annehmbar

Romankritik: Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen, von Werner Schandor (2005) – 4 Sterne

Werner Schandor schreibt ein verkopftes Roman-Experiment ĂĽber ein verkopftes Liebes-Experiment: Der verkopfte Doktorand Thomas Feigl will eine Freundin ohne Liebesqualen haben und sich irgendwie an Erich Fromm orientieren. Gedacht, getan, er lacht sich lockerleicht die junge, schlichte, aber super bekurvte Schuhverkäuferin Manuela an. Die Dinge entwickeln sich erst einmal vielversprechend, aber auf Dauer nicht so…

Romankritik: Thomas Feigl will die Kunst des Liebens lernen, von Werner Schandor (2005) – 4 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Der schwarze Grat, von Burkhard Spinnen (2003) – 4 Sterne

Das biografieartige Sachbuch hat zwei Hauptfiguren: den mittelständischen schwäbischen Unternehmer Walter Lindenmaier, dessen Leben wir etwas kennen lernen und den Autor Burkhard Burkhard Spinnen (*1956), von dem wir auch weitaus zu viel hören, u.a. diese Einlassungen: „Um es nicht zu vergessen, schreibe ich als erstes Wort ‚Vater‘ in den Notizblock und mache ein Fragezeichen dahinter“…

Buchkritik: Der schwarze Grat, von Burkhard Spinnen (2003) – 4 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Naturlyrik, Anfängerkurs, von Frank Schulz (2008) – 5 Sterne

Das Postkarten-groĂźe Bändchen präsentiert auf 84 luftig bedruckten Seiten Gereimtes von Komikmeister Frank Schulz. Dessen Hagener Trilogie amĂĽsierte streckenweise; im poetischen Fach klingt Frank Schulz wohl an Robert Gernhardts naive Verschmitztheit an, erreicht ihn aber nicht – es bleibt peplos. Naturlyrik enthält Schulz‘ schmächtiges trotz des Titels kaum. Wie vielleicht bei diesem Autor zu erwarten,…

Buchkritik: Naturlyrik, Anfängerkurs, von Frank Schulz (2008) – 5 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Wendepunkt, von Klaus Mann (Autobiografie, 1949) – 5 Sterne

Klaus Mann – Sohn Thomas und Katia Manns, Bruder von Erika, Monika und Golo Mann, Neffe Heinrich Manns – schreibt streckenweise vollmundig sĂĽffisant mit gutem Zug. Mitunter klingt er salopp wie in privater Runde, zugleich mild spöttisch und pikant mokant. Mann mag seine Lieblingsstadt Paris (wegen oder) „trotz all ihrer frivolen Blasiertheit, ihrer zynischen Korruption“…

Buchkritik: Wendepunkt, von Klaus Mann (Autobiografie, 1949) – 5 Sterne Weiterlesen »

Spielfilmkritik: Siebenmal lockt das Weib (1967, mit Shirley MacLaine, Regie Vittorio de Sica) – 4 Sterne – mit Video

Die Frauen in diesem Episodenfilm sind zänkisch, dĂĽmmlich, niedlich und dominant. HĂĽbsche Heimchen, die ihren männlichen Anhang am Nasenring durch die Arena ziehen, weil der noch dĂĽmmlicher ist. Begehren des anderen Geschlechts bĂĽgeln die Damen ab – vorerst, doch nicht auf Dauer, denn sie werden eigentlich gern umworben, notfalls auch von anonymen Passanten. Shirley Maclaine…

Spielfilmkritik: Siebenmal lockt das Weib (1967, mit Shirley MacLaine, Regie Vittorio de Sica) – 4 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Spielfilmkritik: Grasgeflüster (2000, mit Craig Ferguson, Brenda Blethyn) – 4 Sterne – mit Video

