Westlich

Rezension deutscher Roman: Schloß Gripsholm, von Kurt Tucholsky (1931; mit Trailer) – 8 Sterne

Das Buch bereitet Vergnügen: Da charmiert schon der pfiffige Einstieg, ein Briefwechsel des Autors mit dem Verleger über Romanprojekte und Honorare. Federleichter Einstieg: Ein einziger Satz bugsiert den Roman dann – plötzlich und doch ganz leicht – in die eigentliche Sommergeschichte, in eben das gewünschte Romanprojekt hinein, lässig und unbeschwert fließen Handlung und Sprache, herrlich…

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Rezension US-Spielfilm: Married Life (2007, mit Pierce Brosnan) – mit Trailer – 8 Sterne

Lustvoll gediegen gleitet die Kamera durchs gehoben plüschige Nachkriegs-Ambiente. Die Handlung hält immer wieder handfeste Überraschungen bereit, die dennoch nicht implausibel wirken und unaufgeregt eintreten. Pierce Brosnan spielt den alten Knaben ungemein lässig, mit einem nonchalanten Hang zum Süffig-Zynischen. Eine Mischung aus Patricia Highsmith und Revolutionary Road/In Zeiten des Aufruhrs (das Buch, nicht der Film)….

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Rezension US-Indien-Roman: Der Namensvetter, von Jhumpa Lahiri (2003) – 8 Sterne

Lahiri macht fast alles richtig, da sitzt jedes Wort. Stimmungen und Szenen erscheinen glasklar, es gibt keinen Misston und kein pompöses Wortgeklingel aus dem Creative Writing-Kurs (ich hatte das englische Original, The Namesake). Souverän, wie die Autorin in ihrem Debutroman einzelne Szenen und Gefühle vertieft, dann Jahre überspringt, aber wiederholt auch zurückblendet – und alles…

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Rezension nostalgischer Sizilien-Spielfilm: Cinema Paradiso (1988) – mit Trailer – 8 Sterne

Ja, wirklich wundervoll. Der wahre Star ist Kameramann Blasco Giurato: wundervolle Bilder, Schwenks, Schärfeverlagerungen (focus pulls), Farbharmonien. Die Musik von Ennio Morricone ist überaus malerisch, klingt nicht nach Western, aber man kann sie gewiss auch kitschig finden. Liebenswert auch das Buch mit seinen unsentimental sentimentalen Sätzen. Obwohl abgehärtet von 100 Hindifilmen, den wahren Manipulateuren der…

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Rezension deutsche Iraner-Komödie: Salami aleikum (2009) – mit Trailer – 8 Sterne

Fantastische, kunterbunte Multikulturkomödie – warmherzig, charmant, politisch, satirisch, schnell, bizarr, stilistisch halsbrecherisch unberechenbar, voll verblüffender Einfälle, trockener Dialoge, schwungvoller Akteure, schmissigem Perserpop und mit einer raffiniert gestrickten Handlung, die unterschiedlichste Motive lässig zusammenführt: Zu den Themen zählen Exilpersertum, DDR-Doping, textiles Werken, Schafzucht, Ostalgie und chinesische Wirtschaftshegemonie. Wohltuend dabei: Salami (2009) ist keine „deutsche Comedy“ –…

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Rezension Schein-Doku über Hundefreunde: Best in Show (2000) – mit Trailer – 8 Sterne

Der Spielfilm, der wie ein Dokumentarfilm daherkommt – also ein Mockumentary oder Mock-Doc -, zeigt mehrere Paare und ihre Hunde rund um einen Schönheitswettbewerb für Hunde. Wir sehen die Vorbereitung, den Wettbewerb selbst und das Leben der Paare nach dem Ereignis. Ganz leicht absurde Figuren: Die Hauptrolle spielen ganz klar die Menschen, die Hunde sind…

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Rezension US-Indien-Spielfilm: Namesake/Namensvetter (2006, Regie Mira Nair) – mit Trailer – 8 Sterne

Wunderschön gefilmt, voll zauberhafter Blicke und Gesten in Nahaufnahmen. Insbesondere Kal Penn als Gogol geht in seiner Rolle auf und es verblüfft, wie er zeitweise seinem Filmvater Irrfan Khan gleicht. Khan und Tabu überzeugen als Ehepaar, das sich nach arrangierter Hochzeit erst langsam aneinander gewöhnt, dann aber eindrucksvoll und ohne viel Reden harmoniert. Kalkutta erscheint…

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Rezension US-indische Kurzgeschichten: Interpreter of Maladies, von Jhumpa Lahiri (1999, dt. Titel Melancholie der Ankunft) – 8 Sterne

