Mediterran

Filmkritik: Alexander, der Lebenskünstler (1968, mit Philippe Noiret) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswerter Bauernschwank aus einem französischen Dorf: Bauer Alexandre (Philippe Noiret) wird von seiner Frau jeden Tag per Walkie-Talkie über alle Felder gehetzt. Dann endlich rafft ein gnädiger Unfall das herrische Weib hinweg, und Alexandre legt sich zwei Monate ins Bett; zuvor lässt er noch alle Tiere frei, und zum Einkaufen schickt er sein gewitztes Hundchen….

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Filmkritik: Julieta (2016, von Pedro Almodóvar) – 7 Sterne – mit Video

Die Trauer einer Mutter über den Kontaktabbruch der Tochter steht im Mittelpunkt des Films;  die Vorgeschichte läuft in langen, meist überschaubar angeordneten Rückblenden durch. Der Kontaktabbruch kam für mich völlig überraschend, ebenso wie die nachgelieferte Begründung für das Abtauchen der Tochter. Die gezeigte Handlung macht das nicht ganz nachvollziehbar. Noch mehr Tragödie liefern zwei Todesfälle,…

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Rezension Erzählung: Heirate nie in Monte Carlo, von Graham Greene (1955, engl. Loser Takes All) – 7 Sterne – mit 2 Videos

Zwei englische Flitterwöchner verbringen 14 Tage in Monte Carlo, geraten in Geldnöte, werden reich, trennen sich und – Aber der Inhalt spielt gar nicht die große Rolle: So leicht wie dieses dünne Penguin-Taschenbuch ist auch sein Inhalt – eine milde Brise: Graham Greenes geistreich ironische, intelligente Dialoge plätschern possierlich dahin, gewürzt mit nonchalanten Bosheiten; er…

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Kritik TV-Spielfilm: Eine zweite Chance auf Glück (2018, mit Émilie Dequenne) – 7 Sterne

Drei kultivierte Paare leben in Trennung, ringen um alte und neue Beziehungen, um Sorgerecht, und suchen „eine zweite Chance auf Glück“. Sie agieren ruhig, überlegt, ohne große Ausbrüche, zugewandt noch im Moment der Enttäuschung; sie leiden still unter stillen Erwartungen der Partner. Seinen angenehm langsamen, nicht-hysterischen, nicht zu unrealistischen und in Frankreich preisgekrönten TV-Spielfilm garniert…

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Rezension TV-Spielfilm: Endlich Urlaub! (2005, mit Hannes Jaenikke, Heikko Deutschmann, Sonja Kirchberger) – 7 Sterne

Zwei Berliner Paare mit Kindern treffen zufällig vor dem Griechenland-Flug aufeinander und beharken sich schon beim Check-in. Doch es kommt noch schlimmer: Wirklich rein zufällig landen beide Paare im selben Ferienhaus, es wurde aus Versehen doppelt vergeben. Daraus entsteht eine gutbürgerliche Degeto-deutsche Rom-Kom oder ein Ferienstadl ganz klassisch mit verwechselten Schlafzimmertüren und Fast-Ehebrechern unterm Bett….

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Kritik Biografie: The Interior Castle, A Life of Gerald Brenan, von Jonathan Gathorne-Hardy 1992) – 7 Sterne – mit Video

Biograf Gathorne-Hardy (*1933) war mit Gerald Brenan (1894 – 1987) bekannt und sah ihn in Brenans späten Jahren öfter; er hält sich aber bewusst, wie er sagt, weitgehend aus der Biografie heraus (er versteckt seine durchaus längeren Brenan-Begegnungen seit jungen Jahren gern in Fußnoten, z.B. S. 419, S. 573; seine Frau portraitierte Brenan für die…

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In Andalusien war ich auch mal.

Kritik Andalusien-Memoiren: Südlich von Granada, von Gerald Brenan (1957, engl. South from Granada) – 7 Sterne

Von 1920 bis 1924 lebte der junge Engländer Gerald Brenan im andalusischen Bergdorf Yegen in den Alpujarras, dann kehrte er ab 1929 noch mehrfach zurück. Erst 1957 schrieb Brenan seine frühren Andalusien-Erinnerungen unter dem Titel South from Granada nieder. Dabei lässt Brenan einiges aus – unter anderem Liebeshändel – und wegen der hoch-informierten Verallgemeinerungen glaubten…

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Buchkritik: Frauen in Spanien, Erzählungen (1989) – 5 Sterne

Von den ca. 19 Texten habe ich ca. sieben oder acht gelesen. Davon hat mich keiner sonderlich angesprochen. Sie handelten überwiegend von jungen, modernen, städtischen Frauen – ohne jede mediterrane Romantik. Teils schienen mir die Kurzgeschichten nicht weiter frauenspezifisch, aber was weiß ich. In zwei Geschichten spielten nichtspanische Kunstwerke eine Rolle – die Mona Lisa…

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In Andalusien war ich auch mal.

