Westlich

Sahara-Kolonial-Roman: Die Wüstenrose, von Henry de Montherlant (1968) – 3 Sterne

Marokko, französische Kolonie, in den 30ern: Oberleutnant Auligny wird auf einen entlegenen Posten in der Sahara versetzt. Bald mietet er sich die 14jährige Marokkanerin Ram zum Kuscheln. Die Beziehung ist erst geschäftsmäßig, bekommt dann aber Dynamik. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Sehr weitschweifig: Mit dieser Beziehung füllt de Henry Montherlant freilich […]

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Rezension Kinobetreiber-Doku: Comrades in Dreams – Leinwandfieber (2006) – mit Trailer – 7 Sterne

Die Doku von 2006 zeigt ungewöhnliche, liebenswerte Kinobetreiber in Indien, Nordkorea, Burkina Faso und USA. Es gibt viele überraschende Einblicke und schöne Bilder. Wirklich Kino-verrückt wirken aber nur die Inder – nicht der junge Chef des Wanderkinos, sondern die Dorfbewohner, die fast den Zaun des Kinozeltes einreißen. Private Seiten: Regisseur Uli Gaulke (selbst ein Kinogründer,

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US-Roman: Die Witwen von Eastwick, von John Updike (2008) – 4 Sterne

Auf den ersten 120 Seiten unternehmen die Hauptakteure Gruppenreisen nach Kanada, Ägypten und China (dt. Die Witwen von Eastwick, engl. The Widows of Eastwick). John Updike (1932 – 2009) liefert seitenlange banaltouristische Beschreibungen und regionale Hintergründe. Dazu Popmatters: The first 100 pages are what I call “tour guide fiction”, Updike polishing up the notes he’s

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Deutscher Roman: Vorn, von Andreas Bernard (2010) – 3 Sterne

Blutleeres Buch in blutleerem Deutsch, zeitweise weinerlich-selbstmitleidig, um hippe junge Medienmenschen in München. Es gibt fast keine Dialoge, die wenigen wörtlichen Sätze klingen genauso leblos wie der allgemeine Erzählton. Nichts erscheint „locker und beschwingt“ – kein Roman, eher ein Text. Selbst die Liebesdramen wirken wie aus zwei Kilometer Entfernung betrachtet – wichtiger sind die Namen

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US-Reisebericht: Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika, von John Steinbeck (1962) – 5 Sterne

1960, 60 Jahre alt, bestellt Nobelpreisautor John Steinbeck ein maßgeschneidertes Luxuswohnmobil, nennt es Rocinante und dreht eine große Runde durch die USA. Immer dabei: Pudel Charley; Gattin Elaine bleibt daheim auf Long Island. 1962 erscheint Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika (engl. Travels with Charley), wenige Monate vor seiner (also Steinbecks) Nobilitierung.

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Griechenland-Loser-Film: Kleine Wunder in Athen (2009) – mit Trailer – 3 Sterne

Wie so oft fasst Variety meine Eindrücke in perfekt sitzende Worte: „A weak comedy with few laughs and little insight… a strictly smallscreen format… anemic script… visuals are uniformly flat.“ Die Figuren sehen so trostlos und armselig aus wie die Kreuzung, an der sie wohnen und Bier trinken. Patriotismus, Kultur-Clash, Sozialneid und Mackertum sind platt

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Italien-Nostalgie-Film: Baarìa (2009, Regie Guiseppe Tornatore) – mit Trailer – 5 Sterne

Die Bilder schwelgen in nostalgisch verklärenden Goldtönen. Komponist Morricone schwelgt tremolierend im Streicherhimmel. Die Hauptdarsteller sind herb-schön, mit Betonung auf schön. Die monatelang in Tunesien erbauten Kulissen wirken wie: Kulissen. Willkommen in der Disneyland-Sonderschau „Nostalgia Siciliana“. Hart, aber gülden: Das Leben im Sizilien der 20er bis 70er Jahre erscheint hart, aber dabei gülden illuminiert. Der

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US-Musik-Spielfilm: Grease (1978, mit John Travolta, Olivia Newton-John) – Trailer & 3 Songs – 5 Sterne

Tumbe Vorstadtstenze lassen den Macker raushängen; schrille High-School-Zicken riechen durch die Leinwand hindurch nach billigem Parfüm; Prolls soweit das Drehbuch reicht, Selbstironie Fehlanzeige, Charme Mangelware, ordinär ist schick, vulgär noch schicker. Die Musik klingt zeitweise schwungvoll, aber über Strecken auch völlig belanglos; John Travolta wirkt wie die Karikatur einer Parodie seiner selbst. Einige schöne Massentanz-Szenen

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Romantische Komödie: Pretty Woman (1990, mit Julia Roberts, Richard Gere) – 3 Szenen – 5 Sterne

