Land

Romankritik: Mutterland, von Paul Theroux (2017, engl. Mother Land) – 7 Sterne

Offenbar erzählt Paul Theroux in etwa sein eigenes Leben, vor allem mit Blick auf seine alle beherrschende und alle manipulierende Mutter. Mit 83, nach dem Tod ihres Ehemannes, schwingt sie sich zu neuer Unliebenswürdigkeit auf – „she will eat you alive and shit you over a cliff“  (S. 9 der engl. Penguin-TB-Ausgabe). Selten ward eine…

Romankritik: Mutterland, von Paul Theroux (2017, engl. Mother Land) – 7 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: The Lower River, von Paul Theroux 2012) – 6 Sterne

Hauptfigur Ellis Hock, US-Amerikaner, kehrt nach 40 Jahren als Herrenausstatter zurück in ein entlegenes, trostloses Malawi-Dorf, in dem er als Jugendlicher vier Jahre arbeitete. Scheidung und schlechtgehende Geschäfte brachten ihn dazu. Bei Einheimischen, die ihn vage kennen, lässt Hock sich nieder – Zukunft unklar. Paul Theroux schreibt sehr flüssig, leicht lesbar in leichtem Englisch. Nur…

Romankritik: The Lower River, von Paul Theroux 2012) – 6 Sterne Weiterlesen »

Rezension Biografie: Ernest Hemingway, von Mary Dearborn (2017) – 7/10

Mary Dearborn schreibt weitgehend entspannt, angenehm zu lesen. Sie dramatisiert nichts. Sie schreibt nicht streng chronologisch, sondern liefert manchmal zeitliche Querschnitte, zum Beispiel zur Beziehung Hemingway-Fitzgerald. Lediglich Hemingways vorgezogener Selbstmord, dem noch einige Seiten über seine letzten zwei Lebensjahre folgen, befremdet – das klingt nachträglich montiert. Dearborn mag einige frühere Hemingway-Kurzgeschichten, insonderheit Kilimanjaro und Macomber,…

Rezension Biografie: Ernest Hemingway, von Mary Dearborn (2017) – 7/10 Weiterlesen »

Kritik Kurzgeschichten: Ernest Hemingway: The Collected Stories – 7 Sterne

Der Sammelband enthält die Hemingway-Kurzgeschichten der ursprünglichen Bände in our time (kleingeschrieben), In Our Time (großgeschrieben, und in our time mit enthaltend), Men Without Women und Winner Take Nothing sowie danach veröffentlichte Geschichten wie Snow on the Kilimanjaro und The Short Happy Life of Francis Macomber. Die Einleitung schrieb James Fenton, der die Geschichten auswählte….

Kritik Kurzgeschichten: Ernest Hemingway: The Collected Stories – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Kurzgeschichten: Von Männern, die keine Frauen haben, von Haruki Murakami (2014) – 4 Sterne

Die sieben Geschichten transportieren nicht nur gleichförmige Stimmung und Figuren, sie sind mit 30 bis 40 locker bedruckten Seiten auch gleichförmig lang (gefühlte Länge 22 Seiten; ich hatte die von Dumont lizenzierte Büchergilde-Ausgabe). Man liest sie mühelos (wenn man sich nicht an Verrätseltem stört). Distanz und Mittelmäßigkeit: Obwohl hier ein Mann über einsame Männer schreibt,…

Kritik Kurzgeschichten: Von Männern, die keine Frauen haben, von Haruki Murakami (2014) – 4 Sterne Weiterlesen »

Kritik Roman: Ein Spiel und ein Zeitvertreib, von James Salter (1967, eng. A Sport and a Pastime) – 7 Sterne

Junger Ami und schlichte blutjunge Französin ziehen in den 1960ern in einem schicken Auto durch die französische Provinz und lieben sich in allen Variationen. Er spielt seinen Reichtum nur vor und muss sich in demütigenden Szenen immer wieder Geld leihen; sie ist eine Verkäuferin, „eyes of a knowing child… Dean knows he’s not the first……

Kritik Roman: Ein Spiel und ein Zeitvertreib, von James Salter (1967, eng. A Sport and a Pastime) – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Kurzgeschichten: Fleischeslust, von T.C. Boyle (engl. Without a Hero, 1994)