Buchkritik: The Sierras of the South, von Alastair Boyd (1992) – 6 Sterne

Boyd erzählt, wie er 1958 mit seiner Frau von England ins andalusische Ronda zieht, um u.a. in Ruhe Romane zu schreiben und in wochenlangen Reitausflügen die Region zu erkunden – bewusst auf den Spuren großer englischer Spanien-Schreiber wie Ford und Borrow (S. 13 Flamingo-TB). Er zieht bald aufs Land, wird Bauer, Lehrer, Wirt, Tourguide und…

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In Andalusien war ich auch mal.

Andalusien-Wanderführer 2018 im Kurzvergleich (Rother, DuMont, Michael Müller, Hunter-Watts)

Die folgenden Bücher hatte ich da und erst einmal zuhause verglichen: Guy Hunter-Watts, Walking in Andalucía, 2016, 36 Touren, englisch Dumont Wanderführer Andalusien, 2018, 35 Touren (nicht mitgenommen) Veronica Frenzel, Michael Müller Verlag, Andalusien, 2011, 36 Touren (nicht mitgenommen) Bergverlag Rother, Andalusien Süd, 5. Aufl. 2017 Ob die Autoren GPS-Routen mitliefern (so wie Frenzel, Hunter-Watts…

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Buchkritik: Siesta italiana. Meine neue italienische Familie, von Chris Harrison (2007, engl. Head over Heel, Seduced by Southern Italy) – 5 Sterne

Chris Harrison verliebt sich in eine Italienerin und zieht 1999 zu ihr nach Italien – in ein Dorf südlich von Brindisi, dann auf dem Umweg über Sizilien nach Mailand und wieder zurück ins ursprüngliche Dorf. Fazit: Insgesamt wieder ein persönliches Italien-Buch, in dem das Land teils zum Bauerntheater verkommt (vgl. Jan Weiler, Stefan Maiwald; besser…

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Buchkritik: Die Leute von Port Madeleine, von Klaus Harpprecht (1989) – 6 Sterne

Das plätschert so ganz nett dahin: 15 einheitlich kurze Geschichtchen aus dem fiktiven Örtchen Port Madeleine an der Côte d’Azur, sicherlich dem südfranzösischen Wohnort des deutschen Autors nachempfunden, aber leider als Fiktion ausgegeben. Wir lernen die ganze Dorfgesellschaft kennen: den Wirt, seine Wirtin, die Postlerin, den Pfaffen, den Bürgermeister, seinen Stellvertreter und ihre Schreibkraft. Nach…

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Spionagebuch-Kritik: Garbo, der Spion, von Arno Molfenter (2014) – 5 Sterne

Ja, Molfenter erzählt einen dramatischen Spionagefall: Ein spanischer Hühnerzüchter foppt 1941 die deutsche Nazi-Abwehr mit frei erfundenen Nachrichten aus England und lässt sich von den Engländern noch als Doppelspion anwerben; der Mann trug offenbar wesentlich zu den erfolgreichen alliierten Landungen in Nordafrika und der Normandie bei. Molfenter entdeckte viel interessantes Material in den Archiven, interviewte…

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Spielfilmkritik: Siebenmal lockt das Weib (1967, mit Shirley MacLaine, Regie Vittorio de Sica) – 4 Sterne – mit Video

Die Frauen in diesem Episodenfilm sind zänkisch, dümmlich, niedlich und dominant. Hübsche Heimchen, die ihren männlichen Anhang am Nasenring durch die Arena ziehen, weil der noch dümmlicher ist. Begehren des anderen Geschlechts bügeln die Damen ab – vorerst, doch nicht auf Dauer, denn sie werden eigentlich gern umworben, notfalls auch von anonymen Passanten. Shirley Maclaine…

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Romankritik: Drei Frauen, von Georges Simenon (1959) – 4 Sterne – mit Medien-Links

Die junge, selbstbewusste Fallschirmspringerin und Rennfahrerin Sophie lebt mit einer labilen Freundin und einer Haushälterin zusammen. Da muss die fast vergessene Großmutter aufgenommen werden – sie kommt in die zweite Dienstbotenkammer. Zwischen den Frauen entsteht eine Art Machtkampf; zum Beispiel konfisziert Sophie den Konservenvorrat ihrer Großmutter, um Gäste zu bewirten; es gibt ein wenig Zickenkrieg,…

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Rezension: Monsignor Quijote, von Graham Greene (Roman 1982, engl. Monsignor Quixote) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Ein Dorfgeistlicher und ein kommunistischer Ex-Bürgermeister trudeln etwas ziellos mit dem Auto durch Nordspanien nach Franco. Befeuert von Vodka, aber vor allem Rotwein, debattieren sie unentwegt, sticheln gegen die Überzeugung des jeweils anderen, vergleichen immer wieder katholische Religion und kommunistische Anschauungen. Die Reisegefährten sind sich bei allen weltanschaulichen Unterschieden freundschaftlich gesonnen und genießen immer wieder…