Eine Komödie vom FlieĂźband, schnellverdaulicher Fluff ohne Ecken, ohne Kanten: Eine gestandene Dorfmadam (Brenda Blethyn) zĂĽchtet Marihuana und verkauft es an GroĂźdealer, um die Zwangsversteigerung ihres Traumheims abzuwenden. Weil das Ganze in einem englische KĂĽstenkaff spielt, baut das Drehbuch gleich noch ein Dutzend schrille Provinzkäuze mit ein. Anklänge an Local Hero sind wohl eingeplant. Und,…

Spielfilmkritik: Grasgeflüster (2000, mit Craig Ferguson, Brenda Blethyn) – 4 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Kritik TV-Spielfilm: Süßer September (2015, mit Caroline Peters) – 5 Sterne

Der TV-Spielfilm beginnt mit pfiffigen, lakonischen Dialogen, gleitet dann aber entschlossen ins Klischierte. Drehbuchroutinier Sathyan Ramesh schreibt gnadenlos wirklich alles rein: Einsamer an der Bar, Einsame an der Bar, UnglĂĽckliche auf der Hochzeit ihres Ex, eine gesund aussehende Todkranke, gleich danach Sterbeszene im Hospital, Beerdigung, fast noch ein Bitte-bleib-Drama am Flugi. Bollywood lässt grĂĽĂźen, nur…

Kritik TV-Spielfilm: Süßer September (2015, mit Caroline Peters) – 5 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Wir waren fünf, von Viktor Mann (Biografie Mann-Familie, 1949) – 6 Sterne

Viktor Mann war 15 bzw. 19 Jahre jĂĽnger als seine berĂĽhmten BrĂĽder Thomas Mann und Heinrich Mann. Er nannte sie im MĂĽnchner Zuhause sogar Onkel. Viktor Mann war auch kein Schriftsteller, ging 1933 nicht ins Exil, sondern wurde Agrarwissenschaftler und Sachverständiger fĂĽr Banken. Seine Familienerinnerungen schreibt Viktor Mann (1890 – 1949) frisch und launig von…

Buchkritik: Wir waren fünf, von Viktor Mann (Biografie Mann-Familie, 1949) – 6 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Vergangenes und Gegenwärtiges, von Monika Mann (Erinnerungen 1956) – 5 Sterne

Monika Mann klingt oft wirr und nebulös, die wenigen gelieferten Fakten sind nach Auskunft ihrer Geschwister, Mutter und der Mann-Biografen unzuverlässig. Doch Monika Mann – die AuĂźenseiterin der sechs Thomas-Mann-Kinder – schreibt einen mitunter seltsam berĂĽhrenden Stil, der mich manchmal gegen meinen Willen und bessere Einsicht hypnotisiert (S. 11 rororo-Ausgabe): …das Elementare der Kindheit und…

Buchkritik: Vergangenes und Gegenwärtiges, von Monika Mann (Erinnerungen 1956) – 5 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Katias Mutter, von Inge und Walter Jens (2005, über Hedwig Pringsheim, Schwiegermutter Thomas Manns) – 5 Sterne

Die Biografie ĂĽber Hedwig Pringsheim (1855 – 1942, Mutter von Katia Mann, damit Schwiegermutter von Thomas Mann) stĂĽtzt sich auf viele Briefe, Journaleinträge und Zeitungsglossen der Hauptfigur, auĂźerdem auf den SchlĂĽssel-Klatschroman der Mutter Hedwig Dohm, Sibilla Dalmar (klingt fast nach F. Scott Fitzgeralds ebenfalls mondäner Nancy Lamar); Dohm verwendet offenbar die Briefe der in höchste…

Buchkritik: Katias Mutter, von Inge und Walter Jens (2005, über Hedwig Pringsheim, Schwiegermutter Thomas Manns) – 5 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Frau Thomas Mann, von Inge und Walter Jens (2003, Biografie Katia Mann) – 5 Sterne

Ganz glĂĽcklich wurde ich nicht mit dieser Biografie von Thomas Manns Ehefrau Katia (1883 – 1980). Die HauptgrĂĽnde: gutteils allgemeine Familienbiografie der Manns wie aus anderen BĂĽchern bekannt; teils zuviel Fachwissen voraussetzend; weniger Briefzitate von Katia Mann als etwa in Die Briefe der Manns (hgg. v. Tilmann Lahme u.a.); immer wieder irritierende kurze nicht-chronologische Vorgriffe;…

