Gut

Simenon

Romankritik: Die Flucht der Flamen, von Georges Simenon (1947) – 7 Sterne

Flämische (belgische) Fischer fliehen 1940 vor der Wehrmacht mit ihren Booten ins französische La Rochelle. Dort beziehen sie mehrere Häuser, grenzen sich zunächst streng von den Franzosen ab, verhalten sich allgemein unachtsam und setzen weitgehend ihre Wünsche durch. Georges Simenon (1903 – 1989) lebte in der Kriegszeit selbst in La Rochelle und betreute offiziell belgische…

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Romankritik: Sonntag, von Georges Simenon (1958) – 7 Sterne

Aus Zufall geriet Emil in jungen Jahren als Koch in ein südfranzösisches Gasthaus, heiratete wie erwartet die kühle Tochter des Hauses, wurde damit Inhaber und unerfüllter Ehemann. Er tröstete sich mit der geheimnisvollen Küchenhilfe Ada, „ein wenig wie ein Tier…, zugleich sein Hund und sein Sklave“. Schließlich aber will Emil etwas Wesentliches ändern. Auf Amazon:…

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Buchkritik: Gotthard, von Zora del Buono (2015) – 7 Sterne

Kurz und knackig, mit ungemein sicherer Stimme, erzählt Zora del Buono einen halben Tag an der Baustelle des Gotthardtunnels. Ein paar Seiten lang konzentriert sich die Novelle auf eine Person, dann gleitet der Scheinwerfer auf die nächste Figur. Allmählich wird klar, wie alle mteinander zu tun haben, und bei jeder Szene rückt die Uhr ein…

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Kritik Filmkomödie: Stella di Mare – Hilfe, wir erben ein Schiff (1999) – 7 Sterne

Nett verkrachte Wiener Familie steht ein paar Mal vor dem Ruin, wird aber stets durch Erbschaften und Lottogewinne wundersam gerettet. Im Hauptteil bringen sie eine rostige kleine Mittelmeerjacht in Gang (Regie, Kamera Xaver Schwarzenberger; Buch Ulrike Schwarzenberger; mit Erwin Steinhauer, Ulrike Beimpold, Corinne Cléry). Ein kleiner, gefälliger Spaß, der sich selbst nicht ernst nimmt und…

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Kritik Komödie: Love Birds – Ente gut, alles gut (2011) – 7 Sterne – mit Video

Die Handlung ist Massenware und in vielen Details unplausibel: Netter Mann verliert manipulative Freundin an fiesen Kumpel, netter Mann nimmt verletzte Ente auf, netter Mann lernt nette Tierärztin kennen, nette Tierärztin ist zufällig Single, love is in the air, netter Mann trifft sich wieder mit manipulativer Ex, nette Tierärztin ist total verletzt, und das Ende…

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Romankritik: Was am Ende bleibt, von Paula Fox (1970, engl. Desperate Characters) – 7 Sterne

Sophie und Otto sind ein mittelaltes, kinderloses Ehepaar im New Yorker Stadtteil Brooklyn, lange vor der Gentrifizierung. Der Rechtsanwalt und die Übersetzerin besitzen ein apart-geschmackvolles Heim. Aber das Viertel um sie herum versinkt in Müll, Kriminalität und sinnloser Gewalt. Sophie wird von einer streunenden Katze gebissen, die Wunde verheilt nicht recht, die Katze lässt sich…

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Romankritik: Kalifornische Jahre, von Paula Fox (1970, engl. The Western Coast) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Paula Fox schreibt sensibel intelligent, zurückgenommen, nie auftrumpfend, fein beobachtend mit spärlichem, dabei punktgenauem Dialog. Doch hat der Roman wenig Handlung und ausschließlich uninteressante bis unsympathische Figuren – Kontaktarme, Selbstsüchtige, Bizarre, Besessene, Haltlose, Entwurzelte in Südkalifornien Ende der 1930er Jahre. Für dieses Personal fallen mir fast eher englische Vokabeln ein, loser, loner,…

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Kritik Memoiren, Kurzgeschichten: Die Zigarette und andere Stories, von Paula Fox (2011, engl. News from the World: Stories and Essays) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Mit In fremden Kleidern und Der kälteste Winter schrieb Paula Fox zwei knappe autobiografische Bücher. Weitere autobiografische Skizzen, die an diese zwei Bände anschließen, liefert die erste Hälfte von Die Zigarette und andere Stories (2011, engl. News from the World: Stories and Essays); es gibt nur zwei kurze punktuelle inhaltliche Überschneidungen (1)….