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Rezension: Leihen Sie uns Ihren Mann, von Graham Greene (Kurzgeschichten 1967, engl. May We Borrow Your Husband?) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Graham Greene schreibt nonchalant, exquisit humorvoll mit geistreich-mokanten Dialogen, jederzeit ohne Wort-Bling, kaum einmal unverständlich enigmatisch. Das Gehabe ist englisch steif und passt in 40er-Jahre-Komödien; es erinnert auch an (einen strikt entkrassten) Mr. Bean. Schwule Inneneinrichter, alternde verlassene Damen, einfühlsame Jungehefrauen und lächerliche Pekinesen bevölkern die Kurzgeschichten, die zum Teil in Antibes und Nizza an…

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Südfrankreich, von Birgit Vanderbeke (2002, 2011) – 5 Sterne

Birgit Vanderbeke lebt in Südfrankreich, einige ihrer vergnüglichen Romane spielen dort und vermitteln gute Eindrücke vom Landleben. Ihre „Gebrauchsanweisung für Südfrankreich“ klingt jedoch wortreich, geschwätzig, betulich, bei gleichwohl leicht konsumierbarem Plauderton. Immer wieder konstruiert Birgit Vanderbeke hypothetische Reisesituationen mit einem männlichen Leser, der mit „Sie“ angeredet wird. Sie deutet ihre eigenen Südfrankreich-Erlebnisse mehrfach kurz an,…

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Filmkritik: Chocolat – Ein Biss genügt (Frankreich/England 2000, mit Juliette Binoche) – 5 Sterne – mit Video

Der Film ist noch ölig-süßer als die Schokokreationen, die Juliette Binoche hier unentwegt auftischt. Handlung und Bilder direkt aus dem Märchen: Gut und Böse stehen klar gegenüber, und zum völlig vorhersehbaren Schluss gelingen ein paar Crossover-Läuterungen (mit Juliette Binoche, Alfred Molina, Carrie-Anne Moss, Lena Olin, Johnny Depp, Judi Dench, Leslie Caron). Perma-innige Frauensolidarität, perma-brühwarmes Binoche-Lächeln,…

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Filmkritik: Das blaue Zimmer (Frankreich 2014) – 6 Sterne – mit Video

Die Simenon-Verfilmung wirkt optisch sehr edel, die beträchtliche Erotik nicht viel zu schwülstig, und nach 71 Minuten im Format 4:3 ist alles vorbei. Doch der Streifen wechselt fast im Sekundentakt die Zeitebene – mal vor, mal nach der Tat, ganz klar wird das Geschehen bis zum Schluss nicht. Die meisten Figuren außer Hauptdarsteller, Ko-Autor und…

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Rezension: Das blaue Zimmer, von Georges Simenon (Roman 1964) – 8 Sterne – mit Video

George Simenon beschreibt das Leben in der französischen Provinz wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Der verheiratete Landmaschinenhändler Toni Falcone kurvt über die Dörfer und betreut Bauern. Regelmäßig trifft er sich im Hotel seines Bruders mit einer ebenfalls verheirateten Geliebten; die möchte unbedingt ganz zu Falcone wechseln – doch dem stehen beide…

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Rezension: Die Marie vom Hafen, von Georges Simenon (1938) – 8 Sterne – mit Medien-Links

Simenon schildert die Atmosphäre in dem französischen Fischerort knapp, aber eindrucksvoll – die einlaufenden Boote, die Drehbrücke, die wartenden Frauen, Regen und Nebel. George Simenon (1903 – 1989) schrieb den Roman offenbar am Schauplatz der Handlung. Wie immer präsentiert er interessante Details, viele knappe Dialogzeilen, und er erzählt diesen Nicht-Maigret ohne Mord strikt chronologisch (O-Titel…

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Rezension: Der Mann mit dem kleinen Hund, von Georges Simenon (1964) – 7 Sterne

Der Ich-Erzähler ist ein betont dröger, alleinstehender Endvierziger in Paris. Er arbeitet in einem kleinen Antiquariat und redet praktisch nur mit seiner Chefin und seinem Pudel. Dieser Félix Allard schreibt sein wechselhaftes, aber langweiliges Leben in schlingernden Rückblenden auf. Erst ganz allmählich wird klar, dass die Hauptfigur vier Jahre im Gefängnis saß (O-Titel L’Homme au…

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Rezension: Fremd im eigenen Haus, von Georges Simenon (1940) – 6 Sterne – mit Video

