Buch

Rezension Memoiren: Geschichte eines Deutschen, von Sebastian Haffner (1939) – 4 Sterne – mit Video & Links

Voraussetzung für dieses Buch sind gute Kenntnisse der deutschen Geschichte ab 1914 und intensives Interesse an Sebastian Haffner (1907 – 1999). Weder Geschichtliches noch Persönliches schildert Haffner durchgehend und genau – der erste Teil ist ein grober historischer Abriss von 1914 – 1932, der zweite ein persönlicher Bericht von 1933. Viel gelernt habe ich nicht,…

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Romankritik: Die Abenteuer des Huckleberry Finn, von Mark Twain (1884, engl. The Adventures of Huckleberry Finn) – 7 Sterne

Vordergründig wirkt es wie ein Jungs-Abenteuer-Buch, wie eine Tom-Sawyer-Fortsetzung: Verwahrloster Dorfjunge und entlaufener Sklave hausen auf einer unbewohnten Mississippi-Insel und reisen wochenlang per Floß flussabwärts, treffen Banditen, überstehen Schießereien. Doch Mark Twain erzählt so plastisch und detailliert – er war selbst Mississippi-Lotse gewesen –, dass es manchmal wie ein realistischer Expeditionsbericht klingt. Außerdem bringt Twain…

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Kritik US-Reisebuch: Deep South, von Paul Theroux (2015) – 7/10 – mit Presse-Links

Paul Theroux reist 2012 und 2013 mehrfach länger durch die US-Südstaaten, so dass er in Deep South auf 440 Seiten über alle vier Jahreszeiten berichten kann. Theroux schreibt äußerst flüssig und lesbar (ich hatte die englische Ausgabe). Er besucht fast nur Kleinstädte und fast ausschließlich kleine Leute und Mittelschichtangehörige – häufig Pastoren und Mitarbeiter von…

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Kritik Monografie: A Turn in the South, von V.S. Naipaul (1989) – 7/10 – mit Presse-Links

V.S. Naipaul redet in den US-Südstaaten mit Politikern, Bürokraten, Autoren (u.a. Anne Rivers Siddons, Eudora Welty), mit Juristen, Geistlichen, seltener mit Arbeitern oder Bauern, und er berichtet nachdenklich von seinen Gesprächen. Keiner gibt Interviews so interessant wieder wie Naipaul – gut zuhörend, scheinbar neutral, intelligent, aber doch mit eigenen Gedanken und Interpretationen. Naipaul (1932 –…

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Rezension Theaterstück: Die Toscana-Therapie, von Robert Gernhardt (1986) – 5 Sterne

Ein paar Einfaltspinsel zwischen Mitte 20 und 60 bevölkern ein Ferienhaus in der Toskana. Einige sind ungebetene Gäste, doch die berechtigten Bewohner schaffen es nicht, sie loszuwerden. Trecker und Güllegerüche stören die Idylle überdies. Robert Gernhardt (1937 – 2006) erzeugt eine Art linksalternativ-intellektuellen Bauernstadl: Die Figuren reden einigermaßen witzig aneinander vorbei und werden zunehmend aufdringlicher–…

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Romankritik: Eines Menschen Herz, von William Boyd (2002, engl. Any Human Heart) – 7 Sterne – mit Links & Video

Das fiktive, fast lebenslange Tagebuch von Logan Gonzago Mountstuart: Es beginnt mit Internatsjahren in England in den 1920er Jahren, dann erste Erfolge als Schriftsteller in London und Paris, Abenteuer im zweiten Weltkrieg, später Kunsthändler und Schriftsteller in New York, einige Jahre in Afrika, schließlich London und Südfrankreich bis zum Tod 1991. 2010 wurde eine vierteilige…

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Roman-Kritik: Der Honorarkonsul, von Graham Greene (1973, engl. The Honorary Consul) – 7 Sterne

Die Handlung klingt nach einem Krimi im nördlichen Argentinien: Es gibt eine Entführung im politischen Milieu, Schüsse in der Nacht, dramatische Cliffhanger, einen angekündigten Tod, ein Herzklopf-Ende. Dennoch ist dies eher eine subtile Komödie, mit fein ironischen Dialogen, die man so filigran gar nicht oft liest (ich kenne nur das englische Original, nicht die deutsche…

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Roman-Kritik: Der Sandmann, von Bodo Kirchhoff (1992) – 6 Sterne

Die Geschichte ist hübsch, wenn auch unrealistisch konstruiert: Ein 50jähriger Frankfurter und sein vierjähriger Sohn suchen ihr junges Kindermädchen im Gassengewirr der tunesischen Hauptstadt. Die Frau des Frankfurters, eine Pensionswirtin und ein weiterer Pensionsgast spielen wichtige Nebenrollen. Alle sind irgendwie miteinander verbandelt, und erzählt wird recht widersprüchlich aus zwei verschiedenen Perspektiven. Mehrfach entstehen spannende Situationen, und…

