Buch

Kritik Kurzgeschichten: Männer ohne Frauen, von Ernest Hemingway (1927, engl. Men without Women) – 7 Sterne – mit Video

Der kurze Band bringt nicht weniger als 14 Kurzgeschichten auf knapp 130 Seiten (ich hatte die engl. TB-Ausgabe von Triad Grafton und kann Eindeutschungen nicht beurteilen). Einige dieser short stories gelten als Meisterwerke des Kurzgeschichtenhandwerks überhaupt. Die Geschichten spielen u.a. in Spanien, Italien, Schweiz, USA und Chicago vor allem unter harten Männern – Jäger, Boxer,…

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Kritik Kurzgeschichten: Von Männern, die keine Frauen haben, von Haruki Murakami (2014) – 4 Sterne

Die sieben Geschichten transportieren nicht nur gleichförmige Stimmung und Figuren, sie sind mit 30 bis 40 locker bedruckten Seiten auch gleichförmig lang (gefühlte Länge 22 Seiten; ich hatte die von Dumont lizenzierte Büchergilde-Ausgabe). Man liest sie mühelos (wenn man sich nicht an Verrätseltem stört). Distanz und Mittelmäßigkeit: Obwohl hier ein Mann über einsame Männer schreibt,…

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Kritik Roman: Ein Spiel und ein Zeitvertreib, von James Salter (1967, eng. A Sport and a Pastime) – 7 Sterne

Junger Ami und schlichte blutjunge Französin ziehen in den 1960ern in einem schicken Auto durch die französische Provinz und lieben sich in allen Variationen. Er spielt seinen Reichtum nur vor und muss sich in demütigenden Szenen immer wieder Geld leihen; sie ist eine Verkäuferin, „eyes of a knowing child… Dean knows he’s not the first……

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Kritik Kurzgeschichten: Fleischeslust, von T.C. Boyle (engl. Without a Hero, 1994)

Ich konnte nur wenige der 15 Kurzgeschichten lesen, viele habe ich sofort abgebrochen. Sie handelten zu oft von Umweltkatastrophen oder Vegetariern, und T.C. Boyle schreibt oft aufdringlich laut, etwa der Einstieg zur Geschichte Beat: Yeah, i was Beat. We were all Beat. Hell, I’m Beat now ((…)) Häufig sind die Situationen grell absurd übertrieben. Geschichten,…

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Kritik Kurzgeschichten: The Relive Box, von T.C. Boyle (1990, engl. Descent of Man)

Ich konnte nur wenige der 12 Kurzgeschichten lesen, viele habe ich sofort abgebrochen – sie waren zu grotesk unrealistisch oder komplett sciencefiktional, u.a. Are we not Men, Argentine Ant und Five Pound Burrito. Keine Geschichte erreicht die Qualität Boylescher Romane wie Wassermusik (1981), The Road to Wellville (1993) oder Grün ist die Hoffnung (1984). Geschichten,…

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Kritik Kurzgeschichten: Tod durch Ertrinken, von T.C. Boyle (engl. Descent of Man, 1979) – 3 Sterne

Boyle erzählt grotesk, ironisch, mild unterhaltsam, aber nie vom Hocker reißend, in seiner ersten Kurzgeschichtensammlung. Die Kurzgeschichten sind gelegentlich gelungen parodistisch, viel öfter jedoch öd unrealistisch oder unverständlich und wirr – sie amüsieren nie wie Boyle-Romane wie Wassermusik (1981), The Road to Wellville (1993) oder Grün ist die Hoffnung (1984). An prima Dialoge erinnere ich…

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Kritik Theaterstück: Der Totentanz, von August Strindberg (1901) – 7 Sterne

Zwei resignierte, zynische alte Eheleute beharken sich mit Bosheiten erster Klasse. Die Frau betreibt sogar den Tod des Göttergatten, dieser bescheidet sich zunächst mit einer überfallartigen Scheidung – oder ist die nur vorgetäuscht? Beide ziehen wechselseitig noch einen Freund des Hauses und ihre Kinder ins böse Spiel. „Algen, Schlinggras, Tintenfische, Quallen, Nesseltiere“ wuchern nicht nur…

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Kritik Theaterstück: Der Vater, von August Strindberg (1887) – 7 Sterne

Ehefrau will ihren Mann entmündigen lassen, um die Herrschaft über die Tochter und wohl auch das Vermögen zu erlangen. Entfaltet Psychoterror und Lügengespinst. Das hat August Strindberg (1849–1912) sehr hübsch und boshaft konstruiert. In dem kurzen Stück zeigt er die Ehefrau in schlimmstem Licht, ein skrupelloses Subjekt, Femanze, machtbewusst, intrigant, ostentativ empowert und schämt sich…

