markant, schön arrangierte Einstellungen, fast jede Szene wie eine Postkarte oder ein Standbild (Regie Carol ReedCarol Reed, Kamera Robert Krasker). Das sieht auch heute noch sehr gut aus, viel besser als sagen wir Billy Wilders schwarzweißer Sunset Boulevard von 1950. Allerdings wirken die Szenen…

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