New York

Filmkritik: Night on Earth (1991, von Jim Jarmusch, mit Gena Rowlands, Winona Ryder, Roberto Benigni) – 7 Sterne – mit Video

Der Film zeigt fünf unverbundene Geschichten von fünf längeren, nächtlichen Taxifahrten in fünf Großstädten – Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki. Regisseur und Autor Jim Jarmusch skriptete überwiegend hervorragend, teils sehr gefühlvoll, teils rabiat sarkastisch, mit starken Dia- und Monologen. Die Schauspieler bringen ihre oft schrägen Figuren oft überzeugend und sehr präsent auf…

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Kritik Kinofilm: Carol (2015, mit Cate Blanchett) – 7 Sterne – mit Video

New York in den 1950ern. Reiche Dame (Cate Blanchett) mit Kind lebt in den Scheidung, verliebt sich in eine kleine Verkäuferin (Rooney Mara). Sie verreisen gemeinsam, es kommt zum Skandal (Regie Todd Haynes). Carol – nach einem frühen Roman von Patricia Highsmith – ist überaus edel ausgestattet und in gedeckten Farben aufdringlich geschmackvoll gefilmt (Cincinnati…

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Romankritik: Was aus uns wird, von David Gilbert (2013, engl. & Sons) – 5 Sterne – mit int. Presse-Links

Der einstige Creative-Writing-Student David Gilbert schreibt ein gelungenes Englisch mit starken Dialogen. Wie andere Creative-Writing-Absolventen (T.C. Boyle, John Irving, Jess Walter etc.) klingt er bisweilen zu cool und kalkuliert, manchmal auch schlicht belehrend altklug verallgemeinernd (Irving und Walter lobten den Roman; ich kenne nur das englische Original als Random-House-TB und kann die Eindeutschung nicht beurteilen)….

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Rezension Kurzgeschichten: Pepsi-Hotel, von Lorrie Moore (1992, engl. Like Life) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Moore schreibt intelligent witzig, originell beiläufig, manchmal dachte ich an frühe Woody-Allen-Filme. Es gibt Autoren in New York, Autoren in der Provinz und Dozenten in der Provinz, hier schreibt Moore sicher aus eigenem Erleben. Sie behandelt dabei wohlgemerkt nicht Künstlerprobleme wie Schreibblockade o.ä., sondern es geht meist um Beziehungen. Lorrie Moore (*1957) säuselt elegant ätherisch,…

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Rezension Kurzgeschichten: Leben ist Glückssache, von Lorrie Moore (1985, engl. Self-Help) – 5 Sterne – mit Presselinks

Die neun nicht verbundenen Kurzgeschichten spielen meist in New York und füllen im Englischen kaum 150 bedruckte Seiten (ich kenne nur das englische Original). Fast immer ist das Grundmotiv traurig, sind Männer untreu: junge Frau wohnt mit Freund zusammen, will sich trennen, er durchkreuzt ihren Plan mit einer schweren Krankheit junge Frau wohnt mit scheinbar…

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Rezension: Drei Zimmer in Manhattan, von Georges Simenon (1946) – 6 Sterne – mit Video

Dieser Roman von Georges Simenon (1903 – 1989) hat keinen Maigret, keine Leiche, gar kein Verbrechen. Es geht um zwei gestrandete Europäer in New York. Die Einsamkeit, die Entwurzelung, die nächtlichen Gänge durch die Metropole trägt Simenon fingerdick auf (O-Titel Trois chambres à Manhattan). Bis zur 80. Seite erhalten wir keinen Hintergrund über den Mann…

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Rezension Memoiren: Ein amerikanischer Traum, von Barack Obama (1995, engl. Dreams from My Father) – 8 Sterne

Hawaii, Indonesien, Los Angeles und New York sind einige der Stationen dieser leicht fiktionionalisierten Jugend-Autobiografie, sie reicht von den Großeltern bis zu Obamas Studienbeginn nach ersten Arbeitsjahren. Besonders detailliert gerieten die Abschnitte über Obamas Sozialarbeit in Schwarzenvierteln von Chicago und über den Besuch bei der kenianischen Familie seines Vaters. Der Ex-US-President (*1961, im Amt Jan….

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Rezension Biografie: Barack Obama. Leben und Aufstieg/Die Brücke, von David Remnick (2010, engl. The Bridge) – 6 Sterne – mit Presse-Links & Video

Remnick erzählt Obamas Leben bis zum Einzug im Weißen Haus Anfang 2009. Die deutsche Hardcover-Ausgabe von 2010 heißt Barack Obama, Leben und Aufstieg; die offenbar textidentische Taschenbuchversion von 2012 erschien als Die Brücke: Barack Obama und die Vollendung der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Ich kenne nur die engl. Hardcover-Ausgabe The Bridge und kann die Eindeutschung nicht beurteilen….