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Kritik Theaterstück: Fräulein Julie, von August Strindberg (1888) – 7 Sterne

Leicht vulgäre Jung-Adelige (feministisch erzogen) flirtet mit etwas älterem, weltgewandtem Bedienstetem. Die erotische Spannung zwischen Fröken Julie und Dienstbote Jean erhellt aus den Dialogen unmittelbar und unexplizit. August Strindberg (1849 – 1912) textet realistisch und verführerisch, führt seine Figuren am Grat entlang, heizt die eigentlich etwas steife Atmosphäre am Adelshof mit imaginierter Sinnlichkeit auf. Und…

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Kritik Theaterstück: Play Strindberg, von Friedrich Dürrenmatt (1969) – 7 Sterne

Friedrich Dürrenmatt sagt, er habe August Strindbergs „Totentanz“ verknappt. Der Titel „Play Strindberg“, angelehnt an Jacques Loussiers luftig-jazzigen „Play Bach“-Stil, legt nahe, Dürrenmatt habe Strindberg verjazzt, verswingt oder verbacht. Doch das passt alles nicht. Stattdessen: Dürrenmatt hat Strindberg vermarschmusikt. Die Dürrenmattsche Version mit ihren militärisch knappen, durchrhythmisierten Dialogzeilen und Beleidigungtrommelfeuer schnarrt durch wie ein pixeliges…

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Rezension: Das Gesicht des 20. Jahrhunderts, von Hans-Peter Schwarz (2012) – 7 Sterne

Hans-Peter Schwarz schreibt Dutzende Essays von drei bis 20 Seiten Länge über Staatsführer und politische Lenker des 20. Jahrhunderts. Er schreibt überwiegend nicht biografisch-chronologisch, sondern betrachtet mit viel Tiefsinn und Überblick politische Lebensleistung und Umfeld seiner Akteure – Vorkenntnisse erforderlich, z.B. wenn er ohne weitere Erläuterungen Churchills „verunglückten Angriff auf die Dardanellen“ (S. 376), die…

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Rezension Biografie: Der Unvollendete, Das Leben des Joschka Fischer, von Geis/Ulrich (2002) – 7 Sterne

Dies ist keine Biografie, keine politisch-historische Erkundung, auch kein Psychogramm (mit Ausnahme der letzten etwa fünf Seiten). Es ist eher politisches Feuilleton oder der lange Leitartikel zu einem Fischer-Gedenktag. Nebenbei ist es auch ein Bildband: fast jede Doppelseite zeigt eine halbe Seite Joschka Fischer in gut gedrucktem Schwarzweiß, und überall ist er ein cooler Hund,…

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Romankritik: Justizpalast, von Petra Morsbach (2017) – 7 Sterne

Hauptfigur Thirza Zorniger arbeitet jahrzehntelang in der Münchener Justiz, überwiegend als Richterin. Aber Autorin Petra Morsbach (*1956) hospitierte in München und Münster, redete mit „etwa 50 Jurist*innen… aus fünf Bundesländern“ – und überfrachtet ihren Roman mit immer neuen Justizfällen. Die sind für sich interessant, erhellend und voll kniffliger Konflikte; in ihrer Massierung ermüden sie. Eine…

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Romankritik: Dreigroschenroman, von Bertolt Brecht (1934) – 7 Sterne

Bertolt Brecht schreibt aus dem Geschlechts- und Geschäftsleben von Händlern und Kriminellen in London um 1904 – bei Brecht ist das alles kein Unterschied, und mit vielen scheinbar absurden, zynischen, widersprüchlichen und menschenverachtenden Sätzen und Manövern verkörpern die Figuren vermutlich Brechts soziale, wirtschaftliche und  politische Ansichten (S. 244 in der Suhrkamp-TB-Einzelausgabe): Was ist ein Dietrich…

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Simenon

Romankritik: Die Katze, von Georges Simenon (1967) – 8 Sterne – mit Video

Für Emile und Marguerite ist es jeweils die zweite Ehe, als sie sich in späten Jahren heiraten. Er bringt die Katze Joseph mit in den Haushalt, doch die Frau konnte das Tier nie liebgewinnen. Eines Tages findet Emile die Katze tot – offenbar von der Frau vergiftet. Er rächt sich an ihrem Papagei. Seither schweigen…