Die schreibt ruhig, lakonisch, einfühlsam, nüchtern, souverän, ohne Gimmicks. Jede Geschichte entwickelt einen Sog, so dass man die Lektüre kaum unterbrechen möchte. Ein paarmal war ich den Tränen nah, obwohl Jhumpa Lahiri nie betont rührselig wird. Wo die Geschichten spielen: Etwa drei Geschichten spielen komplett in Indien, unter einfachen Leuten in Bengalen. Die anderen Stücke…

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Rezension Frankreich-Spielfilm: LOL (2008, mit Sophie Marceau; mit Trailer) – 8 Sterne

Und wieder, die Franzosen: Dieser Film ist jung, modern, lässig, sexy, cool, beschwingt, chic, rhythmisch, unpeinlich, pfiffige Dialoge, schön gefilmt rund um ein schönes Mutter-Tochter-Team in Paris mit Sophie Marceau. Das Ganze unaufdringlich, unaufgeregt, unblöd. J’aime bien. Die amerikanische Neuverfilmung interessiert mich nicht, auch nicht von der selben Regisseurin. Im Jugendwerk La Boum war Marceau…

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Rezension Geistreicher London-Roman: The London Embassy, von Paul Theroux (1983) – 8 Sterne

Der Ich-Erzähler arbeitet Anfang der Achtziger in der US-Botschaft in London. Das Buch besteht aus 18 sehr lose bis gar nicht verwobenen Episoden. Die meisten Geschichten haben nicht viel mit der Botschaft zu tun: Der Ich-Erzähler lernt zum Beispiel jemanden bei einem Empfang kennen, fühlt sich zu einem Besuch vor Ort bemüßigt, der Rest spielt…

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Rezension US-Roman: Zeiten des Aufruhrs, von Richard Yates (1961, engl. Revolutionary Road) – 8 Sterne

Vorort-Ehedrama in den 50ern in USA. Messerscharf beobachtet. Fesselnd, mit überraschenden, aber nicht unverständlichen Entwicklungen. Obwohl die Handlung letztlich nahezu alltäglich ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, war beteiligt fast wie bei einer scharfen Auseinandersetzung im Freundeskreis. Amazon-Werbelinks: Richard Yates | Ernest Hemingway | John Cheever | John Updike Sehr schön…

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David Nicholls

Rezension Lustiger Roman: Ewig zweiter (2005), von David Nicholls – 8 Sterne

Ein Schauspieler und Drehbuchschreiber, der einen Roman über einen Schauspieler mit Schreibambitionen schreibt – das klingt gefährlich. Man befürchtet distanzlose Insidergeschichten, Egotrips, selbstmitleidige Selbstbespiegelung, Ablästern über Kollegen, Werke und Alphafiguren. Es gibt ja nichts Schlimmeres als Schriftsteller, die Romane über, ausgerechnet, Schriftsteller, schreiben, womöglich noch in Berlin. Doch bei Nicholls (*1966) steigt nie das säuerliche…

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David Nicholls

Rezension lustiger Roman: Keine weiteren Fragen, von David Nicholls (2003) – 8 Sterne

Viele exzellente Dialoge und Abläufe, für ein lustiges Buch recht realistisch, wenn man auch die Zuneigung der beiden Hauptdarstellerinnen für den männlichen Helden etwas unglaubwürdig finden kann. Die Rolle des verstorbenen Vaters wird etwas überhöht. Ich habe das Buch verschlungen. In meiner Suche nach lustigen, aber nicht doofen Büchern hatte ich zuletzt Matthias Keidtels Ein…

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Rezension Deutschland-Spielfilm: Westwind (2011) – mit Trailer – 8 Sterne

Schönes, zartes Jugenddrama um zwei DDR-Schwestern, die vielleicht via Ungarn nach Westdeutschland fliehen möchten. Meist unaufgeregt, mehr Atmosphäre als Handlung, und doch stellenweise nervenzerfetzend. Liebenswerte Hauptdarstellerinnen, die natürlich und sensibel agieren; ansprechende Kameraarbeit ohne visuelle Angeberei. Die Autoren mühten sich nicht immer um Plausibilität, dadurch verliert die Geschichte für mich etwas an Gewicht. Gelegentlich hört…

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Rezension US-Action-Film: The Italian Job – Jagd auf Millionen (2003, mit Mark Wahlberg) – mit Trailer – 8 Sterne

Der Actionfilm (2003) amüsiert durch innovative Einbruchmethoden und Verfolgungsjagden, technisch brillant realisiert und gefilmt, mehrfach mit Action- und Stunt-Preisen bedacht. Das sieht man nicht alle Tage: rasende Boote in Venedigs Nebenkanälen, Mini Cooper und Geldtransporter in U-Bahn-Schächten, Helikopter in Parkhäusern, gelegentlich mit einem Quantum Humor. Spannung und Rhythmus: Die Handlung hat einen guten Rhythmus mit…