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Rezension Biografie: Barack Obama, The Story, von David Maraniss, (2012) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Das Buch reicht von Obamas Urgroßeltern in Kansas und Kenia bis zu Obamas Jurastudiumbeginn 1988 in Harvard. Es endet also deutlich vor Beginn der politischen Laufbahn. Washington-Post-Journalist Maraniss erzählt ausführlich aus dem Kansas der 1920er Jahre, in Kenia geht er kurz zurück bis auf 1820. Fast stolz erwähnt Maraniss im Vorwort, dass der spätere US-Präsident…

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Filmkritiken zu: Hanna Arendt (2012, R von Trotta, D Sukowa) – 7 Sterne

Spiegel: … eine atemberaubende Barbara Sukowa… „Hannah Arendt“ ist auch ein sehr schöner Film über das Verfertigen der Gedanken beim Rauchen geworden. Die Denkerin auf dem Diwan ausgestreckt zu sehen, wie sie Rauchwolken produziert, ist nicht nur ein visueller, sondern auch ein intellektueller Genuss… Axel Milberg agiert sehr sympathisch als der offenbar sehr sympathische Ehemann…

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Rezension Arzt-Memoiren USA, Kongo: A Doctor’s Life: Unique Stories, von William T. Close (2001) – 6 Sterne

William T. Close (1924 – 2009) blickt auf ein langes, abenteuerliches Arztleben zurück. Er ist zudem Vater der berühmten US-Schauspielerin Glenn Close, die ihm und seiner Frau ein liebevolles Vorwort geschrieben hat. Auf etwa 48 Seiten beschreibt Close seine dramatischen Arzt-Anfänge in New Yorker Armenvierteln seit den 1950er Jahren. Dann folgen etwa 110 Seiten über…

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Buchkritik: Verbrannte Tage, von James Salter (Autobiografie 1997, engl. Burning the Days) – 7 Sterne

Salter (1925 – 2015) schreibt nicht streng chronologisch: Tritt eine neue Figur auf, erzählt er ihr Schicksal oder seine Beziehung zu ihr mitunter gleich über die nächsten Jahrzehnte hin, wenn auch nur auf wenige Seiten. Militär- und Autorenzeit überlappten sich in Salters Leben deutlich, aber er erzählt die entsprechenden Episoden in getrennten Buchteilen. Eisig klarer…

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Filmkritik: Shame (2011, mit Michael Fassbender, R Steve McQueen) – 5 Sterne – mit Video + Presse-Links

Michael Fassbender ist eindrucksvoll der entfremdete, gefühlsarme Yuppie in New York. Er kann’s nur mit Porno, Prostitutierten oder mit sich selbst, und das ununterbrochen; bei der netten Kollegin versagt er. Seine Schwester sucht bei ihm Unterschlupf, die hat auch einen an der Klatsche. Der Film beeindruckt durch lange Szenen, statische Einstellungen und viel Schweigen, die…

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Rezension Erzählungen: My Nine Lives, von Ruth Prawer Jhabvala (2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die neun Erzählungen sind sehr gleichmäßig jeweils knapp 30 Seiten lang: eine weibliche Ich-Erzählerin berichtet mehrere Jahre aus ihrem Leben, manchmal ihr ganzes Leben. Die Geschichten sind nicht miteinander verbunden, doch die Ich-Erzählerinnen leben häufig in Großstädten (fünfmal New York, zweieinhalbmal Delhi, eineinhalbmal Nachkriegs-London) und haben besondere Verbindungen zu Indien – wie die Autorin selbst….

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Rezension Kurzgeschichten: A Lovesong for India, von Ruth Prawer Jhabvala (2011) – 5 Sterne – mit Presse-Links

Die Geschichten spielen in den teuersten Immobilien von Delhi oder Mumbai, vor allem aber in New York: Anders als in frühereren Romanen oder in Kurzgeschichtensammlungen bis Out of India/dt. Eine Witwe mit Geld (1986) portraitiert Ruth Prawer Jhabvala diesmal die Oberschicht und Superreiche – eine Dichterfürstin, Hollywood-Stars, Bollywood-Stars (angelehnt an Amitabh Bachchan), Filmkritiker oder Popmanager,…

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Kritik romantische Komödie: Barfuß im Park (1967, mit Robert Redford, Jane Fonda) – 6 Sterne – mit Video & Presse-Links

Robert Redford und Jane Fonda ziehen frisch verheiratet in eine 1-Zimmer-Bruchbude in New York. Fonda ist ein naives, hysterisches, sexbesessenes Ding mit schönen Beinen, Redford ein spießiger Junganwalt. Ein schräger Nachbar und eine lächelnde Schwiegermutter komplettieren das Personal (Regie Gene Saks, O-Titel Barefoot in the Park). Die Schauspieler spulen einen routiniert gefälligen Witzreigen ab und…

