lustig

Kritik Reise-Wein-Buch: The Accidental Connoisseur, von Lawrence Osborne (2004) – 7 Sterne

In Italien, USA und Frankreich tafelt, bechert und palavert Lawrence Osborne mit Star-Winzern, aber auch mit weniger bekannten Bauern und Landwirten, die nebenher eigene Tropfen keltern, sowie mit ein paar Beratern und Importeuren. Gastronomen oder Endverbraucher kommen kaum zu Wort (Osborne sieht sich selbst als weniger erfahrener Endverbraucher). Portugal, Deutschland, Österreich, Südafrika, Chile, Argentinien, Neuseeland…

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Thailand

Romankritik: Crazy Rich Asians, von Steven Kwan (2013) – 6/10 – mit Video

Crazy Rich Asians (2013, dt. u. engl. Buchtitel) ist der erste Teil einer Trilogie, die Kevin Kwan 2016 mit Crazy Rich Girlfriend (engl. China Rich Girlfriend) und 2018 mit Crazy Rich Problems (engl. Rich People Problems) fortsetzte. Die Verfilmung von Crazy Rich Asians erschien 2018 (dt. Titel Crazy Rich). Die Teile 2 und 3 wurden…

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Rezension Roman: Wie macht sie’s bloß, von Michael Frayn (1989, engl. The Trick of it) – 7 Sterne

Ein kleiner englischer Uni-Dozent geht eine Beziehung mit der Großschriftstellerin ein, deren Werk er seit 12 Jahren erforscht und lehrt. Darüber berichtet er in aufgeregten Briefen an einen befreundeten Geisteswissenschaftler in Australien. Frayns Roman gibt ausschließlich die Briefe des neu verbandelten Uni-Dozenten wieder. Dieser Dozent, Extremkauz, schreibt schrullig und mit Esprit. Sicher textet so etwas…

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Rezension TV-Spielfilm: Endlich Urlaub! (2005, mit Hannes Jaenikke, Heikko Deutschmann, Sonja Kirchberger) – 7 Sterne

Zwei Berliner Paare mit Kindern treffen zufällig vor dem Griechenland-Flug aufeinander und beharken sich schon beim Check-in. Doch es kommt noch schlimmer: Wirklich rein zufällig landen beide Paare im selben Ferienhaus, es wurde aus Versehen doppelt vergeben. Daraus entsteht eine gutbürgerliche Degeto-deutsche Rom-Kom oder ein Ferienstadl ganz klassisch mit verwechselten Schlafzimmertüren und Fast-Ehebrechern unterm Bett….

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Kritik TV-Spielfilm: Ich schenk‘ Dir einen Seitensprung (2002) – 5 Sterne

Degeto sei Dank: Es gibt hübsches (geschmäcklerisches) Ambiente, hübsche Kamera und sogar „Degetos“-Zigaretten. Das Münchner Gschichterl um Seitensprünge und Paare mit Feuerwehrmännern, Floristinnen, Barfrauen und Gebrauchtmode-Boutique-Inhaberinnen legt ein paar völlig unrealistische Drehungen hin, aber so bleibt der TV-Spielfilm vage unterhaltsam. Darum sind alle auch ein bisschen doofi. Gegen Ende dachte ich vorübergehend an Vier Hochzeiten…

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Buchkritik: Siesta italiana. Meine neue italienische Familie, von Chris Harrison (2007, engl. Head over Heel, Seduced by Southern Italy) – 5 Sterne

Chris Harrison verliebt sich in eine Italienerin und zieht 1999 zu ihr nach Italien – in ein Dorf südlich von Brindisi, dann auf dem Umweg über Sizilien nach Mailand und wieder zurück ins ursprüngliche Dorf. Fazit: Insgesamt wieder ein persönliches Italien-Buch, in dem das Land teils zum Bauerntheater verkommt (vgl. Jan Weiler, Stefan Maiwald; besser…