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Simenon

Kritik Roman: Der Sohn Cardinaud, von Georges Simenon (1942) – 7/10

Plötzlich verschwindet Marthe, Mutter von zwei Kindern, und nimmt auch noch wichtige 3000 Francs mit. Ihr Mann, ein biederer Versicherungsagent, Sohn Cardinaud, macht sich auf die Suche. Bald vernimmt er, dass die scheinbar so distinguierte Marthe mit schmierigen Hafenlümmeln verkehrte. Trotzdem will er sie unbedingt in den Schoß der Familie zurückholen. Bei seiner Suche im…

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Simenon

Romankritik: Bellas Tod, von Georges Simenon (1952) – 7 Sterne

Ein unscheinbarer Kleinstadtlehrer in den USA steht plötzlich unter Mordverdacht – aber bewiesen ist nichts. Allmählich kehren sich Gemeinde, Kollegen, Nachbarn und sogar die Frau gegen ihn. Georges Simenon schildert sehr realistisch und beklemmend. Der tatsächliche Mörder ist kaum zu ahnen, die zunehmende Isolation des verdächtigen Lehrers mit Händen zu greifen. Im Mittelpunkt steht nicht…

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Romankritik: Betty, von Georges Simenon (1960) – 5 Sterne – mit Video

Betty ist 28, verheiratete Mutter von zwei Kindern, hohle Nuss und Psycho-Nympho. Noch nichtmal eine femme fatale, auch wenn Georges Schwerenöter Simenon (1903 – 1989) das vielleicht anders sah. In der erzählten Hauptzeit des Romans passiert nicht viel: Betty säuft sich unter den Tisch, wird ein bisschen aufgepäppelt und ganz am Ende überraschend noch einmal…

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Romankritik: Der Zug, von Georges Simenon (1961) – 8/10

Deutsche Soldaten überfallen Holland, Belgien, Frankreich. Eine nordfranzösische Kleinfamilie flieht in einem überfüllten Zug, wird aber auseinandergerissen. Der Mann beginnt bald eine Beziehung mit einer rätselhaften Frau in seinem dunklen Abteil, will aber später wieder seine Familie vereinen. Gut geschrieben: Dies ist ein Simenon ohne Komissar Maigret. Georges Simenon schreibt wie in allen Nicht-Maigrets (seinen…

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Simenon

Romankritik: Die Flucht der Flamen, von Georges Simenon (1947) – 7 Sterne

Flämische (belgische) Fischer fliehen 1940 vor der Wehrmacht mit ihren Booten ins französische La Rochelle. Dort beziehen sie mehrere Häuser, grenzen sich zunächst streng von den Franzosen ab, verhalten sich allgemein unachtsam und setzen weitgehend ihre Wünsche durch. Georges Simenon (1903 – 1989) lebte in der Kriegszeit selbst in La Rochelle und betreute offiziell belgische…

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Romankritik: Sonntag, von Georges Simenon (1958) – 7 Sterne

Aus Zufall geriet Emil in jungen Jahren als Koch in ein südfranzösisches Gasthaus, heiratete wie erwartet die kühle Tochter des Hauses, wurde damit Inhaber und unerfüllter Ehemann. Er tröstete sich mit der geheimnisvollen Küchenhilfe Ada, „ein wenig wie ein Tier…, zugleich sein Hund und sein Sklave“. Schließlich aber will Emil etwas Wesentliches ändern. Auf Amazon:…

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Romankritik: Die Schule der Nackten, von Ernst Augustin (2003) – 4 Sterne

Ein hochgebildeter Mann verbringt einen amüsanten Sommer in einem MünchnerMünchner FKK-Bad und verwertet das Gesehene literarisch. Als es Mitte September zu frisch wird, das gesammelte Material aber für einen Roman noch nicht reicht, besucht der Erzähler ergänzend ein esoterisches Nacktselbstfindungsseminar, das wie erwünscht weiteren kuriosen Stoff liefert. Am Ende folgt noch eine innenarchitektonisch völlig bizarre…

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Buchkritik: Gotthard, von Zora del Buono (2015) – 7 Sterne

Kurz und knackig, mit ungemein sicherer Stimme, erzählt Zora del Buono einen halben Tag an der Baustelle des Gotthardtunnels. Ein paar Seiten lang konzentriert sich die Novelle auf eine Person, dann gleitet der Scheinwerfer auf die nächste Figur. Allmählich wird klar, wie alle mteinander zu tun haben, und bei jeder Szene rückt die Uhr ein…

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Kritik Briefroman: Der Fieberkopf, von Wolfgang Bauer (1967)