Ich konnte nur wenige der 15 Kurzgeschichten lesen, viele habe ich sofort abgebrochen. Sie handelten zu oft von Umweltkatastrophen oder Vegetariern, und T.C. Boyle schreibt oft aufdringlich laut, etwa der Einstieg zur Geschichte Beat: Yeah, i was Beat. We were all Beat. Hell, I’m Beat now ((…)) Häufig sind die Situationen grell absurd übertrieben. Geschichten,…

Kritik Kurzgeschichten: Fleischeslust, von T.C. Boyle (engl. Without a Hero, 1994) Weiterlesen »

Kritik Kurzgeschichten: The Relive Box, von T.C. Boyle (1990, engl. Descent of Man)

Ich konnte nur wenige der 12 Kurzgeschichten lesen, viele habe ich sofort abgebrochen – sie waren zu grotesk unrealistisch oder komplett sciencefiktional, u.a. Are we not Men, Argentine Ant und Five Pound Burrito. Keine Geschichte erreicht die Qualität Boylescher Romane wie Wassermusik (1981), The Road to Wellville (1993) oder Grün ist die Hoffnung (1984). Geschichten,…

Kritik Kurzgeschichten: The Relive Box, von T.C. Boyle (1990, engl. Descent of Man) Weiterlesen »

Kritik Kurzgeschichten: Tod durch Ertrinken, von T.C. Boyle (engl. Descent of Man, 1979) – 3 Sterne

Boyle erzählt grotesk, ironisch, mild unterhaltsam, aber nie vom Hocker reißend, in seiner ersten Kurzgeschichtensammlung. Die Kurzgeschichten sind gelegentlich gelungen parodistisch, viel öfter jedoch öd unrealistisch oder unverständlich und wirr – sie amüsieren nie wie Boyle-Romane wie Wassermusik (1981), The Road to Wellville (1993) oder Grün ist die Hoffnung (1984). An prima Dialoge erinnere ich…

Kritik Kurzgeschichten: Tod durch Ertrinken, von T.C. Boyle (engl. Descent of Man, 1979) – 3 Sterne Weiterlesen »

Rezension Biografie: Der Unvollendete, Das Leben des Joschka Fischer, von Geis/Ulrich (2002) – 7 Sterne

Dies ist keine Biografie, keine politisch-historische Erkundung, auch kein Psychogramm (mit Ausnahme der letzten etwa fünf Seiten). Es ist eher politisches Feuilleton oder der lange Leitartikel zu einem Fischer-Gedenktag. Nebenbei ist es auch ein Bildband: fast jede Doppelseite zeigt eine halbe Seite Joschka Fischer in gut gedrucktem Schwarzweiß, und überall ist er ein cooler Hund,…

Rezension Biografie: Der Unvollendete, Das Leben des Joschka Fischer, von Geis/Ulrich (2002) – 7 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Justizpalast, von Petra Morsbach (2017) – 7 Sterne

Hauptfigur Thirza Zorniger arbeitet jahrzehntelang in der Münchener Justiz, überwiegend als Richterin. Aber Autorin Petra Morsbach (*1956) hospitierte in München und Münster, redete mit „etwa 50 Jurist*innen… aus fünf Bundesländern“ – und überfrachtet ihren Roman mit immer neuen Justizfällen. Die sind für sich interessant, erhellend und voll kniffliger Konflikte; in ihrer Massierung ermüden sie. Eine…

Romankritik: Justizpalast, von Petra Morsbach (2017) – 7 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Dreigroschenroman, von Bertolt Brecht (1934) – 7 Sterne

Bertolt Brecht schreibt aus dem Geschlechts- und Geschäftsleben von Händlern und Kriminellen in London um 1904 – bei Brecht ist das alles kein Unterschied, und mit vielen scheinbar absurden, zynischen, widersprüchlichen und menschenverachtenden Sätzen und Manövern verkörpern die Figuren vermutlich Brechts soziale, wirtschaftliche und  politische Ansichten (S. 244 in der Suhrkamp-TB-Einzelausgabe): Was ist ein Dietrich…

Romankritik: Dreigroschenroman, von Bertolt Brecht (1934) – 7 Sterne Weiterlesen »