Buchkritik: Frau Thomas Mann, von Inge und Walter Jens (2003, Biografie Katia Mann) – 5 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Herr und Hund, von Thomas Mann (1918) – 6 Sterne

Thomas Mann schreibt sehr detailliert und verallgemeinernd ĂĽber sich und seinen stĂĽrmischen Hund Bauschan, einen Wildfang im Wortsinn und darĂĽber hinaus. Dabei zeichnet Mann ein gehoben bĂĽrgerliches Idyll und gibt sich als souverän urbaner Grandsigneur, der die treu-doofe Kreatur gönnerhaft belächelt: Bauschans „volkstĂĽmlich schlichter Sinn“ (S. 37 Fischer-TB) „in seiner bäurisch ungeschickten Haltung“ (S. 30),…

Buchkritik: Herr und Hund, von Thomas Mann (1918) – 6 Sterne Weiterlesen »

App-Kritik: BayernAtlas (Landkarten-App) – 4/10 Sterne

Getestet wurde BayernAtlas in der Android-Version, Stand Juli 2018. Es gibt auch eine iOS-Version, die Karten zudem im Internet hier (klick/tipp). Die verschiedenen Kartenbilder sind gut fĂĽr Entdecker in Bayern und zeigen auf dem Land Namen und kleinste Merkmale wie einzelne Schuppen und Bäche  teils genauer und besser bezeichnet als Google Maps oder Open Street…

App-Kritik: BayernAtlas (Landkarten-App) – 4/10 Sterne Weiterlesen »

Buchkritik: Erika Mann, von Irmela von der Lühe (2009) – 6 Sterne – mit Links & Medien-Kommentaren

  Die glänzende Erika Mann bekommt eine blasse Biografie. Literaturprofessorin Irmela von der LĂĽhe schreibt teils professoral, gelegentlich feuilletonistisch maniriert – ohne Angst vor Dativ-e, Wiederholungen und Umständlichem; sie mĂĽht sich erkennbar nicht um kompakte, abwechslungsreiche, entschlackte und entschachtelte Sprache und Nutzerfreundlichkeit. Ein Beispielsatz von S. 25 (rororo-TB): Ăśber das erste Kapitel kam Erika nicht…

Buchkritik: Erika Mann, von Irmela von der Lühe (2009) – 6 Sterne – mit Links & Medien-Kommentaren Weiterlesen »

Buchkritik: Das Jahrhundert der Manns, von Manfred Flügge (2015) – 5 Sterne – mit Links

Manfred FlĂĽgge redet sehr wie ein Eingeweihter mit knappen Anspielungen und vielen offen bleibenden Punkten; er outet meine BildungslĂĽcken gnadenlos. Gelegentlich produziert er auch schlicht unklare BezĂĽge, vor allem in der zweiten Hälfte; man weiĂź nicht, wer mit „er“ gemeint ist o.ä. FlĂĽgge wechselt häufiger das Thema und bemĂĽht sich nicht um Linearität – kommt…

Buchkritik: Das Jahrhundert der Manns, von Manfred Flügge (2015) – 5 Sterne – mit Links Weiterlesen »

Buchkritik: Leichtes Licht, von Hans Pleschinski (2005) – 5 Sterne

Diesen Kanaren-Trip setzte Hans Pleschinski gnadenlos von der Steuer ab, bis hin zum Cappu am Flugsteig, Seite 12: „2 Euro 80.“… Zu D-Mark-Zeiten hatte der Kaffee hier auch schon 2,80 gekostet. Hans Pleschinski plaudert possierlich dahin, allerlei feuilletonistisch Verspieltes kommt seiner Protagonistin in den Sinn, neben zierlichen Gehässigkeiten ĂĽber Prolls, BordfraĂź und die „nicht durchwegs…

