Sachbuch

Rezension Biografie: Some Sort of Epic Grandeur, The Life of F. Scott Fitzgerald, von Matthew J. Bruccoli (2002, Second Revised Edition) – 7 Sterne – mit Pressekommentaren

Autor Bruccoli (1938 bis 2008) galt zu Lebzeiten als bekanntester Fitzgerald-Gelehrter. Der Haupttext dieser Fitzgerald-Biografie hat gut 500 Seiten, auf eher großem Druckblatt und eher eng bedruckt, also viel Stoff. Dazu kommen rund 155 Seiten Vorwörter, Zeittafeln, Danksagungen und Anhänge wie Bibliografien, Anmerkungen, Stichwortverzeichnis und ein paar reproduzierte interne Aufzeichnungen Fitzgeralds, etwa seine Finanzen und…

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Thailand

Rezension Thailand-Bericht: Touch the Dragon, von Karen Connelly (1992) – 8 Sterne

Die 17jährige Kanadierin Karen Connelly verbringt 1986/87 ein Jahr in einer nordthailändischen Kleinstadt. Sie lebt bei örtlichen Familien, geht in die Schule, lernt Sprache, Schrift und traditionelle Tänze, ist voll eingebettet. Connelly berichtet sehr persönlich, sehr bewegend und mitunter sehr poetisch von ihren Eindrücken. Wir lernen ihre Familien, ihre Mitschüler, Lehrer, Markthändler und ihren Alltag…

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Überraschendes vom deutschen Reiseführer-Markt

Wer kauft noch Reiseführer, wenn Smartphone-Programme wie Google Maps und TripAdvisor  kostenlos durch ferne Länder leiten? Wer braucht noch gedruckte Reiseführer, wenn man die Werke federleicht digital mitnehmen kann? Und wer kauft gedruckte Reiseführer im stationären Buchladen, wenn Amazon und Co. zum gleichen Preis frei Haus liefern? Die Süddeutsche Zeitung beantwortete diese Fragen 2013 mit…

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Filme und Bücher über Weiße in Indien (Auswahl) – mit 5 Videos

In diesen Filmen und Büchern (Auswahl) agieren Europäer oder Amerikaner in Indien – von den Anfängen der Kolonialzeit bis heute: Filme: 2015, Filmkomödie engl. Rentner in Indien: Best Exotic Marigold Hotel 2 2014, Filmkomödie Bayern in Indien: Beste Chance (Regie Markus H. Rosenmüller) 2014, Doku Bayerin liebt Inder: Amma und Appa 2011, Filmkomödie engl. Rentner…

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Buchkritik: Die schreckliche deutsche Sprache/The Awful German Language, von Mark Twain (ca. 1879) – 8/10

Der US-amerikanische Erfolgsautor Mark Twain (1835 – 1910) interessierte sich schon als Jugendlicher für die deutsche Sprache und verbrachte später zweimal mehrere Monate in Deutschland. In diesem knapp 35seitigen, hoch unterhaltsamen Essay schimpft Twain heimlich verliebt über alles Missliche im Deutschen: Bandwurmwörter, Bandwurmsätze, Bandwurmsätze mit trennbaren Verben und Klammerbemerkungen, absurde Genus-Zuordnungen, ständig wechselnde Endungen je…

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Rezension rororo Bildmonographie: Oskar Maria Graf, von Georg Bollenbeck (1985) – 4 Sterne

Bollenbeck interessiert sich weniger für Details aus Oskar Maria Grafs großer Familie und seinen so unterschiedlichen Wohnorten, will nicht allgemeinverständlich erzählen. Germanist Bollenbeck betont vielmehr ideengeschichtliche, soziale und historische Entwicklungen und wickelt Schlichtes in komplizierte Ausdrücke, damit es eines Germanisten würdig ist: „Erfahrungsfond meint die Beziehung zur sozialen Umwelt als erlebte Nähe und zugleich als…