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Kritik Roman: Luisa, von Paula Fox (1984, engl. The Servant’s Tale) – 8 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   In diesem Buch passiert nicht viel, und die Hauptfiguren sind wunderlich. Fast hätte ich es nach 20 Seiten weggelegt, und das gibt’s selten, erst recht bei Paula Fox (1923 – 2017). 17 Verlage wollten das Manuskript nicht herausbringen (Quelle). Zum Glück erkannten letztlich ein Verlag und dann auch ich die Qualitäten,…

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Kritik Roman: Lauras Schweigen, von Paula Fox (1976, engl. The Widow’s Children) – 7 Sterne

      Es ist eins dieser Familientreffen, das alle Beteiligten lieber mieden: „this ghastly chore, this family matter“. Eine Fünfergesellschaft verbringt einen Abend im Hotelzimmer und im Restaurant. Die Figuren umkreisen sich mit Nebengedanken, Hintergedanken, Erinnerungen und Abschweifungen. Sie ignorieren nach Belieben, sie reden Peinliches – und sonst passiert zunächst nicht viel. Der Roman…

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Kritik Kindheitsmemoiren: In fremden Kleidern, von Paula Fox (2001, engl. Borrowed Finery) – 8 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   In stimmungsvollen Vignetten erinnert sich die gefeierte Autorin Paula Fox (1923 – 2017) an ihre Kindheit in und um New York, Los Angeles, Kuba, Florida, Montreal, Pennsylvania, New New Hampshire. Weil ihre Eltern sie nicht um sich haben wollten, wurde sie immer wieder weitergereicht – an einen Kirchenmann, an Verwandte, quer…

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Filmkritik: Ein griechischer Sommer (2011) – 7 Sterne – mit Video

Dieser griechische Dorffilm richtet sich an Jugendliche, mag aber auch Oldtimer heiter stimmen. Die Stars: eine Ziege, ein Pelikan und ein paar mediterrane Hügel und Strände, die fast an Mamma Mia erinnern. Die menschlichen Schauspieler sind nichts Besonderes. Und obwohl der Streifen im Deutschen „Ein griechischer Sommer“ heißt, gibt es nur am Rand eine kleine,…

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Kritik Krimi-Roman: Der Malteser Falke, von Dashiell Hammett (1930, engl. The Maltese Falcon) – 7 Sterne – mit Video

Autor Dashiell Hammett lässt nichts anbrennen. Auf den ersten 25 Seiten führt er entspannt ein paar Frauen und Männer ein. Doch kaum kennt man sich ein bisschen, werden zwei Akteure von unbekannt und ohne ersichtliches Motiv erschossen; andere erweisen sich sodann als gehörnt, polyamour, Ehebrecher. Schon hat der Autor seine Leser am Haken. Alle Rätsel…

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Filmkritik: Das Leben ist ein Fest (2018) – 7 Sterne – mit Video

Ein französischer Hochzeitsplaner und sein chaotisches Team richten eine Nobelhochzeit im Schloss aus. Da gibt’s allerlei Chaos mit verdorbenem Essen, unwilligen Angestellten, ehrgeizigen Showsängern und natürlich Liebeshändeln. Im Vordergrund stehen die Bediensteten, die Hochzeitsgesellschaft bleibt in der Kulisse. Gelegentlich erklingt perkussive Jazzmusik – eingespielt von Jazzer Avishai Cohen. Die Regisseure und Autoren Olivier Nakache und…

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Romankritik: Zenos Gewissen (Zeno Cosini), von Italo Svevo (1923) – 8 Sterne

Auf Anraten seines Arztes schreibt der Handelsmann Zeno Cosini sein Leben nieder. Dabei geht er nicht streng chronologisch vor, sondern nach Themen: Zigaretten, Tod des Vaters, Eheschließung, Eheleben und Geliebte, Geschäftsleben. Fazit: Über knapp 540 von rund 590 Seiten Haupttext wirkt der Roman ebenmäßig, durchdacht und uneitel – fast ein Meisterwerk alter Schule. Italo Svevo…

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Kritik Kurzgeschichtensammlung: Mein Müßiggang, von Italo Svevo – 8 Sterne

Die Hauptfiguren der meisten Kurzgeschichten kratzte Italo Svevo scheint’s im Cognac-Rauchereck einer Ü60-Party zusammen: Gediegen rüstige Signores mit ihren Gebresten, ihren Geschäften, ihrem Hunger auf Zigaretten und hübsche junge Dinger. Diese Themen kennt man so ähnlich aus Italo Svevos berühmtem Altersroman, Zenos Gewissen (Zeno Cosini, 1923) oder aus der späten Svevo-Erzählung Der alte Herr und…