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Rezension US-Spielfilm: American Beauty (1999, mit Kevin Spacey, Regie Sam Mendes) – mit Trailer – 8 Sterne

Scharfe, höhnische Satire aus der amerikanischen Vorstadthölle, in der die Darsteller beiläufig sehr verächtlich agieren. Viele atemraubende Sätze, teils schöne Bilder, teils derbe Offenheit, nichts für sanfte Gemüter – und ein wohltuender Kontrast zu all den aufgekratzten, gutgelaunten, schrill belanglosen Filmchen dieser Tage. Besonders treffend die Rezension aus dem Rolling Stone: „… the kind of…

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Rezension Musikfilm: Saturday Night Fever (1977, mit John Travolta) – 2 Videos – 8 Sterne

Ein paar Unterschicht-Heranwachsende mit öden Jobs leben nur dafür, samstags in der Disco abzuhotten. Saturday Night Fever, Riesenerfolg von 1977, zeigt den Alltag in Brooklyn hart, aber atmosphärisch in schönen, leicht pastellgetönten Bildern – den Stress im Job, das triste Familienleben (das mich etwas an Quadrophenia erinnerte), das Herummackern in der Clique und dann, Höhepunkt…

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Rezension Bayern-Bauern-Doku: Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe (1993) – 8 Sterne

Zu Besuch bei Sophie Geisberger, 78, Bäuerin auf einem Einödhof im Tölzer Land, zwischen Wolfratshausen und Penzberg. Wir sehen sie im Stall, im Garten, in der Küche, im Schlafzimmer, in der Kirche und beim Gebet in der eigenen Kapelle. Zusätzlich lernen wir zahlreiche Ausländer kennen, die dort einquartiert sind, unter anderem Tschechen und Türken, sowie…

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Rezension US-Spielfilm: Half Nelson (2005, mit Ryan Gosling) – mit Trailer – 8 Sterne

Die Handlung deprimiert, die Szenerie auch. Der Film deprimiert noch mehr, wenn man sich vor Augen hält, dass er eher zu optimistisch ausgeht. Hauptdarsteller Ryan Gosling und alle anderen spielen traumwandlerisch sicher, mit glamourfreier melancholischer Coolness (wie in Blue Valentine verkehrt Gosling in einfacheren Gesellschaftsschichten und droht in eine Abhängigkeit abzugleiten); Autoren und Regisseur nehmen…

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Rezension US-Roman: Easter Parade, von Richard Yates (1976) – 8 Sterne

Der nur 222 (englische) Seiten lange Roman folgt zwei Schwestern in und um New York von früher Kindheit bis in späte Lebensjahre – von den 1930ern bis in die 70er Jahre. Yates (1926 – 1992) schildert schlichte Menschen der unteren Mittelschicht, die selten Anlass zu Freude haben und gern ins Glas schauen. Die Filmrechte sind…

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Rezension US-Komödie: Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug (1980, mit Leslie Nielson) – 8 Sterne

Nach den ersten zwei Minuten, wollte ich vor lauter Angst wieder abschalten – aus Sorge, mich im Wortsinn kaputtzulachen. Zum Glück lässt die Gagdichte passagenweise leicht nach. Staubtrocken ins Desaster: Anders als in modernen „Komödien“ agieren die Darsteller selbst in Extremsituationen nie nervig schrill, sondern trocken bis stoisch – ein Muster, das die Macher dann…

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Rezension Frankreich-Komödie: Zazie (1960, Regie Louis Malle) – 3 Videos – 8 Sterne

Überbordend mit vergnüglich skurrilen, bizarren und gern auch deftigen Einfällen. Die Akteure bewegen sich oft wie aufgezogen, man denkt an Stummfilme (frz. Titel Zazie dans le métro).  Freches Vergnügen ohne Hollywood-Seife: Regisseur Malle spult seine Kaspereien mit ausgelassener, sinnfreier Freude ab, die mitunter an Bollywoodkracher etwa von Manmohan Desai erinnert. Er serviert mehr Spaß und…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Bericht: Factory of Light, von Michael Jacobs (2004) – 8 Sterne – mit Videos

Jacobs schreibt warmherzig, liebevoll, und wir tauchen tief in die Dorfgesellschaft ein. Ein anderer Wahl-Andalusier, Chris Stewart, berichtet zwar auch sehr warmherzig – Stewart lebt jedoch isoliert am Berg und das mit Ehefrau, Kind und vielen Tieren, bekommt also weniger vom üblichen Dorfleben mit. Jacobs dagegen wohnt ohne Anhang mitten im Dorf Frailes (in einer…

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Rezension US-Iran-Memoiren: To See and See Again: A Life in Iran and America, von Tara Bahrampour (1999) – 7 Sterne

Tara Bahrampour beschreibt liebevoll, warmherzig, einfühlsam, detailreich und mit vielen kulturellen Einblicken die Geschichte ihrer iranisch-amerikanischen Familie. Wesentliche Themen sind zudem Vertreibung und das Stehen zwischen den Kulturen, illustriert mit vielen markanten Beispielen – von lustig bis herzergreifend. Der größere und interessantere Teil des Buches spielt im Iran, einige Kapitel auch in Kalifornien und Oregon….