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Romankritik Inder auf Trinidad: Ein Haus für Mr. Biswas, von V.S. Naipaul (1961) – 8 Sterne

Mr. Biswas ist ein armer Tropf: Ein Indischstämmiger auf Trinidad in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, meist knapp bei Kasse, er schlägt sich so durch: Mal hilft er einem Prediger, mal verdingt er sich als Schildermaler, beaufsichtigt Feldarbeiter, schreibt Schmierenartikel oder führt einen Kramladen und lässt alle anschreiben. Irgendwie kommt Mr. Biswas zu einer…

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Rezension Karibik-Roman: Der mystische Masseur, von V.S. Naipaul (1957, engl. The Mystic Masseur) – 8 Sterne

Mit knappem, lakonischem Ton schildert V.S. Naipaul unterhaltsame  Kauzereien im provinziellen Trinidad Mitte des letzten Jahrhunderts: Ein gescheiterter Lehrer macht unglaubliche Karriere, doch das Arsenal lebenspraller, amüsanter Nebenfiguren beeindruckt noch mehr – Ramlogan, der bauernschlaue und wankelmütige Dorfkrämer; Suruj Poopa und Suruj Mooma mit ihrem Sohn Suruj; rülpsende Tanten; ölige Buch-Vertreter; ein naseweiser Schüler mit…

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V.S. Naipaul & Familie: Die frühen, humorvollen Trinidad-Romane in der Übersicht

V.S. Naipauls vier erste Romane spielen unter indischen Zuwanderern auf Trinidad, sind alle humorvoll und sehr lesenswert. Geschrieben hat er sie ab Mitte der Fünfziger in England, in dieser Reihenfolge: Miguel Street Der mystische Masseur Wahlkampf auf karibisch Ein Haus für Herrn Biswas Das zuerst geschriebene Buch erschien erst nachträglich: „Der mystische Masseur“ erschien allerdings…

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Rezension: Unser Mann in Havanna, von Graham Greene (Roman 1958) – 8/10

Graham Greene schreibt eine intelligent-alberne Agentenklamotte, die bestens unterhält und die Lachmuskulatur anregt – kein Greenesches „entertainment“ (seine Bezeichnung für weniger ernste Bücher) ist so entertaining wie dieses, nur einige Geschichten in der Sammlung May We Borrow Your Husband tönen ähnlich köstlich-mokant. Hier herrscht eine ganz andere Stimmung als in überaus ernsten Greene-Büchern („novels“) wie…

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Rezension: Leihen Sie uns Ihren Mann, von Graham Greene (Kurzgeschichten 1967, engl. May We Borrow Your Husband?) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Graham Greene schreibt nonchalant, exquisit humorvoll mit geistreich-mokanten Dialogen, jederzeit ohne Wort-Bling, kaum einmal unverständlich enigmatisch. Das Gehabe ist englisch steif und passt in 40er-Jahre-Komödien; es erinnert auch an (einen strikt entkrassten) Mr. Bean. Schwule Inneneinrichter, alternde verlassene Damen, einfühlsame Jungehefrauen und lächerliche Pekinesen bevölkern die Kurzgeschichten, die zum Teil in Antibes und Nizza an…

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Filmkritik: Wellness für Paare (2016) – 7 Sterne – mit Trailer & Presse-Links

Der Ton dieser improvisierten Paargespräche klingt sehr natürlich, wie im echten Leben. Inhaltlich gilt das nicht ganz: Nach kurzem Geplänkel purzeln die Lebenslügen nur so heraus, im forcierten Tempo, allerseits: Verschwiegene Affäre, verschwiegene Pleite, verschwiegene Ängste, verschwiegener Ärger, drängender Kinderwunsch; diese reality ist äußerst scripted. Einige Figuren spielen auch zu kabarettistisch, andere scheinen momentweise über…