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Rezension Jugenderinnerungen: Hundskrüppel. Lehrjahre eines Übeltäters, von Gerhard Polt (2004) – 3 Sterne

Polt (*1942) wuchs in Altötting auf, kam um 1950 nach München. Die Streiche hier stammen offenbar von beiden Orten, auf 100 äußerst locker bedruckten Seiten (gefühlt 35 normale Buchseiten; auch als Lesung erhältlich). Gerhard Polt kolportiert ca. 47 flache Dumme-Jungs-Streiche: dem Baby einen Regenwurm gefüttert, dem Nachbarn Schneebälle ans Fenster, eine Wespe in die Torte,…

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Rezension Autobiografie: Gelächter von außen. Aus meinem Leben 1918 – 1933, von Oskar Maria Graf (1966) – 7 Sterne

Diese anekdotischen Erinnerungen schrieb Oskar Maria Graf (1894-1967) im verlängerten New Yorker Exil, sein letztes Buch. Fazit: Graf mischt heterogen politische Abrisse, eigenes Erleben und Anekdoten über andere und schreibt dabei über 500 Seiten hinweg sehr flüssig, robust und mitunter etwas stilisiert schlicht. Er stellt sich unentwegt als Kauz und Provokateur dar und verrät wenig…

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Rezension Biografie: A Scandalous Life, The Biography of Jane Digby (1807 – 1881), von Mary S. Lovell (1995) – 8 Sterne

Sie war die schönste Frau ihrer Zeit und heiratete blutjung in höchste englische Kreise. Jane Digby hatte bald schon Liebhaber und außereheliche Kinder. Mehrfach war Digby unsterblich verliebt, schreibt Mary S. Lovell in ihrer packenden Biografie, aber nicht in jeder Ehe oder Beziehung. Digby verkehrte, wortwörtlich, in den höchsten Kreisen von London, Paris, München und…

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Rezension Biografie: Bernhard Grzimek, Der Mann, der die Tiere liebte, von Claudia Sewig (2009) – 6 Sterne – mit Video

Die Biografie zeigt Bernhard Grzimek als hochbegabte und hochinteressante Figur – Manager, Entertainer, Lobbyist, Wissenschaftler. Er führte ein einzigartiges Leben und arbeitete in vielen politischen Systemen in Deutschland und Afrika. Fazit: Claudia Sewig erzählt faktenreich, aber uninspiriert und interessiert sich mehr für Tiere und Zoodirektorendiplomatie als für Grzimeks komplexe Persönlichkeit und Liebeshändel. War Grzimek ein…

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Rezension Entdecker-Biografie Florence und Samuel Baker: Mit dem Herzen einer Löwin, von Pat Shipman (2004; US-Titel To the Heart of the Nile, UK-Titel The Stolen Woman) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die fiktionalisierte Biografie beschreibt das Leben der Afrika-Entdecker Florence und Samuel Baker ab 1859 – ihr Kennenlernen auf einem osteuropäischen Sklavenmarkt und ihre strapaziösen, oft lebensgefährlich dramatischen Reisen auf der Suche nach den Nilquellen. Dabei konzentriert sich Shipman besonders auf Florence Baker (1841 – 1916): Die Ungarin wurde als Kind in Revolutionswirren von ihren Eltern…

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Rezension Entdecker-Biografie: Die Liebenden auf dem Nil, engl. Lovers on the Nile, von Richard Hall (1980, über Samuel und Florence Baker) – 6 Sterne

Die Biografie schildert Samuel Bakers (1821 – 1893) strapaziöse Suche nach den Nilquellen ab 1861 und seine späteren wichtigen Aufenthalte in Ägypten und im Sudan. Bakers Unternehmung erinnert an die Nilsucher David Livingstone, Henry Morton Stanley und Richard Francis Burton etwa zur gleichen Zeit. Ungewöhnlich dabei, dass Florence Baker ihren Mann nach Zentralfrika begleitetete und…