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Rezension Indien-Roman: The Householder, von Ruth Prawer Jhabvala (1960) – 6 Sterne – mit Video

Prem ist ein kleiner, jungverheirateter Junglehrer in Delhi, seine Frau Indu schwanger. Das Geld wird knapp. Prem fühlt sich ständig unsicher und unvorbereitet – schwierige Themen kann er weder bei Indu noch mit Chef oder Vermieter ansprechen. Ständig setzt er Fassaden auf, und jeder Ansatz zu einem ernsten Gespräch geht daneben. Dann lernt Prem auch…

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Rezension Indien-Roman: Amrita: Or to Whom She Will, von Ruth Prawer Jhabvala (1955, dt. Die Liebesheirat bzw. Amrita und Hari) – 7 Sterne

Amrita liebt Hari und Hari liebt Amrita. Sie treffen sich manchmal und raspeln Süßholz. Doch Amritas Familie ist gegen die Verbindung, und Haris Familie ist gegen die Verbindung. Die jungen Leute werden anderweitig verbandelt, für sie gibt es scheinbar keine Zukunft. Der Roman spielt in der indischen Mittelschicht Neu-Delhis in den 1950er Jahren, ohne Europäer….

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Rezension Indien-Kurzgeschichten: Eine Witwe mit Geld, von Ruth Prawer Jhabvala (1986, engl. Out of India) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Kurzgeschichten des Bandes Eine Witwe mit Geld (engl. Out of India) erschienen bereits in vier früheren Geschichtensammlungen zwischen 1963 und 1976 und meist auch in Zeitschriften. Prawer Jhabvala schreibt vor allem über das Leben in Delhi, seltener aus anderen Teilen Indiens; mal aus Sicht von Europäern, die in Indien leben, mal aus einheimischer Perspektive….

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Rezension Indien-Roman: Esmond in India, von Ruth Prawer Jhabvala (1957) – 7 Sterne

Sehr viel passiert hier nicht: Eine Ehe bröckelt, eine wird mühsam eingefädelt, doch Ergebnisse bleiben aus. Ruth Prawer Jhabvala schildert den Alltag mehrerer indischer Mittelschichtfamilien trotz mangelnder Action unterhaltsam und liebevoll ironisch, mit treffenden Details und sehr indischer Atmosphäre – das Essen, die Märkte, die komplizierten Sitten und Traditionen. Amazon-Werbelinks zu Büchern: Ruth Prawer Jhabvala…

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Rezension historischer Indien-Roman: Hitze und Staub, von Ruth Prawer Jhabvala (1975) – 7/10 – mit Presse-Links & Video

Prawer Jhabvala (1927 – 2013) schreibt nüchtern, teils mild spöttisch über Alltag in der staubigen indischen Provinz – abwechselnd in den 1920er und in den 1970er Jahren. Zeitweise schildert die Autorin Banales in Indien, dann wieder präsentiert sie sehr exzentrische Inder und Engländer. Das unterhält, ist aber kaum typisch. Amazon-Werbelinks zu Büchern: Ruth Prawer Jhabvala…

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Rezension Erzählungen: My Nine Lives, von Ruth Prawer Jhabvala (2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die neun Erzählungen sind sehr gleichmäßig jeweils knapp 30 Seiten lang: eine weibliche Ich-Erzählerin berichtet mehrere Jahre aus ihrem Leben, manchmal ihr ganzes Leben. Die Geschichten sind nicht miteinander verbunden, doch die Ich-Erzählerinnen leben häufig in Großstädten (fünfmal New York, zweieinhalbmal Delhi, eineinhalbmal Nachkriegs-London) und haben besondere Verbindungen zu Indien – wie die Autorin selbst….

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Rezension Kurzgeschichten: A Lovesong for India, von Ruth Prawer Jhabvala (2011) – 5 Sterne – mit Presse-Links

Die Geschichten spielen in den teuersten Immobilien von Delhi oder Mumbai, vor allem aber in New York: Anders als in frühereren Romanen oder in Kurzgeschichtensammlungen bis Out of India/dt. Eine Witwe mit Geld (1986) portraitiert Ruth Prawer Jhabvala diesmal die Oberschicht und Superreiche – eine Dichterfürstin, Hollywood-Stars, Bollywood-Stars (angelehnt an Amitabh Bachchan), Filmkritiker oder Popmanager,…

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Online-Service: Schnelle Nachricht zu interessanten Neuerscheinungen