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Buchkritik: Der alte Herr und das schöne Mädchen, von Italo Svevo (1929) – 7 Sterne

Einsamer alter Herr verguckt sich in armes junges Ding, gibt ihr Geld und gutes Essen, sie gibt sich. Doch der Triestiner Zuckerdaddy kann seine zweite Jugend nicht freudig genießen: Denn nicht nur blickt die Haushälterin sehr sauertöpfisch auf das tugendlose Treiben; auch muss der alte Herr unentwegt über sein kurioses Verhältnis theoretisieren und schreiben –…

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Romankritik: Was geschah mit Slocum, von Joseph Heller (1974, engl. Something Happened) – 7 Sterne

Seinen sensationellen Erstling Catch-22 (1961) konnte Joseph Heller nicht mehr toppen, schon gar nicht mit der Fortsetzung Endzeit (1994, engl. Closing Time). Doch zumindest Hellers Was geschah mit Slocum (1974, engl. Something Happened) ist streckenweise nicht übel und enthält viele fiebrig-repetitive, absurde, misanthropische und zynische Passagen, die vage an Catch-22 erinnern. Im Vergleich zu Catch-22…

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Filmkritik: Plötzlich Papa (2016) – 7/10

Sicher, der Film ist sehr unrealistisch und zeigt ein Disney-Kuckucksheim. Die Motivation der Figuren bleibt teils völlig diffus. Da ist der schwarze Ferienclub-Animateur in Südfrankreich, der plötzlich allein mit einem Milchkaffee-Baby dasteht – angeblich seins. Rubbldikatz wird er hochbezahlter Stuntman in London und baut seinem Kiddie eine Kinderzimmer-Traumwelt. Zur Schule geht die Kleine nur selten,…

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Filmkritik: Immer Drama um Tamara (2010) – 7 Sterne – mit Video

Ausgefeilt Psychologisieren wollte Regisseur Stephen Frears sicher nicht. Aber er produzierte eine stets kurzweilige, relativ intelligente Komödie, die Klischees vom (sehr englischen) Land- und Schriftstellerleben aufspießt, schöne Bilder und Abläufe zeigt. Nur punktuell wird es zu grell oder vulgär, erscheint Ex-Bondgirl Gemma Arterton gar zu knusprig; dafür gibt es viele witzige Einfälle und Figuren, die…

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Doku-Kritik: Betrug (2018, von David Spaeth) – 8 Sterne – mit Video

Diese Dokumentation fasziniert inhaltlich und gestalterisch. Sie berichtet von einem Eltern-geführten Kindergarten im reichen München-Schwabing; ein neu hinzugekommener Vater wird Kassenwart und stiehlt tausende Euro. Die anderen Eltern merken es erst, als er sich selbst offenbart – und fast muss der Kindergarten schließen. Es ist eine dieser Langformat-Dokus mit Kino-Ambitionen, in denen keine Stimme aus…

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Filmkritik: Paradies: Liebe (2012) – 7 Sterne – mit Video

Vier füllige Österreicherinnen lachen sich im Kenia-Strandurlaub junge, gutgebaute Afrikaner an. Sie wollen an Liebe glauben, werden aber laufend zum Zahlen gedrängt. Ulrich Seidls Film wirkt einerseits sehr dokumentarisch, auch weil er auf jeden Glamour und auf Hintergrundmusik verzichtet; die Gesichter, die Körper, die Innenräume, die Regungen könnten nicht durchschnittlicher sein. Es gibt auch keine…

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Kritik Reise-Wein-Buch: The Accidental Connoisseur, von Lawrence Osborne (2004) – 7 Sterne

In Italien, USA und Frankreich tafelt, bechert und palavert Lawrence Osborne mit Star-Winzern, aber auch mit weniger bekannten Bauern und Landwirten, die nebenher eigene Tropfen keltern, sowie mit ein paar Beratern und Importeuren. Gastronomen oder Endverbraucher kommen kaum zu Wort (Osborne sieht sich selbst als weniger erfahrener Endverbraucher). Portugal, Deutschland, Österreich, Südafrika, Chile, Argentinien, Neuseeland…

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Romankritik: Das Testament Donadieu, von Georges Simenon (1937) – 7 Sterne