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Rezension Entdecker-Biografie: Stanley, The Impossible Life of Africa’s Greatest Explorer, von Tim Jeal (2007) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Im Vorwort weist Jeal auf die vielen neuen Quellen hin, die er entdeckte – 35 Jahre, nachdem er selbst eine Livingstone-Biografie vorgelegt hatte. Jeal möchte Stanley gern liebhaben, und er betont den ungerechtfertigt schlechten Ruf des Entdeckers: „Stanley was not a racist like Sir Richard Burton or Sir Samuel Baker“ (Seite 10 meines faber and…

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Rezension Text-Bild-Band: Sindh Revisited – A Journey in the Footsteps of Captain Sir Richard Francis Burton, von Christopher Ondaatje (1996) – 5 Sterne

Fotograf und Autor Christopher Ondaatje (Bruder von Michael Ondaatje) folgt in Indien und Pakistan den Spuren des viktorianischen Entdeckers Richard Francis Burton (1821 – 1890) – so in Mumbai, in Baroda und Surat in Gujarat, in Karachi, in Goa und Ooty. Mit Ondaatje reist Haroon Siddiqui, kanadischer Redakteur, der südasiatische Sprachen und Religionen besser kennt…

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Rezension Text-Bild-Band: Journey to the Source of the Nile, von Christopher Ondaatje (1998) – 2 Sterne

Fotograf und Autor Christopher Ondaatje (Bruder von Michael Ondaatje) folgt in Ost- und Zentralafrika den Wegen der Nil-Sucher und Nil-Entdecker des 19. Jahrhunderts, unter ihnen Richard Francis Burton, John Hanning Speke, Samuel Baker, Henry Morton Stanley und David Livingstone. Die HarperCollins-Ausgabe mit weichem Einband hat 384 Seiten im Format 19×26,5 Zentimeter (also nicht ganz A4)…

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Rezension Abenteurer-Biografie: A Rage to Live – A Biography of Richard and Isabel Burton, von Mary S. Lovell (1998) – 7/10 – mit Presse-Links

Diese wohl umfangreichste neuere Burton-Biografie, von 1998, umfasst 804 Seiten Haupttext. Die erfahrene Autorin Lovell betont schon im Vorwort, dass sie in England wichtige neue Primärquellen entdeckte und dass sie unfundiertes Psychologisieren der Burton-Biografen Fawn Brodie und Frank McLynn ablehnt (Übersicht zu Burton-Biografien und -Links unten). Im Vergleich zu früheren Biografen schreibt Lovell zudem ausführlicher…

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Rezension Abenteurer-Biografie: Captain Sir Richard Francis Burton (1821 – 1890), The Secret Agent Who Made the Pilgrimage to Mecca, Discovered the Kama Sutra, and Brought the Arabian Knights to the West, von Edward Rice (1990) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Biografie umfasst etwa 620 Seiten Haupttext plus etwa 55 Seiten Anhänge, Fotos und Stichwortverzeichnis. Rice wahrt weitestgehend die Chronologie, reiht Episode an Episode. So wirkt der Text vielleicht etwas schematisch. Ihm wurde vor allem von der späteren Burton-Biografin Mary S. Lovell vorgeworfen, teils erfunden zu haben. Biograf Rice, der zahlreiche andere Sachbücher veröffentlichte, schreibt…

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Rezension Abenteurer-Biografie: The Devil Drives, A Life of Sir Richard Burton (1821 – 1890), von Fawn Brodie (1967) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die Biographie des englischen Abenteurers Burton umfasst etwa 322 eng bedruckte Seiten Haupttext, dazu Anmerkungen, Index und Bilder. Im Vergleich zu den Burton-Biografen Edwin Rice und Mary S. Lovell legt Brodie mehr Wert auf Psychologie: In den einführenden Kapiteln erwähnt Fawn Brodie Burtons bahnbrechende Reisen und Übersetzungen kaum, erklärt aber ausführlich die Beziehung zu Mutter,…