Buchkritik: Leichtes Licht, von Hans Pleschinski (2005) – 5 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Drei Frauen, von Georges Simenon (1959) – 4 Sterne – mit Medien-Links

Die junge, selbstbewusste Fallschirmspringerin und Rennfahrerin Sophie lebt mit einer labilen Freundin und einer Haushälterin zusammen. Da muss die fast vergessene GroĂźmutter aufgenommen werden – sie kommt in die zweite Dienstbotenkammer. Zwischen den Frauen entsteht eine Art Machtkampf; zum Beispiel konfisziert Sophie den Konservenvorrat ihrer GroĂźmutter, um Gäste zu bewirten; es gibt ein wenig Zickenkrieg,…

Romankritik: Drei Frauen, von Georges Simenon (1959) – 4 Sterne – mit Medien-Links Weiterlesen »

Rezension: Monsignor Quijote, von Graham Greene (Roman 1982, engl. Monsignor Quixote) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Ein Dorfgeistlicher und ein kommunistischer Ex-BĂĽrgermeister trudeln etwas ziellos mit dem Auto durch Nordspanien nach Franco. Befeuert von Vodka, aber vor allem Rotwein, debattieren sie unentwegt, sticheln gegen die Ăśberzeugung des jeweils anderen, vergleichen immer wieder katholische Religion und kommunistische Anschauungen. Die Reisegefährten sind sich bei allen weltanschaulichen Unterschieden freundschaftlich gesonnen und genieĂźen immer wieder…

Rezension: Monsignor Quijote, von Graham Greene (Roman 1982, engl. Monsignor Quixote) – 6 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Biografien: The Life of Graham Greene, Vol. I 1904 – 1939 (1989), Vol. II 1939 – 1955 (1994), Vol. III 1955 – 1991 (1999), von Norman Sherry – 6 Sterne – mit Presse-Links

Graham Greene hatte Norman Sherry 1974 zum Biografen ernannt, ihm unbeschränkten Zugang zu allen Briefen und TagebĂĽchern und ĂĽber 17 Jahre viele Interviews gegeben – und die Erlaubnis, alles zu zitieren, auch seine Romane. Sherry schrieb von 1976 bis 2002. Er sprach ausfĂĽhrlich mit allen Familienangehörigen, Frauen, Bekannten, Kollegen, las unveröffentliche Teile Greenescher Memoiren und…

Rezension Biografien: The Life of Graham Greene, Vol. I 1904 – 1939 (1989), Vol. II 1939 – 1955 (1994), Vol. III 1955 – 1991 (1999), von Norman Sherry – 6 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Biografie: Graham Greene, Eine Biographie, von Michael Shelden, 1994, engl. The Man Within (UK), The Enemy Within (USA) – 5 Sterne

Michael Shelden hatte weit weniger Greene-Zugang und Greene-Abdruckrechte als Greenes offizieller Biograf Norman Sherry – einmal wiesen Greenes Anwälte Shelden brieflich in die Schranken, wie Shelden selbst schreibt. Vielleicht klingt Shelden (*1951) deshalb ab Seite 1 unermĂĽdlich boshaft, wie verbissen wĂĽhlt er nach Anhaltspunkten fĂĽr Greenes niederen Charakter: Shelden schildert Graham Greene als sexuell besessen,…

Rezension Biografie: Graham Greene, Eine Biographie, von Michael Shelden, 1994, engl. The Man Within (UK), The Enemy Within (USA) – 5 Sterne Weiterlesen »

Rezension: Seeds of Fiction – Graham Greene’s Adventures in Haiti and Central America 1954 – 1983, von Bernard Diederich (2012) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Der weitgereiste Time-Journalist, Haiti- und Mittelamerika-Kenner Bernard Diederich (*1926) lebte vor allem auf Haiti, in Mexiko und Miami. Er begleitete Graham Greene (1904 –1991) ab 1954 ĂĽber Jahrzehnte auf vielen Reisen in der Region und lieferte ihm viele Gesprächspartner zu, einschlieĂźlich einiger Machthaber. Auf den ersten 150 von 300 Seiten berichtet Diederich ĂĽber Haiti und Graham…