Wer sich bei Author Alerts mit E-Mail-Adresse anmeldet, erhält Meldungen zu Buch-Neuerscheinungen in den Posteingang (oder per RSS) – getrennt wählbar nach Taschenbuch, Hardcover und E-Buch. Ein paar überflüssige Mails bekommt man auch: Denn Wiederveröffentlichungen alter Schinken werden eigens wie Neuerscheinungen gemeldet; und gibt es mehrere Autoren eines Namens, lässt sich die Zahl der Meldungen…

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Rezension Satire-Roman USA: Danke, dass Sie hier rauchen, von Christopher Buckly (1994, engl. Thank You For Smoking) – 6 Sterne – mit Video u. Presse-Links

Satire-Profi Buckly erzählt routiniert, süffig überzogen und stets unterhaltsam von der Arbeit eines fiktiven Zigaretten-Lobbyisten in der US-Medien- und Politszene. Am Rand agieren auch PR-Akteure für Feuerwaffen und Alkohol. Die vielen Dialoge sind voller Gags und geschmeidiger Sophistereien. Dennoch entsteht ein etwas fader Beigeschmack: Manche Dialoge und Szenarien wirken weit hergeholt, überflüssig oder unrealistisch, bieten…

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Rezension Novelle: Dumala, von Eduard von Keyserling (1908) – 7 Sterne

Die Land-Novelle voll unterdrückter Gefühle spielt meist im Dunkeln, Halbdunkeln oder bei Sonnenunter- und aufgang. Nur ausnahmsweise scheint grell die Sonne – während einer Beerdigung. Häufig rieseln Schnee und Dativ-es. Das alles wirkt trotz des frostigen Klimas sehr schwül – schwüler als in Keyserlings eigenen Schwülen Tagen. Es klingt sogar momentweise nach Groschenroman. Doch von…

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Rezension Novelle: Schwüle Tage, von Eduard von Keyserling (1904) – 7 Sterne

Ein reicher Gutsherr und sein verweichlichtes Söhnchen, Abiturversager, buhlen vergeblich um diverse Frauen und mühen sich krampfhaft, Haltung zu zeigen – tenue. Sie scheitern immer wieder, das Ringen um Haltung ermüdet sie. Eduard von Keyserling zeigt schön die steife, unfrohe Atmosphäre der Jahrhundertwende voller Rituale und Verlogenheiten. Mit vielen Dativ-es und aufdringlichen Beschreibungen der Sommerschwüle…

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Rezension Einwanderer-Roman: Bloß (k)eine Hochzeit, von Bali Rai (2001, engl. (Un)arranged Marriage) – 7 Sterne

Manjit ist in England aufgewachsen, doch seine konservative und ungebildete indische Punjabi-Familie will ihn 17jährig mit einer Punjabi-Frau verheiraten, die er nicht kennt und nicht will. Autor Bali Rai, der in ähnlichen Umständen aufwuchs, schildert vor allem, wie sich der intellektuelle Manjit von seiner Familie abhebt und immer verzweifelter gegen die arrangierte Ehe sträubt –…

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Rezension Reportage-Buch: Weiße Plantagen, von Érik Orsenna (2006, über Baumwolle) – 4 Sterne – mit Pressekritiken

Orsenna besucht Baumwoll-Anbaugebiete und ihre Macher in Mali, USA, Brasilien, Ägypten, Usbekistan, China und Frankreich. Er schreibt vage lyrisch und ohne Tiefgang: weder sozial, wirtschaftlich, politisch noch menschlich wird es interessant (seine tatsächlich wissenschaftlichen Texte veröffentlicht Orsenna unter einem anderen Namen). Er redet oft mit leichtem Spott, der teils wie eingebildete Besserwisserei anmutet. Häufig klingt…

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Rezension historischer England-Raj-Roman: Teerose und Sandelholz, von Julia Gregson (2008, engl. East of the Sun) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Drei junge Frauen und ein junger Mann reisen 1928 gemeinsam von England nach Indien – mit ganz unterschiedlichen Plänen und Vorstellungen. Es geht um Heirat, berufliche Veränderungen und dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit. Der Roman spielt überwiegend in Indien (vor allem Bombay, außerdem Poona, Ooty, Simla, Nordwestgrenze), zum kleineren Teil auch in England und auf…

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Rezension historisches Indien-Buch : The Fishing Fleet, Husband-Hunting in the Raj, von Anne de Courcy (2012) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die erfahrene Historikerin und Biografin de Courcy schreibt über Engländerinnen, die bis 1947 nach Indien reisten, um dort einen englischen Ehemann zu finden – in England herrschte Männermangel. Der Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1895 – 1935. Mein Phoenix-Taschenbuch hat 314 Seiten Haupttext mit 22 Kapiteln plus Vorwort, Einführung, Nachwort; 32 Kunstdruck-Fotoseiten; 1 Doppelseite Landkarte;…

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Rezension Geldfälscher-Biografie: Blütenträume, von Christoph Gottwald (2010) – 4 Sterne – mit Links & Video