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Rezension: The Short Stories of F. Scott Fitzgerald – A New Collection, Hg. Matthew J. Bruccoli (1989) – 7 Sterne

160 Kurzgeschichten soll F. Scott Fitzgerald geschrieben haben, dieser Band bringt 43 von ihnen auf gut 772 Seiten. Fitzgerald schrieb Kurzgeschichten meist, um schnelles Geld zu verdienen und freie Zeit für seine Romane zu gewinnen; er redete manchmal verächtlich über seine Kurzgeschichten-Arbeit, und manche Kritiker tun alle Kurzgeschichten als Kommerzware ab. Doch Fitzgerald erzählt auch…

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Rezension Biografie: Some Sort of Epic Grandeur, The Life of F. Scott Fitzgerald, von Matthew J. Bruccoli (2002, Second Revised Edition) – 7 Sterne – mit Pressekommentaren

Autor Bruccoli (1938 bis 2008) galt zu Lebzeiten als bekanntester Fitzgerald-Gelehrter. Der Haupttext dieser Fitzgerald-Biografie hat gut 500 Seiten, auf eher großem Druckblatt und eher eng bedruckt, also viel Stoff. Dazu kommen rund 155 Seiten Vorwörter, Zeittafeln, Danksagungen und Anhänge wie Bibliografien, Anmerkungen, Stichwortverzeichnis und ein paar reproduzierte interne Aufzeichnungen Fitzgeralds, etwa seine Finanzen und…

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Rezension Kinofilm: Der große Gatsby (1974, mit Robert Redford, Mia Farrow) – 5 Sterne – mit Video & Romanvergleich

Der große Gatsby hat ein Riesenanwesen gebaut, um seine Ex Daisy wiederzugewinnen – obwohl die inzwischen den Millionär Buchanan geheiratet hat. Gatsby darf sie küssen, aber so ganz zu ihm zurück kehrt sie einstweilen nicht. Dann kommt es zum mehrstufigen Showdown. Robert Redford spielt Gatsby wie eine gutaussehende, leicht sedierte Schaufensterpuppe. Gefühle kann er nicht…

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Rezension Kinofilm: Der große Gatsby (2013, Regie Baz Luhrmann, mit Leonardo DiCaprio) – 5 Sterne – mit Romanvergleich

Disney goes Roaring Twenties, das Jazz-Age wird mit Rap und Discomucke vertont: Nichts erscheint echt in diesem Erfolgsfilm, ein bonbonbuntes Kirmesspektakel macht Regisseur Baz Luhrmann aus F. Scott Fitzgeralds Romanklassiker, der 1922 bei New York spielt. Alle Farben sind gepoppt, alle Gebäude scheinbar aus Plastik oder Pixeln, viel zu fantastisch und abgehoben sehen sie aus,…

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Kritik Roman: Der große Gatsby, von F. Scott Fitzgerald (1925, engl. The Great Gatsby) – 8 Sterne – mit Hintergründen, Links

Der Roman wurde zum Klassiker, wenn auch erst Jahrzehnte nach dem Erscheinen und nachdem der Autor sich totgesoffen hatte. F. Scott Fitzgerald erzählt von männlichen Männern in New York 1922. Sie sind reich, sie sind mächtig, sie sind hartleibig. Sie nehmen sich, was sie wollen: Häuser, Frauen, Fassaden, Imperien, noch mehr Frauen, Wasserflugzeuge, neue Namen….

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Kritik Roman: Die Schönen und Verdammten, von F. Scott Fitzgerald (1922, engl. The Beautiful and Damned) – 6 Sterne – mit Hintergründen, Kritiken, Links & Video

New York in den 1910er-Jahren: Junger Schnösel angelt sich hohle Nuss. Er sorgloser Erbe; sie selbstsüchtig, aber ultimativ dekorativ, ein must-have. Geld spielt keine Rolle, jedenfalls bald nicht mehr, wenn Opa hoffentlich den Löffel ab- und das Erbe freigibt. Der Trauerfall wird herbeigesehnt, denn die Göttergattin ist high maintenance. Doch nach der Hochzeit kriselt die…

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Romankritik: Diesseits vom Paradies, von F. Scott Fitzgerald (1920, engl. This Side of Paradise) – 3 Sterne – mit Presse-Links

Der stark autobiografisch geprägte Erstlingsroman beschreibt Schüler- und Studentenzeit sowie erste Berufserfahrungen in New York in den 1910er Jahren. Besonders detailreich berichtet Fitzgerald vom Studium in Princeton. Dabei kümmert er sich kaum ums allgemeine Publikum, mit Vergnügen lesen diese Insidergeschichten wohl nur amerikanische Ex-Studenten. Der zweite Teil über das Leben als Werber in New York…