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Rezension Deutschland-Türkei-Spielfilm: Auf der anderen Seite (2007, Regie Fatih Akin) – mit Trailer & Making-of – 8 Sterne

Sechs Menschen aus der Türkei und aus Deutschland wechseln das Land, verändern ihr Leben, ohne dass sie es erwarteten. Der Film spielt in beiden Ländern. Zu den Themen gehören auch Kriminalität, Terrorismus, Zweistaatlichkeit. Mehrfach gehen Filmfiguren, die schon lange nach einander suchen, achtlos aneinander vorbei, weil sie sich nicht erkennen – stets packend, aber nicht…

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Spielfilm: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs (1988, Regie Pedro Almodóvar, mit Carmen Maura) – mit Video – 8 Sterne

Einerseits wirkt Frauen… wie eine Boulevardkomödie, mit immer neuen Zweierbeziehungen, krassen Zufällen und durchgedrehten Pistolenschwingerinnen, das Ganze meist in ein oder zwei Wohnungen spielend (1988, viele Preise, spanisch Mujeres al borde de un ataque de nervios). Doch Regisseur Pedro Almodóvar lässt seine Akteure oft trocken und selbstvergessen spielen, so als ob das alles ganz normal…

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Rezension Erzählungen: Mein geheimes Leben, von Paul Theroux (1989, engl. My Secret History) – 8 Sterne

Vieles erinnert an Paul Theroux‘ späteres Buch Mein anderes Leben (1996, engl. My Other Life): die Stationen Afrika, USA, London mit Schriftstellerbesuch, die haargenaue Beobachtung, die unaufdringliche Belesenheit, der ruhige, aber nie langweilige Ton, die dichte Atmosphäre, die perfekte Konstruktion. Man könnte meinen, Theroux habe erst einen langen Text geschrieben und diesen dann in zwei…

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Romankritik: Liebe und andere Parasiten, von James Meek (2012, engl. The Heart Broke in) – 8 Sterne

Über 500 Seiten smarte, coole Dialoge – genauer: Dialoge und viele heikle Hintergedanken – zwischen smarten, modernen Menschen meist zwischen 30 und 40, überwiegend in London. Interessante, moderne, moralische Konflikte im Medien- und Wissenschaftsbereich und in Paarbeziehungen; gut und rund konstruiert, meist sehr spannend. Darum geht es: Einige Konflikte zielen auf speziell englische Sensibilitäten, so…

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Rezension Rock-Spielfilm: Almost Famous – Fast berühmt (2000; mit Trailer) – 8 Sterne

Coole Dialoge (besser in der englischen Tonspur). Viele interessante, pfiffige, hintergründige Momente. Witzige Typen ohne Larmoyanz. Kurze, doch ausgesprochen lebendige Bühnenszenen (und ich mag gar keinen Rock). Der ganze Film hat zumeist viel Schwung und zieht mit; meine BD lieferte jedoch nur die lange 155-Minuten-Version, die auch als Untitled kursiert, und da gab es zwischendurch…

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Rezension Finanzkrise-Roman: Charlie Summers, von Paul Torday (2010) – 8 Sterne

An diesem Roman über die Finanzkrise gefiel mir: solide Konstruktion, sichere Erzählstimme – der Leser ist in guten Händen ordentliche Dialoge mit klar unterscheidbaren, markanten Charakteren (Kleinstadtbetrüger, zynischer Geldadel, lässiger Landadel) (ich hatte die englische Ausgabe) einige Mechanismen der Finanzkrise anschaulich, aber nicht zu simpel dargestellt eher wenig interessante Figuren (meist englische Landedelmänner) in interessante…

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Rezension Biografie: Die Jazz-Baroness: Das Leben der Nica Rothschild, von Hannah Rothschild – 7 Sterne

Hannah Rothschild schreibt professionell flüssig, man kann das Buch kaum weglegen (ich hatte die englische TB-Ausgabe von Virago). Das Buch schildert ein einzigartiges Leben – Kindheit in der superreichen Rothschild-Familie, Kriegseinsätze in Afrika und Europa, fünffache Mutter, dann Begleiterin der besten Jazzmusiker der Welt. Hier beginnt die Autorin: Historisch beginnt die Autorin mit Mayer Amschel…

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