Richard Gere grinst 120 Minuten lang ölig-versonnen, während Julia Roberts sehr lebhaft und sympathisch agiert (nebenbei, sie sieht Klasse aus). Der Film tischt gnaden- und humorlos ein Luxusklischee nach dem anderen auf (Prada-Laden, Gucci-Laden, Reitbahn, Luxussuite, Privatjet, teure Straßennamen, Stretchlimousinen). Die Geschichte ist völlig unrealistisch (superreicher Investor gabelt hässliche Straßendirne auf, sie wird immer schöner

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Wanderführer-Rezension: Die schönsten Blüten-Wanderungen in Oberbayern, von Michael Rainer (hier Auflage 2011) – 7 Sterne

Ich habe Michael Reimers Blüten-Wanderungen 2011 in der 2011er-Auflage mit den damals aktuellen „Blütenwanderungen in Oberbayern“ von Martin Wiesmeier im AT-Verlag verglichen. Einige Beobachtungen von 2011 im Vergleich: Wiesmeier hat den ausführlicheren, „wissenschaftlicheren“ Text mit genauen Erklärungen zu Geschichte, Geologie einer Gegend, die man vielleicht gar nicht lesen will; zur eigentlichen Tourbeschreibung muss man sich

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Wanderführer: Vergessene Pfade in den bayerischen Hausbergen: 38 ungewöhnliche Touren abseits des Trubels, von Joachim Burghardt (2011) – 5 Sterne

Die Mehrzahl der Touren liegt einigermaßen südlich von München, in etwa zwischen Mittenwald und Rosenheim, nur wenige Touren finden noch weiter westlich oder östlich statt. Das Titelbild zeigt einen prächtigen Hochkamm mit weiter Sicht, doch viele Strecken führen großteils durch Wald, wie der Autor selbst schreibt (aber es ist nicht immer klar, ob es Stangerl-Wirtschaftswald

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Spielfilm: Über den Dächern von Nizza (1955, mit Cary Grant, Grace Kelly, Regie Alfred Hitchcock) – mit Trailer – 5 Sterne

Ganz unterhaltsam. Die Schmonzette läuft halbwegs zügig durch, nur einige Dialoge gerieten zu lang, trotz teils knackiger Wortwechsel (und dick aufgetragener Anzüglichkeiten). Die Verfolgungsjagden aus Hubschrauberperspektive unterhalten und liefern tolle Côte d’Azur-Kulisse. Etwas unrealistisches Ambiente: Allerdings wirkt das Ganze etwas unrealistisch, die Hauptdarsteller etwas puppig, das Ambiente allzu studio, zu technicolor. Das gilt besonders für

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TV-Doku: Deutschtürken – Zwei Herzen in der Brust – 6 Sterne

Die TV-Doku vom 19.Juli 2014 begleitet mehrere junge Türken bei Türkeireisen (vor allem in Istanbul und Umgebung), zeigt sie aber auch in Deutschland. Der Bericht soll noch bis 19.Juli 2015 online zu sehen sein: Den Film ansehen in der ARD-Mediathek Ich bin dem Bericht interessiert gefolgt, habe aber auch ein paar Einwände: Zu Beginn des

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Drogen-Spielfilm: Fear and Loathing in Las Vegas (1998, mit Johnny Depp) – mit Trailer – 2 Sterne

Die Darsteller im Drogen-Exzess, die Kamera versucht mitzuschwelgen, Dinosaurier und Fledermäuse tauchen auch auf. Ein paar schrullige Drogies in der Luxus-Suite und auf dem Highway, mit schrillen Gesichtern und dito Textilien – nee, lustig war das nicht. Roger Ebert, NYT und Variety waren dezidiert not amused, doch auf Amazon und IMDB sammelt das Machwerk trotzdem

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Rezension TV-Doku: Von Hamburg nach Kalkutta – Mister Chatterjee und der Tee (2014) – 7 Sterne

Zwei studierte und hoch qualifizierte Inder – genauer gesagt, Bengalen – lassen sich in jungen Jahren in Hamburg nieder und gründen das Teehaus Shila mit Groß- & Einzelhandel. 45 Jahre später sind sie immer noch da und bestens in der hanseatischen Kaufmannschaft etabliert. So scheint es jedenfalls in dieser sehr wohlwollenden Doku in der „Typisch“-Reihe

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Französischer Spielfilm: Die Frau nebenan (1981, Regie François Truffaut, mit Fanny Ardant, Gérard Depardieu) – mit Trailer – 5 Sterne

Was mir gefiel: gut ausssehende Hauptdarsteller gut spielende Hauptdarsteller attraktives Country&Home-Ambiente im großstadtnahen Dorf für alle, denen Paris viel zu hektisch ist stilvoll rustikale Bilder in leicht entsättigten, kargen Tönen interessante Erzählweise, die das Ende vorwegnimmt – ohne es doch zu verraten -, und wiederkehrende Motive definitiv kein Hollywood Das war nicht so mein Fall:

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Spielfilm: Ein gutes Jahr (2006, mit Russell Crowe; mit Trailer) – 2 Sterne

Durch ein schönes Werbefilmchen der Provence stapft uninspiriert ein Fremdkörper namens Russell Crowe. Jetzt bitte lachen, denn: Einmal pinkelt ihm ein Hund ans Bein. Im Bonusmaterial meiner (englischen) DVD gibt es drei kurze Musikvideos mit Crowe. Crowe wirkt darin so unpassend und unsympathisch wie im gesamten Film, und die sonstige Videoumsetzung spricht auch nicht an.

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Lustiger Roman: Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman, von Sue Townsend (1999) – 5 Sterne

…damals, mit 13 3/4, da hast Du ein richtig tolles Tagebuch geschrieben, pubertär erhitzt und aufgeregt, und aufregend zu lesen, alle paar Stunden hast Du Dich ihm anvertraut, in vielen kleinen Audienzen. Und ich hab‘ mit Dir gezittert, Adrian. Und nun? Die Cappuccino-Jahre? Gib’s zu, das hast Du nicht selber geschrieben. Du hattest eine Ghostwriterin,

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New-York-Roman: Ballettratten in der Vandam Street, von Kinky Friedman (1999) – 5 Sterne

…, sagte ich zur Katze. Die Katze sagte natürlich nichts und rollte sich zusammen. Sie wusste, dass… Diese oder sehr ähnliche Zeilen gibt es gefühlt 165 mal auf netto 165 Romanseiten (das englische Original heißt „Spanking Watson“). Schließlich spielt der Roman ja auch zum größten Teil in der Wohnung des selbstzufriedenen Ich-Erzählers. Friedman hat noch

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Deutschland-Japan-Spielfilm: Kirschblüten – Hanami (2008, Regie Doris Dörrie, mit Elmar Wepper, Hannelore Elsner) – 4 Sterne

Küssende Lesben. Entblößte Prostituierte. Ein Alter mit einer obdachlosen jungen Asiatin. Ein Alter in Frauenkleidern, rot-weiß geschminkt am See tanzend. Eine junge Asiatin, die Knochen des verstorbenen Alten im Krematorium per Essstäbchen jonglierend. Auch das ist „Hanami“. Nichts bleibt erspart. Der Beginn in Bayern und Berlin gefiel mir: Bayern, Berlin, Tokio: Wie schon in Erleuchtung

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Kauderwelsch-Sprachführer: Reise Know-How Hindi für Bollywoodfans – 5 Sterne

Autor Daniel Krasa liefert eher ein Bollywood-Sachbuch in lieblosem Deutsch mit eingestreuten Hindi-Lektionen und wenigen, ausgesprochen schlecht reproduzierten Schwarzweißbildern (ich hatte die Ausgabe von 2007). Für die Reise eignet sich das Bändchen also definitiv nicht. Nur das Grammatik-Kapitel (rund 14 von 190 kleinformatigen Seiten) konzentriert sich ganz auf die Sprache. Dazu kommen wenige Seiten zu

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Krimi-Roman: München Blues, von Max Bronski (2008) – 5 Sterne

Coole Sprüche kloppt er gern, der Bronski Max, und oft klappt das Kloppen auch, aber manchmal geht’s daneben: Da wird der selbstherrlich lässige Ich-Erzähler Gossec vom Mongolen-Adi derb verprügelt, rettet sich auf die Straße – und dann gelingt ihm nur ein „Mongolen-Adi hatte mir eine deftige Lektion erteilt“? Schwach im Abgang. In anderen Fällen gerinnt

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Deutscher Spielfilm: Schloß Gripsholm (1963, Regie Kurt Hoffmann, mit Walter Giller, Nadja Tiller) – 4 Sterne

Ein harmloses, verharmlosendes Vergnügen – auch wenn man die exzellente Buchvorlage von Kurt Tucholsky gar nicht berücksichtigt: Jana Bre(j)chová gibt „Lydia“ als mild exaltiertes, aber durchaus selbstbewusstes Dummchen, das wie ein Baby ihren Galan Kurt penetrant mit „Daddy“ an- und von sich selbst in der dritten Person redet. Ihr Plan: die Heirat mit Kurt. Ihr

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Japan-Deutschland-Spielfilm: Erleuchtung garantiert (1999, mit Uwe Ochsenknecht; Regie Doris Dörrie; mit Trailer) – 3 Sterne