Simenon

Romankritik: Die Katze, von Georges Simenon (1967) – 8 Sterne – mit Video

Für Emile und Marguerite ist es jeweils die zweite Ehe, als sie sich in späten Jahren heiraten. Er bringt die Katze Joseph mit in den Haushalt, doch die Frau konnte das Tier nie liebgewinnen. Eines Tages findet Emile die Katze tot – offenbar von der Frau vergiftet. Er rächt sich an ihrem Papagei. Seither schweigen…

Romankritik: Die Katze, von Georges Simenon (1967) – 8 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Simenon

Kritik Roman: Der Sohn Cardinaud, von Georges Simenon (1942) – 7/10

Plötzlich verschwindet Marthe, Mutter von zwei Kindern, und nimmt auch noch wichtige 3000 Francs mit. Ihr Mann, ein biederer Versicherungsagent, Sohn Cardinaud, macht sich auf die Suche. Bald vernimmt er, dass die scheinbar so distinguierte Marthe mit schmierigen Hafenlümmeln verkehrte. Trotzdem will er sie unbedingt in den Schoß der Familie zurückholen. Bei seiner Suche im…

Kritik Roman: Der Sohn Cardinaud, von Georges Simenon (1942) – 7/10 Weiterlesen »

Simenon

Romankritik: Bellas Tod, von Georges Simenon (1952) – 7 Sterne

Ein unscheinbarer Kleinstadtlehrer in den USA steht plötzlich unter Mordverdacht – aber bewiesen ist nichts. Allmählich kehren sich Gemeinde, Kollegen, Nachbarn und sogar die Frau gegen ihn. Georges Simenon schildert sehr realistisch und beklemmend. Der tatsächliche Mörder ist kaum zu ahnen, die zunehmende Isolation des verdächtigen Lehrers mit Händen zu greifen. Im Mittelpunkt steht nicht…

Romankritik: Bellas Tod, von Georges Simenon (1952) – 7 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Betty, von Georges Simenon (1960) – 5 Sterne – mit Video

Betty ist 28, verheiratete Mutter von zwei Kindern, hohle Nuss und Psycho-Nympho. Noch nichtmal eine femme fatale, auch wenn Georges Schwerenöter Simenon (1903 – 1989) das vielleicht anders sah. In der erzählten Hauptzeit des Romans passiert nicht viel: Betty säuft sich unter den Tisch, wird ein bisschen aufgepäppelt und ganz am Ende überraschend noch einmal…

Romankritik: Betty, von Georges Simenon (1960) – 5 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Romankritik: Der Zug, von Georges Simenon (1961) – 8/10

Deutsche Soldaten überfallen Holland, Belgien, Frankreich. Eine nordfranzösische Kleinfamilie flieht in einem überfüllten Zug, wird aber auseinandergerissen. Der Mann beginnt bald eine Beziehung mit einer rätselhaften Frau in seinem dunklen Abteil, will aber später wieder seine Familie vereinen. Gut geschrieben: Dies ist ein Simenon ohne Komissar Maigret. Georges Simenon schreibt wie in allen Nicht-Maigrets (seinen…

Romankritik: Der Zug, von Georges Simenon (1961) – 8/10 Weiterlesen »

Simenon

Romankritik: Die Flucht der Flamen, von Georges Simenon (1947) – 7 Sterne

Flämische (belgische) Fischer fliehen 1940 vor der Wehrmacht mit ihren Booten ins französische La Rochelle. Dort beziehen sie mehrere Häuser, grenzen sich zunächst streng von den Franzosen ab, verhalten sich allgemein unachtsam und setzen weitgehend ihre Wünsche durch. Georges Simenon (1903 – 1989) lebte in der Kriegszeit selbst in La Rochelle und betreute offiziell belgische…

Romankritik: Die Flucht der Flamen, von Georges Simenon (1947) – 7 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Sonntag, von Georges Simenon (1958) – 7 Sterne

Aus Zufall geriet Emil in jungen Jahren als Koch in ein südfranzösisches Gasthaus, heiratete wie erwartet die kühle Tochter des Hauses, wurde damit Inhaber und unerfüllter Ehemann. Er tröstete sich mit der geheimnisvollen Küchenhilfe Ada, „ein wenig wie ein Tier…, zugleich sein Hund und sein Sklave“. Schließlich aber will Emil etwas Wesentliches ändern. Auf Amazon:…