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Romankritik: Wie Barney es sieht, von Mordecai Richler (1997, engl. Barney’s Version) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Ich-Erzähler Barney Panofsky ist TV-Filmproduzent Mitte 60 und erzählt vom Schreiben seiner Autobiografie. Er wuchs in Montreal auf, verbrachte Jungkünstler-Jahre in Paris, heiratete dreimal, saß wegen eines letztlich nicht gerichtsfest beweisbaren Mordverdachts vorübergehend ein, aber etwas blieb ja doch hängen. Der umtriebige Ich-Erzähler springt hin und her, kommt auf einzelne Episoden und Figuren immer wieder…

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Romankritik: Ein abgetrennter Kopf bzw. Maskenspiel, von Iris Murdoch (1961, engl. A Severed Head) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Ein distinguierter, reicher Londoner Weinhändler lebt kinderlos glücklich mit Frau und heimlicher Liebhaberin. Die Frau verlässt ihn für ihren Psychologen, mit dem auch der Weinhändler befreundet ist. Dies stürzt den Mann in eine Krise, aber alle Beteiligten wollen die Situation betont vernünftig, sogar freundschaftlich bewältigen. Amüsant, wie die großbürgerlichen, aber auch etwas steifen Figuren nonchalant…

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Rezension: Arno Schmidt zum Vergnügen (2013, Zitat-Sammlung) – 5 Sterne – mit Links

Auf etwa 160 Reclam-großen Seiten erscheinen zahllose Arno-Schmidt-Zitate, zwei Zeilen bis zwei Seiten lang, geordnet nach Themen wie Sport, Politik, Natur, Liebe, Komik, Kollegen, Essen. Der Großmeister zeigt sich sprachgewaltig, spröde, launig, lustig und immer wieder auch selbstverliebt ideosynkratisch-hermeneutisch-unverständlich. Nur in kleinen Dosen zuträglich. Mit Kontext oder Hintergrundinformation wäre das Vergnügen teils größer, zumindest eine…

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Romankritik: Drei Männer in einem Boot, von Jerome K. Jerome (1889, engl. Three Men in a Boat) – 7 Sterne – mit Videos

Von einer Themse-Bootsfahrt mit vielen kleinen Pannen erzählt Jerome K. Jerome (1859 – 1927) slapstick-artig, gleichwohl englisch nobel und selbstironisch ohne zu dick aufzutragen. Ich habe mehrfach laut gelacht (ich kenne nur das englische Originalbuch). Allerdings nimmt die Bootsfahrt nur den kleineren Teil des eher kurzen Romans ein. Der Autor berichtet immer wieder völlig andere…

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Romankritik: Drei Männer auf Bummelfahrt, von Jerome K. Jerome (1900, engl. Three Men on a Bummel) – 5 Sterne

Drei Engländer radeln um 1900 ein paar Wochen durch Deutschland – das ist die Rahmenhandlung, doch wir hören kaum konkrete Erlebnisse. Jerome K. Jerome (1859 – 1927) streut immer wieder sonstige Anekdoten, Betrachtungen und Verallgemeinerungen ein, so dass die Handlung wortwörtlich nicht in Fahrt kommt. Dabei schreibt Jerome zunächst gefällig und oft sehr humorvoll; ich…

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James-Bond-Kritik: Im Angesicht des Todes (1985, mit Roger Moore) – 5 Sterne – mit Video & Links

Der Film (engl. A View to a Kill) ist wenig ernst, sondern voller Ironie, Selbstironie und Humor, mitunter harmlos und kindlich – auch die technischen Spielereien erscheinen läppisch. Die Action ist mittelprächtig, teils auch auf Humor getrimmt, am besten wohl die von Willy Bogner inszenierte Skijagd gleich zu Auftakt. Die Handlung: unverständlich. Tropische Schauplätze: null….