Ein leicht verlotterter, weinseliger, alleinerziehender Kleinstadt-Rechtsanwalt muss überrascht feststellen, dass unter es unter seinem Dach nicht nur heimliche Parties und Krankenversorgung, sondern auch einen Mord gab. Georges Simenon (1903 – 1989) beschreibt die Vernetzung der verschiedenen Kleinstadt-Figuren wie Staatsanwalt, Wirt oder Gefängniswärter. Das ist ganz interessant, allerdings streut Simenon zu erkennbar falsche Fährten aus. Und…

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Rezension Magellan-Biografie: Over the Edge of the World, von Laurence Bergreen (2003) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Bergreen erzählt ruhig mit vielen Hintergründen. Zwar war die Reise laut Buchumschlag „terrifying“ und voller „sex“ und „violence“; gleichwohl schlägt der langjährige Erfolgsbiograf und Harvard-Absolvent Laurence Berggren im Buch keinen reißerischen Ton an und personalisiert auch nicht mehr als realistisch. So berichtet er auf den frühen Seiten sehr allgemein, fast dröge und praktisch ohne einzelne…

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Rezension Biografie: Magellan, von Tim Joyner (1992) – 4 Sterne – mit Vergleich

Der Biologe Tim Joyner hat zunächst sein Material nicht im Griff: Eifrig will er über alle Hintergründe und Umstände aufklären – und verwirrt den Leser doch bloß mit fast unkontrollierter Faktenflut und teils ausschließlich historischen Ortsnamen. Joyner beginnt mit der Geschichte der Seefahrt seit 4000 vor Christus und präsentiert allerlei adliges und kirchliches Personal ein…

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Rezension Biografie: Magellan, Der Mann und seine Tat, von Stefan Zweig (1937) – 6 Sterne – mit Vergleich

Stefan Zweig schreibt wortreich, blumig, altbacken, oft auch pathetisch tremolierend bis heillos over the top – mit reichlich Postponieren, rhetorischen Fragen, Adjektivkaskaden, erregten Parenthesen, Perfektpartizipien ohne Hilfsverb und muffigem Dativ-e („auf zermorschtem Schiffe“, S. 10). Zwar klingt die Sprache nie langweilig, nie schwach, der Wortschatz ist reich zumal bei Nautischem, die Geschichte bleibt meist spannend;…

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Kritik: Der Fotograf von San Marco, von Mario Adorf (Erzählungen 2003) – 5 Sterne

      Mario Adorf fasst hier seine italienischen Geschichten zusammen, die zuvor in verschiedenen Büchern erschienen. Zwei Erzählungen aus Rom und Sizilien kennt man zum Beispiel schon aus Der römische Schneeball. Fazit: Adorf plaudert leicht und locker, wie ein billiges Brioche; öfter wird es anheimelnd mediterran. Dennoch sind manche Sätze zu lang, zumal Adorf kein…

Kritik: Der Fotograf von San Marco, von Mario Adorf (Erzählungen 2003) – 5 Sterne Weiterlesen »

Kritik: Der römische Schneeball, von Mario Adorf (Erzählungen 1999) – 5 Sterne

       Mario Adorf ist sicher ein Netter, und man sieht sein Lächeln oft zwischen den Zeilen, wenn er seine Schnurren und Räuberpistolen vorträgt. Das gilt vor allem für die römische Titelgeschichte. Gerne mischt Adorf Epochen via Rückblende und per Geschichte in der Geschichte. Schwächen fallen gleichwohl ins Auge: Einzelne Sätze und ganze Handlungsabläufe…

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Kritik Filmkomödie: Die Ferien des Monsieur Hulot (1953, von und mit Jacques Tati) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswert, wie an einem gutbürgerlichen bretonischen Ferienstrand immer wieder kleine, skurrile Missgeschicke passieren, oft ausgelöst vom ungelenken Herrn Hulot/Tati, ausgedacht mit viel Fantasie, aber nie schrill. Eine Geschichte spielt sich hier zwar nicht ab, aber viele kleine, drollige Szenen zum Thema Sommerfrische am Meer. Es gibt kaum Dialoge, fast nur Geräusche – und zuviel immergleiche…

Kritik Filmkomödie: Die Ferien des Monsieur Hulot (1953, von und mit Jacques Tati) – 7 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Rezension frz. Beziehungsdrama: Die Ökonomie der Liebe (2016, fr. L’économie du couple) – 8 Sterne – mit Trailer

Die Wohnung gehört Marie, doch Ex Thierry will einfach nicht ausziehen. Sie zanken sich um die zwei Töchter, um Entschädigung für Thierrys Renovierungsleistungen und um die Zukunft. Bérénice Bejo überzeugt als junge, beherrschte Frau, die alles kopfgesteuert regeln und nie die Beherrschung verlieren will und kaum damit zurecht kommt, wie ihr doch die Kontrolle entgleitet….

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