Hans Jürgen Kuhl fälschte die besten Dollarscheine Europas (sagt er) und saß mehrfach ein. Christoph Gottwald schrieb Kuhls Geschichte auf und präsentiert Kuhl dabei als Ich-Erzähler mit Schnodderschnauze. Nur ein Drittel der rund 330 Seiten behandeln jedoch das Geldfälschen, die Strafprozesse und die Gefängniszeit. Der Rest ist Kuhls bewegtes Leben: Vorstadtstrizzi in Köln mit Porsche;…

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Rezension Zitate-Sammlung: The Irrepressible Churchill, Hg. Kay Halle (1985) – 3 Sterne

Auf über 300 Seiten bringt Kay Halle launige Churchill-Zitate, chronologisch, doch immer wieder in neuem Zusammenhang – Buchauszüge, Reden-Auszüge, Korrespondenz, aufgeschnappte Wortwechsel, gelegentlich eine Karikatur. Einige Zitate wurden deutlich gekürzt, erkennbar an drei Pünktchen – das Zitat auf Seite 40 oben hat in 18 Zeilen 16mal drei Pünktchen. Lesbar ist anders. Über jedem Zitat erscheint…

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Rezension Biografie: Churchill, von Sebastian Haffner (1967) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Ein Band in der Reihe rororo Monographien, der später auch außerhalb der Reihe erschien. Meine rororo-Ausgabe hat gut 160 Seiten Haupttext (plus Anhang), durchsetzt mit Bildern in passabler Druckqualität, die manchmal 50 Prozent einer Doppelseite ausfüllen. Fazit: Haffner (1907 – 1999) schreibt einen bezwingenden, überzeugenden Ton – manchmal fast schon autoritär bis rabiat -, man…

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Rezension Historiker-Buch: In Search of Churchill, von Martin Gilbert (1994) – 7 Sterne

Martin Gilbert hat viele Bücher über Winston Churchill geschrieben, u.a. war er maßgeblich an der achtbändigen Biografie beteiligt, dazu eine einbändige Biografie, Monografien und Dokumentenbände. Auf den gut 330 Seiten von In Search of Churchill schildert Gilbert (1936 – 2015) seine Recherchen und Begegnungen. Es ist wohlgemerkt kein Ersatz für eine Churchill-Biografie. Fazit: Martin Gilbert…

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Churchill

Rezension der einbändigen Churchill-Biografien von Martin Gilbert (1991) und Roy Jenkins (2001) – mit Presse-Links

Die Engländer hatten nicht nur die interessanteste Figur des 19. Jahrhunderts, sie hielten den Titel auch im daran anschließenden Zentennium. Und Winston Churchills (1874 – 1965) ungemein ausgefülltes, langes Leben ist seit frühester Kindheit durch Briefe, Bücher, Fotos und Akten durchgängig dokumentiert – perfektes Biografenfutter. Ich habe diese zwei ähnlich langen, doch äußerst unterschiedlichen Biografien…

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Rezension Roman: Die Fälschung, von Nicolas Born (1979) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die Journalisten Laschen und Hoffmann reisen 1975 ins vom Krieg zerrissene Beirut. Sie sehen Schreckliches, Laschen hat nebenher eine diffuse Affäre. Der Roman wurde 1981 mit Bruno Ganz verfilmt, Regie Volker Schlöndorff. Die Erlebnisse sind extrem, doch an diesem Roman fallen vor allem der distanzierte Ton und Laschens Mentalität auf. Nicolas Born (1937 – 1979)…

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Rezension Murphy-Biografie: Living Well Is the Best Revenge, von Calvin Tomkins (2013) – 7 Sterne

Die US-Amerikaner Gerald und Sara Murphy hatten ein hochinteressantes Leben. Calvin Tomkins schreibt hier vor allem über die 1920er Jahre, als die Murphys ohne Geldsorgen in Paris und Südfrankreich mit Picasso, Cole Porter, F. Scott Fitzgerald, Hemingway und anderen Kulturgrößen verkehrten, große Feste in ihrer Villa America mit Mittelmeerblick gaben. Das dünne Bändchen ist schnell…

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Rezension: The Short Stories of F. Scott Fitzgerald – A New Collection, Hg. Matthew J. Bruccoli (1989) – 7 Sterne

160 Kurzgeschichten soll F. Scott Fitzgerald geschrieben haben, dieser Band bringt 43 von ihnen auf gut 772 Seiten. Fitzgerald schrieb Kurzgeschichten meist, um schnelles Geld zu verdienen und freie Zeit für seine Romane zu gewinnen; er redete manchmal verächtlich über seine Kurzgeschichten-Arbeit, und manche Kritiker tun alle Kurzgeschichten als Kommerzware ab. Doch Fitzgerald erzählt auch…

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