George Simenon beschreibt das 1930er-Leben in einer kleinen französischen Hafenstadt, in Paris und anderen Orten wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Er schafft dramatische und vergnügliche Konstellationen. Der Roman gilt als frühes Meisterwerk. Für mich ist es ein typischer Simenon: sehr solides Handwerk, seine Zeit wert, leicht lesbar, allemal besser als aktuelle…

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Biografie-Rezension: Der Mann, der nicht Simenon war, von Patrick Marnham (1993) – 7 Sterne

Patrick Marnham malt gern atmosphärisch aus, doch die Zeit vor Simenons Geburt beschreibt er zu ausführlich – Simenons Vorfahren und ihre Lebensumstände in Lüttich und andernorts. Auch Simenons Kindheit und Jugend erscheinen sehr ausführlich: Der Zeit, bis Simenon 1923 von Lüttich nach Paris zieht um seine Karriere zu beginnen, widmet die dt. Biografie-Ausgabe überproportional großzügige…

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Biografie-Rezension: Simenon, von Pierre Assouline (1992) – 8 Sterne

Der Biograf, Romancier, Dozent und Journalist Pierre Assouline (*1953) erzählt Simenons Leben so packend wie einen Roman, mit viel Sinn für Skurrilitäten, interessante Nebenfiguren, knackige Dialoge, Einzeiler und Storytelling, ganz ohne professorale Langatmigkeit. Immer wieder zieht Assouline Parallelen zwischen Simenons Leben und dessen Romanen, zitiert auch aus Simenons zahlreichen Memoirenbüchern. Das liest sich sehr lebendig…

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Filmkritik: Alexander, der Lebenskünstler (1968, mit Philippe Noiret) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswerter Bauernschwank aus einem französischen Dorf: Bauer Alexandre (Philippe Noiret) wird von seiner Frau jeden Tag per Walkie-Talkie über alle Felder gehetzt. Dann endlich rafft ein gnädiger Unfall das herrische Weib hinweg, und Alexandre legt sich zwei Monate ins Bett; zuvor lässt er noch alle Tiere frei, und zum Einkaufen schickt er sein gewitztes Hundchen….

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Filmkritik: Night on Earth (1991, von Jim Jarmusch, mit Gena Rowlands, Winona Ryder, Roberto Benigni) – 7 Sterne – mit Video

Der Film zeigt fünf unverbundene Geschichten von fünf längeren, nächtlichen Taxifahrten in fünf Großstädten – Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki. Regisseur und Autor Jim Jarmusch skriptete überwiegend hervorragend, teils sehr gefühlvoll, teils rabiat sarkastisch, mit starken Dia- und Monologen. Die Schauspieler bringen ihre oft schrägen Figuren oft überzeugend und sehr präsent auf…

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Rezension Sachbuch: Stealth of Nations, von Robert Neuwirth (2011) – 7 Sterne – mit Video

Neuwirth beschreibt Händler im informellen Sektor vor allem heißer Länder wie China, Nigeria oder Brasilien. So leben nach Neuwirths Informationen vielleicht 30.000, 100.000 oder 300.000 Afrikaner allein im chinesischen Guangzhou, zumeist ohne gültiges Visum. Sie schaffen chinesische Ware wie Handys oder Autoteile nach Afrika – und zahlen nur einen Bruchteil der regulären Steuern und Zölle,…

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Filmkritik: Crazy Rich (2018, engl. Crazy Rich Asians) – 7 Sterne

Ungewöhnlich für eine *Hollywood*-Produktion: Der Erfolgsfilm auf Basis des Erfolgsbuchs von Kevin Kwan zeigt nur chinesische Gesichter unter chinesischer Regie an asiatischen Schauplätzen. Die Mittelschicht-US-Chinesin Rachel erlebt in Crazy Rich Asians die Welt der chinesisch-stämmigen Superreichen in Singapur, mit atemberaubendem Luxus und schockierenden Intrigen. Die romantische Komödie läuft flockig durch, hat Schwung, die richtige Menge…

Filmkritik: Crazy Rich (2018, engl. Crazy Rich Asians) – 7 Sterne Weiterlesen »

Filmkritik: Julieta (2016, von Pedro Almodóvar) – 7 Sterne – mit Video

Die Trauer einer Mutter über den Kontaktabbruch der Tochter steht im Mittelpunkt des Films;  die Vorgeschichte läuft in langen, meist überschaubar angeordneten Rückblenden durch. Der Kontaktabbruch kam für mich völlig überraschend, ebenso wie die nachgelieferte Begründung für das Abtauchen der Tochter. Die gezeigte Handlung macht das nicht ganz nachvollziehbar. Noch mehr Tragödie liefern zwei Todesfälle,…

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