Romankritik: Sonntag, von Georges Simenon (1958) – 7 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Die Schule der Nackten, von Ernst Augustin (2003) – 4 Sterne

Ein hochgebildeter Mann verbringt einen amüsanten Sommer in einem MünchnerMünchner FKK-Bad und verwertet das Gesehene literarisch. Als es Mitte September zu frisch wird, das gesammelte Material aber für einen Roman noch nicht reicht, besucht der Erzähler ergänzend ein esoterisches Nacktselbstfindungsseminar, das wie erwünscht weiteren kuriosen Stoff liefert. Am Ende folgt noch eine innenarchitektonisch völlig bizarre…

Romankritik: Die Schule der Nackten, von Ernst Augustin (2003) – 4 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Kochen mit Fernet-Branca, von Lewis Hamilton-Paterson (2004, engl. Cooking with Fernet Branca) – 6 Sterne

James Hamilton-Paterson erzählt hochintelligent-witzig von zwei Ausländern auf einem einsamen Hügel in der Toscana. Der Autor spielt mit Toscana- und Dolce-Vita-Klischees. Der Witz entsteht nicht aus der Handlung oder aus den Dialogen, sondern aus selbstironischen und gebildeten Bemerkungen des Ich-Erzählers und aus den absurden Rezepten für geräucherte Katze und ähnliche Delikatessen. Der Humor geht jedoch…

Romankritik: Kochen mit Fernet-Branca, von Lewis Hamilton-Paterson (2004, engl. Cooking with Fernet Branca) – 6 Sterne Weiterlesen »

Kritik Filmkomödie: Stella di Mare – Hilfe, wir erben ein Schiff (1999) – 7 Sterne

Nett verkrachte Wiener Familie steht ein paar Mal vor dem Ruin, wird aber stets durch Erbschaften und Lottogewinne wundersam gerettet. Im Hauptteil bringen sie eine rostige kleine Mittelmeerjacht in Gang (Regie, Kamera Xaver Schwarzenberger; Buch Ulrike Schwarzenberger; mit Erwin Steinhauer, Ulrike Beimpold, Corinne Cléry). Ein kleiner, gefälliger Spaß, der sich selbst nicht ernst nimmt und…

Kritik Filmkomödie: Stella di Mare – Hilfe, wir erben ein Schiff (1999) – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Filmkomödie: Meeresfrüchte (2005) – 6 Sterne – mit Video

Erst treibt’s nur die Frau mit dem Mann, die Tochter mit dem Motorradboy, der Sohn mit sich. Allmählich aber wird es verwickelt: Die Frau hat noch ’n Mann, ihr Mann hat auch noch ’n Mann, der Sohn kriegt auch noch ’n Mann (oder nicht?), der seinerseits nächtlich – und dann Klempner Didier – Ein munterer,…

Kritik Filmkomödie: Meeresfrüchte (2005) – 6 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Romankritik: Was am Ende bleibt, von Paula Fox (1970, engl. Desperate Characters) – 7 Sterne – mit Video

᛫ ᛫ ᛫ Sophie und Otto sind ein mittelaltes, kinderloses Ehepaar im New Yorker Stadtteil Brooklyn, lange vor der Gentrifizierung. Der Rechtsanwalt und die Übersetzerin besitzen ein apart-geschmackvolles Heim. Aber das Viertel um sie herum versinkt in Müll, Kriminalität und sinnloser Gewalt. Sophie wird von einer streunenden Katze gebissen, die Wunde verheilt nicht recht, die…

Romankritik: Was am Ende bleibt, von Paula Fox (1970, engl. Desperate Characters) – 7 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Romankritik: Kalifornische Jahre, von Paula Fox (1970, engl. The Western Coast) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Paula Fox schreibt sensibel intelligent, zurückgenommen, nie auftrumpfend, fein beobachtend mit spärlichem, dabei punktgenauem Dialog. Doch hat der Roman wenig Handlung und ausschließlich uninteressante bis unsympathische Figuren – Kontaktarme, Selbstsüchtige, Bizarre, Besessene, Haltlose, Entwurzelte in Südkalifornien Ende der 1930er Jahre. Für dieses Personal fallen mir fast eher englische Vokabeln ein, loser, loner,…