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Presse-Links zum Richard-Francis-Burton-inspirierten Reisebericht Nomade auf vier Kontinenten, von Ilija Trojanow (2007)

Auf etwa 430 luftig gesetzten Seiten präsentiert Ilija Trojanov lange Zitate aus den Reiseberichten Richard Francis Burtons (1821 – 1890), eigene Reiseeindrücke u.a. aus dem Jahr 2000 und einige große historische Abbildungen. Als ich Nomade auf vier Kontinenten anfing, kannte ich schon drei englische Burton-Biografien, den Burton-Film Mountains of the Moon und Teile des fiktionalisierten…

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Rezension Geschichten-Sammlung: India in Mind, Hg. Pankaj Mishra (2005) – 7 Sterne

Auf 330 Seiten erscheinen 25 kurze Textauszüge von Europäern oder Amerikanern, die etwa zwischen 1895 und 1997 über Indien schrieben. Die acht bis gut 20 Seiten langen Exzerpte umfassen Fiktion und Sachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lebens- und Reisebericht. Bekannte Namen: Die Anthologie gibt die bekanntesten Indien-Autoren wider, so Rudyard Kipling, E.M. Forster, Hermann Hesse und V.S….

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3 Indien-Reiseführer im Vergleich: Lonely Planet, Reise Know-How, Rough Guide 2013, 2014

Auf Indien-Reisen 2013 und 214 habe ich diese Reiseführer verwendet: Lonely Planet India, Oktober 2013 Reise Know-How Indien – Der Norden, Februar 2013 Reise Know-How Indien – Der Süden, Juli 2014 The Rough Guide to India, 2013 Ich habe die Bücher u.a. hier genutzt: Haiderabad, Ahmedabad, Mumbai; Teile von Rajasthan, von Karnataka, von Tamil Nadu…

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Rezension Reportage-Buch: India: The Road Ahead bzw. Non-Stop India, von Mark Tully (2011) – 7 Sterne

Mark Tully, einst BBC-Mann in Delhi und immer noch der bekannteste Indien-Sachbuchautor, schreibt hier über Politik und Wirtschaft: Naxalites, Unberührbare, Korruption, Landwirtschaft, religiöse Spannungen, Unternehmertum. Thematisch etwas heraus fallen Kapitel über indische Sprachen und indische Tiger. Die zehn Kapitel haben je 20 bis 30 Seiten und lesen sich stets wie eigenständige Reportagen. Sie bestehen immer…

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Rezension Reisebericht: Butter Chicken in Ludhiana – Travels in Small Town India, von Pankaj Mishra (1995) – 5 Sterne

1995 reist Pankaj Mishra einen Winter lang durch kleinere, oft weniger bekannte indische Städte vor allem in Rajasthan, Uttar Pradesh, Bihar, West-Bengal und den drei südlichsten indischen Staaten. Zu der Zeit war Mishra (*1969) Student in Indien; er hatte noch nicht im Westen gelebt, aber Unmengen hoher westlicher Literatur verschlungen. Fazit: Mishra bringt zeitweise feine…

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Buchkritik: India: A Portrait, von Patrick French (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Auf 440 engbedruckten Seiten, inklusive Fußnoten und Stichwortverzeichnis, berichtet Patrick French über Indien seit 1947 unter drei Hauptüberschriften: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. Veröffentlicht 2011, entstanden die meisten Buchteile 2009 oder früher. Fazit: French liefert einen interessanten Einblick in das komplexe Gebilde Indien seit der Unabhängigkeit und schreibt dabei meist flüssig. Die Themen wirken jedoch zusammengewürfelt –…

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Buchkritik: The Last Sultan. The Life and Times of Ahmet Ertegun, von Robert Greenfield 2012 – Biografie über den schillernden Chef von Atlantic Records – mit 4 Videos – 7 Sterne – mit Presse-Links