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Romankritik: Achtung, Mama ante portas, von William Sutcliffe (2008, engl. Whatever Makes You Happy) – 4 Sterne – mit Video & Presse-Links

England. Drei Mütter um die 60 besuchen unangemeldet ihre drei jeweils unverheiratet lebenden Söhne und quartieren sich für eine Woche ein. Sie wollen die rätselhaften Wesen, die sie einst großzogen, jetzt alle Mitte 30, endlich kennenlernen: I just want to find out who you are. Reden Mütter so? Die Geschichte hat ein paar witzige, aber…

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Buchkritik: Bridget Jones, Am Rande des Wahnsinns, von Helen Fielding (1999, engl. The Edge of Reason) – 6 Sterne – mit Links & Video

In hektischen Tagebuch-Notizen verzeichnet Ich-Erzählerin Bridget Jones ihre Männerjagd in London, Besäufnisse mit Freunden, Demütigungen am Arbeitsplatz und einen kurzen, dramatischen Thailand-Trip. Das ist einigermaßen lustig, wenn auch komplett unrealistisch und mit unrunden Handlungssprüngen: Frauen am Rand des Nervenzusammenbruchs, und das Tagebuch erfährt alles brühwarm. Letztlich agiert und denkt Hauptfigur Jones oft sehr dümmlich, kindlich…

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Bridget Jones – Verrückt nach ihm (Roman 2013, engl. Mad about the Boy) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Bridget Jones ist mittlerweile 51, seit fünf Jahren verwitwet, mit zwei Kindern fünf und sieben Jahre alt. In diesem Bestseller berichtet sie hochgradig selbstironisch von ihrer Rückkehr auf den Dating-Markt. Autorin Helen Fielding schreibt sehr witzig, mit starken Dialogen, SMS- und Twitter-Texten. Dazu kommen amüsante Listen, Zusammenfassungen und schreibtechnische Ideen. Hektik, Unsicherheit und Stimmungswechsel der…

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Romankritik: Die Tagebücher des Adrian Mole: Die schweren Jahre nach 39, von Sue Townsend (2009, engl. Adrian Mole, The Prostrate Years) – 6 Sterne

Ein Gag jagt den nächsten in diesem Tagebuch-Roman, ich habe mich gut amüsiert. Sue Townsend (1946 – 2014), die einst mit Theaterarbeiten startete, liefert vor allem verblüffende, trockene Dialoge. Häufig greift Sue Townsend einen Witz drei Seiten später noch einmal auf und dreht ihn weiter – fast schon zu häufig. Das Ganze liest sich glatt…

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Rezension: Die Zunge Europas, von Heinz Strunk (Roman 2008) – 2 Sterne – mit Presse-Links

Ich-Erzähler Toni, nein Martin Erdmann palavert zunächst hochtourig, originell und manchmal witzig drauflos. Nachteile jedoch: Die hochgejazzte Suada verdeckt nicht dauerhaft, dass seitenlang nichts, aber auch gar nichts passiert, und ermüdet darum bald; und: dieser Redestrom enthält immer wieder eklig Vulgärfäkales sowie gegen Ende Menschenverachtendes. Der Ich-Erzähler kommt von Hölzchen und auf Stöckchen (ganz wie…

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Thailand

Rezension Reisebuch: Indonesien und so weiter, von Elizabeth Pisani (2014, engl. Indonesia etc.) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Wenn auch nicht ganz homogen, so doch ebenso unterhaltsam wie informativ: dies ist eins der besten Hot Country-Bücher, die ich kenne. Pisani schreibt warmherzig, intelligent und witzig ohne Schmalz und Verklärung, dabei mit verblüffenden Ausdrücken und Vergleichen (ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung nicht beurteilen). Statistisches und Geschichtliches mit Tiefgang…

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Das Tegernseer Bergfilmfestival 2016 und ich (mit Videos)