Romankritik: Kalifornische Jahre, von Paula Fox (1970, engl. The Western Coast) – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Memoiren, Kurzgeschichten: Die Zigarette und andere Stories, von Paula Fox (2011, engl. News from the World: Stories and Essays) – 7 Sterne

᛫ ᛫ ᛫ Mit In fremden Kleidern und Der kälteste Winter schrieb Paula Fox zwei knappe autobiografische Bücher. Weitere autobiografische Skizzen, die an diese zwei Bände anschließen, liefert die erste Hälfte von Die Zigarette und andere Stories (2011, engl. News from the World: Stories and Essays); es gibt nur zwei kurze punktuelle inhaltliche Überschneidungen (1)….

Kritik Memoiren, Kurzgeschichten: Die Zigarette und andere Stories, von Paula Fox (2011, engl. News from the World: Stories and Essays) – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Roman: Luisa, von Paula Fox (1984, engl. The Servant’s Tale) – 8 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   In diesem Buch passiert nicht viel, und die Hauptfiguren sind wunderlich. Fast hätte ich es nach 20 Seiten weggelegt, und das gibt’s selten, erst recht bei Paula Fox (1923 – 2017). 17 Verlage wollten das Manuskript nicht herausbringen (Quelle). Zum Glück erkannten letztlich ein Verlag und dann auch ich die Qualitäten,…

Kritik Roman: Luisa, von Paula Fox (1984, engl. The Servant’s Tale) – 8 Sterne Weiterlesen »

Kritik Roman: Lauras Schweigen, von Paula Fox (1976, engl. The Widow’s Children) – 7 Sterne

      Es ist eins dieser Familientreffen, das alle Beteiligten lieber mieden: „this ghastly chore, this family matter“. Eine Fünfergesellschaft verbringt einen Abend im Hotelzimmer und im Restaurant. Die Figuren umkreisen sich mit Nebengedanken, Hintergedanken, Erinnerungen und Abschweifungen. Sie ignorieren nach Belieben, sie reden Peinliches – und sonst passiert zunächst nicht viel. Der Roman…

Kritik Roman: Lauras Schweigen, von Paula Fox (1976, engl. The Widow’s Children) – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik Kindheitsmemoiren: In fremden Kleidern, von Paula Fox (2001, engl. Borrowed Finery) – 8 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   In stimmungsvollen Vignetten erinnert sich die gefeierte Autorin Paula Fox (1923 – 2017) an ihre Kindheit in und um New York, Los Angeles, Kuba, Florida, Montreal, Pennsylvania, New New Hampshire. Weil ihre Eltern sie nicht um sich haben wollten, wurde sie immer wieder weitergereicht – an einen Kirchenmann, an Verwandte, quer…

Kritik Kindheitsmemoiren: In fremden Kleidern, von Paula Fox (2001, engl. Borrowed Finery) – 8 Sterne Weiterlesen »

Kritik Biografie: Die vielen Leben der Paula Fox, von Bernadette Conrad (2011)

᛫ ᛫ ᛫   Das ist wirklich selten: Eine zuletzt gefeierte, ja von US-Lit-Star Jonathan Franzen gepushte US-Autorin bekommt ihre erste und bis Mitte 2019 einzige Biografie – und zwar von einer Deutschen, auf Deutsch geschrieben. Die Prophetin gilt wohl nichts im eigenen Land (und sie schrieb ja auch selbst bemerkenswerte Memoiren über einzelne Lebensabschnitte)….

Kritik Biografie: Die vielen Leben der Paula Fox, von Bernadette Conrad (2011) Weiterlesen »

Filmkritik: Ein griechischer Sommer (2011) – 7 Sterne – mit Video

Dieser griechische Dorffilm richtet sich an Jugendliche, mag aber auch Oldtimer heiter stimmen. Die Stars: eine Ziege, ein Pelikan und ein paar mediterrane Hügel und Strände, die fast an Mamma Mia erinnern. Die menschlichen Schauspieler sind nichts Besonderes. Und obwohl der Streifen im Deutschen „Ein griechischer Sommer“ heißt, gibt es nur am Rand eine kleine,…

Filmkritik: Ein griechischer Sommer (2011) – 7 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Nach oben scrollen