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Rezension des Romans Ich nun wieder. Story of My Life, von Jay McInerney (1988, engl. Story of My Life) – 7 Sterne

Alison Poole ist eine 20jährige Schauspielschülerin im New York der 1980er. Bis jetzt war sie mit 36 Männern im Bett, sie nimmt Kokain und fliegt fast aus der Wohnung. Als Ich-Erzählerin in Jay McInerneys zweitem Roman – nach Ein starker Abgang/Bright Lights, Big City – redet Alison sehr trocken, cool, zynisch, unsentimental. Vor allem: Sie…

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Rezension Kurzgeschichten: The Last Bachelor, von Jay McInerney (2009) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Die zwöf Kurzgeschichten spielen überwiegend in schicken oder zumindest atmosphärischen New Yorker Milieus, unter Autoren, Firmenchefs und Damen der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Paare, die sich fast immer betrügen. Aber es ist nie das ganz große Drama, auch wegen McInerneys abgeklärten Tonfalls (Stand August 2015 nicht auf Deutsch erhältlich). Jay McInerney erzählt sehr sicher, baut…

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Internationale Romankritiken & Links zu: Das gute Leben, von Jay McInerney (2006, engl. The Good Life)

In dem Roman erzählt Jay McInerney eine Liebesgeschichte in New York, die unmittelbar vor und nach den Anschlägen auf das World Trade Center spielt. Die Hauptfiguren begegnen sich als freiwillige Helfer direkt nach dem Unglück. McInerney war selbst als Helfer vor Ort gewesen. Das Ehepaar Calloway aus Das gute Leben kennt man bereits aus McInerneys…

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Buchkritik: The Last Sultan. The Life and Times of Ahmet Ertegun, von Robert Greenfield 2012 – Biografie über den schillernden Chef von Atlantic Records – mit 4 Videos – 7 Sterne – mit Presse-Links

Der etablierte Popjournalist Robert Greenfield schildert das aufregende Leben des US-Plattenmanagers Ahmet Ertegün (1923 – 2006) – von der Kindheit als Sohn des türkischen Botschafters in den Hauptstädten der westlichen Welt bis zu Ertegüns Zeit als Chef von Atlantic Records: Er arbeitet mit Ray Charles, Neil Young, den Rolling Stones, Led Zeppelin, aber auch mit…

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Rezension Quasselkomödie: Der Stadtneurotiker – Annie Hall (1977, von und mit Woody Allen) – 2 Videos – 7 Sterne

In dieser Quasselkomödie reden Woody Allen und Diane Keaton unablässig und sehr intellektuell über ihre Beziehung. Dabei sind sie meist in New York, sonst in Los Angeles. Der mehrfach Oscar-gekrönte Film springt zwischen verschiedenen Zeitebenen und Woody Allen tritt gelegentlich aus der Handlung heraus, um direkt in die Kamera zu reden oder um andere Figuren…

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Rezension Jungehe-Film: Blue Valentine (2010, mit Ryan Gosling, Michelle Williams) – mit Trailer – 8 Sterne

Krankenschwester Cynthia (Michelle Williams) und Anstreicher Dean (Ryan Gosling) sind seit fünf Jahren verheiratet und haben eine Tochter. Der Spielfilm zeigt die Phase, in der sich Dean und Cynthia kennenlernen und zusammenkommen; und eine Phase fünf Jahre später, in der die Beziehung stark kriselt. Die Zeitebenen wechseln immer wieder, beim ersten und zweiten Mal verwirrt…

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Rezension US-Spielfilm: Half Nelson (2005, mit Ryan Gosling) – mit Trailer – 8 Sterne

Die Handlung deprimiert, die Szenerie auch. Der Film deprimiert noch mehr, wenn man sich vor Augen hält, dass er eher zu optimistisch ausgeht. Hauptdarsteller Ryan Gosling und alle anderen spielen traumwandlerisch sicher, mit glamourfreier melancholischer Coolness (wie in Blue Valentine verkehrt Gosling in einfacheren Gesellschaftsschichten und droht in eine Abhängigkeit abzugleiten); Autoren und Regisseur nehmen…

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Rezension US-Roman: Easter Parade, von Richard Yates (1976) – 8 Sterne

Der nur 222 (englische) Seiten lange Roman folgt zwei Schwestern in und um New York von früher Kindheit bis in späte Lebensjahre – von den 1930ern bis in die 70er Jahre. Yates (1926 – 1992) schildert schlichte Menschen der unteren Mittelschicht, die selten Anlass zu Freude haben und gern ins Glas schauen. Die Filmrechte sind…

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