Der Briefroman ist auf mehreren Ebenen irre: Ständig überkreuzen sich Briefe und Telegramme die Sprache hat etwas Besessenes, übertrieben Biederes, aufdringlich Banales, ohne je platt zu blöken oder zu kalauern die Handlung wird immer rasender, die spießigen Akteure verwickeln sich in immer seltsamere Geschichten bis ins Fantastische hinein; lauter Fieberköpfe Und darum bin ich nach…

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Romankritik: Kochen mit Fernet-Branca, von Lewis Hamilton-Paterson (2004, engl. Cooking with Fernet Branca) – 6 Sterne

James Hamilton-Paterson erzählt hochintelligent-witzig von zwei Ausländern auf einem einsamen Hügel in der Toscana. Der Autor spielt mit Toscana- und Dolce-Vita-Klischees. Der Witz entsteht nicht aus der Handlung oder aus den Dialogen, sondern aus selbstironischen und gebildeten Bemerkungen des Ich-Erzählers und aus den absurden Rezepten für geräucherte Katze und ähnliche Delikatessen. Der Humor geht jedoch…

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Romankritik: Was am Ende bleibt, von Paula Fox (1970, engl. Desperate Characters) – 7 Sterne – mit Video

᛫ ᛫ ᛫ Sophie und Otto sind ein mittelaltes, kinderloses Ehepaar im New Yorker Stadtteil Brooklyn, lange vor der Gentrifizierung. Der Rechtsanwalt und die Übersetzerin besitzen ein apart-geschmackvolles Heim. Aber das Viertel um sie herum versinkt in Müll, Kriminalität und sinnloser Gewalt. Sophie wird von einer streunenden Katze gebissen, die Wunde verheilt nicht recht, die…

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Romankritik: Kalifornische Jahre, von Paula Fox (1970, engl. The Western Coast) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Paula Fox schreibt sensibel intelligent, zurückgenommen, nie auftrumpfend, fein beobachtend mit spärlichem, dabei punktgenauem Dialog. Doch hat der Roman wenig Handlung und ausschließlich uninteressante bis unsympathische Figuren – Kontaktarme, Selbstsüchtige, Bizarre, Besessene, Haltlose, Entwurzelte in Südkalifornien Ende der 1930er Jahre. Für dieses Personal fallen mir fast eher englische Vokabeln ein, loser, loner,…

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Kritik Memoiren, Kurzgeschichten: Die Zigarette und andere Stories, von Paula Fox (2011, engl. News from the World: Stories and Essays) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Mit In fremden Kleidern und Der kälteste Winter schrieb Paula Fox zwei knappe autobiografische Bücher. Weitere autobiografische Skizzen, die an diese zwei Bände anschließen, liefert die erste Hälfte von Die Zigarette und andere Stories (2011, engl. News from the World: Stories and Essays); es gibt nur zwei kurze punktuelle inhaltliche Überschneidungen (1)….

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Kritik Roman: Luisa, von Paula Fox (1984, engl. The Servant’s Tale) – 8 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   In diesem Buch passiert nicht viel, und die Hauptfiguren sind wunderlich. Fast hätte ich es nach 20 Seiten weggelegt, und das gibt’s selten, erst recht bei Paula Fox (1923 – 2017). 17 Verlage wollten das Manuskript nicht herausbringen (Quelle). Zum Glück erkannten letztlich ein Verlag und dann auch ich die Qualitäten,…

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Kritik Roman: Lauras Schweigen, von Paula Fox (1976, engl. The Widow’s Children) – 7 Sterne

      Es ist eins dieser Familientreffen, das alle Beteiligten lieber mieden: „this ghastly chore, this family matter“. Eine Fünfergesellschaft verbringt einen Abend im Hotelzimmer und im Restaurant. Die Figuren umkreisen sich mit Nebengedanken, Hintergedanken, Erinnerungen und Abschweifungen. Sie ignorieren nach Belieben, sie reden Peinliches – und sonst passiert zunächst nicht viel. Der Roman…

Kritik Roman: Lauras Schweigen, von Paula Fox (1976, engl. The Widow’s Children) – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Memoiren: Der kälteste Winter, von Paula Fox (2005, engl. The Coldest Winter) – 5 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   Als etwa 23jährige reist Paula Fox (1923 – 2017) im Auftrag einer kleinen Nachrichtenagentur um 1946 durch das kriegszerstörte Europa. Die Stationen in diesen Erinnerungen sind New York, London, Warschau, Barcelona, Madrid, Mallorca, Paris. Diese Memoiren veröffentlichte Paula Fox über 50 Jahre später. Da hatte sie schon lange keine Erwachsenenromane mehr…

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