Der etablierte Popjournalist Robert Greenfield schildert das aufregende Leben des US-Plattenmanagers Ahmet Ertegün (1923 – 2006) – von der Kindheit als Sohn des türkischen Botschafters in den Hauptstädten der westlichen Welt bis zu Ertegüns Zeit als Chef von Atlantic Records: Er arbeitet mit Ray Charles, Neil Young, den Rolling Stones, Led Zeppelin, aber auch mit…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Buch: Last Days of the Bus Club, von Chris Stewart (2014, 4. Teil der Reihe „Driving over Lemons“) – 7 Sterne

Chris Stewart erzählt weitere Geschichten seines Auswanderer-Lebens: Der Engländer wohnt seit 20 Jahren mit Frau und Kind auf einer entlegenen Farm in den andalusischen Alpujarras. Mit Driving over Lemons und zwei Nachfolgebänden landete er große Erfolge. Und hier im vierten Teil (erschienen im Juni 2014) geht es in gewohnter Manier weiter: Chris Stewart spottet über…

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Buchrezension: Der Weg nach Surabaya, von Christoph Ransmayr (Reportagen & Dankreden, 1997) – 7 Sterne

Auf rund 230 Seiten bringt Christoph Ransmayr 16 Reportagen und Kurztexte über nahe und ferne Gebiete, entstanden zwischen 1979 und 1996. Das Titelstück berichtet zwar aus Indonesien; doch die Mehrzahl der Artikel handelt von Europa: jeweils mehrfach Deutschland und Österreich, dann auch Italien und Polen; oft geht es um alte Menschen in Dörfern. Gut geschrieben:…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Reise-Kultur-Buch Spanien: Between Hopes and Memories. A Spanish Journey, von Michael Jacobs (1994) – 8 Sterne

Jacobs schreibt auf 410 eng bedruckten Seiten ausführlich über seine lange Spanienreise 1991, berichtet aber auch von ausgedehnten früheren Spanien-Besuchen, zitiert aus der Geschichte und aus sehr vielen oft sehr alten Büchern. Speziell die Literatur und literarische Figuren haben es Jacobs angetan, ebenso Maler; aber wir lernen auch Busfahrer, Pfarrer und viele Freunde des Autors…

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Thailand

Rezension Länder-Buch-Bericht: Finding George Orwell in Burma, von Emma Larkin (2005) – 9 Sterne

Emma Larkin berichtet über eine Myanmar-Reise auf den Spuren von George Orwell, der dort in den 1920er Jahren Kolonialdienst tat und dann den lesenswerten Roman Tage in Burma schrieb. Larkin erzählt packend von vergangenen und heutigen Zeiten. Selten habe ich einen Länderbericht gelesen, der so sensibel so informativ und lebendig so flüssig, gut lesbar geschrieben…

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Rezension Gambia-Reisebuch: Die Trommeln von Dulaba, von Mark Hudson (1989, engl. Our Grandmothers‘ Drums) – 9 Sterne

Ein Jahr in einem Dorf in Gambia. Überaus stimmungsvoll. Selten hat ein Reiseautor so eine dichte Atmosphäre erzeugt, und das mit sparsamen Worten. Eins der besten Hot Country-Bücher überhaupt. Das Wetter; die Landschaft; Gefühle: das sitzt einfach. Die Frauen von Dulaba lernen wir sehr gut kennen. Nicht, dass sie übermäßig sympathisch oder interessant wären. Aber…

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Rezension Naipaul-Biografie: The World Is What It Is, von Patrick French (2008) – 9 Sterne

Fantastische, sehr ausführliche, gut lesbare, schonungslose Biografie. Multikultur-Meisterschreiber extraordinaire V.S. Naipaul setzt privat neue Standards in Arroganz, Besserwisserei und Geiz, im Ausnutzen von Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft, emotionaler Abhängigkeit und relativem Präpotenzdefizit. Sein Biograf Patrick French referiert Naipauls gesammelte Unglaublichkeiten relativ nüchtern. Und es ist keine üble Nachrede: Naipaul (1932 – 2018) stand seinem Biograf ausführlich Rede…

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