Rezension: Seeds of Fiction – Graham Greene’s Adventures in Haiti and Central America 1954 – 1983, von Bernard Diederich (2012) – 6 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Reisenotizen: In Search of a Character, von Graham Greene (1961) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die luftig bedruckte 106-Seiten-Fibel enthält zwei TagebĂĽcher Graham Greenes aus Belgisch-Kongo 1959 (heute Demokratische Republik Kongo) und von einer Schiffsreise nach Sierra Leone 1941. Bei der Kongo-Reise sammelt Greene gezielt Material fĂĽr den geplanten Roman Ein ausgebrannter Fall/A Burnt-out Case. Die knappen Notizen waren ursprĂĽnglich nicht zur Veröffentlichung gedacht. Graham Greene stimmte der Buchform allerdings…

Rezension Reisenotizen: In Search of a Character, von Graham Greene (1961) – 6 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Produktkritik: infactory Funkuhr Großes Display – 5 Sterne

Zehn Minuten nach Einlegen der Batterien zeigte die Uhr Zeit und Temperatur korrekt an. Batterien liegen nicht bei, das finde ich wohlgemerkt gut (weil ich lieber nur aufladbare im Haus habe). Aufgrund der schrägstehenden Uhr in der Abbildung und wegen der Werbezeile („fĂĽr Wand oder Tisch“) hatte ich fälschlich einen ausklappbaren StellfuĂź wie bei einem…

Produktkritik: infactory Funkuhr Großes Display – 5 Sterne Weiterlesen »

Rezension Sprechführer: Kauderwelsch (Kiriolu) Kapverdisch Wort für Wort von Nicolas Quint – 4 Sterne

Die etwa 196 kleinen Seiten (2. Auflage 2017) sind äuĂźerst spärlich bedruckt. Zudem beginnt der Sprechteil erst ab Seite 85, davor liest man viel Grammatik (die fĂĽr Touristen speziell bei Kreol nicht so wichtig ist). Der Band enthält viele landeskundliche Informationen und Verhaltenstipps zu den Kapverden – die will man in einem SprechfĂĽhrer gar nicht…

Rezension Sprechführer: Kauderwelsch (Kiriolu) Kapverdisch Wort für Wort von Nicolas Quint – 4 Sterne Weiterlesen »

Rezension: Gebrauchsanweisung für Südfrankreich, von Birgit Vanderbeke (2002, 2011) – 5 Sterne

Birgit Vanderbeke lebt in SĂĽdfrankreich, einige ihrer vergnĂĽglichen Romane spielen dort und vermitteln gute EindrĂĽcke vom Landleben. Ihre „Gebrauchsanweisung fĂĽr SĂĽdfrankreich“ klingt jedoch wortreich, geschwätzig, betulich, bei gleichwohl leicht konsumierbarem Plauderton. Immer wieder konstruiert Birgit Vanderbeke hypothetische Reisesituationen mit einem männlichen Leser, der mit „Sie“ angeredet wird. Sie deutet ihre eigenen SĂĽdfrankreich-Erlebnisse mehrfach kurz an,…

Rezension: Gebrauchsanweisung für Südfrankreich, von Birgit Vanderbeke (2002, 2011) – 5 Sterne Weiterlesen »

Thailand

Rezension: Frauen auf den Philippinen, Kurzgeschichtensammlung 1987 – 5 Sterne

Neben Kurzgeschichten enthält der schmale dtv-Band auch drei biografische Protokolle sowie Gedichte, die ich nicht gelesen habe, weil mir die Lyrik-Ader fehlt. Die Texte stammen ausschlieĂźlich von Frauen, u.a. von Ester Vallado DaRoy, Lina Espina Moore, Amelia Lapeña Bonifacio und Ines Taccad Camayo. (Zum Vergleich: Der Band Frauen in Thailand, 1989, bringt fast nur Kurzgeschichten,…

Rezension: Frauen auf den Philippinen, Kurzgeschichtensammlung 1987 – 5 Sterne Weiterlesen »