Doch, der Film hat ein paar nette Momente. Immer dann, wenn die zwei ungleichen Brüder mal schweigen und einfach nur da sind, zum Beispiel zeltend in der Tokioter Innenstadt. Doch überwiegend schwafelt man hohles Zeug, impromptu aus dem Stegreif, stotternd, nach Begriffen und Inhalten suchend, eingestreut wolkig Weises aus dem Zen-Büchlein. Die Schauspieler haben nach

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Lustiges Buch: Stadt Land Mord: Kriminelle Briefe nachgelassener Frauen nebst zweier Anhänge, von Fanny Müller (1998) – 4 Sterne

Je nun. Nette Comedy. Zwei Frauen korrespondieren in diesem Buch, beide klingen jedoch praktisch gleich (obwohl sie vermutlich von unterschiedlichen Autorinnen geschrieben wurden; Susanne Fischer ist Ko-Autorin). Auch sonst wurde jede Plausibilität geopfert, um noch ein bisschen mehr Klamauk unterzubringen. Die Handlung ist vertrackt und zum Schluss gar nicht nachvollziehbar, die Charaktere wirken sehr unrealistisch,

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Kino-Buch: My Movie Business: Mein Leben, meine Romane, meine Filme (1999), von John Irving – 3 Sterne

Nun ja. Das ist also von John Irving? So un-organisiert, so un-unterhaltsam? Ich hätte nicht gedacht, dass der Dozent für „Creative Writing“ so etwas wenig Strukturiertes wie „My Movie Business“ abliefert. Und nicht mal für einen deutschen Titel hat es gereicht (ich hatte wohlgemerkt die deutsche Ausgabe). Darum geht es im Buch: Die meisten Kapitel

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Deutscher Roman: Ein Mann wie Holm, von Matthias Keidtel (2006) – 5 Sterne

Viele kleine lustige Ideen, ich habe öfter geschmunzelt, aber nicht gelacht. Auf die Dauer wirkt die Masche – ein Eigenbrötler steigert sich immer weiter in abstruse Gedankengänge hinein und lässt sich davon zu abwegigem Handeln bringen – aber ermüdend. Man hat den Eindruck, dass der Autor einfach seinen eigenen Alltag noch einmal durch die „Holm-Brille“

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James-Bond-Film: Leben und sterben lassen (1973, mit Roger Moore) – mit Trailer – 5 Sterne

Der 73er ist sicher einer der schwächsten James Bonds: Wenig und/oder mickrige Action, dafür reichlich plumpe Anmachsprüche, esoterisches Tarotgeschwafel und absurder Sandkastenvoodoo. Pappkulissen und ein schmerzhaft grenzdebiler Sheriff erinnern an unterfinanzierte Bollywood-Produktionen der 60er. Alles wirkt fast wie eine Parodie, aber hilflos nonchanlancefrei. Kaum coole Einzeiler. (Mit Roger Moore, Yaphet Kotto, Jane Seymour, Regie Guy

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Spielfilm Algerierin in Deutschland: KussKuss – Dein Glück gehört mir (2005) – 5 Sterne

Ein interessantes Thema, eine witzige Konstellation, und die Hauptdarsteller agieren natürlich und locker. Doch das Buch taugt nichts. Die Fremdsprachenkenntnisse aller Akteure schwanken dramatisch, je nach dramaturgischer Erfordernis. Passt Nicht-Verständigen-können gerade gut in die Handlung, versiegen die Fremdsprachenkenntnisse ganz, und nicht einmal durch Gesten lässt sich so etwas Elementares wie Trinken/Durst andeuten. Achja, sind Akademiker

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Rezension Kurzgeschichten: Verbrechen, von Ferdinand von Schirach (2009) – 7 Sterne

Von Schirach erzählt knapp, nüchtern, mild lakonisch, das Gegenteil von geschwätzig. Das liest sich leicht konsumierbar und klingt wohltuend anders als deutsche Prosa sonst. Eine Geschichte dauert nicht länger als 20 Minuten, dann folgt der nächste Mord. Nebenbei liefert von Schirach interessante Blicke hinter die Kulissen von Verbrechen und Verbrechensbekämpfung, die man sonst nur von

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Südfrankreich-Winzerin: La Belle Saison, von Patricia Atkinson (2005, 2. Buch der Reihe, Englisch) – 6 Sterne

Patricia Atkinson hat ihr Weingut in Südwestfrankreich auf sichere Beine gestellt. Jetzt genießt sie Freunde und kulinarische Freuden in der Region: Jeweils mehrseitige Beschreibungen liefert sie u.a. über: Wochenmarkttbesuch, Trüffel suchen, Besuch im Käseladen, Trüffelmarkt, Fasanenjagd mit Gilles, Gerichte mit Trüffeln, Wildschweinjagd mit Manu, Besuch beim Fassmacher und dem Sägewerk, Angeln mit Michel, Weinprobe bei

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