Soll ich noch dort hin gehen? Seit etwa 2006 sehe ich auf dem Tegernseer Bergfilmfestival jedes Jahr sechs Blöcke, also an drei Tagen je zwei Veranstaltungen einschließlich Siegerehrung. Die Kartenbestellung über das Tegernseer Fremdenverkehrsamt ist immer sehr angenehm, die freiwilligen Helfer rund um die Veranstaltungen sind es auch. Vorlieben: Unabhängig von der Einzelfilmbeschreibung wähle ich…

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Rezension: Gefecht in fünf Gängen, von Christina Eichel (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Flott getextet, inhaltlich flach, eine grobe Satire auf Kulturschnöseltum, männliche Paarungs- und weibliche Publikationssehnsüchte. Der Roman schildert das Abendessen von sechs Kulturmenschen in mittleren Jahren – Theaterkritiker, Verleger, Radiofeuilletonisten. Ein Paar, zwei Solo-Männer, zwei Solo-Frauen; später noch zwei jüngere Statisten. Entenbrust an Blattsalaten, Lachs auf Lauchjulienne, Lammrücken und Kartoffelgratin, illustrierte Limettenmousse, Mandelhippen mit Schokoladenfondant:…

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Rezension Spielfilm: 3 Zimmer/Küche/Bad (2012) – 8 Sterne – mit Video & Presselinks

Acht jüngere Twens zwischen Pubertät und erwachsen, zwischen Uni, Praktikum und Beruf, zwischen wechselnden Partnern und immer wieder zwischen Wohnungen und Städten – der halbe Film spielt in Umzugswagen und Kleinwagen auf der Autobahn, genau ein Jahr lang, mitunter kommt der Überblick abhanden. Die trockene Komödie besticht: Sie wirkt echt und kaum geschauspielert, das Lebensgefühl…

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Filmkritik: Ein Augenblick Liebe (2014, mit Sophie Marceau) – 6 Sterne – mit Video & Links

Sophie Marceau ist moderne alleinziehende Mutter und verliebt sich in einen verheirateten Rechtsanwalt (François Cluzet). Der ist auch sehr angetan, will aber seine Familie eigentlich nicht riskieren. Oder doch? Sie schleichen umeinander herum. Der Film ist voller Klischees und platter Küchenpsychologie (O-Titel Une rencontre). Sophie Marceau als angebliche Erfolgsautorin klaut sich Cluzets Nummer aus dem…

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Filmkritik: Die Erfindung der Liebe (2014, mit Mario Adorf, Sunnyi Melles) – 5 Sterne – mit Trailer & Presse

Maria Kwiatkowsky und Bastian Trost sind hier ein armes Pärchen. Darum soll Trost die todkranke, apathische Millionärin Sunnyi Melles heiraten. Diese Geschichte ist kitschig bis unrealistisch, allenfalls als manirierte Farce zu genießen (Buch und Regie Lola Randl). In einem zweiten Handlungsstrang sieht man immer wieder das Filmteam bei der Arbeit am Film, auch in Interviewszenen…

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Rezension Deutsch-Bücher: Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009), von David Bergmann – 7 Sterne – mit Links & Video

Mit etwa 22 beginnt der deutschstämmige Amerikaner David Bergmann Deutsch zu lernen; mit 25 zieht er von Chicago nach Göttingen und Hamburg, um sich weiter in die Sprache zu vertiefen. Davon handeln Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009) – zwei in Konzept, Stil und Inhalt sehr ähnliche Bücher. Der Erstling erschien 2012…

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Rezension Theaterstück: Die Toscana-Therapie, von Robert Gernhardt (1986) – 5 Sterne

Ein paar Einfaltspinsel zwischen Mitte 20 und 60 bevölkern ein Ferienhaus in der Toskana. Einige sind ungebetene Gäste, doch die berechtigten Bewohner schaffen es nicht, sie loszuwerden. Trecker und Güllegerüche stören die Idylle überdies. Robert Gernhardt (1937 – 2006) erzeugt eine Art linksalternativ-intellektuellen Bauernstadl: Die Figuren reden einigermaßen witzig aneinander vorbei und werden zunehmend aufdringlicher–…

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