Thailand

Rezension: Frauen in Thailand (Kurzgeschichten 1989) – 5 Sterne

Der 220-Seiten-Band enthält Kurzgeschichten und ein Gedicht ĂĽber Frauen in Thailand, geschrieben von Männern und Frauen, u.a. Pira Sudham, Atsiri Dhammachoti, Krisna Asokesin, Lao Kamhom, Manop Thanomsi, Visanchani Nakorn, Sri Dao RĂĽang, Sirem-on Unehathup, Prabhassorn Sevikun, Mon. Methi, Wat Wanlayangkun, Rong Wongsawan, Kong Krailat, K. Surangkanang und Niramon Prudtatorn. Herausgeberin Hella Kothmann begrĂĽndet die Aufnahme…

Rezension: Frauen in Thailand (Kurzgeschichten 1989) – 5 Sterne Weiterlesen »

Romankritik: Was aus uns wird, von David Gilbert (2013, engl. & Sons) – 5 Sterne – mit int. Presse-Links

Der einstige Creative-Writing-Student David Gilbert schreibt ein gelungenes Englisch mit starken Dialogen. Wie andere Creative-Writing-Absolventen (T.C. Boyle, John Irving, Jess Walter etc.) klingt er bisweilen zu cool und kalkuliert, manchmal auch schlicht belehrend altklug verallgemeinernd (Irving und Walter lobten den Roman; ich kenne nur das englische Original als Random-House-TB und kann die Eindeutschung nicht beurteilen)….

Romankritik: Was aus uns wird, von David Gilbert (2013, engl. & Sons) – 5 Sterne – mit int. Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Kurzgeschichten: Sommermeteor, von Arno Schmidt (1969) – 6 Sterne – mit Link zu Leseprobe

Die Kurzgeschichten belegen meist nur vier bis sechs Seiten. Viele beschreiben den Alltag eines eigenbrötlerischen Schriftstellers in einer Mittelstadt (Darmstadt, das nicht genannt wird). Er geht gern nachts spazieren und hat ein stets interessiertes Auge fĂĽr die Damenwelt, ohne bei dieser je ernsthaft zu landen (auĂźer in einer albernen Fantasie). Ăśberhaupt passiert nicht viel –…

Rezension Kurzgeschichten: Sommermeteor, von Arno Schmidt (1969) – 6 Sterne – mit Link zu Leseprobe Weiterlesen »

Filmkritik: Chocolat – Ein Biss genĂĽgt (Frankreich/England 2000, mit Juliette Binoche) – 5 Sterne – mit Video

Der Film ist noch ölig-sĂĽĂźer als die Schokokreationen, die Juliette Binoche hier unentwegt auftischt. Handlung und Bilder direkt aus dem Märchen: Gut und Böse stehen klar gegenĂĽber, und zum völlig vorhersehbaren Schluss gelingen ein paar Crossover-Läuterungen (mit Juliette Binoche, Alfred Molina, Carrie-Anne Moss, Lena Olin, Johnny Depp, Judi Dench, Leslie Caron). Perma-innige Frauensolidarität, perma-brĂĽhwarmes Binoche-Lächeln,…

Filmkritik: Chocolat – Ein Biss genĂĽgt (Frankreich/England 2000, mit Juliette Binoche) – 5 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Filmkritik: Der Fotograf (Tschechien 2015) – 5 Sterne – mit Video

Das Biopic ĂĽber den tschechischen Fotografen Jan Saudek (*1935) zeigt einen Egomanen und Erotomanen, der schwĂĽlstig-schöne XXX-Fotografien mit XXXL-Damen inszeniert, sich von einer schönen Assistentin ausrauben und ansonsten streng dem Ruf der Hormone folgt. Das ist edel gefilmt und ausgestattet, und die zwei Hauptfiguren haben einige schöne Szenen (Karel Roden, Marie Málková, Regie Irena Pavlásková)….

Filmkritik: Der Fotograf (Tschechien 2015) – 5 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Nach oben scrollen